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	<title>Sturmgewehr - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sturmgewehr&amp;diff=70180&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HobbyAstronaut: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-02-17T14:34:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Schusswaffengattung. Für den gleichnamigen Film siehe [[Sturmgewehr (Film)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:AK-47 type II noBG.png|mini|Das [[Kalaschnikow|AK-47]], das am weitesten verbreitete Sturmgewehr der Welt]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;StGw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Automatische Schusswaffe|vollautomatische Schusswaffe]] mittleren Kalibers. Es handelt sich um relativ leichte und kompakte Mehrzweck-Militär[[gewehr]]e, die waffentechnisch als [[Maschinenkarabiner]] gelten. Diese Gewehrart ist bei den meisten Streitkräften als [[Ordonnanzwaffe|Standardbewaffnung]] der [[Infanterie]] verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehr&amp;#039;&amp;#039; geht auf die [[Propaganda|propagandistische]] Namensgebung der [[Wunderwaffen im Zweiten Weltkrieg|Wunderwaffen]] im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] zurück und wurde für das [[Sturmgewehr 44]] (StG 44) benutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier34Z&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehr&amp;#039;&amp;#039; eignet sich nicht, um eine Handfeuerwaffenkategorie nach technischen Gesichtspunkten klar zu definieren. Die meisten Armeen bezeichnen ihre Ordonnanzgewehre innerhalb ihrer Dienstvorschriften schlicht als [[Gewehr]]. Im westdeutschen Sprachgebrauch ist die nicht verbindliche Bezeichnung „Sturmgewehr“ mittlerweile zu einem [[Gattungsname]]n für &amp;#039;&amp;#039;leichte militärische automatische Gewehre&amp;#039;&amp;#039; geworden (so wie „[[Jeep]]“ für [[Geländewagen]] oder „[[Colt Defense|Colt]]“ für Revolver). Der Begriff „Sturmgewehr“ wird&amp;amp;nbsp;– trotz seiner falschen Ableitung&amp;amp;nbsp;– heute nicht nur in Deutschland verwendet, sondern findet auch bei der Namensgebung moderner automatischer Militärgewehre im deutschsprachigen Raum, wie beispielsweise beim Schweizer [[Sturmgewehr 57]] und dem österreichischen [[Sturmgewehr 58]], Einzug in die offizielle Namensgebung. Der englische Begriff „Assault rifle“ ist keine direkte Übersetzung des Deutschen, sondern geht auf die Art des Gebrauchs der Maschinenpistole durch die deutsche Infanterie im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Ein Sturmgewehr hat folgende Eigenschaften:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Gary Paul Johnston, Thomas B. Nelson&lt;br /&gt;
 | Titel=The World&amp;#039;s Assault Rifles&lt;br /&gt;
 | Auflage=2&lt;br /&gt;
 | Verlag=Ironside Intl Pub&lt;br /&gt;
 | Ort=Lorton&lt;br /&gt;
 | Datum=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN= 0935554009&lt;br /&gt;
 | Seiten=22-24&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es hat mehrere Feuermodi ([[Einzelfeuer|Einzel-]] und [[Dauerfeuer]] und evtl. [[Feuerstoß]]).&lt;br /&gt;
* Es verwendet eine [[Mittelpatrone]].&lt;br /&gt;
* Die [[Munitionszuführung]] erfolgt durch ein abnehmbares Magazin.&lt;br /&gt;
Hat eine Waffe nicht alle diese Eigenschaften, ist sie kein Sturmgewehr, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[FN FAL]], [[M14 (Gewehr)|M14]] und [[HK G3|G3]] sind keine Sturmgewehre, da sie keine Mittel-, sondern Gewehrpatronen (7,62 × 51 mm NATO) verschießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ruger Mini-14]] ist kein Sturmgewehr, da es nur einen Feuermodus hat (Einzelfeuer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Caroline-demontee-p1000529.jpg|mini|Teilzerlegtes [[SIG 550|SG550]] (von oben nach unten, von links nach rechts): oberer Handschutz, unterer Handschutz, Ladehebel, [[Drehkopfverschluss]], Gasstange mit Feder, Verschlussträger, Gasrohr, Laufbaugruppe, 20-Schuss [[Magazin (Waffentechnik)|Magazin]], Abzugsgehäuse mit Schulterstütze]]&lt;br /&gt;
