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	<title>Sude - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Quiorm: Nicht auf Begriffserklärungen verlinken</title>
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		<updated>2026-01-22T17:51:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicht auf Begriffserklärungen verlinken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| NAME= Sude&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME= &lt;br /&gt;
| LAGE= Westmecklenburg, [[Amt Neuhaus]]&lt;br /&gt;
| GKZ= DE/5936&lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM= Elbe&lt;br /&gt;
| ABFLUSSWEG= Elbe//Nordsee&lt;br /&gt;
| FLUSSGEBIETSEINHEIT= [[Flussgebietseinheit Elbe|Elbe]]&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-PREFIX= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET= 2253&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &amp;lt;ref name=&amp;quot;FGG&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fgg-elbe.de/dokumente/fachberichte.html?file=tl_files/Download-Archive/Fachberichte/Schadstoffmonitoring_Fische/BefischSAH.pdf Sude, Aland und Havel – Fischbestandskundliche Untersuchungen sowie Schadstoffbelastung von Brassen, Aal und Zander in den Unterläufen der Elbenebenflüsse] (PDF; 2,47 MB) Arbeitsgemeinschaft für die Reinhaltung der Elbe, Juni 2001, fgg-elbe.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-PREFIX= rund&lt;br /&gt;
| LÄNGE= 90&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-LÄNGE= &amp;lt;ref name=&amp;quot;FGG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| LÄNGE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| PEGEL1= Garlitz/24.0/735/0.210/17. Juli 1977/1.08/4.56/15.6/27.2/1. März 2002&lt;br /&gt;
| PEGEL1-REIHE= 1955–2013&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL1= {{GeoQuelle|DE-HH|GKJB|2013|140|}}&lt;br /&gt;
| PEGEL4 = &amp;lt;!--NAME:--&amp;gt;  / &amp;lt;!--LoM:--&amp;gt;  / &amp;lt;!--EZG:--&amp;gt; / &amp;lt;!--NNQ:--&amp;gt;  / &amp;lt;!--NNQ-DATUM:--&amp;gt;  / &amp;lt;!--MNQ:--&amp;gt;  / 13.8 / &amp;lt;!--MHQ:--&amp;gt;  / &amp;lt;!--HHQ:--&amp;gt; / &amp;lt;!--HHQ-DATUM:--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| PEGEL4-REIHE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL4= &amp;lt;ref name=&amp;quot;FGG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-QUELLE= &lt;br /&gt;
| QUELLE= Südöstlich von [[Renzow]]&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE= 49&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-QUELLE= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| QUELLSCHÜTTUNG= &lt;br /&gt;
| QUELLSCHÜTTUNG-REIHE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLSCHÜTTUNG= &lt;br /&gt;
| QUELLE_LAT_GRAD= 53.610942&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD= 11.175878&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION= DE-MV&lt;br /&gt;
| QUELLE_AUFLÖSUNG= &lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-MÜNDUNG= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG= Bei [[Boizenburg/Elbe|Boizenburg]] in die [[Elbe]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE= 5&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= DE-NN&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 53/22/17/N&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 10/41/30.5/E&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION= DE-MV&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_AUFLÖSUNG= &lt;br /&gt;
| HÖHENUNTERSCHIED= &lt;br /&gt;
| LINKE NEBENFLÜSSE= [[Zare]], [[Krainke]], [[Rögnitz (Fluss)|Rögnitz]], Lake, [[Strohkirchener Bach]], [[Kraaker Mühlenbach]], Schwarzer Graben, [[Lehmkuhlener Bach]]&lt;br /&gt;
| RECHTE NEBENFLÜSSE= [[Boize]], [[Schaale]], [[Strom (Sude)|Strom]], [[Schmaar]], [[Kleine Sude]]&lt;br /&gt;
| SEEN= [[Dümmer See]]&lt;br /&gt;
| STAUSEEN= &lt;br /&gt;
| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| GROSSSTÄDTE= &lt;br /&gt;
| MITTELSTÄDTE= &lt;br /&gt;
| KLEINSTÄDTE= [[Hagenow]], [[Lübtheen]], [[Boizenburg]]&lt;br /&gt;
| GEMEINDEN= &lt;br /&gt;
| KARTE= Schilde Schaale Sude Schmaar Zare Schaalsee Ratzeburger See.png&lt;br /&gt;
| KARTE-BREITE= 300px&lt;br /&gt;
| KARTE-BESCHREIBUNG= Verlauf der Flüsse Schilde, Schaale, Sude, Schmaar und Zare&lt;br /&gt;
| BILD= Bandekow Sude 2008-05-23 073.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Sude bei Bandekow&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 85&amp;amp;nbsp;Kilometer langer, rechter (östlicher) Nebenfluss der [[Elbe]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] und [[Niedersachsen]]. Von [[Redefin]] bis zur Elbmündung bei [[Boizenburg/Elbe]] ist die Sude ein [[Fliessgewässer|Gewässer]] 1. Ordnung und wird vom [[Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern|Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg]] unterhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freiflut&amp;quot;&amp;gt;Fischaufstieg Sudefreiflut – Wehr, Brömsenberg. In: Umwelt-Report. Mecklenburg-Vorpommern. – Leipzig: VSR-Verl. 2013/2014, S. 20–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sude gehört zusammen mit den Oberläufen der [[Plane (Fluss)|Plane]], [[Alster]], [[Wümme]], [[Hase (Fluss)|Hase]] und [[Ems]] zum [[Gewässertyp|Fließgewässertyp]] eines flachen, stark mäandrierenden [[Sandgeprägter Tieflandbach|Sandgeprägten Tieflandbachs]] mit längeren, ruhigen Abschnitten und kurzen Bereichen mit schnellerer Strömung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaessertyp-des-jahres/gewaessertyp-des-jahres-2018-sandiger-tieflandbach|titel=Gewässertyp des Jahres 2018 – Sandiger Tieflandbach|hrsg=Umweltbundesamt|zugriff=2018-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flusslauf ==&lt;br /&gt;
Die Sude entspringt in einem Wald nahe dem [[Naturschutzgebiet Weißes und Schwarzes Moor|Schwarzen Moor]] zwischen [[Renzow]] und Groß Welzin, um von dort nach Osten hin den [[Dümmersee]] zu durchqueren. Anschließend fließt ihr Wasser in südlicher Richtung ab. In der Nähe von [[Bandenitz]] unterquert sie die [[Bundesautobahn&amp;amp;nbsp;24]]. An [[Hagenow]] fließt sie östlich vorbei. Danach verläuft der Fluss in einem recht langgestreckten Rechtsbogen nach Westen nördlich an [[Lübtheen]] vorbei und durchquert die niedersächsische Gemeinde [[Amt Neuhaus]]. Schließlich mündet die Sude westlich von Boizenburg/Elbe an Elbflusskilometer&amp;amp;nbsp;559,52 in die Elbe, die in diesem Bereich Grenzfluss zu Niedersachsen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1842 an mündete die Sude nach Verlängerung bei Kilometer&amp;amp;nbsp;557 bei Gothmann in die Elbe. Der Verlauf wurde etwa 1986 in den Boizenburger Hafen verlegt, so dass die [[Boize]] zum Nebenfluss der Sude wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Bergemann |Titel=Gesamtliste der Fließgewässer im Elbeeinzugsgebiet |Verlag=Behörde für Umwelt und Energie |Ort=Hamburg |Datum=2015-07-01 |Online=[https://www.fgg-elbe.de/files/Download-Archive/Fachberichte/Allgemein/Fliessgw2015.pdf fgg-elbe.de] |Format=PDF |KBytes=802 |Abruf=2021-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Dümmer Sude vor Mündung in Dümmer See 2013-10-06 20.JPG|Sude-Oberlauf vor Erreichen des Dümmersees&lt;br /&gt;
   File:Dümmersee.jpg|Dümmersee&lt;br /&gt;
   Sude Radeluebbe.jpg|Sude bei Radelübbe&lt;br /&gt;
   Sude mit Fischtreppe bei Eisenbahnstrecke 6442 Hagenow-Kirch Jesar.jpg|Wehr und Fischtreppe an Eisenbahnstrecke Hagenow-Kirch Jesar&lt;br /&gt;
   Sude bei Gößlow 2.jpg|Sude bei Gößlow&lt;br /&gt;
   Zusammenfluß alte und neue Sude südl Brömsenberg.jpg|Zusammenfluss von Sude-[[Freiflut]] und [[Wasserseite|Unterwasser]] westlich von Brömsenberg&lt;br /&gt;
