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	<title>Substantivierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:54:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Substantivierung&amp;diff=268767&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: /* Der substantivierte Infinitiv von Verben */ Verlinkung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Substantivierung&amp;diff=268767&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-24T12:07:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der substantivierte Infinitiv von Verben: &lt;/span&gt; Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Substantivierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zugehöriges Verb &amp;#039;&amp;#039;substantivieren&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nominalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hauptwortbildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist in der [[Grammatik]] die Überführung eines Wortes (meist eines [[Verb]]s oder [[Adjektiv]]s) in die Wortart [[Substantiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Substantivierung&amp;#039;&amp;#039; wird uneinheitlich verwendet: In einer engeren Bedeutung werden nur Fälle von der Art des &amp;#039;&amp;#039;substantivierten Infinitivs&amp;#039;&amp;#039; so genannt (also Fälle von [[Konversion (Linguistik)|Konversion]], z.&amp;amp;nbsp;B. „das Lachen“). In einer weiten Bedeutung gehören dazu jedoch auch alle Fälle der [[Derivation (Linguistik)|Ableitung]] von Wörtern zu einem Substantiv (etwa „das Gelächter, der Lacher“, abgeleitet vom [[Wortstamm|Verbstamm]] &amp;#039;&amp;#039;lach-&amp;#039;&amp;#039; durch Zusatz von [[Affix (Linguistik)|Affixen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alternative Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Nominalisierung&amp;#039;&amp;#039; (zu „[[Nomen]]“ in der Bedeutung „Substantiv“) hat stets die weite Bedeutung, d.&amp;amp;nbsp;h. Ableitung durch Affixe soll nie ausgeschlossen sein. Sie entspricht auch der Bezeichnung, die in der internationalen Literatur zur Sprachwissenschaft benutzt wird (engl. &amp;#039;&amp;#039;nominalization&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ableitung in umgekehrte Richtung, vom Substantiv zu einer anderen Wortart, heißt [[Desubstantivierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Mehrdeutigkeit der Bezeichnung weist Eisenberg (2020) ausdrücklich hin:&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Eisenberg: &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der deutschen Grammatik. Das Wort.&amp;#039;&amp;#039; 5. Aufl. JB Metzler / Springer, Berlin 2020. S. 305&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat | Text=...Zu beachten ist auch, dass es für Konversionsbeziehungen teilweise besondere Redeweisen gibt. So werden etwa die Termini &amp;#039;&amp;#039;Substantivierung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Adjektivierung&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich auf Konversionsbeziehungen eingeschränkt. Für Duden 1998: 426 ff. sind &amp;#039;&amp;#039;das Laufen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;das Gute&amp;#039;&amp;#039; Substantivierungen, nicht aber &amp;#039;&amp;#039;der Lehrer, die Freiheit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;die Sitzung&amp;#039;&amp;#039; (auch Duden 2009: 797&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden. Die Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterscheidet noch zwischen Substantiv und Substantivierung). Wir schließen uns dieser Redeweise nicht an, sondern bleiben dabei, dass Substantivierungen abgeleitete Substantive sind, gleichgültig, mit welchen Mitteln die Ableitung erfolgt. Entsprechendes gilt für Adjektivierungen und Verbalisierungen.}}&lt;br /&gt;
Die hier angesprochene [[Konversion (Linguistik)|Konversion]] ist der Fall, dass eine Änderung der Wortart ohne Änderung der äußeren Form erfolgt, im Gegensatz zu [[Derivation (Linguistik)|Derivation]], die [[Präfix]]e oder [[Suffix]]e zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehr- und Handbücher, die den Begriff der Substantivierung verwenden, geben keine ausdrückliche Definition an, so dass es schwierig sein kann, zuzuordnen, welche Bedeutung gemeint ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohne Definition aber eindeutige Zuordnung: Irmhild Barz: &amp;#039;&amp;#039;Wortartwechsel&amp;#039;&amp;#039;. = Kap. 84 in: Alan Cruse, Franz Hundsnurscher, Michael Job, Peter Rolf Lutzeier (Hrsg.:) &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie / Lexicology. Ein internationales Handbuchzur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 2002. 1.&amp;amp;nbsp;Halbband, S. 657–662. – Siehe Abschnitt 2 &amp;quot;Substantivierung&amp;quot; (Wortableitung allgemein).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Weiter Sinn wie in „Nominalisierung“: Helmut Glück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte u. überarbeitete Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart u. Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3. Lemma „Substantivierung“ ist Weiterleitung auf Nominalisierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Altmann: &amp;#039;&amp;#039;Prüfungswissen Wortbildung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. UTB/Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2011. -- Nur Registereintrag „Substantivierungssuffix“, verweist auf Derivation S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Elke Hentschel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Grammatik&amp;#039;&amp;#039; ( = &amp;#039;&amp;#039;De Gruyter Lexikon&amp;#039;&amp;#039;). Walter de Gruyter, Berlin 2010. – Gleichsetzung mit Konversion nur erschließbar: S. 169 „Substantivierung des Infinitivs“ nur im Lemma „Konversion“; S. 221 Substantivierungen eines Partizips „der Rasende“; Lemma „substantivierter Infinitiv“ S. 350.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Busch, Oliver Stenschke: &amp;#039;&amp;#039;Germanistische Linguistik. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Narr, Tübingen 2014. – Keine Definition, nur Einordnung unter Überschrift „Konversion“: „Der häufigste Fall [sc. der Konversion] ist die Substantivierung“ (S. 104).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Substantivierung als Konversion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der substantivierte Infinitiv von Verben ===&lt;br /&gt;
Die einfache [[Infinitiv]]form des Verbs (im Gegensatz zum „zu“-Infinitiv) kann ohne Änderung der Form als Substantiv verwendet werden. Das korrespondierende Substantiv ist stets ein deklinierbares Neutrum und [[Singularetantum]] (etwa &amp;#039;&amp;#039;gehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;→ &amp;#039;&amp;#039;das Gehen&amp;#039;&amp;#039;, Genitiv: &amp;#039;&amp;#039;des Gehens&amp;#039;&amp;#039;). Beispiele:&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Das Gehen&amp;#039;&amp;#039; fällt mir schwer.“ (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;gehen&amp;#039;&amp;#039; ohne Formänderung)&lt;br /&gt;
* „Alle Gerichte auch zum &amp;#039;&amp;#039;Mitnehmen.“&amp;#039;&amp;#039; (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;mitnehmen&amp;#039;&amp;#039; ohne Formänderung)&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Ausgangswortes bleibt bei dieser Art der Substantivierung zunächst erhalten, kann sich im Laufe der Zeit aber auch verschieben ([[Bedeutungswandel]]). Wenn ein [[Wortartwechsel]] zum Substantiv mit einer Verschiebung der Bedeutung einhergeht, so dass das Substantiv nicht mehr das Ereignis selbst bezeichnet, wird so ein Fall von der Substantivierung im hier dargestellten engen Sinn unterschieden (wenngleich es sich immer noch um Konversion handelt):&lt;br /&gt;
* „Das &amp;#039;&amp;#039;[[Schreiben]]&amp;#039;&amp;#039; mit der rechten Hand fällt ihm schwer“ (Substantivierung der verbalen Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;schreiben&amp;#039;&amp;#039;, [[Verbalnomen]])&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Das Schreiben&amp;#039;&amp;#039; wurde verspätet zugestellt“ (Bedeutung: „geschriebener Gegenstand“, Resultatsnominalisierung / Nomen resultatis, [[#Ableitung von Substantiven aus Verben|siehe unten]].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Infinitive [[Reflexives Verb|reflexiver Verben]] werden normalerweise ohne das Wort &amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; substantiviert (&amp;#039;&amp;#039;sich verhalten&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;das Verhalten&amp;#039;&amp;#039;). Möglich ist allerdings eine okkasionelle Konversion reflexiver Verben, bei der &amp;#039;&amp;#039;sich&amp;#039;&amp;#039; und der Infinitiv zusammengeschrieben werden &amp;#039;&amp;#039;(das Sichbeklagen)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg725&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=725}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;regen&amp;#039;&amp;#039; in „Sich (zu) &amp;#039;&amp;#039;regen&amp;#039;&amp;#039; bringt Segen.“ sind nicht substantiviert und werden deshalb kleingeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist außerdem möglich, aus einer Verb-Substantivierung und dem Objekt des Verbs ein [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] zu bilden („das Teetrinken“). In komplexen Fällen kann auch eine [[Durchkopplung]] entstehen: „das Geld-zum-Fenster-Hinauswerfen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg798f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=798f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Adjektiv|Substantivierung von Adjektiven, Partizipien und Zahlwörtern}} Substantivierte Adjektive ===&lt;br /&gt;