Wesentliche Funktionsprinzipien sind [[Gasdrucklader]] wie das [[Kalaschnikow|AK-47]] und [[Rückstoßlader]] mit [[Rollenverschluss]] wie das [[HK 33]]. Die Zahl der Gasdrucklader überwiegt, auch aus Gründen der günstigeren Produktionskosten. Im Gegensatz zu den meisten militärisch verbreiteten [[Maschinenpistole]]n und [[Maschinengewehr]]en sind Sturmgewehre üblicherweise [[Aufschießende Waffe|aufschießend]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus waffentechnischer Sicht handelt es sich um ein [[Selbstladegewehr]], das durch mehr oder minder umfangreiche Modifikationen für schnelle Einzel- und vollautomatische Schussfolgen optimiert wurde. Diese Modifikationen beinhalten einen vollautomatischen Feuermodus (in etlichen Ausführungen zusätzlich bzw. anstelle des vollautomatischen Feuermodus, einen Feuerstoß-Modus mit der gesteuerten Abgabe einer festen Schussanzahl&amp;amp;nbsp;– zumeist drei Schuss), sowie diverse Änderungen, welche die Waffe wesentlich leichter handhaben lassen: [[Magazin (Waffentechnik)|Wechselmagazine]] erlauben schnelles Nachladen, der Pistolengriff und spezielle [[Munition]] machen den [[Rückstoß]] besser kontrollierbar, [[Mündungsfeuerdämpfer]] verringern das [[Mündungsfeuer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sind nicht ausschließliche Merkmale der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehre&amp;#039;&amp;#039;. Allein in ihrer Gesamtheit führen sie zu einem Erscheinungsbild, das den landläufigen Sammelbegriff &amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehr&amp;#039;&amp;#039; geprägt hat. Es ist offensichtlich, dass es zu funktionellen Überschneidungen mit anderen Handfeuerwaffentypen kommt, beziehungsweise dass mehrfache Typenbezeichnungen ähnlicher Handfeuerwaffen gebräuchlich sind, wie Selbstladegewehr, Schnellfeuergewehr, Maschinenkarabiner oder leichtes Maschinengewehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich unterscheiden sich die technischen Selbstladeprinzipien eines Sturmgewehrs und einer zivilen Selbstladebüchse nicht wesentlich. Und auch umgekehrt werden die meisten militärischen Sturmgewehre durch technische Einschränkungen als halbautomatische Sportwaffen für den zivilen Absatzmarkt neu aufgelegt (zum Beispiel AKM-47/AK-74 – Norinco Sporter). Hierzu schreibt der Gesetzgeber in Deutschland bestimmte technische Hürden vor, welche die Konvertierung eines Selbstladegewehres in eine vollautomatische Schusswaffe für zivile Nutzer unmöglich machen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Avtomat M1916 Fedorov noBG.jpg|mini|Awtomat Fjodorowa M1916, Vorläufer des Sturmgewehrs]]&lt;br /&gt;
Der Vorläufer des Sturmgewehrs wurde im Jahre 1913 vom Waffenkonstrukteur [[Wladimir Grigorjewitsch Fjodorow|Wladimir Fjodorow]] in Russland entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier25&amp;quot; /&amp;gt; Dieser verwendete damals die japanische 6,5-mm-Gewehrpatrone des [[Arisaka Typ 38|Arisaka-Karabiners]]. In diesem Sinne war seine Konstruktion, der [[Awtomat Fjodorowa|Automat Fjodorow]], ein automatisches Gewehr, das Gewehrpatronen verschoss. Die Kapazitäten der zaristischen Waffenindustrie reichten im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] bei weitem nicht aus, um diese Waffe und dazugehörige Munition in nennenswerter Stückzahl herstellen zu können. Die fehlende Einsicht der Strategen in die Notwendigkeit einer solchen Waffe sowie mangelndes Vertrauen in den einfachen Soldaten, verantwortungsvoll mit dieser „Munition verschlingenden“ Waffe umzugehen, sowie die für die Produktion wesentlich komplizierterer Waffen ungenügende Wirtschaftskraft beschieden den ersten Selbstladegewehren schnell ein vorzeitiges Ende.