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	<title>Subaltern Studies Group - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T06:13:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TExtHumer: /* Geschichte */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-23T02:31:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Subaltern Studies Group&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Subaltern Studies Collective&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Gruppe [[Südasien|südasiatischer]] Wissenschaftler, die sich mit den [[Postkolonialismus|postkolonialen]] und post[[Imperialismus|imperialistischen]] Gesellschaften in Südasien und der Weltentwicklung im Allgemeinen beschäftigen. Der Ausdruck „Subaltern Studies“ wird manchmal auf andere erweitert, die ihre Ansichten teilen. Ihre Herangehensweise entspricht der der [[Geschichte von unten]], konzentriert sich aber mehr auf die Vorgänge in den Massen der unteren Schichten als auf die in der Elite. Diese Forschungsrichtung ist eng verbunden mit der gleichnamigen Publikationsreihe &amp;#039;&amp;#039;Subaltern Studies&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namenserklärung ==&lt;br /&gt;
Das Wort „[[Subalternität|subaltern]]“, das in der britischen Armee die Offiziersgrade unterhalb des &amp;#039;&amp;#039;Captain&amp;#039;&amp;#039; ([[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]) bezeichnet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;en:Subaltern&amp;quot; /&amp;gt; spielt im politischen Zusammenhang auf das Werk des italienischen [[Marxismus|Marxisten]] [[Antonio Gramsci]] (1891–1937) an, der den Begriff einführte. Bei Gramsci noch allein auf beherrschte Klassen, insbesondere das Proletariat bezogen, bezeichnet es in den Subaltern Studies jede Person oder Gruppe von niederem Rang oder Stellung, sei es wegen ihrer [[Rassentheorie|Rasse]], [[Klasse (Soziologie)|Klasse]], ihrem [[Gender|Geschlecht]], ihrer [[Sexuelle Orientierung|sexuellen Orientierung]], [[Ethnie]] oder [[Religion]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vinayak Chaturvedi: &amp;#039;&amp;#039;Eine kritische Theorie der Subalternität. Überlegungen zur Verwendung des Klassenbegriffs in der indischen Geschichtsschreibung&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans-Günter Thien (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klassen im Postfordismus&amp;#039;&amp;#039;. 2. korr. Aufl. Münster 2011, S. 85f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Subaltern Studies Group&amp;#039;&amp;#039; entstand in den 1980er Jahren als ein neuer Ansatz zu einer Geschichtsschreibung Indiens und Südasiens; sie war durch die Studien von [[Eric Thomas Stokes|Eric Stokes]] beeinflusst. Die Herangehensweise der Gruppe war sehr deutlich durch die Schriften [[Antonio Gramsci]]s inspiriert und wurde in den Schriften ihres „Mentors“ [[Ranajit Guha]] erklärt, am klarsten in seinem &amp;#039;&amp;#039;Manifesto&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Subaltern Studies&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; und auch in seiner klassischen Monographie &amp;#039;&amp;#039;The Elementary Aspects of Peasant Insurgency&amp;#039;&amp;#039;. Obwohl die Gruppenmitglieder politisch klar eine [[Politische Linke|linke]] Position einnehmen, stehen sie der traditionellen marxistischen Sicht auf die indische Geschichte sehr kritisch gegenüber, nach der ein halb[[Feudalismus|feudales]] Indien durch Großbritannien kolonisiert wurde, dann politisches Bewusstsein entwickelte und unabhängig wurde. Besonders kritisch sehen sie den Fokus dieser Sicht auf dem politischen Bewusstsein der Eliten, die dann die Massen zu Widerstand und Rebellion gegen die dominanten britischen Herrschaftsstrukturen inspiriert hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen konzentrieren sie ihre Arbeit auf die nicht zur Elite gehörenden Subalternen als eigentlich Handelnde im politischen und sozialen Wandel und konzentrierten ihr Interesse auf die Diskurse und Reden entstehender politischer und sozialer Bewegungen, im Gegensatz zu sichtbaren Aktionen wie [[Demonstration]]en und [[Aufstand|Aufständen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Subaltern Studies Group wurde von [[Ranajit Guha]] gegründet. Die spätere [[postmoderne]] Wendung der Gruppe ernüchterte einige ihrer Mitglieder, so etwa [[Sumit Sarkar]], die die Gruppe verließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guha wandte sich im Laufe der Zeit auch strukturalistischen wie poststrukturalistischen und postmarxistischen Theorien und Methoden zu, beispielsweise [[Claude Lévi-Strauss]]. Die Subaltern Studies waren geprägt von einer Theorien- wie Methodenvielfalt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vinayak Chaturvedi: &amp;#039;&amp;#039;Eine kritische Theorie der Subalternität&amp;#039;&amp;#039;, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Partha Chatterjee]] wiederum brachte die Machttheorie von [[Michel Foucault]] in die Subaltern Studies ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vinayak Chaturvedi: &amp;#039;&amp;#039;Eine kritische Theorie der Subalternität&amp;#039;&amp;#039;, S. 90ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit wandte sich die Publikationsreihe auch Feldern zu, die jenseits der rein auf Indien bezogenen Verhältnisse lag. So wurden u.