   Sude near Preten.jpg|Sude bei Preten (niedersächsisches Amt Neuhaus)&lt;br /&gt;
   Sude bei Gothmann, fotografiert von der Brücke.jpg|Sude bei Gothmann, fotografiert von der Brücke&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserscheide ==&lt;br /&gt;
Das Quellgebiet der Sude liegt auf der [[Nordsee-Ostsee-Wasserscheide]]. Während die Sude in südwestlicher Richtung über die [[Elbe]] in die [[Nordsee]] entwässert, erreicht das Wasser der [[Stepenitz (Trave)|Stepenitz]], die nur wenige Kilometer weiter nordöstlich entspringt und in nordwestliche Richtung fließt, über die [[Trave]] die [[Ostsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1176 wurde der Fluss als &amp;#039;&amp;#039;Zuda fluvius&amp;#039;&amp;#039; erstmals schriftlich erwähnt. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom germanischen Wort *&amp;#039;&amp;#039;suþa-&amp;#039;&amp;#039; für „Brühe“ ab und bezog sich wohl auf das trübe moorhaltige Wasser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Greule-DGNB|521|Sude}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 15. Jahrhunderts suchten die Lüneburger [[Salzhandel|Salzhändler]] nach alternativen Transportwegen durch Mecklenburgisches Gebiet, um sich von ihrer alleinigen Abhängigkeit von Lübeck beim Salzumschlag zu befreien. Geplant wurde der Ausbau eines Wasserweges von Lüneburg über die [[Ilmenau (Fluss)|Ilmenau]], die Elbe, den Unterlauf der Sude in die [[Schaale]] und durch den [[Schaalsee]] bis [[Dutzow]] und von dort über Land weiter nach Wismar, um dort einen zweiten Salzumschlagplatz zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Karge, 2013, S. 55/56&amp;lt;/ref&amp;gt; Während ab 1510 das Boizenburger Schifferamt mit der alleinigen Beschiffung der Sude landesherrlich privilegiert war, durften Salz-Transporte über die „Schaalfahrt“ bis Wismar auch von den Lüneburgern selbst durchgeführt werden, sofern dies ohne das Umladen auf kleinere Boote durchführbar waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich Jugler, Boizenburg: Abriß einer Geschichte der Stadt Boizenburg nebst einer Beschreibung derselbe von 1194 bis 1789. §17-24. Faksimile auf [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Chronik%20und%20Beschreibung%20der%20Stadt%20Boizenburg ortschroniken-mv.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich wurden Schaale und der Unterlauf der Sude von 1564 bis 1855 in der Hauptsache für die [[Flösserei]] zur Versorgung der Salzsalinen in Lüneburg mit Holz aus Mecklenburg genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Eckoldt]]: Schiffahrt auf kleinen Flüssen. 4. Nebenflüsse der Elbe. In: Deutsches Schiffahrtsarchiv 10, 1987; S. 14. [https://ww2.dsm.museum/DSA/DSA10_1987_007036_Eckoldt.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Götz Goldammer: &amp;#039;&amp;#039;Der Schaale-Kanal. Reliktforschung historischer Binnenkanäle zwischen Elbe und Ostsee&amp;#039;&amp;#039;. [Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Hamburg; Bd. 87. Hrsg. v. Norbert Nagel.] Stuttgart, Steiner, 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Nebeneffekt der Schalfahrt im 16. Jahrhundert war die vermehrt von den Flussanliegern vorgetragene Forderung nach dem Bau von Brücken an Stelle der bis dahin üblichen [[Furt]]en. Durch den Schleussenbetrieb an der Schaale waren diese bei zu hohen Wasserständen nicht mehr passierbar und nötigten Reisende und Fuhrwerke zu Kosten verursachenden Umwegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Luise Krieg: Die Schalfahrt im 16. Jahrhundert und ihre wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 79 (1914), S. 21–26, digital auf: [https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok%20document%2000003474 mvdok.lbmv.