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	<title>Sultiam - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T08:16:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sultiam&amp;diff=479562&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sultiam&amp;diff=479562&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-23T23:40:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel      = [[Datei:Sultiame.svg|200px|Strukturformel von Sultiam]]&lt;br /&gt;
| Freiname            = Sultiam&lt;br /&gt;
| Andere Namen        = 2-(4-Sulfamoylphenyl)-1,2-thiazinan-1,1-dioxid&lt;br /&gt;
| Summenformel        = C&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;14&amp;lt;/sub&amp;gt;N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS                 = {{CASRN|61-56-3}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer           = 200-511-0&lt;br /&gt;
| ECHA-ID             = 100.000.465&lt;br /&gt;
| PubChem             = 5356&lt;br /&gt;
| ChemSpider          = &lt;br /&gt;
| DrugBank            = DB08329&lt;br /&gt;
| ATC-Code            = {{ATC|N03|AX03}}&lt;br /&gt;
| Wirkstoffgruppe     = [[Antiepileptikum]]&lt;br /&gt;
| Wirkmechanismus     = &lt;br /&gt;
| Molare Masse        = 290,36 g·[[Molmasse|mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte              = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt        = &lt;br /&gt;
| Siedepunkt          = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck          = &lt;br /&gt;
| pKs                 = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit         = &lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{CL Inventory|ID=84004 |Name=Sultiame |Abruf=2025-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme     = {{GHS-Piktogramme-klein|07}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort      = Achtung&lt;br /&gt;
| H                   = {{H-Sätze|302}}&lt;br /&gt;
| EUH                 = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                   = {{P-Sätze|?}}&lt;br /&gt;
| Quelle P            = &lt;br /&gt;
| MAK                 = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sultiam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Handelsname]]: &amp;#039;&amp;#039;Ospolot&amp;#039;&amp;#039;; Hersteller: [[Desitin]]) ist ein [[Arzneistoff]] aus der Gruppe der [[Sulfonsäureamide]], der in der Behandlung von bestimmten [[Epilepsie]]formen eingesetzt wird. [[Pharmakologie|Pharmakologisch]] gehört es zu den [[Carboanhydrasehemmer]]n. Die Hemmung des [[Enzym]]s [[Carboanhydrase]] bewirkt eine [[Azidose|Gewebsübersäuerung]], die wiederum die [[Erregbarkeit]] von [[Nervenzelle]]n vermindern kann. Sultiam ist eines der älteren [[Antikonvulsivum|Antikonvulsiva]] und wurde erst ab Ende der 1980er Jahre „wiederentdeckt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Angaben ==&lt;br /&gt;
=== Anwendungsgebiete ===&lt;br /&gt;
Sultiam ist zugelassen zur oralen Behandlung der [[Rolando-Epilepsie]]. Die Rolando-Epilepsie wird auch als &amp;#039;&amp;#039;[[benigne]] [[Epilepsie]] des Kindesalters mit zentrotemporalen Spikes&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sultiam wird daneben auch häufig bei anderen Epilepsieformen des Kindesalters eingesetzt, die ähnliche [[Elektroenzephalografie|EEG]]-Veränderungen wie die Rolando-Epilepsie aufweisen, zum Beispiel beim [[Pseudo-Lennox-Syndrom]] oder beim [[Landau-Kleffner-Syndrom]].&amp;lt;ref&amp;gt;G. Gross-Selbeck: &amp;#039;&amp;#039;Treatment of &amp;quot;benign&amp;quot; partial epilepsies of childhood, including atypical forms.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neuropediatrics.&amp;#039;&amp;#039; 26, 1995, S. 45–50. PMID 7791951.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;U. Stephani, G. Carlsson: &amp;#039;&amp;#039;The spectrum from BCECTS to LKS: The Rolandic EEG Trait – Impact on Cognition.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsia.&amp;#039;&amp;#039; 47, Suppl 2, 2006, S. 67–70. PMID 17105466.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unlängst wurden auch Daten zur Anwendung beim [[West-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;O. M. Debus, G. Kurlemann: &amp;#039;&amp;#039;Sulthiame in the primary therapy of West syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsia.&amp;#039;&amp;#039; 45, 2004, S. 103–108. PMID 14738417.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie bei anderen schwer zu behandelnden herdförmigen Epilepsien&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Koepp, P. N. Patsalos, J. W. Sander: &amp;#039;&amp;#039;Sulthiame in adults with refractory epilepsy and learning disability: an open trial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsy Res.&amp;#039;&amp;#039; 50, 2002, S. 277–282. PMID 12200218.&amp;lt;/ref&amp;gt; publiziert. Weiterhin wird Sultiam zur Behandlung der Krampfkomponente beim [[Rett-Syndrom]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Huppke, K. Kohler, K. Brockmann u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Treatment of epilepsy in Rett syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur J Paediatr Neurol.&amp;#039;&amp;#039; 11 2007, S. 10–16. PMID 17178248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenanzeigen ===&lt;br /&gt;
