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	<title>Sukuk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:30:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jules1202: Link ergänzt</title>
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		<updated>2025-10-01T06:47:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sukuk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ar|صكوك&amp;amp;lrm;|d=Ṣukūk}}, Plural von {{arF|صك&amp;amp;lrm;|d=Ṣakk}}) ist im [[Islamisches Finanzwesen|islamischen Finanz-]] und [[Islamisches Bankwesen|Bankwesen]] eine [[Anleihe]], bei der keine [[Zins]]en auf das angelegte [[Kapital]] gezahlt werden.  &lt;br /&gt;
Islamische [[Finanzierungsinstrument]]e müssen in Einklang mit den religiösen Regeln des [[Islam]], den [[Rechtsquelle]]n der [[Fiqh]] und der [[Sunna]] sowie der [[Schari&amp;#039;a]] stehen. Deshalb gewährt die Sukuk dem Anleihegläubiger einen Eigentumsanteil am [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] des Anleiheschuldners und ist daher als [[forderungsbesichertes Wertpapier]] ({{enS|asset securitisation}}) zu qualifizieren. Es gibt wegen des [[Zinsverbot]]s keinen Anleihezins, sondern eine Einnahmebeteiligung an den finanzierten Vermögensteilen (etwa [[Immobiliarmiete|Miete]]). Mieterlöse können an [[Referenzzinssatz|Referenzzinssätze]] wie [[LIBOR]] gekoppelt werden. Damit unterliegt auch die Sukuk einem [[Zinsänderungsrisiko]]. Die Sukuk wurde im Februar 1988 durch die „Fiqh Academy“ der [[Organisation für Islamische Zusammenarbeit]] genehmigt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=26mrHXmtc0gC&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=sukuk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwijxaCnn-PiAhWR6aQKHeXmAZM4ChDoAQgnMAA#v=onepage&amp;amp;q=sukuk&amp;amp;f=false Andreas Jobst, &amp;#039;&amp;#039;The Economics of Islamic Finance and Securitization&amp;#039;&amp;#039;, IMF Working Paper, August 2007, S. 19]&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist damit ein relativ junges Finanzinstrument.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beachtung des Zinsverbotes ==&lt;br /&gt;
Das islamische Recht, die [[Scharia|Schari&amp;#039;a]], verbietet nach verbreiteter Interpretation die Erhebung und Auszahlung von [[Zins]]en. [[Muslim]]en ist es laut [[Koran]] (Sure 2/275) weder erlaubt, Zinsen zu verlangen, noch zu zahlen ([[Ribā|Riba]]). Demnach kann ein Muslim keine verzinsten [[Kredit]]e und [[Hypothek]]en in Anspruch nehmen, auch die Verzinsung von [[Bankguthaben]] ist nicht statthaft. Islamische Banken können somit keine verzinsten Kredite vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scharia erlaubt jedoch die Verteilung von [[Gewinn]]en. So kaufen islamische Banken für den [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] beispielsweise Güter ein und geben sie später mit Gewinn an ihn weiter. Der Emittent erhält so keinen festen [[Zinssatz]], sondern wird über sein [[Guthaben]] Teilhaber der Bank. Die Bank selbst tritt als Zwischenhändler auf und hält sich damit an das islamische Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Die Sukuk kann mit anderen islamischen Finanzierungsinstrumenten kombiniert werden, so dass diese eine [[Verbriefung]] erfahren. So gibt es 14 Sukuk-Arten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=luEy-vn8lKkC&amp;amp;pg=PA177&amp;amp;dq=sukuk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiRyKCmnOPiAhXHyKQKHRTkCr8Q6AEIWDAG#v=onepage&amp;amp;q=sukuk&amp;amp;f=false Michael Mahlknecht, &amp;#039;&amp;#039;Islamic Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 177 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; von denen insbesondere zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukuk al-murabaha ===&lt;br /&gt;