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch andere Teile der Sude wurden für die Flösserei genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;1588 klagt das Boizenburger Schiffamt über die Flößung von Holz aus der Hagenowschen Heide über die Sude nach Lüneburg, Acta Salinaria 300, zitiert in: Wagner, Eugen: Die Holzversorgung  der Lüneburger Saline. Kiel 1932, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;1720 beschwerte sich der Holzhändler Faber aus Hamburg über Behinderung der Holzflößung durch den Zöllner zu Garlitz (Landeshauptarchiv Schwerin LHAS (2.12-2/10) 346).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1873 war die Sude jährlich 8–9 Monate mit [[Nachen]] mit einem Maximaltiefgang von 88&amp;amp;nbsp;cm und etwa 12,5 Tonnen Tragfähigkeit schiffbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutschen Wasserstraßen. Beschreibendes Verzeichniss nach d. Stande d. Jahres 1873. Berlin: Verl. d. Königl. Preuß. Statist. Bureaus, 1876, S. 136 und 158, digital auf: [https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11325251?page=180%2C181 digitale-sammlungen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die der besseren Entwässerung und Vermeidung von Überschwemmungen dienende [[Flussbegradigung|Regulierung]] der Sude ist ein wichtiger Teil der Flussgeschichte. Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts wurde im Zuge des Baus der [[Wassermühle Brömsenberg|Garlitzer Mühle]] durch die [[Liste der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge|Großherzogliche]] Kammer in Schwerin eine große Flusskrümmung bei [[Quassel (Lübtheen)|Quassel]] durch den neu geschaffenen Mühlenzufluss begradigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Landeshauptarchiv Schwerin, Bericht der Amts-, Forst- und Baubehörde zu Lübtheen, Caliss und Boizenburg an die Großherzogliche Kammer, LHAS 5.12-4/2 Nr. 4073 (Transkription: Jürgen Kniesz, Mühlenverein Mecklenburg-Vorpommern e.&amp;amp;nbsp;V., 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1789 wurde zwischen den beiden Flussanliegern [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig-Lüneburg]] und [[Mecklenburg-Schwerin]] eine Vereinbarung von Maßregeln zur Verbesserung der Flüsse [[Rögnitz]], Sude und [[Krainke]] zur Verhütung von Überschwemmungen in Mecklenburg und Lauenburg durch Verbreiterungen, Vertiefungen und Begradigungen sowie zur Instandhaltung der Flussläufe ratifiziert&amp;lt;ref&amp;gt;Landeshauptarchiv Schwerin, LHAS 1.1-12/4 Verträge mit Braunschweig-Lüneburg Nr. 51a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Convention mit Braunschweig – Lüneburg wegen der Sude, Rögnitz und Krainke. 2. Nov. 1789. In: Neue vollständige Gesetz-Sammlung für die Mecklenburg-Schwerinischen Lande: vom Anbeginn der Thätigkeit der Gesetzgebung bis zum Anfange des 19ten Jahrhunderts, in fünf Bänden. Polizei- und Militairsachen, Band 5, S. 262–267. Digital auf: [https://books.google.de/books?id=-iFGAAAAcAAJ&amp;amp;pg books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1842, nach den [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriegen]], wurde diese mit Unterstützung des schwerinischen Landesbaumeisters [[Carl Heinrich Wünsch]] erneuert,&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 1.1-12/4 Verträge mit Braunschweig-Lüneburg 52a&amp;lt;/ref&amp;gt; 1862 ergänzt.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 1.1-12/4 Verträge mit Braunschweig-Lüneburg 52b&amp;lt;/ref&amp;gt; 1876 wurde eine Strompolizei-Ordnung für die Flüsse Sude, Rögnitz und Krainke erlassen, um den Flüssen einen angemessenen Erhaltungszustand und einen ungehinderten Wasserabfluss zu sichern.