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	<title>Suchanowka - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Suchanowka&amp;diff=1833063&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hüttentom am 22. Oktober 2022 um 09:29 Uhr</title>
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		<updated>2022-10-22T09:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vidnoe Monastery 01 - Cathedral.jpg|miniatur|Die &amp;#039;&amp;#039;Katharinen-Einsiedelei&amp;#039;&amp;#039;, in der sich das Suchanowka-Gefängnis befand]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Suchanowka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Суха́новка}}; offizieller voller Name {{lang|ru|Суха́новская особорежи́мная тюрьма́}}, &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Suchanowskaja ossoboreschimnaja tjurma}}&amp;#039;&amp;#039;, wörtlich &amp;#039;&amp;#039;Suchanowoer Gefängnis verschärfter Ordnung&amp;#039;&amp;#039;) war ein in der [[Josef Stalin|Stalinzeit]] berüchtigtes [[Gefängnis]] am Rand der heutigen Stadt [[Widnoje]] südlich der [[Russland|russischen]] Hauptstadt [[Moskau]]. Es befand sich in den Gebäuden der seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert existierenden und heute wieder als [[Russisch-Orthodoxe Kirche|russisch-orthodoxes]] Kloster dienenden &amp;#039;&amp;#039;Katharinen-Einsiedelei ({{lang|ru-Latn|Jekaterininskaja pustyn}})&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ein Gefängnis in den früheren Gebäuden wurde 1931 eingerichtet. Es diente vorwiegend der Inhaftierung von zu kürzeren Haftstrafen Verurteilten. In der Nachbarschaft befand sich das ehemalige Landgut Suchanowo, nach dem das neue Gefängnis seinen Namen bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde das Gefängnis zunächst wieder aufgelöst. Die Gebäude dienten als Unterkünfte für Umsiedler, bis 1937 alle Gebäude und das umliegende Territorium auf Anweisung [[Michail Iwanowitsch Kalinin|Michail Kalinins]] für die Einrichtung eines Gefängnisses für politische Häftlinge an das [[Innenministerium der UdSSR#Nach der Oktoberrevolution|Volkskommissariat für innere Angelegenheiten (NKWD)]] übergeben wurden. Die Idee der Einrichtung eines Geheimgefängnisses für die Opfer des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] auf dem Klostergelände, in erster Linie für in Ungnade gefallene hochrangige Mitarbeiter Stalins und hohe NKWD-Beamte, wird dem NKWD-Chef [[Nikolai Iwanowitsch Jeschow|Nikolai Jeschow]] zugeschrieben. Da Jeschow aber selber am 24. November 1938, offiziell auf eigenen Wunsch, auf seinem Posten abgelöst wurde, übernahm sein Nachfolger [[Lawrenti Beria]] die Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In offiziellen Dokumenten ist für das Gefängnis in Folge häufig die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Spezobjekt Nr. 110 (Sonderobjekt Nr. 110)&amp;#039;&amp;#039; anzutreffen, inoffiziell war es als „Folter[[datsche]]“ bekannt. Es gibt Berichte darüber, dass sich das Gefängniskrematorium in der ehemaligen Hauptkirche des Klosters befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem der ersten Insassen der Suchanowka wurde nach seiner Verhaftung am 10. April 1939 Nikolai Jeschow, der dort neun Monate bis zur Verurteilung Anfang 1940 verbrachte. Andere prominente Häftlinge waren der Schriftsteller [[Isaak Emmanuilowitsch Babel|Isaak Babel]] sowie der Regisseur und Schauspieler [[Wsewolod Emiljewitsch Meyerhold|Wsewolod Meyerhold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden die Gebäude weiter vom sowjetischen Innenministerium (MWD) als NKWD-Nachfolger genutzt. Zu Beginn der 1990er-Jahre wurden sie der Russisch-Orthodoxen Kirche zurückgegeben und 1992 als Männerkloster wiedereröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haftbedingungen ==&lt;br /&gt;
Die Gefängnisordnung war äußerst streng. Alle Häftlinge, Angestellten und selbst die Leichen der Erschossenen wurden nur mit Nummern bezeichnet. Die Inhaftierten standen unter ständiger Beobachtung durch das Guckloch in der Zellentür. Auf jeden Block mit sieben Zellen kamen gleichzeitig zwei Aufseher; insgesamt waren in dem Gefängnis, das für 160 Häftlinge ausgelegt war, 70 Wärter angestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haftbedingungen waren geprägt von [[Folter]]- und Druckmethoden wie [[Isolationshaft]], „Stehkarzer“ (d.&amp;amp;nbsp;h. stundenlanges Stehen und das Verbot, sich zu setzen; auch in den Zellen selbst war Sitzen im Allgemeinen verboten), [[Schlafentzug]], mangelndes Lüften der Zellen, Fehlen von Gefangenenspaziergang und nur einem täglichen Toilettengang um sechs Uhr morgens. Die Hungerrationen an Lebensmitteln sollen extra fein und schmackhaft zubereitet worden sein, um die Häftlinge daran zu erinnern, was sie durch ihre Verhaftung verloren hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gefängnis wurde erzählt, dass kaum jemand die Haftzeit überlebt haben soll, ohne den Verstand zu verlieren:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Und die drinnen gewesen sind, aus denen kriegst du später nichts raus. Sie lallen nur mehr zusammenhangloses Zeug, und die übrigen sind tot.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nur einem einzigen Häftling gelang es, das Gefängnis zu überstehen und davon zu berichten, Al-der D. ([[Alexander Dolgun|Alexander Dolschin]]). Er bewahrte sich den Verstand, in dem er kopfrechnete, Pläne für die Zukunft fasste, mit einfachsten Mitteln seine Zelle abmaß und lernte, im Stehen zu schlafen, so, dass es der Wärter nicht bemerkte.|[[Alexander Issajewitsch Solschenizyn|Alexander Solschenizyn]]: [[Der Archipel Gulag]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Folterkeller zum Gotteshaus – Die Suchanowka bei Moskau.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, [[Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg|ORB]], Deutschland 1996. Regie: Hans-Dieter Rutsch, Redaktion: Harald Quist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ekaterinamon.ru/index.php3?id=128 Geschichte 1931–1991] auf der Webseite des Katharinenklosters (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.agentura.ru/infrastructure/specprisons/suhanovka/ Artikel über das Gefängnis] bei agentura.ru (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.gulag.memorial.de/photo.php?ph=362 Zeitgenössisches Foto des Suchanowka-Gefängnisses] im Internetportal &amp;#039;&amp;#039;GULAG&amp;#039;&amp;#039; des [[Memorial (Menschenrechtsorganisation)|Memorial Deutschland e.&amp;amp;thinsp;V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Lidija Golovkova|Titel=Suchanovskaja tjurma. Spezob”ekt 110|Ort=Moskau|Verlag=Vozvraščenie|Jahr=2009|ISBN=978-5-7157-0232-6|Kommentar=&lt;br /&gt;
russisch, [http://www.novayagazeta.ru/data/2009/136/23.html Kapitel aus dem Buch], in der [[Nowaja gaseta]] vom 7. Dezember 2009}}&lt;br /&gt;
* [[Alexander Issajewitsch Solschenizyn|Alexander Solschenizyn]]: [[Der Archipel Gulag]]. Band I, insbesondere Kapitel 5 &amp;#039;&amp;#039;Erste Zelle – erste Liebe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=55.53656|EW=37.666122|type=landmark|region=RU-MOS|name=Suchanowka-Gefängnis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Oblast Moskau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefängnis (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NKWD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hüttentom</name></author>
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