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	<title>Submariner Vulkan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:29:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Submariner_Vulkan&amp;diff=1981906&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ruebezahll: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-29T12:54:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Submarine Eruption-numbers.svg|mini|Schemazeichnung: Submarine Eruption]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;submariner Vulkan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Spalte in der [[Erdkruste]], die sich unter der Meeresoberfläche befindet und durch die [[Magma]] an die Oberfläche dringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die submarinen, das heißt unterseeischen, Vulkane sind einerseits die häufigsten auf der Erde vorkommenden [[Vulkan]]e. Andererseits sind sie aufgrund ihrer Lage, die sich bis zu mehrere tausend Meter unter der Meeresoberfläche befinden kann, auch diejenigen, die im Allgemeinen noch am wenigsten untersucht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterseeische Vulkane an [[Mittelozeanischer Rücken|mittelozeanischen Rücken]] sind schätzungsweise für 75 % des jährlichen Ausstoßes an Magma auf der Erde verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.volcano.si.edu/faq.cfm#q3|wayback=20140626074728|text=FAQ}} auf volcano.si.edu&amp;lt;/ref&amp;gt; An den Ozeanrücken wie zum Beispiel am [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rücken]] findet man auch besonders viele [[Spaltenvulkan]]e, die eher zu [[Effusive Eruption|effusiven Eruptionen]] neigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar befinden sich die meisten dieser Vulkane tief unter der Meeresoberfläche, einige jedoch liegen in verhältnismäßiger Nähe zu ihr und können damit bei einem Ausbruch wegen der Gas- und Aschenemissionen benachbarte bewohnte Gebiete gefährden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung eines submarinen Vulkans ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ocean gravity map.gif|mini|Der Ozeanboden im Satellitenbild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gold Cycle In California-fr.svg|mini|Submariner Vulkan (&amp;#039;&amp;#039;volcan sous-marin&amp;#039;&amp;#039;) als Hindernis in einer Sub&amp;amp;shy;duktions&amp;amp;shy;zone am Beispiel [[Kalifornien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Magma|Magmen]] bilden sich an der Grenze zwischen [[Erdmantel]] und [[Erdkruste]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Ulrich Schmincke: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;86.&amp;lt;/ref&amp;gt; die bei Ozeanen in etwa 10&amp;amp;nbsp;km Tiefe liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Ulrich Schmincke: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bewegungen der [[Kontinentaldrift|Kontinentalplatten]] bewirken, dass an bestimmten Stellen die Erdkruste besonders dünn und von Spalten zerfurcht ist. Dies gilt vor allem für die Ozeanrücken wie den Mittelatlantischen Rücken, wo zwei Platten auseinanderdriften, aber auch für die [[Subduktionszone]]n, wie man sie z.&amp;amp;nbsp;B. am [[Pazifischer Feuerring|Pazifischen Feuerring]] findet, wo sich eine Platte unter eine andere schiebt. Auch [[Hotspot (Geologie)|Hot Spots]], die unabhängig von Plattenverschiebungen sind, bewirken Vulkanausbrüche im Meer, wie man z.