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	<title>Substitutionslücke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T16:52:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Substitutionsl%C3%BCcke&amp;diff=264111&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nordprinz: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2022-12-03T21:41:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Substitutionslücke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|gap in the chain of substitution}}) ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] der wesentlichste Teil einer von [[Joan Robinson]] entwickelten Theorie, die davon ausgeht, dass alle [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und [[Dienstleistung]]en in [[Wettbewerb (Wirtschaft)|totaler Konkurrenz]] um die [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]] der [[Verbraucher|Konsumenten]] stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Theorie ist als ein Konzept zur [[Marktabgrenzung]] zu verstehen, die sich an der [[Substitutionskonkurrenz]] orientiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Marketing_Begriffe_von_A_Z/aMnJBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke+Substitutionselastizit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA416&amp;amp;printsec=frontcover Ludwig G. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Marketing Begriffe von A - Z&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 416]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Konsumenten stehen nicht nur [[homogenes Gut|homogene Güter]] in ausreichender Wahl zur Verfügung, sondern die [[Wirtschaft]] befindet sich darüber hinaus im „totalen Wettbewerb“ um die gesamte Kaufkraft des Konsumenten; selbst Güter ganz verschiedener [[Bedarf]]sarten konkurrieren [[Wilhelm Vershofen]] zufolge mit jedem anderen Gut in „totaler Konkurrenz“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Vershofen, &amp;#039;&amp;#039;Totale Konkurrenz&amp;#039;&amp;#039;, 1955, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Davon ausgehend sind sämtliche Güter/Dienstleistungen durch eine Substitutionskette miteinander verbunden. Eine Gruppe von [[Güterangebot|Anbietern]] kann sich in Form der Marktabgrenzung von einer anderen Anbietergruppe durch das Auftreten von Substitutionslücken abgrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handw%C3%B6rterbuch_der_Wirtschaftswissensch/UyChAq72vd4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;printsec=frontcover, Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW)&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1980, S. 108]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele – aber nicht alle – Güter gelten als gegeneinander substituierbar (ersetzbar), sie heißen [[Substitutionsgut|Substitutionsgüter]]. Diese lassen sich in einer [[Produktgruppe]] zusammenfassen; eine Substituierbarkeit von Gruppe zu Gruppe besteht jedoch nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Absatzpolitik_mit_Hilfe_der_Nachfragever/iWjKBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke&amp;amp;pg=PA133&amp;amp;printsec=frontcover Helmut Brede, &amp;#039;&amp;#039;Absatzpolitik mit Hilfe der Nachfrageverwandtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1976, S. 132]&amp;lt;/ref&amp;gt; Jede Produktgruppe wird von einer anderen Gruppe [[Alfred Eugen Ott]] zufolge durch einen Graben getrennt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Eugen Ott, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Preistheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1968, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; dieser Graben heißt – leicht missverständlich – Substitutionslücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Joan Robinson nahm 1933 an, dass alle Konsumgüter untereinander im vollkommenen Wettbewerb zueinander stehen, jedes Gut konkurriert mit jedem anderen um die Kaufkraft der Nachfrager.&amp;lt;ref&amp;gt;Joan Robinson, &amp;#039;&amp;#039;The Economics of Imperfect Competition&amp;#039;&amp;#039;, 1933, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bilden daher eine Kette von Substitutionsgütern, die jedoch keineswegs als ununterbrochen gelten kann, sondern durch Lücken – eben Substitutionslücken – unterbrochen ist. Diese Lücken führen zu eigenen [[relevanter Markt|relevanten Märkten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Volkswirtschafts_Lexikon/xfTNBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke+lexikon&amp;amp;pg=PA925&amp;amp;printsec=frontcover Thorsten Hadeler, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 925]&amp;lt;/ref&amp;gt; Substitutionslücken können sowohl auf [[heterogenes Gut|heterogene Güter]] als auch auf extreme persönliche, räumliche oder zeitliche [[Produktdifferenzierung]] zurückzuführen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Eugen Ott, &amp;#039;&amp;#039;Marktformen&amp;#039;&amp;#039;, in: Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW)&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1980, S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt; Joan Robinsons Ehegatte Edward Austin Gossage Robinson ([[Austin Robinson]]) ging 1949 davon aus,&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Austin Gossage Robinson, &amp;#039;&amp;#039;Monopoly&amp;#039;&amp;#039;, 1949, S. 4 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass [[Palmolive]]-Seife ein Substitutionsgut für „Lux“ und diese für „8 x 4“ sei, so dass alle [[Feinseife]]n untereinander eine Substitutionskette (oder Produktgruppe)  bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Preistheorie/_UiXeC5rxIYC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke+J.