Sultiam darf nicht angewendet werden bei:&lt;br /&gt;
* bekannter Überempfindlichkeit gegen Sultiam oder andere Sulfonamide&lt;br /&gt;
* bei bekannter akuter [[Porphyrie]]&lt;br /&gt;
* bei [[Hyperthyreose|Schilddrüsenüberfunktion]]&lt;br /&gt;
* bei [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sultiam sollte nicht oder nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden:&lt;br /&gt;
* bei Vorliegen einer [[Chronisches Nierenversagen|Nierenfunktionsstörung]]&lt;br /&gt;
* bei vorbestehenden psychiatrischen Erkrankungen&lt;br /&gt;
* bei Frauen im gebärfähigen Alter und Mädchen älter als 12 Jahre&lt;br /&gt;
* bei Schwangerschaft oder Stillzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: die Gegenanzeigen unterscheiden sich Deutschland und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ===&lt;br /&gt;
Bei Kombination von Sultiam mit [[Phenytoin]] kann der Phenytoin-Blutspiegel stark ansteigen. In Einzelfällen kam es zu einer Erhöhung der Blutspiegels von [[Lamotrigin]]. Bei einer Kombination von Sultiam mit [[Primidon]]&lt;br /&gt;
können die Sultiam-Nebenwirkungen zunehmen (insbesondere bei Kindern). Es gibt Hinweise darauf, dass die Blutkonzentration von Sultiam bei gleichzeitiger Einnahme von [[Carbamazepin]] vermindert wird. Die gleichzeitige Einnahme von Sultiam und anderen Carboanhydrasehemmern (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Topiramat]], [[Acetazolamid]] oder [[Zonisamid]]) kann die Nebenwirkungen der Carboanhydrase-Hemmung verstärken. Während der Sultiam-Behandlung sollte auf den Genuss von Alkohol verzichtet werden, da Sulfonamide eine [[Disulfiram]]-ähnliche Wirkung besitzen und zusammen mit Alkohol eine unangenehme Reaktion ausgelöst werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit ===&lt;br /&gt;
Es gibt experimentelle Hinweise auf [[embryotoxisch]]e Effekte. Es ist davon auszugehen, dass Sultiam die Placentaschranke überschreiten und in die Muttermilch übergehen kann. Es kann somit in den [[Fötus]] sowie in den gestillten Säugling übergehen. Sultiam darf während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden, da dafür keine ausreichenden Untersuchungen zur Sicherheit vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unerwünschte Wirkungen ===&lt;br /&gt;
Magenbeschwerden können häufig (1–10 %) bis sehr häufig (≥&amp;amp;nbsp;10 %) auftreten. Missempfindungen ([[Parästhesie]]n) in den Gliedern und im Gesicht sowie Atembeschwerden, Schwindel, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Doppelbilder, Schluckauf, Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit können auch häufig auftreten. Gelegentlich (0,1–1 %) kommt es zu [[Halluzination]]en, Angst, Muskelschwäche, Antriebsarmut, Gelenkschmerzen, einem [[Status epilepticus]] oder zu Anfallshäufung. In Einzelfällen besteht der Verdacht, dass Sultiam mit der Auslösung eines akuten Nierenversagens, eines [[Stevens-Johnson-Syndrom]]s, eines [[Lyell-Syndrom]]s oder einer [[Polyneuritis]] im Zusammenhang stehen könnte. Sultiam ist ein Carboanhydrasehemmer. Daher sind Nebenwirkungen der Carboanhydrase-Hemmung, wie [[Nierenstein]]e, [[Azidose|Übersäuerung]] und Veränderungen von Blutwerten nicht auszuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Wirkungsmechanismus ===&lt;br /&gt;
Sultiam ist ein Sulfonamid-Derivat, besitzt jedoch im Gegensatz zu anderen Sulfonamiden keine [[Antibiotika|antibiotische]] Wirkung. Strukturell bestehen keine Gemeinsamkeiten mit anderen Antikonvulsiva. Der Wirkmechanismus ist nicht vollständig bekannt. Ein wesentlicher biologische Effekt ist die Hemmung der [[Carboanhydrase]] des Gehirns: eine Gewebsübersäuerung im Gehirn setzt die [[Erregbarkeit]] von [[Nervenzelle]]n herab. Weiterhin wurden Wirkungen auf erregende und hemmende [[Neurotransmitter|Botenstoffe]] im Nervensystem beschrieben. Sultiam reduziert ebenfalls den Natriumeinstrom in die Nervenzelle und setzt so die Erregbarkeit der Nervenzelle herab.