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	<title>Suchdol nad Odrou - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Suchdol_nad_Odrou&amp;diff=1831271&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redf0x: /* Söhne und Töchter der Gemeinde */ +1</title>
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		<updated>2026-03-20T16:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Söhne und Töchter der Gemeinde: &lt;/span&gt; +1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Tschechien&lt;br /&gt;
| Ort                = Suchdol nad Odrou&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:Suchdol nad Odrou CoA CZ.svg|111px|Wappen von Suchdol nad Odrou]]&lt;br /&gt;
| Kraj               = Moravskoslezský kraj&lt;br /&gt;
| Kraj_link          = &lt;br /&gt;
| Okres              = Nový Jičín&lt;br /&gt;
| Fläche             = 2300&lt;br /&gt;
| Beschriftung       = left&lt;br /&gt;
| Höhe               = 272&lt;br /&gt;
| Gemeindenummer     = 599930&lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 742 01&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = T&lt;br /&gt;
| Straßen            = [[Nový Jičín]] – [[Jestřabí (Fulnek)|Jestřabí]]&lt;br /&gt;
| Schienen           = [[Bahnstrecke Břeclav–Petrovice u Karviné|Břeclav–Petrovice u Karviné]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bahnstrecke Suchdol nad Odrou–Fulnek|Suchdol nad Odrou–Fulnek]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bahnstrecke Suchdol nad Odrou–Budišov nad Budišovkou|Suchdol nad Odrou–Budišov nad Budišovkou]]&lt;br /&gt;
| Flughafen          = [[Flughafen Ostrava]]&lt;br /&gt;
| GemeindeArt        = Městys&lt;br /&gt;
| Ortsteile          = 2&lt;br /&gt;
| Bürgermeister      = Lucie Boráková&lt;br /&gt;
| BürgermeisterDatum = 2024&lt;br /&gt;
| AnschriftStraße    = Komenského 318&lt;br /&gt;
| AnschriftOrt       = 742 01 Suchdol nad Odrou&lt;br /&gt;
| Website            = https://www.suchdol-nad-odrou.cz/&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 49.6557228&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 17.9281569&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Suchdol nad Odrou&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Zauchtel&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Zauchtl&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zauchtenthal&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Městys|Minderstadt]] im [[Okres Nový Jičín]] in [[Tschechien]]. Sie liegt sechs Kilometer südöstlich von [[Fulnek]] und gehört zur Region [[Moravskoslezský kraj|Mährisch-Schlesien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Suchdol nad Odrou liegt unweit des linken Ufers der [[Oder]] im Naturschutzgebiet Poodří. Nachbarorte sind [[Kletné]] (&amp;#039;&amp;#039;Kletten&amp;#039;&amp;#039;) und [[Fulnek]] im Norden, [[Hladké Životice]] (&amp;#039;&amp;#039;Seitendorf b. Zauchtel&amp;#039;&amp;#039;) im Nordosten, [[Nový Jičín]] und [[Bernartice nad Odrou]] im Südosten, [[Mankovice]] (&amp;#039;&amp;#039;Mankendorf&amp;#039;&amp;#039;) und [[Jeseník nad Odrou]] (&amp;#039;&amp;#039;Deutsch Jaßnik&amp;#039;&amp;#039;) im Süden und [[Odry]] im Westen. Historisch gehört die Gegend zum [[Kuhländchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Suchdol evang. kostel exterier.JPG|mini|Evangelische Kirche Suchdol]]&lt;br /&gt;