&amp;amp;nbsp;B. bei den [[Hawaii]]schen Inseln beobachten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesen Stellen ist es besonders einfach für Magmen aufzusteigen. Diese infiltrieren sich in andere Schichten und bilden zunächst Intrusionen, auf denen sich die eigentlichen Vulkane aufbauen. Aufgrund der schnellen Abkühlung durch das 1 bis 2&amp;amp;#8239;°C kalte Meerwasser wie auch des starken Druckes nimmt ein beträchtlicher Teil der ausgestoßenen Lava Röhrenform an. Es handelt sich um [[Kissenlava|Kissenlaven]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Hans Ulrich Schmincke: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; S. 68: „Wenn Magma […] an bestimmten Stellen der Erdkruste durch die oft viel ältere Ozeankruste und die über ihr liegenden jungen Sedimente […] aufsteigt, wird es vermutlich seitlich in die [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] eindringen und einen Komplex aus [[Intrusion (Geologie)|Intrusivgesteinen]] bilden, auf dem der eigentliche submarine Vulkan wächst. Dieser wird hauptsächlich aus Pillowlavaeinheiten bestehen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zentrum der unterseeischen Vulkane findet man ebenso wie an denen auf der Erdoberfläche eine große Menge an Fördergängen und eine bis mehrere [[Magmakammer]]n. Durch diese steigt das Magma an die Oberfläche und mit abnehmendem Druck bilden sich Gasblasen in ihm. Diese wiederum bewirken explosive Unterwasserausbrüche in Tiefen von etwa 1000&amp;amp;nbsp;m unter der Meeresoberfläche bis knapp unter diese. Dabei bilden sich [[pyroklastisch]]e Materialien, aber auch feine bis feinste Glaspartikel, die ihrerseits die ziemlich erosionsgefährdeten Hänge des Vulkans darstellen. Diese Zusammensetzung aus sehr lockerem Material erklärt die Häufigkeit von Hangrutschen an submarinen Vulkanen und auch Ozeaninseln, wie beispielsweise in [[Teneriffa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von submarinen Vulkanen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blacksmoker in Atlantic Ocean.jpg|mini|[[Schwarzer Raucher|Schwarze Raucher]] am [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rücken]]]]&lt;br /&gt;
=== Seamount ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gulf of Alaska seamounts.jpg|mini|Seamounts im Golf von [[Alaska]]]]&lt;br /&gt;
Die meisten submarinen Vulkane nennt man [[Tiefseeberg|Seamounts]]. Sie stellen die häufigste auf der Erde vorkommende Vulkanart dar, mit allein über einer Million im [[Pazifik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmincke65&amp;quot;&amp;gt;Hans Ulrich Schmincke: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie befinden sich vor allem in der Nähe von Mittelozeanischen Rücken und Subduktionszonen, wo sie geradezu Hindernisse bilden können, an denen die Platten hängenbleiben, was zu heftigen Erdbeben führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmincke67&amp;quot;&amp;gt;Hans Ulrich Schmincke: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seamounts, die nahe an den Mittelozeanischen Rücken liegen, fördern vorzugsweise Laven [[tholeiit]]ischer Zusammensetzung, je weiter sie von den Rücken entfernt sind, desto mehr [[Alkalisches Magma|alkalische Laven]] werden produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmincke65&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guyot ===&lt;br /&gt;
Ein [[Guyot]] ist eine spezielle Art von Seamount. Man erkennt ihn an seiner abgestumpften Kegelform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind ehemalige Seamounts, die durch Erosion verformt wurden und oft mit [[fossil]]en [[Korallenriff]]en bedeckt sind. Manche von ihnen haben auch durch die Bildung einer [[Caldera (Krater)|Caldera]] ihre spezielle Form erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmincke67&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ozeaninseln ===&lt;br /&gt;
Ausschließlich in Fällen, bei denen die [[Eruptionsrate]] die der [[Erosion (Geologie)|Erosion]] bei weitem übersteigt, können sich schließlich Ozeaninseln bilden, wie man es z.&amp;amp;nbsp;B. ab 1963 im Falle von [[Surtsey]] beobachten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung submariner Vulkane ==&lt;br /&gt;
=== Eruptionen und Gefahrenpotential ===&lt;br /&gt;
[[Datei:May 14 Kavachi eruption.jpg|mini|Explosive Eruption des Seamounts [[Kavachi]]]]&lt;br /&gt;