&amp;amp;nbsp;a. die Literaturanalyse, Anthropologie, politische und feministische Theorie etc. in den Fokus der Analysen aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vinayak Chaturvedi: &amp;#039;&amp;#039;Eine kritische Theorie der Subalternität&amp;#039;&amp;#039;, S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspiriert durch die südasiatische Gruppe gründeten [[John Beverley]] und [[Ileana Rodríguez]] entsprechend die &amp;#039;&amp;#039;[[Latin American Subaltern Studies]]&amp;#039;&amp;#039;, um eine ähnliche Perspektive für [[Lateinamerika]] zu entwickeln. Diese Gruppe löste sich schließlich wegen interner methodischer und politischer Differenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 veröffentlichte der Soziologe [[Vivek Chibber]] mit &amp;#039;&amp;#039;Postcolonial theory and the specter of capital&amp;#039;&amp;#039; (deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Postkoloniale Theorie und das Gespenst des Kapitals&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2018) eine viel diskutierte und kritisierte Kritik an den Subaltern Studies, die er anhand der Auseinandersetzung mit ihren Begründern und deren wichtigsten Veröffentlichungen entfaltet. Chibber argumentiert insbesondere, dass die Vertreter der Subaltern Studies die Universalisierung des Kapitals nicht korrekt erfasst und dargestellt hätten, selbst Klischees über den Orient reproduzierten und ein Bild der Entwicklung des westlichen Liberalismus in Verbindung mit der Entstehung des Kapitalismus entwarfen, das in keiner Weise der realen Geschichte entspräche. Chibber verteidigt zentrale marxistische Erkenntnisse über die Entwicklung des Kapitalismus und des Kapitals. Zugleich erkennt er die Arbeit der Subaltern Studies über die Kolonialgeschichte Indiens an. Er versucht aufzuzeigen, dass sich der Kapitalismus sehr gut mit verschiedenen Kulturen und damit verbundenen Handlungsweisen arrangieren kann, und es nicht darauf ankäme, Gesellschaften und deren innere Verhältnisse vollständig umzukrempeln und zu vereinheitlichen. Chibber kritisiert auch den [[Postkolonialismus]] in Gänze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert Young&lt;br /&gt;
   |Titel=White Mythologies&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Routledge&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Jahr=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-415-31180-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Herausgeber=[[David Ludden]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Reading Subaltern Studies. Critical History, Contested Meaning and the Globalization of South Asia&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Jahr=2001}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Herausgeber=Vinayak Chaturvedi&lt;br /&gt;
   |Titel=Mapping Subaltern Studies and the Postcolonial&lt;br /&gt;
   |Ort=London/New York&lt;br /&gt;
   |Jahr=2000}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Vinayak Chaturvedi&lt;br /&gt;
   |Titel=Eine kritische Theorie der Subalternität. Überlegungen zur Verwendung des Klassenbegriffs in der indischen Geschichtsschreibung&lt;br /&gt;
   |Herausgeber=[[Hans-Günter Thien]]&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Klassen im Postfordismus&lt;br /&gt;
   |Auflage=2. korr.&lt;br /&gt;
   |Verlag= Westfälisches Dampfboot&lt;br /&gt;
   |Ort=Münster&lt;br /&gt;
   |Jahr=2011&lt;br /&gt;
   |Seiten=85–110}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Vivek Chibber&lt;br /&gt;
   |Titel=Postkoloniale Theorie und das Gespenst des Kapitals&lt;br /&gt;
   |Auflage=&lt;br /&gt;
   |Verlag=Dietz Verlag Berlin&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Jahr=2018&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-320-02356-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://asianstudies.github.io/area-studies/subaltern/ssmap.htm Eine Bibliographie zu Subaltern Studies] – Bücher, Artikel und Kritiken (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;en:Subaltern&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[:en:Subaltern|Subaltern]]&amp;#039;&amp;#039; in der englischsprachigen Wikipedia&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geisteswissenschaftliches Forschungsinstitut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Sozialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südasiatische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet in den 1980er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Asiatische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imperialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Postkolonialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TExtHumer</name></author>
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