Zauchtel wurde vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet und wurde erstmals 1257 urkundlich erwähnt. Es war damals bereits Pfarrort und gehörte zur [[Mähren|mährischen]] Herrschaft Fulnek, die im Besitz des Smil von [[Lichtenburg (Adelsgeschlecht)|Lichtenburg]] war. Nach der Errichtung des [[Herzogtum Troppau|Herzogtums Troppau]] wurde es diesem eingegliedert. 1337 wurde es als &amp;#039;&amp;#039;Cuchenthal&amp;#039;&amp;#039;, 1430 als &amp;#039;&amp;#039;Zauchenthal&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Zusammen mit Fulnek wurde es 1464 vom böhmischen König [[Georg von Podiebrad]] erworben. Dessen Söhne verkauften den Besitz 1475 an den [[Utraquisten]] Johann von [[Zierotin|Žerotín]]. Er förderte die Besiedlung des Gebiets von Zauchtel, das er von der [[Opava|Troppauer]] in die [[Mähren|mährische]] [[Landtafel]] in [[Olmütz]] übertragen ließ. 1515 wurde Zauchtel an die Grundherrschaft [[Kunín|Kunewald]] angegliedert, mit der es bis 1848 verbunden blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1584 erwarb Johann Balthasar von [[Czettritz]] (&amp;#039;&amp;#039;Zedritz von Kinsberg / Četrys z Kinšperka&amp;#039;&amp;#039;) Zauchtel und Kunewald. Während seiner Herrschaft entwickelten sich beide Orte zu einem Mittelpunkt der deutschsprachigen [[Böhmische Brüder|Brüderbewegung]]. 1604–1614 wurde in Zauchtel die Dreifaltigkeitskirche errichtet, die zu den größten protestantischen Gemeindehäusern zählte. Johann Balthasar von Czettritz war am [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|Böhmischen Ständeaufstand]] beteiligt, starb jedoch 1621 ohne Nachkommen. Sein Besitz gelangte an seine Schwester Judith, die mit Moritz von [[Redern]] verheiratet war. Er betrieb eine rigorose [[Rekatholisierung]] seiner Untertanen und verbot 1622/23 die Gottesdienste der Böhmischen Brüder. Die Dreifaltigkeitskirche wurde nun als katholisches Gotteshaus genutzt. Dadurch verließ ein Teil der Bewohner den Ort. Die zurückgebliebenen Einwohner führten zum großen Teil die Brüdertradition im Geheimen fort. Nachdem die Glaubensverfolgungen verschärft wurden, wanderten 1724 zahlreiche Einwohner nach [[Herrnhut]] in der sächsischen [[Oberlausitz]] aus. Zu ihnen gehörte auch der Mitbegründer und spätere Bischof der [[Herrnhuter Brüdergemeine]], [[David Nitschmann (Bischof)|David Nitschmann]]. Für die zurückgebliebenen Bewohner wurde 1730 eine katholische Pfarrei errichtet das Pfarrhaus nach Plänen des Architekten [[Johann Lucas von Hildebrandt]] neu erbaut. Trotzdem bezeichneten sich 1782 nach dem von Kaiser [[Joseph II. (HRR)|Joseph II.]] erlassenen [[Toleranzpatent]] rund 75 % der Einwohner von Zauchtel als herrnhutisch. Nachfolgend entstand 1783 eine lutherische Gemeinde, die im 19. Jahrhundert eine eigene Kirche errichtete. Bis 1945 bekannte sich stets mehr als die Hälfte der Bewohner von Zauchtel zum evangelischen Glauben. Seit 1806 war Zauchtel im Besitz der Walburga [[Haus Waldburg#Fürsten von Waldburg-Zeil|Waldburg-Zeil]], die mit [[Clemens Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems]] verheiratet war. Sie soll eine wohltätige Grundherrin gewesen sein und starb 1828.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wirtschaftlicher Bedeutung waren im 17. Jahrhundert der Blei- und Silberabbau, der Anfang des 18. Jahrhunderts eingestellt wurde. 1798/99 wurden in Zauchtel erfolgreich Impfungen gegen die [[Blattern]] durchgeführt, wobei es sich um die erste Impfaktion in der [[Habsburgermonarchie]] handelte. Ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte 1847 mit dem Anschluss an die Bahnstrecke [[Lipník nad Bečvou|Leipnik]]–[[Bohumín|Oderberg]]. 1895 erhielt Zauchtel die erste mährische Hauswirtschaftsschule für Arbeiterinnen. Um 1900 bestand Zauchtel aus rund 2100 Einwohnern, unter ihnen nur wenige Tschechen. 1917 wurde Zauchtel durch Kaiser [[Karl (Österreich-Ungarn)|Karl I.]] zur Marktgemeinde erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung der [[Tschechoslowakei]] 1918 wurde die Familie Chlumecký-Bauer, die im Besitz der Herrschaft Kunewald war, enteignet. 