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	<title>Subkultur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sokonbud: form</title>
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		<updated>2025-03-22T09:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Subkultur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Soziologie|soziologische]] Bezeichnung für die mehr oder weniger abweichende [[Kultur]] der Teilgruppe einer [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]]. Der Grad der Abweichung reicht von bloßen Modifikationen bis zu ausdrücklichen Gegenpositionen. Ursprünglich wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Subkultur&amp;#039;&amp;#039; im Rahmen der [[Kriminalsoziologie]] verwendet. Inzwischen wird er allgemeiner für die Bezeichnung unterschiedlicher Lebensstile gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Subkulturansatz basiert darauf, dass große soziale Systeme in unterschiedliche Subsysteme ausdifferenziert sind, die sich dadurch unterscheiden können, dass in ihnen unterschiedliche, nuancierte [[Soziale Norm|Normen]] gelten. Diese Normen können von denen des Gesamtsystems relativ stark abweichen. Dennoch bleibt eine Übereinstimmung bei einigen Basis-Normen, sonst wäre die subkulturelle Gruppe nicht Teil des Gesamtsystems. Werden viele Basis-Werte nicht geteilt, ist im Zusammenhang von Protestbewegungen von [[Gegenkultur]] und im Zusammenhang von [[Einwanderung|Migration]] von [[Kulturkonflikttheorie|Kulturkonflikten]] die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Erstmals verwendet wurde das Wort „Subkultur“ (engl. &amp;#039;&amp;#039;subculture&amp;#039;&amp;#039;) vom amerikanischen Soziologen [[Milton M. Gordon]], der ihn in den [[1940er|1940er-Jahren]] auf [[Ethnie|ethnische]] Gruppierungen (Viertelbildungen) in US-amerikanischen Städten bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Milton M. Gordon]]: [https://www.jstor.org/discover/10.2307/2572602?uid=3738840&amp;amp;uid=2&amp;amp;uid=4&amp;amp;sid=21104411059851 &amp;#039;&amp;#039;The Concept of the Sub-Culture and Its Application&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Social Forces&amp;#039;&amp;#039; Vol. 26, No. 1 (Oktober 1947), S. 40–42&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bodo Mrozek]]: &amp;#039;&amp;#039;Subkultur und Cultural Studies. Ein kulturwissenschaftlicher Begriff in zeithistorischer Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. und Alexa Geisthövel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Popgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Konzepte und Methoden&amp;#039;&amp;#039;, transcript, Bielefeld 2014, ISBN  978-3-8376-2528-8, S. 101–126, hier S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für eine Zeit lang blieb diese Verwendung die dominierende; so entwickelte [[Albert K. Cohen]] in den 1950er-Jahren auf Basis von Untersuchungen der &amp;#039;&amp;#039;[[Chicagoer Schule (Soziologie)|Chicagoer Schule der Soziologie]]&amp;#039;&amp;#039; (vor allem bezogen auf jugendliche, ethnisch homogene &amp;#039;&amp;#039;Street Gangs&amp;#039;&amp;#039;) eine [[Mikrosoziologie|mikrosoziologische]] „Subkulturtheorie“. Demnach hatten solche abweichenden Gruppen eigene Normen entwickelt, die sich vor allem vom [[Wertesystem|Wertekanon]] der weißen [[Mittelschicht]] bewusst absetzten, dabei aber keineswegs emanzipatorische oder gar revolutionäre Absichten verfolgten, sondern teilweise eigene, oft eher [[Archaik#Wortherkunft (Etymologie)|archaisch]] anmutende Regeln aufstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere im Umfeld der britischen &amp;#039;&amp;#039;[[Cultural Studies]]&amp;#039;&amp;#039; (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Dick Hebdige]]) wurde der Begriff später auch auf die im England der 1960er-Jahre entstehenden, oft klassenspezifischen [[Jugendkultur]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Mod (Subkultur)|Mods]], [[Rocker (Subkultur)|Rocker]] oder [[Skinhead]]s, [[Hip-Hop (Subkultur)|Hip-Hopper]], [[Hippies]], später auch auf [[Punk]]s) angewendet und seit Anfang der 1990er-Jahre für [[Freetekno]]. Zu Beginn der 1970er-Jahre erschien in Deutschland das vielzitierte Buch &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Subkultur&amp;#039;&amp;#039; von [[Rolf Schwendter]], in dem unter anderem „progressive“ (Hippies, Protestbewegung) und „regressive“ ([[Neonazi]]s) Subkulturen an den „Rändern“ der Hauptkultur