Auch Adjektive, einschließlich adjektivischer Partizipien, können eine Konversion zu Substantiven erfahren, zum Beispiel „krank / ein Kranker“, „angestellt / ein Angestellter“, „studierend / die Studierenden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Adjektivische Beugung ====&lt;br /&gt;
Die Beugung erfolgt meist nach demselben Muster wie die Beugung normaler attributiver Adjektive &amp;#039;&amp;#039;(die neue Kollegin&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;die Neue)&amp;#039;&amp;#039;. Es gibt aber systematische und auch lexikalisierte Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im regelmäßigen Fall beziehen sich die entstehenden [[Genus|Feminina und Maskulina]] meist auf Personen &amp;#039;&amp;#039;(die Unbekannte, ein Verwandter, jeder Delegierte),&amp;#039;&amp;#039; wobei Geschlechterunterscheidungen nur in der Singularform, nicht jedoch im Plural bestehen &amp;#039;&amp;#039;(die Großen, Studierende);&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg156&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=156}}&amp;lt;/ref&amp;gt; vereinzelt kommen auch feststehende [[Ellipse (Linguistik)|elliptische]] Termini vor (&amp;#039;&amp;#039;die Rechte&amp;#039;&amp;#039; [= Sammelbegriff für politisch rechte Gruppierungen]). Die Neutrumform dagegen bezieht sich meist auf Unbelebtes und nicht Zählbares &amp;#039;&amp;#039;(das Böse, etwas Hübsches, alles Brauchbare),&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich jedoch auch auf Jungtiere oder Kinder &amp;#039;&amp;#039;(die Bärin und ihr Junges; das Kleine von Herrn Meyer)&amp;#039;&amp;#039;. Eine weitere Ausnahme bilden feststehende elliptische Ausdrücke aus bestimmten Wortfeldern (z.&amp;amp;nbsp;B. alkoholische Getränke, Sport, Geometrie), die sich ebenfalls auf Zählbares beziehen &amp;#039;&amp;#039;(ein Helles, einen Roten trinken; der Boxer verpasst seinem Gegner eine Linke; eine Gerade, eine Diagonale, eine Parallele)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg348f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=348f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit Indefinitpronomen wie &amp;#039;&amp;#039;jemand, niemand, etwas&amp;#039;&amp;#039;, und auch mit &amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, folgt im Nominativ und Akkusativ die Endung &amp;#039;&amp;#039;-es&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(jemand Unbekanntes, niemand Bekanntes treffen, sie möchte wen Nettes kennenlernen);&amp;#039;&amp;#039; im Dativ folgt die Endung &amp;#039;&amp;#039;-em&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(mit jemand Unbekanntem)&amp;#039;&amp;#039;. Regional und von der Standardsprache abweichend sind jedoch auch andere Formen üblich und zulässig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg998f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=998f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Standardsprachlich kommt es auch dann zu einer abweichenden Beugung, wenn dem substantivierten Adjektiv ein attributives Adjektiv vorangeht (&amp;#039;&amp;#039;sie liebt Schmuck und anderes Schöne; mein ganzes Innere&amp;#039;&amp;#039; [Thomas Mann]; &amp;#039;&amp;#039;einiges Interessante erzählen&amp;#039;&amp;#039;). Abweichend von der Standardsprache sind jedoch auch Beugungen wie &amp;#039;&amp;#039;anderes Schönes&amp;#039;&amp;#039; usw. zulässig und weithin verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg961f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=961f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich substantivierte Adjektive können sich auch zu gänzlich unabhängigen Substantiven entwickeln (Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;der Junge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;der Oberst(e)&amp;#039;&amp;#039;). Einzelne dieser Fälle weichen dann auch hinsichtlich ihrer Beugung vom Ursprungswort ab (&amp;#039;&amp;#039;mehrere variabl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Größen&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;mehrere Variabl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;der Schnitt zweier gerad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Linien&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;der Schnitt zweier Gerad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg351f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=351f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang von substantivierten Adjektiven zu eigenständigen Substantiven führt in manchen Fällen dazu, dass die Unterscheidung einer „starken“ und einer „schwachen“ Form im Maskulinum und Neutrum auf Wörter übertragen wird, die der Wortart nach keine Adjektive mehr sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Angestellt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Angestellt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Beamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Beamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Deutsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / ein Deutsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(aber: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Angestellte, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Beamte (selten auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Beamtin [&amp;#039;&amp;#039;eigenes Substantiv&amp;#039;&amp;#039;]), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Deutsche).