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	<title>Sulzbürg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T17:05:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fornax: /* Evangelisch-lutherische Schlosskirche St. Michael */</title>
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		<updated>2026-04-04T08:33:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Evangelisch-lutherische Schlosskirche St. Michael&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Gemeindeteil. Zum Naturraum siehe [[Sulzbürg (Naturraum)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Mühlhausen (Oberpfalz)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Mühlhausen&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Sulzbuerg.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen der ehemaligen Gemeinde Sulzbürg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.17953&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 11.41185&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BY&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 567&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 506&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 1987-05-25&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1976-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 92360&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 09185&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Sulzbürg Berg - Oberpfalz 004.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Sulzbürg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sulzbürg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gemeindeteil]] der [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] [[Mühlhausen (Oberpfalz)|Mühlhausen]] im [[Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das [[Pfarrdorf]] Sulzbürg liegt auf einem der [[Zeugenberg]]e, die sich aus dem Neumarkter Becken erheben, nordwestlich des Gemeindesitzes; das „Sulzbürger Massiv“ wird von den vier Kuppen Schlossberg, Badberg (mit Kriegerdenkmal), Galgenberg und [[Schlüpfelberg]] (mit Gedenkkreuz an das [[Propstei Grab|„Klösterlein Grab“]]) gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulzbürg - Israelitischer Friedhof 004.JPG|mini|Jüdischer Friedhof Sulzbürg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Umgebung wurden Grabhügel aus der [[Bronzezeit]] aufgefunden und eine Ringwallanlage der keltischen Kulturepoche festgestellt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschichtlich fassbar wird Sulzbürg mit dem Auftreten der Reichsministerialen von [[Stein von Hilpoltstein|Stein]] (erst 1382 = Hilpoltstein)&amp;lt;ref&amp;gt;Eckard Lullies: &amp;#039;&amp;#039;Die ältesten Lehnbücher des Hochstifts Eichstätt,&amp;#039;&amp;#039; Ansbach 2012, Nr. 27, Anm.&amp;lt;/ref&amp;gt; und von [[Wolfstein (Adelsgeschlecht)|Wolfstein]]. Die obere Burg besaßen die Wolfsteiner; wie diese mit den um 1120 erstmals urkundlich fassbaren edelfreien Wolfsteinern zu Wolfstein bei Neumarkt in Verbindung standen, ist nicht geklärt. Das Geschlecht der Wolfsteiner zu Sulzbürg wird inzwischen auf Gottfried von [[Wettenhofen]] als Stammvater zurückgeführt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=74}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine erste urkundliche Erwähnung der Sulzbürg-Wolfsteiner stammt von 1217, als sich Gottfried von Sulzbürg neben anderen Reichsministerialen am Hofe Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrichs II.]] zu [[Regensburg]] aufhielt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt, 92/93 (1999/2009), S. 364.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1242 gründete er das [[Kloster Seligenporten]] (seit 1248 dem Zisterzienserinnenorden inkorporiert), das bis zur [[Reformation]]szeit Grablege des Geschlechts blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;F. X. Buchner: &amp;#039;&amp;#039;Regesten des Klosters Seligenporten.&amp;#039;&amp;#039; In: Neumarkt in der Oberpfalz, 3. Jahresbericht für 1906, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reichsgutübertragungen erfolgten durch die Sulzbürg-Wolfsteiner nicht nur an dieses Zisterzienserinnenkloster, sondern auch an die [[Deutschordenskommende Nürnberg]]. Als der Reichsministeriale Heinrich von Stein der Ältere, gesessen zu [[Burgruine Niedersulzbürg|Untersulzbürg]], 1297 testamentarisch seine Söhne bedachte, erhielt Hypolt diese „Solzburg“.