+Robinson&amp;amp;pg=PA45&amp;amp;printsec=frontcover Alfred Eugen Ott, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Preistheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 45 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorie der Substitutionslücke dient dazu, Güter derart in einer Produktgruppe zusammenzufassen, dass von Gütern außerhalb dieser Produktgruppe „keinerlei oder nur zu vernachlässigende Einflüsse auf die [[Preisbildung]] innerhalb der Produktgruppe ausgehen können“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Eugen Ott, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Preistheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1968, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Da heterogene Güter und Produktdifferenzierungen vorhanden sind, gibt es Substitutionslücken nur auf [[unvollkommener Markt|unvollkommenen Märkten]]. Aus der Sicht eines Verbrauchers bietet der [[Gütermarkt]] alle Güter an, die ein Verbraucher auszutauschen bereit ist. Diese Güter konkurrieren um das (begrenzte) Kaufkraftbudget der Verbraucher. Haben diese ein bestimmtes Gut erworben, so steht der [[Kaufpreis]] hierfür nicht mehr für die [[Anschaffung]] anderer Güter zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Substitutionselastizität]] als Maß für die Austauschbarkeit von Produkten oder [[Produktionsfaktor]]en&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Marketing/81egBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke+Substitutionselastizit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA490&amp;amp;printsec=frontcover Ludwig G. Poth/Marcus Pradel/Gudrun S. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 490]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist bei Substitutionslücken von Bedeutung. [[Robert Triffin]] ging bei seinem [[Triffinscher Koeffizient|Triffinschen Koeffizienten]] davon aus, dass bei einem [[Monopol]] die Substitutionselastizität „null“ sei, weil es eine Substitutionslücke zwischen der Produktgruppe des Monopolisten und allen anderen Gütern gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Eugen Ott, &amp;#039;&amp;#039;Marktform und Verhaltensweise&amp;#039;&amp;#039;, 1959, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Preistheorie]] ist die [[Kreuzpreiselastizität]] die wichtigste Substitutionselastizität. Bei einer Substitutionselastizität von größer als Null (&amp;lt;math&amp;gt; &amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt;) und kleiner als unendlich (&amp;lt;math&amp;gt;&amp;lt; \infty&amp;lt;/math&amp;gt;) stellt sich die Frage, wann eine Substitutionslücke vorliegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Herwart Dorn, &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluss der potentiellen Konkurrenz auf die Intensität des Wettbewerbs dargestellt am Beispiel der deutschen Holzspanplattenindustrie&amp;#039;&amp;#039;, 1976, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da alle Güter gleichzeitig um das (begrenzte) Kaufkraftbudget der Nachfrager konkurrieren, spielt auch die Kreuzpreiselastizität eine Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Rose (Volkswirt)|Klaus Rose]], &amp;#039;&amp;#039;Kreuzpreiselastizitäten und Konkurrenzbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik]] 170, 1958, S. 417 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grenzen des Gütermarkts werden deshalb durch eine Substitutionslücke gekennzeichnet, in der die Kreuzpreiselastizität im Verhältnis zu einem konkurrierenden anderen Gut besonders gering ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kapitalbildung_Wettbewerb_und_%C3%B6konomisc/oSahBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke&amp;amp;pg=PA139&amp;amp;printsec=frontcover Manfred Neumann, &amp;#039;&amp;#039;Kapitalbildung, Wettbewerb und ökonomisches Wachstum&amp;#039;&amp;#039;, 1968, S. 139]&amp;lt;/ref&amp;gt; Haben Preisänderungen des Anbieters &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; keinen Einfluss auf das [[Absatzvolumen]] des Anbieters &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt;, beträgt die Kreuzpreiselastizität &amp;lt;math&amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt;, es liegt eine Substitutionslücke vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Wirtschaftslexikon/AG_pBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke+Substitutionselastizit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA728&amp;amp;printsec=frontcover Artur Woll, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 728]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ist beispielsweise die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage zwischen [[Seife]] und [[Duschgel]] groß, so kann davon ausgegangen werden, dass sie zu einem [[relevanter Markt|relevanten Markt]] „[[Körperreinigung]]“ gehören und durch eine Substitutionslücke etwa von [[Scheuersand]] oder [[Waschbenzin]] von diesem abgegrenzt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundlagen_der_Mikro%C3%B6konomik/euVLRTKx_lwC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Substitutionsl%C3%BCcke+Substitutionselastizit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA129&amp;amp;printsec=frontcover Klaus Schöler, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Mikroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 129]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Substitutionslucke}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nordprinz</name></author>
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