Die Forschung bezüglich submariner Vulkane ist teuer und aufwändig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind oft nicht einfach zu entdecken. Das liegt u.&amp;amp;nbsp;a. daran, dass ihre Eruptionen gedämpft werden. Die [[Wärmeleitfähigkeit]] des Wassers bewirkt eine rapide Abkühlung der Auswurfmaterialien, so dass sich das Magma sehr viel schneller als an der Luft in [[vulkanisches Glas]] verwandelt. Je nach Tiefe der über ihnen liegenden Wasseroberfläche erhöht sich der auf ihnen lastende Druck. Dies dämpft die Explosivität der Eruption in bedeutendem Maße, so dass die Ausbrüche mit zunehmender Wassertiefe umso schwerer feststellbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsbeispiele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vulcano bransfield-strait hg.png|mini|Submariner Vulkan in der [[Bransfield Strait]], [[Antarktis]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pillow basalt crop l.jpg|mini|[[Kissenlava|Kissenlaven]], Auswurfmaterial eines submarinen Vulkans]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hot magma blows up from West Mata.jpg|mini|Unterwassereruption, [[West Mata]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Newfoundland Seamounts.jpg|mini|[[New Foundland Seamounts]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Surtsey eruption 2.jpg|mini|[[Surtsey]], 1963]]&lt;br /&gt;
==== Mittelmeer ====&lt;br /&gt;
===== Vulkan Kolumbos =====&lt;br /&gt;
Ein historisches Beispiel bzgl. der überraschenden Entdeckung eines submarinen Vulkans ist der Vulkan [[Kolumbos]] in der [[Ägäis]]. Er wurde im Jahre 1650 entdeckt, als bei einer explosiven Eruption des Kolumbos 70&amp;amp;nbsp;Menschen auf [[Santorin]] ums Leben kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vulkan Empedokles =====&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel ist der Vulkan [[Empedokles (Vulkan)|Empedokles]] in der [[Straße von Sizilien]]. Er wurde erst 2006 entdeckt, während die zum gleichen Vulkankomplex gehörende ehemalige Insel [[Ferdinandea]] bereits seit 1831 bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tyrrhenisches Meer =====&lt;br /&gt;
In [[Italien]] plant man weitere Untersuchungen submariner Vulkane im [[Tyrrhenisches Meer|Tyrrhenischen Meer]], z.&amp;amp;nbsp;B. des [[Marsili (Vulkan)|Marsili]], unter anderem wegen eventueller Flankenkollapse und deren Tsunamipotentials.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. F.&amp;amp;nbsp;Caratori Tontini et al.: &amp;#039;&amp;#039;Potential-field modeling of collapse-prone submarine volcanoes in the southern Tyrrhenian Sea (Italy).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geophysical Research Letters&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;37, 2010, {{DOI|10.1029/2009GL041757}} ({{Webarchiv|url=http://www.agu.org/pubs/crossref/2010/2009GL041757.shtml|wayback=20121127193524|text=Abstract}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine amerikanische Expedition fand im Jahre 2006 Spuren von [[Blei]], das man bis nach [[Australien]] verfolgen konnte, am Unterwasservulkan Marsili, rund 150&amp;amp;nbsp;km vor der Westküste von [[Italien]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sciencedaily.com/releases/2006/08/060801182958.htm &amp;#039;&amp;#039;At An Underwater Volcano, Evidence Of Man’s Environmental Impact.&amp;#039;&amp;#039;] bei ScienceDaily&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Atlantik ====&lt;br /&gt;
===== Island =====&lt;br /&gt;
In [[Island]] interessiert man sich für die unterseeischen Fortsetzungen des Mittelatlantischen Rückens nördlich und südwestlich von Island. Das betrifft neben der [[Tjörnesfrakturzone]] und dem [[Kolbeinseyrücken]] im Norden der Insel vor allem den [[Reykjanesrücken]], den Island im Süden vorgelagerten Teil. Man hat dort zum Beispiel 2007 einen großen aktiven submarinen Vulkan in etwa 50&amp;amp;nbsp;km Entfernung von der Hauptinsel entdeckt, den man [[Njörður]] nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. unter anderem: [http://news.nationalgeographic.com/news/2008/04/080422-iceland-volcano.html &amp;#039;&amp;#039;Giant Undersea Volcano Found Off Iceland&amp;#039;&amp;#039;] auf nationalgeographic.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tiefstgelegene Schwarze Raucher im Cayman-Graben =====&lt;br /&gt;