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=73}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Geschlecht der Sulzbürg-Wolfsteiner gelang es, um ihre [[Burgruine Obersulzbürg|Burg Obersulzbürg]], die sie seit 1353 als [[Lehnswesen|Reichslehen]] besaßen, die Landeshoheit auszubauen und zu festigen; 1403 waren die Sulzbürg-Wolfsteiner zudem durch Kauf (wieder) in den Besitz der Burg Niedersulzbürg gekommen, wo die Gundelfinger die Steiner beerbt hatten. Schon um 1530 kann man in den seit 1522/23 edelfreien Wolfsteinern Anhänger der Reformation sehen, wenn sie auch erst 1561 unter dem aus Ebenried nach Sulzbürg gewechselten Pfarrer Johann Huß die Sulzbürger Schlosskirche St. Michael und die Marktkirche zur Hl. Dreifaltigkeit dem [[Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche|lutherischen Bekenntnis]] zuführten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt, S. 366.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kurfürstliche [[Gegenreformation]] von 1621 musste vor den Toren ihres Territoriums Halt machen – die Reichsgrafschaft (seit 1673) Sulzbürg wurde zur protestantischen Enklave in der katholischen Oberpfalz.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] fanden zahlreiche protestantische [[Exulanten|Glaubensflüchtlinge]] aus [[Oberösterreich (Habsburg)|Oberösterreich]], vor allem dem &amp;#039;&amp;#039;Landl ob der Enns&amp;#039;&amp;#039;, in der Herrschaft Sulzbürg eine neue Heimat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLB-Reformation&amp;quot;&amp;gt;[https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Wolfstein,_Adelsfamilie#16..2F17._Jahrhundert:_Reformation_und_Standeserhebungen &amp;#039;&amp;#039;Reformation und Standeserhebungen&amp;#039;&amp;#039;] in: Robert Giersch: &amp;#039;&amp;#039;Wolfstein, Adelsfamilie&amp;#039;&amp;#039;, online unter &amp;#039;&amp;#039;historisches-lexikon-bayerns.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Reichsgraf Christian Albrecht starb das Sulzbürg-Wolfsteiner Geschlecht am 27. April 1740 aus;&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Besitz fiel als Reichslehen zurück, und zwar einem kaiserlichen Zugeständnis entsprechend an den bayerischen Kurfürsten, der zu Sulzbürg (und zu [[Pyrbaum]] für die dortigen Wolfsteiner Besitzungen) eine [[Kabinettsherrschaft]] errichtete. Nach langjährigen Auseinandersetzungen kam der Kurfürst 1769 auch in den Besitz der weit gestreuten wolfsteinschen [[Allod]]güter.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=88}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Sulzbürg selber waren dies das Areal des nicht mehr bestehenden Schlosses Niedersulzbürg, das Schloss Obersulzbürg, das Kastnerhaus, das Amtskechtshaus, die Ziegelhütte, 65 Untertanen-Haushaltungen, das Gemeinde-Hirtenhaus und dazu 24 Judenhaushaltungen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Alten Reiches]], um 1800, bestand der Ort Sulzbürg aus einer evangelischen und einer katholischen Pfarrei mit jeweiliger Pfarrkirche, einer Synagoge, zwei Schulhäusern, dem Schloss, 67 Haushaltungen, dem Gemeindehirtenhaus und 24 Judenhaushaltungen. Hoch- und niedergerichtlich unterstanden alle Untertanen der Kabinettsherrschaft Sulzbürg. Die Juden, die sich hier seit dem 15. Jahrhundert ansiedeln konnten, hatten Gebühren zum [[Judenschutz]] an das Kastenamt Neumarkt zu entrichten. Der [[Jüdischer Friedhof (Sulzbürg)|Jüdische Friedhof]] wurde um 1435 angelegt. 1823 entstand nach den Vorschriften des [[Bayerisches Judenedikt von 1813|bayerischen Judenedikts von 1813]] das [[Distriktsrabbinat Sulzbürg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Magnus Weinberger |Titel=Sulzbürg |Sammelwerk=Geschichte der Juden in der Oberpfalz |Band=4 |Verlag=Ewer-Buchhandlung |Ort=München |Datum=1927 |Seiten=21 |Kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildeten die Juden 1840 mit 255 Einwohnern noch ein Viertel der Sulzbürger Bevölkerung, so verminderte sich ihr Anteil durch Auswanderungswellen im 20. Jahrhundert. Als 1938 die Synagoge geschändet wurde, lebten nur noch 16 Juden in Sulzbürg. Im Mai 1942 wurden die letzten jüdischen Bewohner deportiert – nur eine Bewohnerin überlebte den [[Holocaust]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt |url=https://www.ku.de/bibliothek/suchen-und-finden/sammlungen/judaica-aus-sulzbuerg |titel=Judaica aus Sulzbürg |sprache=de |abruf=2022-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=282}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Eder: &amp;#039;&amp;#039;Unbekanntes Mittelbayern. Entdeckungsreisen zu verborgenen Schätzen&amp;#039;&amp;#039;, München 2011, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Bayern]] wurde ein weit verzweigter [[Steuerdistrikt]] Sulzbürg gebildet. Mit dem [[Gemeindeedikt von 1818]] entstand die [[Ruralgemeinde]] Sulzbürg, der nur der [[Marktrecht|Markt]] Sulzbürg angehörte.&amp;lt;ref group=&amp;quot;H&amp;quot;&amp;gt;{{Heinloth Neumarkt 1967|Kompakt=ja|Seite=329}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei blieb es bis zur [[Gebietsreform in Bayern]], in deren Folge der Markt Sulzbürg am 1. Januar 1976 in die Gemeinde Mühlhausen eingemeindet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerzahlen ===&lt;br /&gt;