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Madeja, C. Wolf, E. J. Speckmann: &amp;#039;&amp;#039;Reduction of voltage-operated sodium currents by the anticonvulsant drug sulthiame.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Brain Res 2001.&amp;#039;&amp;#039; 900, S. 88–94. PMID 11325350.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Arzneistoff zeigte eine gute Wirksamkeit im Elektrokrampftest (Ratte und Maus) und im Krampftest mit Pentamethylentetrazol (Maus).&amp;lt;ref&amp;gt;W. Wirth, F. Hoffmeister, H. Friebel, S. Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Pharmakologie des N-(4&amp;#039;-sulfamylphenyl)-butansultam-(1,4).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dt Med Wschr.&amp;#039;&amp;#039; 50, 1960, S. 2195–2199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahme und Verteilung im Körper ===&lt;br /&gt;
Die Pharmakokinetik von Sultiam wurde bislang nicht systematisch untersucht. Maximale Plasmakonzentrationen werden nach ein bis fünf Stunden gemessen. Die [[Halbwertszeit]] beträgt 2 bis 16&amp;amp;nbsp;Stunden und kann durch eine Kombinationsbehandlung mit anderen Antikonvulsiva verkürzt werden. Die Kinetik ist linear. Im Plasma ist der Wirkstoff zu etwa 29 % an [[Proteinbindung|Proteine gebunden]]. Die empfohlenen Blutspiegel bei der Behandlung der Rolando-Epilepsie liegen bei 1–3&amp;amp;nbsp;µg/ml.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Doose: &amp;#039;&amp;#039;Typische Rolandische Epilepsie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Königsteiner Arbeitskreis: Standardtherapien der Epilepsien im Kindes- und Jugendalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsie-Blätter.&amp;#039;&amp;#039; 5, 1992, S. 53–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bioverfügbarkeit ====&lt;br /&gt;
Nach [[Peroral|oraler]] Gabe wird Sultiam rasch und vollständig, bevorzugt aus dem oberen [[Dünndarm]]abschnitt resorbiert. Der Nahrungseinfluss auf die Aufnahme von Sultiam wurde bislang nicht untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Metabolismus ====&lt;br /&gt;
Bislang wurden zwei Abbauprodukte von Sultiam identifiziert. Davon ist [[Hydroxylierung|hydroxyliertes]] Sultiam mengenmäßig das wichtigste Abbauprodukt. Es besitzt keine antikonvulsive Eigenschaften. Nach oraler Gabe werden circa 80–90 % der Dosis über die Nieren ausgeschieden. Etwa 30–60 % werden unverändert ausgeschieden. Mehr als 25 % werden als Abbauprodukt (hydroxyliertes Sultiam) ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Toxikologie ===&lt;br /&gt;
Sultiam hat eine geringe akute [[Toxizität]]. Die [[Peroral|orale]] [[Letale Dosis|LD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt;]] für [[Ratten|Ratte]] und [[Mäuse|Maus]] liegt über 5000&amp;amp;nbsp;mg/kg Körpergewicht und für das [[Kaninchen]] bei etwa 1000&amp;amp;nbsp;mg/kg. Bei [[intraperitoneal]]er Gabe lag die LD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt; für die Maus bei ca. 1700&amp;amp;nbsp;mg/kg.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Registry of Toxic Effects of Chemical Substances.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. US Dept of Health, Education, and Welfare. Cincinnati 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Überdosierung werden zumeist Kopfschmerzen, Schwindel, [[Ataxie]], Bewusstseinsstörung, [[Katatonie]], Azidose und Sultiamkristalle im Urin beobachtet. Überdosierungen mit vier bis fünf Gramm Sultiam wurden überlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Stockdill, A. R. Lorimer: &amp;#039;&amp;#039;Sulthiame Overdosage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Br J Clin Pract.&amp;#039;&amp;#039; 25, 1971, S. 33. PMID 4397483.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. J. Rockley: &amp;#039;&amp;#039;Attempted suicide with sulthiame.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[British Medical Journal]].&amp;#039;&amp;#039; 2, 1965, S. 632. PMID 14331626.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einnahme von ca. 20&amp;amp;nbsp;g Sultiam in [[suizid]]aler Absicht bei Erwachsenen führte in einem Fall zum Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Ahrend, L. Nagy, D. Tiess: &amp;#039;&amp;#039;Zur Morphologie und Analytik der Sultiam-Intoxikation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Toxikologie]].&amp;#039;&amp;#039; 25, 1969, S. 229–237. PMID 4393635.&amp;lt;/ref&amp;gt; In zwei anderen Fällen kam es bei vergleichbarer Überdosis zur vollständigen Wiederherstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;L. J. Mykyta: &amp;#039;&amp;#039;A case of sulthiame overdosage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Med J Austr.