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	<title>Substantialistisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T21:06:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Substantialistisch&amp;diff=2163174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Probast: leichte Überarbeitung</title>
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		<updated>2026-04-19T05:55:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;leichte Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;substantialistisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Auffassungen bezeichnet, die etwas eine dinghafte&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kant, &amp;#039;&amp;#039;Kritik der reinen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt „Erste Analogie der Erfahrung“ zitiert nach Johannes Hoffmeister (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Meiner: Hamburg, 2. Aufl.: 1955, 587: „Es ist aber das Substrat alles Realen, d.i. zur Existenz der Dinge Gehörigen, die Substanz […].“&amp;lt;/ref&amp;gt;, für sich bestehende Existenz zuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;„Substanz […], das Bestand Habende, das […] Fürsichbestehende im Unterschied zum Unselbständigen […] (°Akzidenz), das Beharrende im Unterschied zum Wechselnden.“ (Johannes Hoffmeister (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Meiner: Hamburg, 2. Aufl.: 1955, 587).&amp;lt;/ref&amp;gt; So wird bspw. als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Substantialismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die „philosophische Lehre [bezeichnet], nach der die [[Seele]] eine [[Substanz]], ein dinghaftes Wesen ist“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden – Das Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 7. Aufl.: Mannheim, 2001 [CD-ROM].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig ist die Verwendung des Ausdrucks &amp;#039;&amp;#039;substantialistisch&amp;#039;&amp;#039; mit dem Vorwurf verbunden, dass jene Zuschreibung zu Unrecht erfolge. Ohne vorwurfsvollen Tonfall wird die im Übrigen gleiche Bedeutung wohl eher mit dem Adjektiv „substantiell“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. substantiell = „1. die Substanz (1) betreffend, stofflich, materiell. 2. die Substanz (4) betreffend, zu ihr gehörend, sie [mit] ausmachend. 3. die Substanz (3) einer Sache betreffend, wesentlich. 4. (veraltend) nahrhaft, gehaltvoll. 5. (Philos.) wesenhaft“ (&amp;#039;&amp;#039;Duden. Das Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 7. Aufl. Mannheim, 2001 [CD-ROM] − Die Zahlen jeweils hinter dem Wort „Substanz“ verweisen auf die in dem Wörterbuch angegebenen unterschiedlichen Bedeutungen dieses Wortes).&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgedrückt: vgl. die Artikel &amp;#039;&amp;#039;[[Substantielle Definition]], [[Substantielle Wahrheit]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Substantielle Ableitung]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Substantialistisch&amp;#039;&amp;#039; ist ein vom – von [[Seneca]] geprägten&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Halfenwassen, [Abschnitt I des Artikels] „Substanz; Substanz/Akzidens“, in: [[Joachim Ritter]] / [[Karlfried Gründer]], &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Schwabe: Basel, 1998, Sp. 495–507 (495).&amp;lt;/ref&amp;gt; – lateinischen [[Neologismus]] &amp;#039;&amp;#039;substantia&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;zu: lateinisch &amp;#039;&amp;#039;substare&amp;#039;&amp;#039; = in oder unter etwas vorhanden sein; aus: &amp;#039;&amp;#039;sub&amp;#039;&amp;#039; = unter u. &amp;#039;&amp;#039;stare&amp;#039;&amp;#039; = stehen (&amp;#039;&amp;#039;Duden. Deutsches Universalwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Mannheim, 5. Aufl.: 2003 [CD-ROM]).&amp;lt;/ref&amp;gt; (in etwa: das darunter Bestehende&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hoffmeister (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Meiner: Hamburg, 2. Aufl.: 1955, 587.&amp;lt;/ref&amp;gt;; metaphorischer gesprochen: das Wesentliche unter der Oberfläche) herrührendes deutsches Adjektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische Definitionen der Substanz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Johannes Hoffmeister (Philosoph)|Johannes Hoffmeister]] stammen die drei „wichtigsten Definitionen“ der Substanz von [[Descartes]], [[Spinoza]] und [[Kant]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe bereits FN 1 und unten bei FN 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hier seien die von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Descartes (&amp;#039;&amp;#039;Princ.&amp;#039;&amp;#039; I 51): „Unter Substanz können wir nur ein Ding verstehen, das so existiert, daß es zu seiner eigenen Existenz keines anderen Dinges bedarf“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Spinoza (Eth. I Def. 3) angeführt: „Unter Substanz verstehe ich das, was in sich ist und durch sich begriffen wird, d.&amp;amp;nbsp;h. das, dessen Begriff, um gebildet werden zu können, des Begriffs eines anderen Dings nicht bedarf“.