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderfall: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;das&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Jung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Jung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;der Katze&amp;#039;&amp;#039;), aber: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; klein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; / ein klein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Junge (&amp;#039;&amp;#039;Person&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Formen ohne Deklinationsendung ====&lt;br /&gt;
Bei Farb- und Sprachbezeichnungen gibt es neben der syntaktischen Substantivierung &amp;#039;&amp;#039;(ins Schwarze treffen, sich im Dunkeln fürchten; aus dem Italienischen übersetzen)&amp;#039;&amp;#039; einen weiteren Substantivierungstyp: die endungslose lexikalische Substantivierung &amp;#039;&amp;#039;(ein reines Schwarz, welch ein Dunkel hier!; das Italienisch Dantes).&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg349ff&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=349–351}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Deklinationsendung fehlt auch bei bestimmten feststehenden Substantivierungen, die Kerne von Nominalphrasen sein können. Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;ohne Arg, ohne Falsch, ein Elend, ein kühles Nass, das Rund der Erde, Spitz&amp;#039;&amp;#039; (Hunderasse), &amp;#039;&amp;#039;Tief&amp;#039;&amp;#039; (Meteorologie), &amp;#039;&amp;#039;Arm und Reich, Jung und Alt, Groß und Klein, Gut und Böse, Gleich und Gleich gesellt sich gern.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg351&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=351}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die endungslose Substantivierung ist zu unterscheiden von (nicht-substantivierten) Formen, die nicht als Kerne von Nominalphrasen auftreten, sondern nur in feststehenden Verbindungen mit Präpositionen (Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;für dumm verkaufen, seit ewig, von klein auf, für ungültig erklären; durch dick und dünn, über kurz oder lang, von nah und fern&amp;#039;&amp;#039;). Manchmal stehen Adjektive auch grammatisch isoliert (&amp;#039;&amp;#039;auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chuldig plädieren, [Anzeige] gegen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nbekannt; allzu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;charf macht schartig&amp;#039;&amp;#039; [Sprichwort]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg351&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fremdwörter mit Herkunft aus einer Substantivierung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen anderen Sprachen können noch häufiger als im Deutschen Adjektive substantiviert werden. So sind zum Beispiel viele aus dem [[Altgriechische Sprache|Altgriechischen]] stammende Wörter des Deutschen, wie [[Physik]] oder [[Musik]], ursprünglich substantivierte griechische Adjektive, wobei das beschriebene [[Substantiv]] weggefallen ist:&lt;br /&gt;
* von {{lang|grc|φυσική}} &amp;#039;&amp;#039;physiké&amp;#039;&amp;#039; „natürlich“, zu ergänzen: {{lang|grc|ἐπιστήμη}} &amp;#039;&amp;#039;epistéme&amp;#039;&amp;#039; „Wissen“: „die natürliche Wissenschaft“ oder&lt;br /&gt;
* {{lang|grc|μουσική}} &amp;#039;&amp;#039;mousiké&amp;#039;&amp;#039; „musisch“, zu ergänzen: {{lang|grc|τέχνη}} &amp;#039;&amp;#039;téchne&amp;#039;&amp;#039; „Kunst“: „die musische Kunst“ und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Substantivierter Gebrauch anderer Wortarten ===&lt;br /&gt;
Auch [[Partikel (Grammatik)|Partikelwörter]] und andere Wörter, die weder Verben noch Adjektive sind, werden gelegentlich substantiviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg205&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= | Titel=Duden | TitelErg=Die Grammatik | Auflage=8 | Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag | Ort=Mannheim | Jahr=2009 | ISBN=978-3-411-04048-3 | Seiten=205 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;uf und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;b hatte kein Ende.“&amp;#039;&amp;#039; (zu den direktionalen [[Partikelverb|Partikeln]] &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ab&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Das ist ohne &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;enn und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ber richtig.