* 1840: 1142 (187 Häuser, 4 Kirchen einschließlich Synagoge, ein Bergschloss, ein Gesundbad; 255 Juden)&amp;lt;ref&amp;gt;M. Siebert: &amp;#039;&amp;#039;Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt,&amp;#039;&amp;#039; München: Verlag Georg Franz, 1840, S. 236; die Zahl von 1142 Einwohnern wird zu hoch gegriffen sein. Offizielle Zählungen in Bayern gibt es allerdings erst seit 1875.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1861: {{0}}768 (171 Gebäude, 1 Kirche, 1 Schule, 1 Schloss; 120 Katholiken, 243 Juden)&amp;lt;ref name=&amp;quot;OVB1864&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1864|SPALTE=711}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1871: {{0}}720 (224 Gebäude, 134 Wohngebäude; 201 Katholiken, 356 Protestanten, 163 Juden – mit Rabbinat; Großvieh: 29 Pferde, 202 Rinder, 161 Schweine, 56 Ziegen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;OVB1875&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1875|SPALTE=886}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1900: {{0}}676 (145 Wohngebäude; 223 Katholiken, 339 Protestanten, 114 Juden – mit Rabbinat; Großvieh: 18 Pferde, 225 Rinder, 535 Schweine, 55 Ziegen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;OVB1900&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1900|SPALTE=869}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1938: {{0}}535 (204 Katholiken, 319 Protestanten, 12 Sonstige)&amp;lt;ref&amp;gt;Buchner II, S. 571.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1961: {{0}}656 (132 Wohngebäude)&amp;lt;ref name=&amp;quot;OVB1961&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1961|SPALTE=553}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1970: {{0}}611 in Sulzbürg und 120 in Kerkhofen&amp;lt;ref name=&amp;quot;OVB1970&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1970|SEITE=129}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: {{0}}506 (153 Wohngebäude, 197 Wohnungen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;OVB1987&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1987|SEITE=259}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch-lutherische Marktkirche Hl. Dreifaltigkeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zur Heiligen Dreifaltigkeit Sulzbürg.JPG|mini|hochkant|Marktkirche Hl. Dreifaltigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlosskirche St. Michael Sulzbürg.JPG|mini|Schlosskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mater Dolorosa - Sulzbürg NM 001.jpg|mini|Kath. Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gotik|frühgotische]] Marktkirche wurde 1688 erneuert und 1719 mit dem Altar und der 1667 gefertigten [[Kanzel]] der abgebrochenen Schlosskirche ausgestattet. 1726 und 1736 erhielt der Turm mit seinem Pyramidendach Glocken von Herold in Nürnberg. Die Kirche zeigt mehrere [[Epitaph|Epitaphien]] des 17. und 18. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt 92, S. 375; Hofmann/Mader, S. 276 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Sulzbürg wurde das erste evangelische [[Dekanat]] in Bayern errichtet (später nach Neumarkt verlegt).&amp;lt;ref&amp;gt;August Sieghardt: &amp;#039;&amp;#039;Oberpfalz.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Nürnberg o. J, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch-lutherische Schlosskirche St. Michael ===&lt;br /&gt;
Sie steht auf dem ehemaligen Schlossterrain westlich über dem Markt Sulzbürg. Laut einem Inschriftenstein am Turm, der aber hier nicht ursprünglich ist, wurde sie 1466 erbaut. Um 1540 wurde die Kirche ein evangelisches Gotteshaus, das 1609 renoviert wurde. 1719 wurde die Kirche abgebrochen und 1723 durch einen Neubau ersetzt, errichtet mit quadratischem [[Chor (Architektur)|Chor]] im Ostturm mit Kuppeldach und Laterne und einem Langhaus zu vier Jochen durch [[Ulrich Mösel]] aus Nürnberg. Die Stuckaturen schuf [[Donato Polli]] aus Nürnberg; sie haben sich noch unter der doppelten Westempore und in der Herrschaftsloge erhalten. Auch die Kanzel über dem Altar ist eine Stuckarbeit. Ein Inschriftenstein von 1609 bezieht sich nicht auf die Kirche, sondern auf den Bau eines Schlossflügels. Im Turm hingen Anfang des 20. Jahrhunderts drei Glocken (zwei aus dem 14. Jahrhundert, eine von 1723).