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	<title>Sui generis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:41:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sui_generis&amp;diff=228862&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;N9713: /* Militär */ Link aktualisiert/vereinfacht</title>
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		<updated>2025-06-10T13:12:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Militär: &lt;/span&gt; Link aktualisiert/vereinfacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur juristischen Fachzeitschrift siehe [[sui generis (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039; (Zeitschrift)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sui generis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]]: ‚eigener Art‘) ist ein [[Fachausdruck]] mit der wörtlichen Bedeutung „eigener Gattung oder Ordnung, eigenen Geschlechts“ oder „einzigartig in seinen [[Charakteristikum|Charakteristika]]“. Der Begriff wurde von der [[Scholastik|scholastischen]] [[Philosophie]] entwickelt, um eine Idee, eine [[Entität (Philosophie)|Entität]] oder eine Wirklichkeit zu bezeichnen, die nicht unter ein höheres Konzept eingeordnet werden kann, sondern vielmehr nur durch sich selbst eine Klasse bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne von [[Gattung (Biologie)|Gattung]] oder [[Art (Biologie)|Art]] wird damit eine Art gemeint, die die eigene Gattung anführt, so zum Beispiel in der Kunst, Musik oder Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recht ==&lt;br /&gt;
In den [[Rechtswissenschaften]] ist er ein [[Terminus technicus]], der verwendet wird, um einen Gegenstand in juristischen Klassifikationen beschreiben zu können, gleichwohl er nicht in die übliche Formtypik passt, weil er einzigartig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|1=Wo die vertrauten Begriffe versagen, hilft sich der [[Jurist]] mit der Qualifikation als Sache &amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039;.|2=[[Josef Isensee]]|3=&amp;#039;&amp;#039;Europäische Nation? Die Grenzen der politischen Einheitsbildung Europas&amp;#039;&amp;#039;, 2009|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Isensee: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Nation? Die Grenzen der politischen Einheitsbildung Europas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung Europas. Perspektiven des Integrationsprojekts.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2009, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist allerdings zu beachten, dass die Einordnung eines Gegenstands oder Phänomens in die Kategorie &amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039; nur das letzte Mittel sein darf, um diesen Gegenstand zu beschreiben. Vorher ist die Möglichkeit auszuschöpfen, den Gegenstand in vorhandene Kategorien, wenn auch durch deren Erweiterung, einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf die Institution der [[Europäische Union|Europäischen Union]] sprechen Rechtswissenschaftler vom „Gebilde sui generis“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Armin von Bogdandy]], &amp;#039;&amp;#039;Die europäische Option&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Dennis-Jonathan Mann, &amp;#039;&amp;#039;Ein Gebilde sui generis? Die Debatte um das Wesen der Europäischen Union im Spiegel der „Nature of the Union“-Kontroverse in den USA&amp;#039;&amp;#039;, in: Frank Decker/Marcus Höreth (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung Europas. Perspektiven des Integrationsprojekts&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 2009, [https://books.google.de/books?id=nCJa0lKohnIC&amp;amp;lpg=PA319&amp;amp;ots=UcCEErGK2N&amp;amp;dq=%22dennis-jonathan+mann%22&amp;amp;lr=&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA319#v=onepage&amp;amp;q=%22dennis-jonathan%20mann%22&amp;amp;f=false S. 319&amp;amp;nbsp;ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Bundesverfassungsgericht]] untersuchte in seinem [[Maastricht-Urteil]] die EU und stufte sie wegen fehlender Staatlichkeit der Gemeinschaftsebene mit dem Charakter &amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039; mit dem neu gebildeten Begriff [[Staatenverbund]] ein,&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfGE 89, 155, 213 (1994).&amp;lt;/ref&amp;gt; da sie weder [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] noch [[Staatenbund]], sondern ein [[völkerrecht]]lich einzigartiges Gebilde darstelle. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039; ist Ausdruck der Schwierigkeiten, die Europäische Union mit staats-, völkerrechtlichen oder politikwissenschaftlichen Kategorien zu erfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Pollak/Peter Slominski, &amp;#039;&amp;#039;Das politische System der EU&amp;#039;&amp;#039;, 2006, [https://books.google.de/books?id=qmuXBL7OFXwC&amp;amp;pg=PA118&amp;amp;lpg=PA118&amp;amp;dq=BVerfGE+89,+155+sui+generis&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=zXEa9VVbBr&amp;amp;sig=KXATGzoO-ucBDqQ_Vk8Hpqi8Iw0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=tG32S8DOMYudOIWHmJIJ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=BVerfGE%2089%2C%20155%20sui%20generis&amp;amp;f=false S. 118].&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Verfassungsgeschichte]] wird die sui-generis-Natur der Europäischen Union oftmals der des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] gegenübergestellt, die der Rechtsphilosoph [[Samuel Pufendorf]] im 17. Jahrhundert als „irregulären und einem Monstrum ähnlichen Körper“ umschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer Europa. Geschichte und Identität Europas – Aufgaben und Probleme der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Lit Verlag, Münster 1998, S.