verortet wurden – diese Ansichtsweise war jedoch stark von den damaligen oft idealisierenden und politisierenden Vorstellungen einer die Gesellschaft konterkarierenden und eventuell mittelfristig verändernden „Gegenkultur“ geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird der Begriff der „Subkultur“ in der Wissenschaft seltener verwendet. Dies ist hauptsächlich deshalb der Fall, weil die Definition einerseits unklar ist – zumeist ist davon die Rede, dass eine Gruppe „weitgehend“ andere Normen als die Hauptkultur aufweist –, andererseits die meisten so bezeichneten Gruppen sich selbst abweichend auffassen. Der Begriff kann gerade wegen seines populären Gebrauches oft nur schwerlich wertfrei verwendet werden. So wird es immer noch bisweilen als ungewohnt empfunden, wenn er beispielsweise für ein Parlament oder auch für eine Konfessionsgruppe angewendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsverwendungen ==&lt;br /&gt;
Ein deutliches Beispiel für Subkulturen, die durch sehr viele elementare Gemeinsamkeiten womöglich bis zur [[Ghettoisierung]] zusammengehalten werden und sich damit der Erfassung als bloße Szenen entziehen, sind religiöse (religiös-soziale) Minderheiten wie zum Beispiel der Katholizismus in England oder im Kulturkampf oder der Islam gegenwärtig in manchen Teilen Europas. Hier ist der um Wertfreiheit bemühte Subkulturbegriff effizient und offen für anschließende Studien auch intersubkultureller Beziehungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Für den Katholizismus in der Schweiz: Urs Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Identität und Emanzipation einer konfessionellpolitischen Minderheit&amp;#039;&amp;#039;, ZSK 73 (1979), S. 169–192 mit Erörterungen zum Begriff der Subkultur. Zur Anwendung kommt diese Begrifflichkeit in Altermatts &amp;#039;&amp;#039;Der Weg der Schweizer Katholiken ins Ghetto. Die Entstehungsgeschichte der nationalen Volksorganisationen im Schweizer Katholizismus 1848–1919.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Zürich/Köln 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur noch selten benutzt wird die Bezeichnung von [[Beruf]]sgruppen als „Subkulturen“. Am ehesten trifft die Bezeichnung auf [[Fahrendes Volk]] oder [[Schausteller]] zu, die nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihr Privatleben zum größten Teil in ihrer jeweiligen Gruppe verbringen; doch auch andere Berufsgruppen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Seeleute]], [[Diplomat]]en oder [[Klerus|Kleriker]]) tragen insoweit deutlich subkulturelle Züge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ehesten den gängigen Auffassungen von „Subkultur“ entsprechen heute die Szenen der Konsumenten bestimmter harter [[Droge]]n ([[Junkie]]s) oder auch von Angehörigen [[Kriminalität|krimineller]] Berufe oder Netzwerke – diese Personen sind per Definition zu einem großen Teil ihres Alltags in die entsprechende Gruppe und ihre spezifischen Normen eingebunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die klassische Studie [[Edwin H. Sutherland]]s &amp;#039;&amp;#039;The professional thief&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung wird auf Gruppen aufgrund ihrer [[Sexuelle Orientierung|sexuellen Orientierung]] oder [[Sexualpräferenz]] angewandt, etwa für [[BDSM]] oder [[Homosexualität|Homosexuelle]]. [[Martin Dannecker]] und [[Reimut Reiche]] definierten 1973 die Subkultur folgendermaßen: „Alle Orte, an denen sich Homosexuelle nicht nur zufällig treffen, seien sie nun öffentlich zugänglich oder nicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=42645559|Titel=Bekennt, daß ihr anders seid|Autor=|Jahr=1973|Nr=11|Seiten=46|Datum=1973-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuweilen wurden auch ganze [[soziale Klasse]]n als Subkulturen bezeichnet. Diese Verwendung ist zu einem gewissen Grad plausibel, da die Mitglieder einer Klasse (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bauern]], [[Adel]], [[Bürgertum|Bourgeoisie]], [[Proletariat]]) eigene Werte, Normen und Verhaltensweisen entwickelt haben. Allerdings stellen diese sozialen Gruppen sozusagen ohnehin die „Grundbausteine“ der Gesellschaft dar, die zwar zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorrangig von bürgerlichen Werten und Normen dominiert ist, in der aber schon immer auch abweichende Gepflogenheiten der [[Soziale Klasse|Unter- bzw. Oberklassen]] impliziert waren. Als Subkulturen im soziologischen