&amp;lt;ref&amp;gt;Buchner II, S. 567 f.; Hofmann/Mader, S. 277, 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine kurze Zeit hat der streng katholisch gesinnte Hofkammerpräsident [[Max Emanuel von Toerring-Jettenbach]] die Kirche 1754 für die Protestanten gesperrt und wollte sie den Katholiken zur Verfügung stellen. Proteste der Bürgerschaft sowie Beschwerden beim [[Corpus Evangelicorum]] und bei der Münchener Zentralbehörde beim Konferenzminister [[Franz Xaver Andreas von Praidlohn]] bewirkten, dass die Kirche am 16. Februar 1756 wieder für die lutherischen Sulzbürger geöffnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Pfarrkirche zur Schmerzhaften Muttergottes ===&lt;br /&gt;
1750 berief der baierische Kurfürst die [[Kapuziner]] nach Sulzbürg, die sich der erneut ansiedelnden Katholiken annehmen sollten; 1751 wurde für die beiden Ordensleute ein Hospitium errichtet (später Pfarrhof). 1756 erfolgte der Bau der Kirche südlich der Schlosskirche auf der Bergkuppe durch den Kurfürsten als Ersatz für die bald zu klein gewordene Kapelle des Hospitiums. Die Pläne für den dreijochigen Saalbau lieferte der Münchener Hofunterbaumeister [[Johann Paur]]. Das aus landesherrlichen Mitteln finanzierte Gotteshaus wurde am 1. November 1757 [[Benediktion|benediziert]]. 1758 schuf [[Johann Michael Berg]] aus Nürnberg die Stuckaturen, schnitzte die Stuhlwangen und lieferte Bildhauerarbeiten für die Altäre, die der Allersberger Bildhauer [[Johannes Michael Schreyer]] vollendete. Der rechte Seitenaltar zeigt im Hauptblatt den heiligen [[Franz von Assisi]], ausgeführt 1752 vom Regensburger Maler [[Martin Speer (Maler)|Martin Speer]]. Ebenfalls von Martin Speer ist das Aufsatzgemälde des linken Seitenaltars, welches den heiligen [[Fidelis von Sigmaringen]], dem die Kirche geweiht ist, zeigt. Das Hauptblatt des linken Seitenaltars stellt die Enthauptung des heiligen [[Maximilian von Celeia|Maximilians von Celeia]] dar. Es stammt vom italienischen Maler [[Jacopo Amigoni]] und ist ein Geschenk des bayerischen Kurfürsten [[Maximilian III. Joseph|Maximilian III. Josef]], unter dessen Herrschaft der Bau der Kirche erfolgte. Eine weitere Gabe des Kurfürsten sind die fünf silbernen Ampeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1753 wurde auch ein katholischer Friedhof auf landesherrlichem Grund angelegt. Am 26. Juni 1754 wurde zudem eine katholische Schule errichtet, beides Ausfluss des landesherrlichen [[Peuplierung]]spolitik, die eine Vergrößerung des Katholikenanteils anstrebte, z.&amp;amp;nbsp;B. indem beim Verkauf eines Gutes nach Möglichkeit ein Katholik zum Zuge kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 wurde das Kapuzinerkloster aufgehoben und mit der Dotation des Klosters ein Weltgeistlicher für die katholische Pfarrei Sulzbürg angestellt. Der für die Bettelorden typische Dachreiter der Kirche wurde 1877 durch einen Turm ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Buchner II, S. 568, 570; Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt, 61 (1965/66), S. 53; Hofmann/Mader, S. 279 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mater Dolorosa - Sulzbürg NM 057.jpg|mini|Innenraum der katholischen Kirche Mater dolorosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstall Obersulzbürg ===&lt;br /&gt;
1353 wurde Albrecht von Wolfstein Besitzer des Reichslehens Obersulzbürg und baute bald darauf hier sein neues Schloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sieghardt170&amp;quot;&amp;gt;Sieghardt, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätere Teile des Schlosses wurden 1609 durch den Erbauer des Nürnberger Rathauses, Stadtbaumeister Jakob Wolf d. J., unter Hans Adam von Wolfstein zu Obersülzburg errichtet. 1634 in Brand geschossen, wurde es mit seinen fünf Türmen und der doppelten Ringmauer wiedererrichtet. Nach dem Aussterben der Sulzbürg-Wolfsteiner 1740 wurde das Schloss an der Nordwestecke der allseitig steil abfallenden Bergkuppe zunächst als kurbaiersche Beamtenwohnung genutzt. 1806 verkaufte Bayern das Schloss auf Abbruch an Privatleute, die es in der Tat vollständig abtrugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hofmann280&amp;quot;&amp;gt;Hofmann/Mader, S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sieghardt170&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstall Niedersulzbürg ===&lt;br /&gt;