“&amp;#039;&amp;#039; (zu den [[Konjunktion (Wortart)|Konjunktionen]] &amp;#039;&amp;#039;wenn&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;aber&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Ab wann versteht ein Kind ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ein?“&amp;#039;&amp;#039; (zur Antwortpartikel &amp;#039;&amp;#039;nein&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;estern und das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eute“&amp;#039;&amp;#039; (zu den [[Adverb]]ien &amp;#039;&amp;#039;gestern&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;heute&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„die Grenzen des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ch“&amp;#039;&amp;#039; (zum [[Pronomen]] &amp;#039;&amp;#039;ich&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„die Drei“&amp;#039;&amp;#039; (zum [[Zahlwort]] &amp;#039;&amp;#039;drei&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zitierte sprachliche Einheiten können aufgrund des Erscheinens als Zitat grammatisch wie Substantive behandelt werden. Dies gilt für einzelne Laute oder Buchstaben ebenso wie für Wörter, ganze Sätze oder auch Werktitel. Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;„die Schreibung des langen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;„die Form eines &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;U&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“&amp;#039;&amp;#039; (zu den Einzelbuchstaben &amp;#039;&amp;#039;I&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;U&amp;#039;&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;er beendet jeden Satz mit einem „nicht wahr?“;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;sie liest gerade „Krieg und Frieden“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg799&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= | Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=799}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriterien für das Vorliegen einer Substantivierung ===&lt;br /&gt;
Weil Substantive im Deutschen [[Großschreibung|großgeschrieben]] werden, entsteht das Problem, dass stets eine Entscheidung getroffen werden muss, ob eine Substantivierung vorliegt, auch wenn die grammatische Form des Wortes dies für sich genommen nicht anzeigt. Viele Kriterien, die Sprachbenutzer zur Identifikation von Substantivierungen intuitiv verwenden, eignen sich als Faustregeln, können in manchen Fällen jedoch auch versagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier eine Übersicht (die unproblematischen Fälle sind grün unterlegt):&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kriterium&lt;br /&gt;
! Infinitive&lt;br /&gt;
! Adjektive und Partizipien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| das Wort ist Kern einer [[Nominalphrase]], d.&amp;amp;nbsp;h., es hat die Funktion eines Subjekts oder [[Prädikativum|Prädikativs]]&lt;br /&gt;
| Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;Julia liebt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chwimmen&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;orbeugen ist besser als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eilen&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg797f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=797f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; daneben aber auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;orbeugen ist besser als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eilen&amp;#039;&amp;#039; (Infinitive als Kern einer Nominalphrase sind nicht zwingend als substantiviert aufzufassen);&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg798&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;seine Lieblingsfarbe ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ot&amp;#039;&amp;#039;; aber: &amp;#039;&amp;#039;grünen Spargel mag er nicht; er isst nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eißen&amp;#039;&amp;#039; ([[Ellipse (Linguistik)|Ellipse]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Artikel (Wortart)|Artikel]] oder [[Demonstrativpronomen]] geht voraus&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aunen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ernen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;arten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg797f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;die Lehrerin begrüßt die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;euen&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;roßen fressen die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;K&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;leinen&amp;#039;&amp;#039;; aber: &amp;#039;&amp;#039;die großen Fische fressen die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;leinen&amp;#039;&amp;#039; (Ellipse)&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg769f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden | TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=769f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Genitiv]]-Konstruktion oder vorausgehendes [[Possessivpronomen]]&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;ihr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ögern&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lillis &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;einen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chweigen der Lämmer&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;deine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ier in Latein&amp;#039;&amp;#039;; aber: &amp;#039;&amp;#039;meine zwei Kinder sind mir lieber als Paulas &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ier&amp;#039;&amp;#039; (Ellipse)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| vorausgehende [[Präposition]]&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ersehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;angen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;durch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ü&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ben&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg798&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Duden |TitelErg=Die Grammatik |Auflage=8 |Verlag=Bibliographisches Institut/Dudenverlag |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04048-3 |Seiten=798 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;es geht ans &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ingemachte&amp;#039;&amp;#039;; aber: &amp;#039;&amp;#039;in kalten Gewässern findet man diesen Fisch eher als in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;armen&amp;#039;&amp;#039; (Ellipse)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| vorausgehendes gebeugtes [[Adjektiv]] oder [[Partizip]]&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;zustimmendes &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;icken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;betretenes &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chweigen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;lautes &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;K&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;latschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dg798&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;dunkles &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;iolett&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;treue &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;iebende&amp;#039;&amp;#039;; aber: &amp;#039;&amp;#039;lieber alte, aber weiche Socken als kratzige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eue&amp;#039;&amp;#039; (Ellipse)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| vorausgehendes [[Indefinitpronomen]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;da hilft kein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chelten&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;es ist viel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ssen übrig geblieben&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;viel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eues&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;alles &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ögliche&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;nichts &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erauschendes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Substantivierung als Derivation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der weiten Bedeutung des Begriffs Substantivierung sind alle Arten von Prozessen gemeint, durch die aus einer anderen Wortart ein Substantiv entsteht. Da in neuerer Literatur die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Substantiv&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Nomen&amp;#039;&amp;#039; oft gleichgesetzt werden, ist hier auch von &amp;#039;&amp;#039;Nominalisierung&amp;#039;&amp;#039; die Rede. Substantivierung im weiten Sinn schließt die zuvor behandelten Fälle ein, dazu noch verschiedene Typen von [[Derivation (Linguistik)|Derivation]], also Wortableitung mit Affixen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ableitung von Substantiven aus Verben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Substantivierte Infinitive behalten eine ähnliche Bedeutung bei wie das Verb selbst (es gibt dabei feine Unterschiede hinsichtlich des Bezugs auf [[Ereignissemantik|Ereignisse]], [[Sachverhalt]]e oder [[Proposition (Linguistik)|Propositionen]]). Derartige Bedeutungstypen können auch Ableitungen aus Verben durch Präfixe, Suffixe oder Vokalwechsel/Ablaut haben. Eine solche Substantivierung wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbalabstraktum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nomen actionis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Wolfgang Fleischer (Germanist)|Wolfgang Fleischer]], Irmhild Barz: &amp;#039;&amp;#039;Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2012, S. 121; [[Walter Henzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wortbildung.