&amp;lt;ref&amp;gt;Beides zitiert nach Johannes Hoffmeister (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Meiner: Hamburg, 2. Aufl.: 1955, 587.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enger und weiter Substanzbegriff / Materialismus und Idealismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kant&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kritik der reinen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt „Erste Analogie der Erfahrung“ zitiert nach Johannes Hoffmeister (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Meiner: Hamburg, 2. Aufl.: 1955, 587&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die Substanz das, „was als Substrat alles Wechsels immer dasselbe bleibt.“ Kant folgert daraus: „Da diese [die Substanz] also im Dasein nicht wechseln kann, so kann ihr Quantum in der Natur auch weder vermehrt noch vermindert werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich nun ein enger und ein weiter Substanz-Begriff. Ersterer ist [[Materialismus|materialistisch]] im philosophischen Sinne, der zweite [[Idealismus|idealistisch]]: „In diesem [Kants] Sinn der Unvermehrbarkeit und Unzerstörbarkeit […] wird der Begriff der S[ubstanz] insbesondere in der Naturwissenschaft und Naturphilosophie gebraucht: Masse und Energie spielen in der Physik wegen der für sie geltenden [[Erhaltungssatz|Erhaltungsgesetze]] die Rolle der S[ubstanz]. Erkennt man &amp;#039;&amp;#039;nur&amp;#039;&amp;#039; sie als S[ubstanz] an, so kommt man zum °Materialismus. Erkennt man auch der Seele den Charakter der S[ubstanz] zu (°Subtanzialismus), so kommt man zu einem °Dualismus, wie ihn Descartes durch die Gegenüberstellung der ausgedehnten (materiellen) und denkenden (seelischen) S[ubstanz] formulierte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hoffmeister (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriff&amp;#039;&amp;#039;, Meiner: Hamburg, 2. Aufl.: 1955, 587 (Hervorhebung im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synonyme: substantialistisch = essentialistisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Substantialistische Auffassungen können mit einem – in den 1990er Jahren durch die [[Poststrukturalismus|poststrukturalistisch]]-[[Dekonstruktion|dekonstruktivistische]] [[Essentialismus]]-Kritik breiter bekannt gewordenen – Ausdruck auch als „essentialistisch“ bezeichnet werden. Denn in der „Bedeutung ‚das, wodurch etwas ist, was es ist’“ ist Substanz „synonym mit ‚essentia’. In dieser Bedeutung entspricht der lateinische Ausdruck ‚substantia’ […] griechischen οὐσία (↑ [[Ousia|Usia]], ↑ [[Wesen]] […]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Mittelstraß, Artikel „Substanz“, in: Jürgen Mittelstraß (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4, Metzler: Stuttgart/Weimar, 1996, 133–136 (133).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Substantialistische Auffassungen in der Rechtsphilosophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „substantialistisch“ sieht die Rechtstheorie bzw. Rechtsphilosophie jene Rechtsbereiche und Rechtsinstitute, die von Rechtssetzungsakten unabhängig sind und unveränderlich bleiben. Nach dieser Auffassung kommt Recht nicht durch politische Entscheidungen nach bestimmten vorgegebenen Abläufen zustande, sondern ist substantiell von Politik verschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der englischen Rechtssprache wird zwischen einer „[[Rule of law|a formalist or ‚thin’ and a substantive or ‚thick’ definition of the rule of law“]] oder &amp;#039;&amp;#039;procedural&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;substantive&amp;#039;&amp;#039; bei rechtsstaatlichen Verfahren (&amp;#039;&amp;#039;[[due process]]&amp;#039;&amp;#039;) unterschieden. Eine &amp;quot;due process&amp;quot;-Klausel wurde auch in die US-amerikanische Verfassung aufgenommen. In der deutschen Rechtssprache wird diese Unterscheidung mit den Begriffen „formalrechtlich“ und „materiellrechtlich“ getroffen. Vgl. dazu den Artikel [[Formeller und materieller Rechtsstaat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungsverlust des Substanz-Begriffs in der Erkenntnistheorie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jürgen Mittelstraß wird der Substanz-Begriff in „der neueren Erkenntnistheorie […] weitgehend aufgegeben. […]. Gegenstände in wissenschaftlicher Betrachtung sind durch Beziehungen und nicht durch das Verhältnis von S[ubstanz] und Akzidens charakterisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel „Substanz“, in: Jürgen Mittelstraß (Hg.), Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Bd. 4, Metzler: Stuttgart/Weimar, 1996, 133–136 (135).&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Siehe auch|Strukturalismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Religionsdefinition#Substanzialistischer Religionsbegriff]]&lt;br /&gt;
* [[Naturalisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Identität]]&lt;br /&gt;
* [[Wesen (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metaphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Poststrukturalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Probast</name></author>
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