&amp;lt;ref&amp;gt;Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin: Jahrgang 1876, Nr. 16, S. 96. [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11327825_00153_u001?q=(Strompolizei-Ordnung+Sude)&amp;amp;page=,1 digitale-sammlungen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den 1920er Jahren wurde schließlich mit der Umsetzung der Vereinbarungen begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 6.11-16 1574 Blatt 6 und LHAS 5.12-4/9 180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 1926 wurde an der Sude bei Lübtheen eine Badeanstalt eröffnet und mindestens bis 1927 betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Heimatgeschichte und Chronik der Stadt Lübtheen gesammelt und aufgezeichnet von Hans Angestein Berufsschuldirektor i.&amp;amp;nbsp;R.&amp;quot; (Band 1/1, Typoskript o.&amp;amp;nbsp;J., Heimatmuseum Lübtheen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1944 stürzte bei [[Gothmann]] ein deutsches Jagdflugzeug in den [[Winterdeich und Sommerdeich|Sommerdeich]] an der Sude. Das Flugzeug wurde am 14. Oktober 2015 bei einer Deichschau wiederentdeckt und am 21. Dezember 2015 von einer Kampfmittelräumfirma geborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Frick: &amp;quot;Absturz in den Sommerdeich. Bei Boizenburg wurden Teile und Munition eines Deutschen Jagdflugzeugs geborgen / Wahrscheinlich eine Focke-Wulf FW 190&amp;quot;, in: Schweriner Volkszeitung, 23. Dezember 2015, Seite 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierwelt ==&lt;br /&gt;
Die Sude hat einen sehr guten Fischbestand, vor allem der [[Hechte|Hecht]] ist sehr häufig anzutreffen, wächst aber durch hohe Befischung nicht zu stattlichen Größen heran. Außerdem kommen alle [[Weißfische|Weißfischarten]] vor, sogar die [[Barbe]] wurde wieder erfolgreich angesiedelt. Der [[Europäischer Aal|Aal]] sowie die [[Quappe|Aalquappe]], welche der größte Laichräuber im Fluss ist, werden gelegentlich von Anglern erbeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es [[Biber]] und [[Ostschermaus|Wasserratten]] und um die Sude herum eine intakte Tierwelt mit diversen Wildtieren. Im Amt Neuhaus hat die [[August Storck#Neuere Entwicklungen 1990-Gegenwart|Stork Foundation]] große Gebiete gekauft. Diese werden unter anderem zur Zucht von seltenen Nutztierrassen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Die Sude wird touristisch beispielsweise durch Wasserwandern erschlossen. In [[Lübtheen|Gößlow]] befindet sich ein neu errichtetes Blockhaus, welches als Startpunkt oder Rastplatz genutzt werden kann. Es müssen mehrere Wehre überquert werden. Zudem werden geführte Sudetouren angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Sückau]], nahe der Einmündung der [[Rögnitz (Fluss)|Rögnitz]] und zwischen Sückau und [[Preten (Amt Neuhaus)|Preten]] gibt es hölzerne Aussichtstürme, die eine Möglichkeit bieten, um weiträumige Flächen zu überschauen. Sie wurden von der Stiftung „The Stork Foundation – Störche für unsere Kinder“ erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Garlitz Herrenhaus.jpg|Gutshaus Garlitz (2018)&lt;br /&gt;
Quassel Schloss 2008-05-28 144.jpg|Gutshaus Quassel (2008)&lt;br /&gt;
Sudebrücke Preten Neuhaus07.jpg|Historische Eisenbahnbrücke in Preten (2011)&lt;br /&gt;
Datei:Redefin stable III.jpg|Stall&amp;amp;nbsp;III des Landgestüts Redefin (2007)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gutshaus Garlitz&lt;br /&gt;
* [[Gutshaus Quassel]]&lt;br /&gt;
* Historische Eisenbahnbrücke in [[Preten (Amt Neuhaus)|Preten]]&lt;br /&gt;
* [[Landgestüt Redefin]]&lt;br /&gt;
* [[Wassermühle Brömsenberg]] (mit hölzernen Wehr)&lt;br /&gt;
* Wassermühle [[Viez (Hagenow)|Viez]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wassermühle in Viez auf [https://www.zwillingswindmuehlen.de/muehle-v/viez-w1/viez-w1-1.htm zwillingswindmuehlen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wehre, Sohlgleiten, Strombauwerke und Querungen ==&lt;br /&gt;