[[Murabaha]] ist ein Kauf- und Rückkaufvertrag, bei dem ein [[Kunde]] eine Sache (wie etwa [[Commodities]]) von der islamischen Bank erwerben möchte. Zu Beginn des Kaufs wird zwischen der Bank und dem Kunden ein Rückkaufpreis festgelegt. Wertsteigerungs- und Risikozuschlag sind in diesem Preis enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |offline=1 |url=http://www.finanz-lexikon.net/_Murabaha |werk=Finanz-Lexikon.net |titel=Murabaha |zugriff=2011-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die islamische Bank fungiert als Zwischenhändler der Commodities.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Sukuk al-idschara ===&lt;br /&gt;
[[Idschara]] ist ein [[Mietvertrag (Deutschland)|Mietvertrag]] oder [[Mietkauf]]vertrag. Die Bank ist der [[Eigentümer]] eines Vermögensgegenstandes und trägt damit alle Risiken, die mit dem [[Eigentum]] zusammenhängen. Die Bank vermietet den Vermögensgegenstand zum Gebrauch und zur Nutzung zu einem bestimmten Pachtsatz und für eine bestimmte Zeit an den Kunden. Bei einem Mietkaufvertrag besteht der Unterschied darin, dass der Kunde die laufenden Pachtzahlungen als [[Abzahlung]] des Vermögensgegenstandes nach vorher festgelegtem Wert und festgelegter [[Nutzungsdauer]] verrechnen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |offline=1 |url=http://www.finanz-lexikon.net/_Ijara |werk=Finanz-Lexikon.net |titel=Ijara |zugriff=2011-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukuk al-muscharaka ===&lt;br /&gt;
[[Muscharaka]] ist ein Gewinn- und Verlustvertrag. Nach den geleisteten Kapitaleinlagen erwerben die islamische Bank und der Kunde gemeinsam das Eigentum. Ein Projekt wird demnach gemeinsam finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.finanz-lexikon.net/_Musharaka |titel=Musharaka |werk=Finanz-Lexikon.net |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150627051522/http://www.finanz-lexikon.net/_Musharaka |archiv-datum=2015-06-27 |archiv-bot= |zugriff=2011-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukuk al-mudaraba ===&lt;br /&gt;
[[Mudaraba]] ist eine Art der Gewinnverteilung bei [[stille Gesellschaft|stillen Beteiligungen]]. Eine Partei bringt für das Eigentum das Kapital auf, die andere übernimmt die Arbeit und die Geschäftsführung. Kapitalgeber ist wieder die Bank.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |offline=1 |url=http://www.finanz-lexikon.net/_Mudaraba |werk=Finanz-Lexikon.net |titel=Mudaraba |zugriff=2011-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland erlangte die Sukuk erstmals Bekanntheit, als [[Sachsen-Anhalt]] im  August 2004 als erster europäischer Emittent eine [[Deckung (Wirtschaft)|gede]]ckte Anleihe (in Form der &amp;#039;&amp;#039;Sukuk-al-idschara&amp;#039;&amp;#039;) über 100 Millionen Euro emittierte. In diesem Anleihekonstrukt wurden schuldrechtlich die [[Nutzungsrecht]]e am Immobilienvermögen des Landes Sachsen-Anhalt in eine als [[Zweckgesellschaft]] fungierende niederländische [[Stiftung]] eingebracht. (&amp;#039;&amp;#039;Stichting Sachsen-Anhalt Trust&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sukuk.com/sukuk-new-profile/stichting-sachsen-anhalt-trust-4460/ Sukuk Database]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Sachsen-Anhalt erhielt dafür eine einmalige [[Zahlung]] von der Stiftung, die das [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] gegen jährliche Mietraten an Sachsen-Anhalt zurück vermietete, das somit den Zinszahlungen einer normalen Anleihe entspricht. Alle [[Forderung]]en der niederländischen Stiftung gegen Sachsen-Anhalt waren ungesicherte und bedingungslose [[Verbindlichkeit]]en des [[Land (Deutschland)|Bundeslandes]]. Nach 5-jähriger Laufzeit wurde die Sukuk am 31. Juli 2009 zurückgezahlt. Am Ende der Laufzeit erwarb Sachsen-Anhalt die Nutzungsrechte durch einmalige Rückzahlung der Summe aus dem Jahr 2004 zurück. Diese Zahlung wurde an den islamischen [[Investor]] weitergeleitet. Durch [[strukturierte Finanzierungen]] konnte damit faktisch eine festverzinsliche Anleihe gebildet werden, die als solche bei der Zweckgesellschaft nach dem Prinzip der [[Wirtschaftliche Betrachtungsweise|wirtschaftlichen Betrachtungsweise]] bilanziert werden durfte und der Struktur eines [[Sale-Lease-Back]] entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktchancen in Europa ==&lt;br /&gt;