&amp;#039;&amp;#039; 3., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1965, S.&amp;amp;nbsp;169–193.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Die &amp;#039;&amp;#039;Lauferei&amp;#039;&amp;#039; macht hungrig.“ (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;lauf(en)&amp;#039;&amp;#039; mit Suffix &amp;#039;&amp;#039;-erei&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* „Die &amp;#039;&amp;#039;Lieferung&amp;#039;&amp;#039; ins Ausland dauert länger.“ (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;liefer(n)&amp;#039;&amp;#039; mit Suffix &amp;#039;&amp;#039;-ung&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* „Das &amp;#039;&amp;#039;Geheul(e)&amp;#039;&amp;#039; nahm kein Ende.“ (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;heul(en)&amp;#039;&amp;#039; mit Präfix &amp;#039;&amp;#039;Ge-&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* „Er wurde auf frischer &amp;#039;&amp;#039;Tat&amp;#039;&amp;#039; ertappt.“ (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;tu(n)&amp;#039;&amp;#039; mit Ablaut &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039; und Suffix &amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere wichtige Gruppe sind Ableitungen, die einen Gegenstand bezeichnen, der in dem vom Verb bezeichneten Ereignis eine prominente Rolle spielt (man spricht hier auch von der „Externalisierung“ eines verbalen Arguments oder Bedeutungsbestandteils). Dies kann die handelnde Person des Ereignisses sein ([[Agens (Linguistik)|Agens]], daher „Nomen agentis“; erstes Beispiel unten), ein Instrument, mit dem die Handlung bewerkstelligt wird (&amp;#039;&amp;#039;Nomen instrumenti&amp;#039;&amp;#039;, zweites Beispiel) oder ein Gegenstand der als Resultat hervorgebracht wird (&amp;#039;&amp;#039;Nomen acti,&amp;#039;&amp;#039; drittes Beispiel) etc.&lt;br /&gt;
* „Der Beruf des &amp;#039;&amp;#039;Schreibers&amp;#039;&amp;#039; war im alten Ägypten hoch angesehen.“ (&amp;#039;&amp;#039;schreib-&amp;#039;&amp;#039; + Suffix &amp;#039;&amp;#039;-er&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet das Agens)&lt;br /&gt;
* „Gib mir bitte mal den &amp;#039;&amp;#039;Filzschreiber.“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;schreib-&amp;#039;&amp;#039; + Suffix &amp;#039;&amp;#039;-er&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet das Instrument)&lt;br /&gt;
* „Die &amp;#039;&amp;#039;Lieferung&amp;#039;&amp;#039; war beschädigt.“ (&amp;#039;&amp;#039;liefer-&amp;#039;&amp;#039; + Suffix &amp;#039;&amp;#039;-ung&amp;#039;&amp;#039;, resultierender Gegenstand)&lt;br /&gt;
Die einzelnen Affixe können mehrdeutig sein: &amp;#039;&amp;#039;-er&amp;#039;&amp;#039; kann Agens, Instrument oder noch anderes bedeuten; die Resultatsnominalisierung &amp;#039;&amp;#039;Liefer-ung&amp;#039;&amp;#039; (die Gegenstände, die als Resultat des Lieferns da sind) ist mehrdeutig mit der Deutung als Ereignisnominalisierung weiter oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zur Substantivierung im erstgenannten engeren Sinn liegt bei diesen letzteren Beispielen also sowohl in der Ableitung durch ein Affix als auch in der Verschiebung der Bedeutung auf einen anderen Gegenstand, der mit dem Ereignis selbst in Verbindung steht. Bei der ersten Gruppe bestand der Unterschied nur in der Existenz eines Ableitungsaffixes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ableitung von Substantiven aus Adjektiven ===&lt;br /&gt;
Ebenso gibt es Ableitungsaffixe, die aus [[Adjektiv]]en weitere Arten von Substantiven bilden. Substantive, die sich auf die vom Adjektiv repräsentierte Eigenschaft selbst beziehen, werden auch Adjektivabstrakta genannt. Sie entstehen durch [[Suffix]]e wie &amp;#039;&amp;#039;[[-heit]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[-keit]]&amp;#039;&amp;#039;. Beispiele:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Länge&amp;#039;&amp;#039; (zum Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;lang&amp;#039;&amp;#039; mit Suffix -e)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reinheit&amp;#039;&amp;#039; (zum Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;rein&amp;#039;&amp;#039; mit Suffix -heit)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lauterkeit&amp;#039;&amp;#039; (zum Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;lauter&amp;#039;&amp;#039; mit Suffix -keit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|substantivieren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134704-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
	</entry>
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