Sinn können indes einzelne Berufsstände oder [[Kaste]]n innerhalb von Gesellschaften betrachtet werden, die selber keine [[Ständegesellschaft|Stände-]] oder Kastengesellschaften sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wie vor häufig werden neben den oben genannten, zumeist über Musik und Kleidung definierten Jugendkulturen bzw. -szenen, wie z. B. [[Punk]] (siehe den Artikel [[Subkultur (Musik)]]), auch Gruppierungen als „Subkulturen“ bezeichnet, die eine bestimmte Sportart betreiben; Beispiele sind [[Wellenreiten|Surfer]] oder [[Skateboard]]er. Auch die [[Hacker]] als Phänomen des Computerzeitalters wurden zum Teil so benannt. Bei all diesen Gruppierungen ist zu beachten, dass ihre Aktivitäten immer nur einen (wenn auch zuweilen wesentlichen) Teil des Lebensvollzuges einnehmen und die Normen der Hauptkultur nach wie vor eine wichtige Bedeutung haben, weshalb im sozialwissenschaftlichen Sinne der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Szene (Volkskunde)|Szene]]&amp;#039;&amp;#039; zutreffender ist als der der Subkultur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mike Brake: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der jugendlichen Subkulturen. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main/New York 1981, ISBN 3-593-32549-7.&lt;br /&gt;
* [[Albert K. Cohen]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriminelle Jugend. Zur Soziologie jugendlichen Bandenwesens.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1961.&lt;br /&gt;
* Jens Gehret (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gegenkultur. Von Woodstock bis Tunix. Von 1969 bis 1981.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, MarGis, Asslar 1985, ISBN 3-921764-12-2.&lt;br /&gt;
* Joachim S. Hohmann: &amp;#039;&amp;#039;Homosexualität und Subkultur.&amp;#039;&amp;#039; 2., veränderte und erweiterte Auflage, Foerster, Frankfurt am Main/Berlin 1984, ISBN 3-922257-27-5.&lt;br /&gt;
* [[Walter Hollstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Untergrund. Zur Soziologie jugendlicher Protestbewegungen.&amp;#039;&amp;#039; Luchterhand, Neuwied/Berlin 1969.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Schwendter]]: &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Subkultur.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage mit einem neuen Nachwort, Europäische Verlags-Anstalt, Hamburg 1993, ISBN 3-434-46210-4.&lt;br /&gt;
* Laszlo A. Vaskovics: &amp;#039;&amp;#039;Subkulturen – ein überholtes analytisches Konzept?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Max Haller (Soziologe)|Max Haller]] und [[Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des 24. Deutschen Soziologentags, des 11. Österreichischen Soziologentags und des 8. Kongresses der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie in Zürich 1988&amp;#039;&amp;#039;, Campus, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-593-34156-5, S. 587–599 ([http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/17923/ssoar-1989-vaskovics-subkulturen_-_ein_uberholtes_analytisches.pdf?sequence=1 Online-Version], PDF, abgerufen am 1. Juni 2015).&lt;br /&gt;
* [[Rolf Lindner]]: &amp;#039;&amp;#039;Subkultur. Stichworte zur Wirkungsgeschichte eines Konzepts.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Boris Kerenski]] &amp;amp; Sergiu Stefanescu: &amp;#039;&amp;#039;Kaltland Beat. Neue deutsche Szene.&amp;#039;&amp;#039; Ithaka, Stuttgart 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4058326-0}}&lt;br /&gt;
* Lemma: [http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/18314/subkultur &amp;#039;&amp;#039;Subkultur&amp;#039;&amp;#039;], Das Politiklexikon, [[Bundeszentrale für politische Bildung]], abgerufen am 1. Juni 2015.&lt;br /&gt;
* Lemma: [http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&amp;amp;tag=det&amp;amp;id=5662 &amp;#039;&amp;#039;Subkultur&amp;#039;&amp;#039;], Lexikon der Filmbegriffe, [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]], abgerufen am 1. Juni 2015.&lt;br /&gt;
* [http://www.reflecta.org/identitaeten-i-subkulturen/ &amp;#039;&amp;#039;Identitäten I – Subkulturen&amp;#039;&amp;#039;], Reflecta, abgerufen am 5. September 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4058326-0|LCCN=sh85129417|NDL=00569931}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Subkultur| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokonbud</name></author>
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