1921 erhielt Zauchtel die amtliche Ortsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Suchdol&amp;#039;&amp;#039;. Infolge des [[Münchner Abkommen]]s wurde es 1938 dem Deutschen Reich angeschlossen und gehörte bis 1945 zum [[Landkreis Neu Titschein]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Bewohner [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|vertrieben]]. Die Neubesiedlung von Suchdol erfolgte überwiegend mit [[Slowaken]] und [[Wolhynientschechen]]. Seit 1959 lautet die amtliche Ortsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Suchdol nad Odrou&amp;#039;&amp;#039;. 1974 wurde [[Kletné]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindegliederung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Suchdol nad Odrou besteht aus den Ortsteilen [[Kletné]] (&amp;#039;&amp;#039;Kletten&amp;#039;&amp;#039;) und Suchdol nad Odrou (&amp;#039;&amp;#039;Zauchtel&amp;#039;&amp;#039;). Grundsiedlungseinheiten sind Kletné, Suchdol nad Odrou und Suchdol nad Odrou-za tratí. Zu Suchdol nad Odrou gehört zudem die Einschicht Hospůdka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Kletné (616 ha) und Suchdol nad Odrou (1684 ha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Das barocke Pfarrhaus wurde 1730 nach Plänen von [[Johann Lucas von Hildebrandt]] errichtet.&lt;br /&gt;
* Die Pfarrkirche der Hl. Dreifaltigkeit wurde 1605–1614 im Stil der Renaissance errichtet. Am seitlichen Portal befinden sich [[Initialen]] des Stifters Balthasar Czettritz und seiner Frau Katharina&lt;br /&gt;
* [[Evangelische Kirche (Suchdol)|Evangelische Kirche]], errichtet 1852/58 nach Plänen von [[Ludwig von Förster]]&lt;br /&gt;
* Klassizistisches Bahnhofsgebäude von 1847&lt;br /&gt;
* Denkmal des Kaisers Joseph II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[David Nitschmann (Bischof)|David Nitschmann]] (1695–1772), Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine und Missionar&lt;br /&gt;
* [[Johann Schneider (Missionar)|Johann Schneider]] (1713–1785), Herrnhuter Inuit-Missionar in Grönland und Labrador und Indianermissionar in Pennsylvania&lt;br /&gt;
* [[David Zeisberger]] (1721–1808), herrnhutischer Indianermissionar in Pennsylvania und Ohio&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Vita]] (1846–1919), österreichischer Genre- und Porträtmaler&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Teltschik]] (1863–1937), österreichischer Politiker der Deutschen Nationalpartei (DnP)&lt;br /&gt;
* [[Bernard Rudofsky]] (1905–1988), Architekt und Kulturtheoretiker&lt;br /&gt;
* [[Josef Barwig]] (1909–1942), deutscher Politiker der NSDAP&lt;br /&gt;
* [[Helmut Maak]] (1930–2022), deutscher Bauingenieur&lt;br /&gt;
* [[Heinz Nawratil]] (1937–2015), deutscher Jurist und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Ilse Mertel]] (* 1943), österreichische Politikerin (SPÖ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Bahlcke]], Winfried Eberhard, Miloslav Polívka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Böhmen und Mähren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 329). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8, S. 678–679.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.suchdol-nad-odrou.cz/historie Geschichte (tschechisch)], abgerufen am 24. März 2024&lt;br /&gt;
* [https://vdp.cuzk.cz/vdp/ruian/obce/599930 Suchdol nad Odrou im Registr územní identifikace, adres a nemovitostí (RÚIAN)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Okres Nový Jičín}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4999060-3|LCCN=n2022014395|VIAF=240120061}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktgemeinde im Sudetenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Suchdol nad Odrou| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Oder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redf0x</name></author>
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