Eine britische Forschungsexpedition entdeckte mit ferngesteuerten Robotertauchbooten die tiefstgelegenen [[Schwarzer Raucher|Schwarzen Raucher]], die bisher gefunden wurden. Sie befinden sich in der Nähe der [[Kaimaninseln]] im [[Kaimangraben]] in 5000&amp;amp;nbsp;m Tiefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Expedition mit dem Schiff &amp;#039;&amp;#039;RRS James Cook&amp;#039;&amp;#039; ist Teil eines vom britischen [[UK Natural Environment Research Council]] geförderten Projektes, das am 21.&amp;amp;nbsp;März 2010 in [[Trinidad (Insel)|Trinidad]] begann.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sciencedaily.com/releases/2010/04/100411214117.htm &amp;#039;&amp;#039;World’s deepest known undersea volcanic vents discovered&amp;#039;&amp;#039;] auf sciencedaily.com. Vgl. auch: {{Webarchiv|url=http://www.noc.soton.ac.uk/cgi-bin/htsearch?words=+Cayman+Trough&amp;amp;method=and&amp;amp;format=builtin-long&amp;amp;config=htdig&amp;amp;restrict=&amp;amp;exclude=&amp;amp;x=13&amp;amp;y=12 |wayback=20160304095244 |text=National Oceanographic Centre, Southampton |archiv-bot=2019-05-16 11:04:41 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gakkel-Rücken 85°&amp;amp;#8239;E ====&lt;br /&gt;
Eine auffallende Häufung von starken Erdbeben (bis über 5 auf der Richter-Skala) stellte man 1999 am sogenannten [[Gakkel-Rücken]], der arktischen Fortsetzung des Mittelatlantischen Rückens zwischen [[Sibirien]] und [[Grönland]], fest. Es handelte sich um 200 Erdbeben dieser Stärke innerhalb von 7 Monaten. Die SCICEX-Expedition überprüfte das Gebiet in der Zeit zweimal und entdeckte frische Lavaströme an einem submarinen Vulkan bei 85°&amp;amp;#8239;E. Das Ereignis weckte das Interesse der Geowissenschaftler nicht zuletzt durch den langen Zeitraum, über den es sich erstreckte. Vorherige Erkenntnisse belegten submarine Eruptionen nur über Zeiträume von bis zu rund vier Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amore-2001-Expedition des [[Alfred-Wegener-Institut]]s konnte 2001 gegenwärtige eruptive Tätigkeit durch Tremormessungen und Aufnahmen von Explosionsgeräuschen auf dem Meeresboden bei demselben Vulkankomplex nachweisen. Eine weitere internationale Expedition zum selben Vulkankomplex im Jahre 2007 erfasste genauere Daten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/forschung/geowissenschaften/geophysik/schwerpunkte/entstehung-des-arktischen-beckens/ultralangsame-mittelozeanische-ruecken.html &amp;#039;&amp;#039;Ultralangsame Mittelozeanische Rücken.&amp;#039;&amp;#039;] Website des [[Alfred-Wegener-Institut]]s, abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pazifik ====&lt;br /&gt;
===== Japan =====&lt;br /&gt;
Ein unterseeischer Vulkan namens [[Fukutoku-Okanoba]] eruptierte am 2.&amp;amp;nbsp;Juli 2005 vor der [[Japan]]ischen Küste etwa 1300&amp;amp;nbsp;km von [[Tokio]] entfernt. Der Vulkan war bekannt für regelmäßige Eruptionen im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, zuletzt 1992. Auch gelang es ihm 1986 eine Insel zu bilden, die aber nur kurzfristig Bestand hatte, bevor sie vom Meer erodiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.volcanodiscovery.com/de/fukutoku-okanoba.html &amp;#039;&amp;#039;Fukutoku-Okanoba Vulkan&amp;#039;&amp;#039;] auf volcanodiscovery.com, abgerufen am 24.&amp;amp;nbsp;Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Eruptionen des „Hunga Tonga-Hunga Haʻapai“ bei Tonga =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Tonga Eruption GOES-17 1-15-2022.gif|mini|Aufnahme des Hunga-Tonga-Ausbruchs am 15. Januar 2022 durch den über dem [[Äquator]] befindlichen [[Geostationärer Satellit|geostationären]] [[Wettersatellit]]en [[Geostationary Operational Environmental Satellite|GOES-17]] – maximaler Durchmesser der Aschewolke ca. 470&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/ECDM_20220117_Pacific_Tsunami.pdf Tonga and Pacific Ocean | Volcanic eruption and tsunami] (PDF 1,22 MB), abgerufen am 18. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Die erste bestätigte Eruption des submarinen Vulkans [[Hunga Tonga-Hunga Haʻapai]] im Inselstaat [[Tonga]] im Pazifischen Ozean ereignete im Mittelalter.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Global Volcanism Program&amp;#039;&amp;#039; des [[Smithsonian Institute]]: {{GVP|vn=243040|linktext=nein|tab=Eruptions}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 20. Jahrhundert sind drei Ausbrüche dokumentiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2009 sowie zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 folgten zwei Ausbrüche der Stärke 2 [[Vulkanexplosivitätsindex|VEI]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Dezember 2021 begann eine weitere aktive Phase, die [[Vulkanausbruch des Hunga Tonga 2022|am 15.&amp;amp;nbsp;Januar 2022 in einem Ausbruch der Stärke&amp;amp;nbsp;5 gipfelte]]. Analysen von Vulkanologen ergaben, dass es sich um eine der stärksten jemals gemessenen Eruptionen handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kartographierung vor Kamtschatka =====&lt;br /&gt;
2009 gelang es einem deutsch-russischen Forscherteam unter wissenschaftlicher Leitung der [[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]] (BGR) 2700&amp;amp;nbsp;km Meeresboden um die untermeerischen Vulkane der [[Hawaii-Emperor-Kette|Emperor-Seamount-Kette]] vor der russischen Halbinsel [[Kamtschatka]] zu vermessen. Die Expedition im Nordwestpazifik auf dem deutschen Forschungsschiff „Sonne“ dauerte drei Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erloschenen Vulkane erheben sich bis zu 4500&amp;amp;nbsp;m über den Meeresboden. Die elastische Kruste verbiegt sich unter ihnen. Die Wissenschaftler fanden eine 700&amp;amp;nbsp;km lange Bruchzone. An der Abbruchkante stellte man einen Höhenunterschied von 1000&amp;amp;nbsp;m zwischen den Platten fest. Die Vulkane, die sich ursprünglich im Bereich des [[Hawaii]]-Archipels gebildet hatten, sind mit der [[Pazifische Platte|Pazifischen Platte]] nach Nordwesten zur Kamtschatka gewandert und tauchen dort langsam unter die [[Nordamerikanische Platte]] ab, wobei sie entscheidenden Einfluss auf die Geologie der Halbinsel Kamtschatka, deren Erdbeben- und vulkanische Tätigkeit ausüben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgr.bund.de/DE/Gemeinsames/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/BGR/bgr_090624-2.html Pressemitteilung der BGR] vom 24.&amp;amp;nbsp;Juni 2009, abgerufen am 11.&amp;amp;nbsp;August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entwicklung eines submarinen Vulkans und seiner Umgebung auf den Marianen =====&lt;br /&gt;
Im Gebiet der [[Marianen]] im Pazifik konnte ein internationales Forscherteam unter der Leitung der [[Oregon State University]] die Entwicklung eines submarinen Vulkans mitverfolgen, den sie &amp;#039;&amp;#039;NW Rota-1&amp;#039;&amp;#039; nannten. Der etwa 520&amp;amp;nbsp;m unter der Meeresoberfläche gelegene Vulkan wurde 2004 entdeckt und 2006 weiter genauer beobachtet. Der Vulkan scheint ständig in Aktion zu sein und hatte in der Zwischenzeit einen 40&amp;amp;nbsp;m hohen und 300&amp;amp;nbsp;m breiten Krater aufgebaut. Ein Unterwassermikrophon hatte den Beweis für die konstante Ausbruchstätigkeit geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftler untersuchten auch die am Vulkan vorhandene [[Fauna]] und entdeckten einige neue [[Art (Biologie)|Spezies]]. Außerdem fiel auf, dass mit gestiegener Aktivität anscheinend die Umgebung des Berges anziehender auf die Tiere wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Krabbe]]n, [[Garnele]]n, [[Schnecken]] und [[Seepocke]]n wirkte. Die Tiere ernähren sich von [[Bakterie]]n, die sich am Vulkanschlot ansiedeln. Sie sind an Lebensbedingungen angepasst, die auf andere [[toxisch]] wirken würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Garnelarten, eine bisher unbekannte Spezies, wird im Erwachsenenalter zum Raubtier und Aasfresser, der sich u.&amp;amp;nbsp;a. von anderen Garnelenarten und vom Vulkan getöteten Fischen ernährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sciencedaily.com/releases/2009/05/090505111702.htm &amp;#039;&amp;#039;Erupting Undersea Volcano Near Island Of Guam Supports Unique Ecosystem&amp;#039;&amp;#039;] auf sciencedaily.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kama‘ehuakanaloa, die nächste Hawaii-Insel? ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hawaii-Emperor dt.png|mini|[[Hawaii-Emperor-Kette]]]]&lt;br /&gt;