Es befinden sich [[Wehre]] bei [[Dümmer (Gemeinde)|Walsmühlen]], [[Gammelin|Radelübbe]], Viez, [[Kuhstorf]], Redefin, [[Lübtheen|Brömsenberg]], [[Amt Neuhaus|Sückau]] und [[Boizenburg/Elbe|Gothmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;Von Walsmühlen bis Sückau (Sude), auf: [https://www.wasserwandern-mv.de/Mecklenburg-Vorpommern-Kanutouren/West-Meckl_/Von_Walzmuhlen_bis_Suckau/von_walzmuhlen_bis_suckau.html wasserwandern-mv.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Zuge der Umsetzung der [[EU-Wasserrahmenrichtlinie]] wurden an den Wehren in Gothmann (2011), Brömsenberg (2012), Redefin (2010) und in Viez [[Fischtreppe]]n bzw. [[Sohlgleite]]n errichtet um die aufgrund der Wehre eingeschränkte Durchgängigkeit der Sude für Fische und Fischnährtiere zu verbessern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freiflut&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sude wird von [[Preten (Amt Neuhaus)|Preten]] bis [[Boizenburg]] von einigen Flut-[[Überschwemmungsgebiet|Poldern]], die zum Teil durch [[Schöpfwerk]]e abgetrennt sind, gesäumt. Sie dienen der Aufnahme von Hochwasserscheiteln. Außerdem gibt es Schutz-Polder, die die Ortschaften schützen sollen. Beträgt die Wasserstandsdifferenz am Wehr in Gothmann mehr als 1,5 Meter so muss es aus baulichen Sicherheitsgründen geschlossen werden. Danach kann das Wasser der Sude nicht mehr abfließen und staut sich auf. Auch dank der vorhandenen Rückzugsflächen kam es während des [[Elbhochwasser 2002|Elbhochwassers]] im Jahr 2002 zu keinen größeren Schäden in den angrenzenden Ortschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flussquerungen gibt es unter anderen bei Hagenow/Kirch Jesar (Eisenbahn) und in Bandekow (Straße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Sude-Eisenbahnbrücke Strecke 6442 bei Hagenow.jpg|Eisenbahnbrücke Sude, Strecke 6442 bei Hagenow&lt;br /&gt;
    Wassermühle Brömsenberg Mühlengebäude an der Sude.jpg|Wassermühle Brömsenberg am hölzernen Sude-Wehr&lt;br /&gt;
    Sude-Wehr nordöstlich von Sückau.jpg|Sude-Wehr nordöstlich von Sückau&lt;br /&gt;
    File:Sude Abschlusswehr bei Boizenburg, Bau einer Fischaufstiegshilfe 2011.jpg|Bau einer Fischaufstiegshilfe am Abschlusswehr bei Boizenburg (2011)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Im Amt Neuhaus, speziell in und um Sückau, gibt es eine Bürgerinitiative, die sich für eine Fortsetzung des Deichausbaus einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://ds.ub.uni-bielefeld.de/viewer/image/2105265_003/390/ Beschreibung der Sude im Jahr 1790]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Greve, Dieter: Das Amt Neuhaus und seine Nachbarn. Grenzbuch aus dem Jahre 1591. Generalkarte der Rögnitz-Sude-Regulierung 1789. Lüneburg 1999&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Uhlemann und Martin Eckholt: „Kleine Nebenflüsse der Elbe oberhalb des Tiedegebietes“ in: [[Martin Eckoldt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flüsse und Kanäle. Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen.&amp;#039;&amp;#039; DSV-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-88412-243-6, S. 232–236&lt;br /&gt;
* [[Wolf Karge]]: „Die Sude: eine Wasserverbindung zwischen Lüneburg und Wismar, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen“. In: Norbert Fischer: Flüsse in Norddeutschland. Zu ihrer Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Neumünster: Wachholz 2013, ISBN 978-3-529-03250-9, S. 55–66&lt;br /&gt;
* Elke Krügener: „Flusstopografie um 1700. Elde, Röcknitz und Sude“. In: Matthias Manke: Erinnerung an Mecklenburg. Wien: Böhlau Verlag 2019, ISBN 978-3-412-51609-3, S. 52–56&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Sude| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Ludwigslust-Parchim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Nordwestmecklenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Lüneburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Quiorm</name></author>
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