1403 erwarben die Sulzburg-Wolfsteiner die Burg aus Hohenfelser und Gundelfinger Besitz. An der Nordostecke des Bergplateaus gelegen, wurde die Burg 1590 abgebrochen und war schon im frühen 18. Jahrhundert zur Gänze abgetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hofmann280&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sieghardt170&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
In Sulzbürg gibt es neben den Kirchen zahlreiche Baudenkmäler, unter anderem das [[Gasthaus Zur Linde (Sulzbürg)|Gasthaus „Zur Linde“]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Mühlhausen (Oberpfalz)#Sulzbürg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung ==&lt;br /&gt;
Sulzbürg ist zu erreichen aus südlicher Richtung über eine [[Gemeindeverbindungsstraße]] von [[Körnersdorf]] her, aus nördlicher Richtung über eine Gemeindeverbindungsstraße von [[Rocksdorf]] her und aus nordöstlicher Richtung über eine Gemeindeverbindungsstraße von [[Hofen (Mühlhausen)|Hofen]] her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulzbürg hatte einen Halt an der [[Bahnstrecke Greißelbach–Freystadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr&lt;br /&gt;
* Musikverein Mühlhausen-Sulzbürg e. V.&lt;br /&gt;
* Sportverein-Deutsche Jugendkraft-Sulzbürg e. V.&lt;br /&gt;
* Sportverein Mühlhausen-Sulzbürg e. V.&lt;br /&gt;
* Museumsverein „Landlmuseum“ Sulzbürg e. V.&lt;br /&gt;
* Obst- und Gartenbauverein Sulzbürg&lt;br /&gt;
* Soldaten- und Kriegerkameradschaft Sulzbürg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenbürger ==&lt;br /&gt;
* Seligmann Haas, 15. September 1861 in [[Oberlauringen]], [[Landkreis Schweinfurt]] – 8. September 1943 im [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]] ermordet;  ehem. 2. Bürgermeister von Sulzbürg&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://stolpersteine-guide.de/biografie/2201/familie-haasfamilie-low-stephanstr.-17|titel=Stolpersteine Guide – Familie Haas/Familie Löw – Stephanstr. 17|werk=stolpersteine-guide.de|abruf=2020-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kurt Erhardt Wappler, Gründer und erster Leiter des Landl-Museums&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/gemeinden/muehlhausen/landlmuseum-freude-ueber-neueroeffnung-21169-art1273819.html|titel=Landlmuseum: Freude über Neueröffnung|autor=Hans Gleisenberg|datum=2015-08-23|werk=mittelbayerische.de|abruf=2020-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Buchner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; Band I und II, Eichstätt 1937 und 1938&lt;br /&gt;
* {{Heinloth Neumarkt 1967}}&lt;br /&gt;
* Hans Georg Hirn: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben in Neumarkt und Sulzbürg.&amp;#039;&amp;#039; Historischer Verein für Neumarkt i.d. OPf. und Umgebung, 2011 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr20750-7 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Friedrich Hermann Hofmann und [[Felix Mader]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz &amp;amp; Regensburg, Heft XVII, Stadt und Bezirksamt Neumarkt&amp;#039;&amp;#039;, München: R. Oldenbourg, 1909.&lt;br /&gt;
* Johann Kirchinger: &amp;#039;&amp;#039;Gebet und Gewalt in der Öffentlichkeit. Konfessionsbedingte Raumwahrnehmungen im Konflikt zwischen Kapuzinern und Protestanten in Sulzbürg und Pyrbaum in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In Tobias Appl; Manfred Knedlik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Oberpfälzer Klosterlandschaft. Die Klöster, Stifte und Kollegien der Oberen Pfalz. &amp;#039;&amp;#039; S. 291–323. Friedrich Pustet, Regensburg 2016, ISBN 978-3-7917-2759-2.&lt;br /&gt;
* [[Magnus Weinberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Juden in der Oberpfalz, Band 4, Sulzbürg&amp;#039;&amp;#039;, Ewer-Buchhandlung, München 1927, {{OCLC|162434172}} ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:30-180015150012 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{bavarikon Ort |ID=ODB_S00035533 |objekt=Sulzbürg |abruf=2022-02-14}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sulzbuerg.de/html/geschichte_sulzburgs.html Friedhelm Kurz, Aus der Geschichte Sulzbürgs]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
* {{Heinloth Neumarkt 1967}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;H&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Weitere Quellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Mühlhausen (Oberpfalz)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sulzburg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Mühlhausen (Oberpfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Markt in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1217]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fornax</name></author>
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