Der submarine Vulkan [[Kama‘ehuakanaloa]] liegt über dem Hot Spot von [[Hawaii]] und wird vermutlich die nächste dortige Insel bilden. Dies wird allerdings noch etwas dauern, liegt doch der Gipfel des unterseeischen Berges derzeit etwa 1000&amp;amp;nbsp;m unter der Meeresoberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die staatliche amerikanische Forschungsinstitution [[NOAA]] hat den Vulkan genau untersucht. Sie unterhält in Hawaii ein spezialisiertes Unterwasserforschungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ergab sich, dass der Vulkan drei Gipfelkrater besitzt. Zahlreiche hydrothermale Quellen finden sich an den Wänden des jüngsten Kraters, der sich 1996 bildete. Das ihnen entströmende Wasser-Gas-Gemisch ist bis zu 200&amp;amp;#8239;°C heiß.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. unter dem früheren Namen &amp;#039;&amp;#039;Lōʻihi&amp;#039;&amp;#039;: Alexander Malahoff: [http://www.nurp.noaa.gov/Spotlight/Loihi.htm &amp;#039;&amp;#039;Loihi Submarine Volcano&amp;amp;#x3A;&amp;lt;!-- HTML-codierter Doppelpunkt --&amp;gt; A unique, natural extremophile laboratory&amp;#039;&amp;#039;] auf nurp.noaa.gov, abgerufen am 24.&amp;amp;nbsp;Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Guyot]]&lt;br /&gt;
* [[Kolbeinsey-Rücken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Ulrich Schmincke]]: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14102-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Fotos und Videos ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Submarine volcanoes}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=V36LnXI37Vw Video einer submarinen Eruption nahe Japan mit Erläuterungen] – [[NOAA]]-Projekt (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.newscientist.com/blogs/nstv/2011/10/underwater-volcano-spews-exotic-lava.html Video eines submarinen Vulkanausbruchs im Pazifik] (abgerufen am 31. Oktober 2011)&lt;br /&gt;
* [http://www.nautiluslive.org/ Forschungsschiff „Nautilus“, Projekt Mittelmeer 2011] (mit Videos, englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Beiträge ===&lt;br /&gt;
* Anthony B. Watts: [http://www.wattsgeophysics.co.uk/research/ocean-islands-and-seamounts Research: &amp;#039;&amp;#039;The deep structure of oceanic islands and seamounts.&amp;#039;&amp;#039;] Website des Autors.&lt;br /&gt;
* [http://phys.org/news/2011-03-deep-sea-volcanoes-dont-lava.html#nRlv &amp;#039;&amp;#039;Deep-sea volcanoes don’t just produce lava flows, they also explode.&amp;#039;&amp;#039;] auf phys.org.&lt;br /&gt;
* Richard Smith, David J. Lowe und Ian Wright: [http://www.teara.govt.nz/en/volcanoes/6 &amp;#039;&amp;#039;Volcanoes – The Kermadec Ridge: submarine volcanoes.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of New Zealand&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
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=== Presseberichte ===&lt;br /&gt;
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* D.&amp;amp;nbsp;Shukman: [http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-16056192 &amp;#039;&amp;#039;Undersea mountains march into abyss&amp;#039;&amp;#039;], BBC News, 5.&amp;amp;nbsp;Dezember 2011 (mit Video, englisch)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkantyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterseeischer Vulkan|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ruebezahll</name></author>
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