Das Zinsverbot betrifft auch Muslime in [[Europa]], sofern sie sich streng an die Gebote des Islam halten wollen. Obwohl es ihnen in den westlichen Ländern erlaubt ist, Bankprodukte mit Zinsen abzuschließen, würden sie damit gegen [[islamisches Recht]] verstoßen. Die Alternative wäre, ihr Geld auf zinslosen Konten zu lagern oder in ihre Länder zu überweisen. [[Deutschland]] und andere europäische Länder haben das Problem erkannt. Noch sind Muslime &lt;br /&gt;
mit scharia-konformen Produkten unterversorgt, aber das Angebot an Sukuks nimmt stetig zu. Zum einen würde die [[Nachfrage]] der Muslime in den westlichen Ländern gedeckt werden und zum anderen würden sich die Marktchancen der Banken erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Pauly, &amp;#039;&amp;#039;Gewinne in Gottes Namen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; Nr. 43 vom 19. Oktober 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa (vor allem in Großbritannien) sind mehrere „islamische Banken“ aktiv. In Mannheim eröffnete 2010 die „Kuveyt Türk Beteiligungsbank“; sie hatte zunächst keine Vollbanklizenz und konnte deshalb nur Geschäfte vermitteln (z.&amp;amp;nbsp;B., indem sie Kunden an ihr türkisches [[Mutterunternehmen]] vermittelte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sascha Mattke |Titel=Islambanking: Allah hätte nichts dagegen. In Mannheim gibt es die erste Bankfiliale für gläubige Muslime. Kann das islamische Finanzmodell Vorbild für den Westen sein? |Sammelwerk=Die Zeit |Nummer=26 |Datum=2010-06-24 |Seiten=34 |Online=[http://www.zeit.de/2010/26/F-Islamic-Banking zeit.de] |Abruf=2011-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das mehrheitlich in Besitz des Kuwait Finance House ist, einem der größten Unternehmen des Emirates [[Kuwait]]). Im März 2015 erteilte die [[BaFin]] der [[KT Bank|Kuveyt Türk Bank]] als erstem scharia-konformem Geldinstitut Deutschlands die Vollbanklizenz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2015-03/bafin-lizenz-bank-islamisches-finanzwesen &amp;#039;&amp;#039;Bafin: Erste islamische Bank erhält Lizenz in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; online, 22. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Bank ohne Zinsen: Erste Islam-Bank kommt nach Deutschland}}&lt;br /&gt;
* [http://wiki.islamicfinance.de/index.php/Sukuk &amp;#039;&amp;#039;Islamic Finance WIKI entry Sukuk&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.sbp.org.pk/departments/ibd/sukuk-risks.pdf &amp;#039;&amp;#039;Managing financial risks of Sukuk structures&amp;#039;&amp;#039;] (englisch; PDF; 803&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/sukuk-und-takaful-159351/ &amp;#039;&amp;#039;Islamic Banking: Sukuk und Takaful&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://de.financialislam.com/sukuk.html &amp;#039;&amp;#039;Financial Islam: Sukuk Islamisch Bonds&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.investopedia.com/terms/s/sukuk.asp &amp;#039;&amp;#039;Investopia: A forbes digitals company&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ibrahim Cihan: &amp;#039;&amp;#039;Kapitalmarktprodukte nach islamischem Recht.&amp;#039;&amp;#039; Grin Verlag, München 2009, ISBN 978-3-638-84572-4.&lt;br /&gt;
* Zamir Iqbal, Abbas Mirakhor: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Islamic Finance : Theory and Practice.&amp;#039;&amp;#039; John Wiley, New York 2006, ISBN 978-0-470-82188-6.&lt;br /&gt;
* Michael Mahlknecht: &amp;#039;&amp;#039;Islamic Finance: Einführung in Theorie und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2009, ISBN 978-3-527-50389-6.&lt;br /&gt;
* Osman Sacarcelik: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsfragen islamischer Zertifikate (Sukuk).&amp;#039;&amp;#039; Nomos Verlag, München 2013, ISBN 978-3-8487-0492-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamisches Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anleihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jules1202</name></author>
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