&amp;amp;nbsp;123;&amp;lt;br /&amp;gt;Armin von Bogdandy: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Prinzipienlehre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Verfassungsrecht. Theoretische und dogmatische Grundzüge.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Heidelberg 2003, S.&amp;amp;nbsp;160;&amp;lt;br /&amp;gt;Christoph Schönberger: &amp;#039;&amp;#039;Wie kann man die Europäische Union juristisch denken? Überlegungen zu einer Bundeslehre.&amp;#039;&amp;#039; In: Helge Høibraaten/Jochen Hille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Northern Europe and the Future of the EU/Nordeuropa und die Zukunft der EU.&amp;#039;&amp;#039; Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2011 (=&amp;amp;nbsp;Nordeuropäische Studien; 23), S.&amp;amp;nbsp;164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsrechtler und Politikwissenschaftler diskutieren auch, ob das [[Regierungssystem]] der Schweiz, die gegenwärtig als einziger Staat der Welt eine [[Direktorialsystem|Direktorialregierung]] hat, als Typus &amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039; zu qualifizieren sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Loewenstein (Jurist)|Karl Loewenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungslehre.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Mohr Siebeck, Tübingen 2000, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uwe Kranenpohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Sui(sse) generis. Die Eidgenossenschaft – Referenzsystem für die institutionelle Fortentwicklung der Europäischen Union?&amp;#039;&amp;#039; In: Werner J. Patzelt, Martin Sebaldt, Uwe Kranenpohl: &amp;#039;&amp;#039;Res publica semper reformanda. Wissenschaft und politische Bildung im Dienste des Gemeinwohls. Festschrift für Heinrich Oberreuter.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2007, S. 597–611.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Sebaldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Parlamente. Funktionen und Leistungsprofile nationaler Volksvertretungen in den alten Demokratien der Welt.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2009, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutsche [[Vertragsrecht]] kennt den [[Vertrag sui generis]]. Dies ist ein Vertrag, der zu keinem der gesetzlich bestimmten Vertragstypen gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird der Ausdruck zunehmend auch von der [[Politikwissenschaft]] und von [[Politiker]]n in Anspruch genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militär ==&lt;br /&gt;
In der militärpolitischen und militärsoziologischen Diskussion ist umstritten, ob der [[Soldat]]en&amp;amp;shy;beruf ein Beruf &amp;#039;&amp;#039;sui generis&amp;#039;&amp;#039; ist; insbesondere infolge der sogenannten [[Albert Schnez|Schnez]]-Studie von 1970, die diesen Anspruch erhob.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ingeborg Rubbert-Vogt, Wolfgang R. Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Soldaten – auf der Suche nach Identität. Autonome Identitätsbildung von Berufssoldaten im Dilemma zwischen militärischer Restriktivität und gesellschaftlicher Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang R. Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Militär als Lebenswelt. Streitkräfte im Wandel der Gesellschaft (II).&amp;#039;&amp;#039; Springer, Wiesbaden 1988, S. 13–55, hier S. 54, Fn&amp;amp;nbsp;53; dagegen z.&amp;amp;nbsp;B. Gerd Scharnhorst: &amp;#039;&amp;#039;„Natürlich nicht sui generis“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4/1970, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese These wird angeführt, dass besondere physische und psychische Anforderungen an einen Soldaten gestellt würden und dass militärische Strukturen nicht mit zivilen zu vergleichen seien ([[Militärischer Befehl|Befehl]] und [[Gehorsam]] auf der einen Seite, das arbeitsvertragliche [[Weisungsrecht]] auf der anderen). In neueren Diskussionen wird zudem die [[Grundpflicht des Soldaten|Tapferkeitspflicht]] und das Töten und Sterben von Soldaten wie im [[Afghanistaneinsatz der Bundeswehr]] als exzeptionelles Merkmal des Soldatenberufes herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Marcel Bohnert]]: &amp;#039;&amp;#039;Armee in zwei Welten&amp;#039;&amp;#039;, in: M. Böcker et al., &amp;#039;&amp;#039;Soldatentum. Auf der Suche nach Identität und Berufung in der Bundeswehr heute&amp;#039;&amp;#039;, Olzog Verlag, München, 2013, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen wird unter anderem der regelmäßig lebensgefährliche Einsatz von [[Feuerwehr]]leuten angeführt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Forschung ==&lt;br /&gt;
Das [[KIT Karlsruhe]] ist eine [[Universität]] mit einer Forschungseinrichtung eigener Art in gemischter Trägerschaft. Anders als die übrigen Technischen Universitäten der Gruppe [[TU9]] wird das KIT gemeinsam vom [[Bundesebene (Deutschland)|Bund]] und dem Land [[Baden-Württemberg]] getragen und finanziert. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste lateinischer Phrasen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|sui generis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;N9713</name></author>
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