&amp;#039;&amp;#039; 20, 1968, S. 118–119. PMID 4386132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;K. Hruby, A. Donner, U. Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Akute Selbstvergiftungen mit Antiepileptika.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 22, 1985, S. 168–171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es existiert kein spezifisches Antidot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Sultiam wurde in den 1950er Jahren bei [[Bayer AG|Bayer]] synthetisiert und 1960 als &amp;#039;&amp;#039;Ospolot&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; in [[Europa]] und anderen Ländern in den Handel gebracht. Nach Einführung im Jahre 1960 wurde Sultiam als Mittel der zweiten Wahl zur Behandlung von Epilepsien mit Herdanfällen genutzt und oft zusammen mit dem etablierten Antikonvulsivum [[Phenytoin]] eingesetzt. Hansen  u. a. beschrieben 1968 erstmals, dass die Phenytoin-Blutspiegel bei einer kombinierten Behandlung mit Sultiam erheblich anstiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. M. Hansen, M. Kristensen, L. Skovsted: &amp;#039;&amp;#039;Sulthiame (Ospolot) as inhibitor of diphenylhydantoin metabolism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsia.&amp;#039;&amp;#039; 9, 1968, S. 17–22. PMID 4386877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ergebnisse führten zu der Annahme, dass Sultiam keine eigenständige antikonvulsiven Wirkung besitzt und nur über die Erhöhung der Phenytoinspiegel wirke. Nach Veröffentlichung einer negativen Vergleichsstudie gegen Phenytoin&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. Green, A. S. Troupin, L. M. Halperm u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Sulthiame: Evaluation as an anticonvulsant.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsia.&amp;#039;&amp;#039; 15, 1974, S. 329–349. PMID 4153094.&amp;lt;/ref&amp;gt; ging der Einsatz von Sultiam schnell zurück. Erst 1988 entdeckte der deutsche Kinderneurologe [[Hermann Doose]] die spezifische Wirkung des Arzneistoffs bei Kindern mit Rolando-Epilepsie.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Doose, W. K. Baier, J. P. Ernst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Benign partial epilepsy – treatment with sulthiame.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dev Med Child Neurol]].&amp;#039;&amp;#039; 30, 1988, S. 683–684. PMID 2906619.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Entdeckung wurde später in einer [[Randomisierte, kontrollierte Studie|kontrollierten]] Studie bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Rating, C. Wolf, T. Bast: &amp;#039;&amp;#039;Sulthiame as monotherapy in children with benign childhood epilepsy with centrotemporal spikes: a 6-month randomized, double-blind, placebo-controlled study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsia.&amp;#039;&amp;#039; 41, 2000, S. 1284–1288. PMID 11051123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der o.&amp;amp;nbsp;a. Einschränkung der behördlichen Zulassung in Deutschland gilt Sultiam heute im deutschen Sprachraum und in Israel als Mittel der ersten Wahl bei Rolando-Epilepsien.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wohlrab: {{Webarchiv|url=http://www.epi.ch/_files/Epileptologie_(PDF)/E1_2003.pdf |wayback=20110706225326 |text=&amp;#039;&amp;#039;Epilepsiebehandlung im Kindes- und Jugendalter: Kontinuität und Wandel&amp;#039;&amp;#039;.}} (PDF; 392&amp;amp;nbsp;kB) In: &amp;#039;&amp;#039;Epileptologie.&amp;#039;&amp;#039; 20, 2003, S. 25–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zulassungen wurden 1993 an [[Desitin]] übertragen. Sultiam wird heute in einigen europäischen Ländern sowie in [[Israel]], [[Japan]], und [[Australien]] vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handelsnamen und Darreichungsformen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ospolot&amp;#039;&amp;#039; 50/200&amp;amp;nbsp;mg Filmtabletten; Suspension 20&amp;amp;nbsp;mg/ml.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Literatur ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Azinan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benzolsulfonamid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sultam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antikonvulsivum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carboanhydrasehemmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synthetische psychotrope Substanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotroper Wirkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
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