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier26&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den 1930er-Jahren und zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] produzierte die [[Sowjetunion]] halb- und vollautomatische Gewehre ([[Simonow AWS-36|AWS-36]], SWT-38 und [[Tokarew SWT-40|SWT-40]]),&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier27&amp;quot; /&amp;gt; deren Produktion aber zugunsten der taktisch höher bewerteten [[Maschinenpistole]] in der zweiten Hälfte des Krieges eingeschränkt und schließlich ganz eingestellt wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pistol, Rifle and Intermediate cartridge.jpg|mini|V. l. n. r.:&amp;lt;br /&amp;gt;[[9 × 19 mm]] ([[Pistolenpatrone]])&amp;lt;br /&amp;gt;[[7,92 × 33 mm]] ([[Mittelpatrone]])&amp;lt;br /&amp;gt;[[7,92 × 57 mm]] ([[Patrone (Munition)#Gewehrpatrone|Gewehrpatrone]])]]&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend für die deutschen Entwicklungen des &amp;#039;&amp;#039;Maschinenkarabiners&amp;#039;&amp;#039; (Mkb) und später des &amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehrs&amp;#039;&amp;#039; (StG) war im Vorfeld die Suche nach einer neuen Mittelpatrone.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier30&amp;quot; /&amp;gt; Diese sollte deutlich wirksamer sein als die Pistolenmunition, die aus den Maschinenpistolen MP 38/MP 40 ([[9 × 19 mm]]) verschossen wurde, aber wesentlich rückstoßärmer als die vom Karabiner&amp;amp;nbsp;98 verschossene Infanteriepatrone ([[7,92 × 57 mm]] IS). Das führte 1941 zur Entwicklung der Patrone [[7,92 × 33 mm]], welche die genannten Voraussetzungen erfüllte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier34&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der immer deutlicher werdenden zahlenmäßigen Unterlegenheit der [[Wehrmacht]], des rapiden Rückgangs der Zahl in Friedenszeiten sorgfältig ausgebildeter Soldaten und unter dem Eindruck der Feuerüberlegenheit der amerikanischen und sowjetischen Selbstladegewehre zeigte sich die kampftechnische Aufwertung des einzelnen Soldaten mit einer [[Selbstladewaffe]] als zwingend notwendig. In Feuergefechten zeigte sich, dass zielgenaues Einzelfeuer bei Kampfentfernungen über 400&amp;amp;nbsp;m selten effektiv war. Die bis dahin verwendete Gewehrpatrone 8 × 57 mm IS war im dafür vorgesehenen Karabiner 98k mit einer Visierung bis zu 1800&amp;amp;nbsp;m somit völlig überdimensioniert. Die geringe Feuerrate wurde außerdem den Anforderungen für den Graben- und Häuserkampf nicht gerecht. In vollautomatischen Handfeuerwaffen eingesetzt, erwies sich der harte Rückstoß der Gewehrpatrone insbesondere für ungeübte Schützen als fatal für die Zielgenauigkeit. Die Maschinenpistole (beispielsweise MP&amp;amp;nbsp;40) dagegen zeigte sich unter anderem in der [[Luftlandeschlacht um Kreta|Schlacht um Kreta]] im Einsatz gegen mit Selbstladegewehren bewaffnete Kräfte bei Kampfentfernungen oberhalb von 100&amp;amp;nbsp;m wegen ihrer relativ schwachen Pistolenmunition als zu ineffizient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier3032&amp;quot; /&amp;gt; Letztlich litt die Ausrüstung der Wehrmacht unter der Rohstoffknappheit des Deutschen Reiches und benötigte zudem für eine schnelle Umbewaffnung des Heeres einen hohen monatlichen Waffen- und Munitionsausstoß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier37&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmgewehr44 noBG.jpg|mini|[[Sturmgewehr 44]], das erste erfolgreiche Sturmgewehr]]&lt;br /&gt;
Die Summe aus den oben genannten Erkenntnissen, Erfahrungen und Anforderungen führten zur Entwicklung des überwiegend in günstiger Blechprägetechnik hergestellten Maschinenkarabiners&amp;amp;nbsp;42 und 43 (Mkb&amp;amp;nbsp;42 / Mkb&amp;amp;nbsp;43).&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier32&amp;quot; /&amp;gt; Da [[Adolf Hitler|Hitler]] jedoch zunächst an der Kombination Karabiner [[Mauser Modell 98|Mauser K98k]] bzw. zukünftiges Selbstladegewehr [[Gewehr 43|G43]] und Maschinenpistole [[MP40]] in den bekannten Kalibern 8 × 57 mm IS und 9 × 19 mm stur festhielt, verbot er alle weiteren Entwicklungen an der sogenannten „Zwischenpatrone“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sturmgewehr 44&amp;quot; /&amp;gt; Um Hitler zu täuschen, wurde der nächste Mkb in &amp;#039;&amp;#039;MP&amp;amp;nbsp;43/1&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier36&amp;quot; /&amp;gt; So sollte Hitler annehmen, dass es sich um eine [[Maschinenpistole]] für die Verwendung der bereits vorhandenen 9&amp;amp;nbsp;mm Parabellum handele; für Entwicklungsarbeiten auf diesem Gebiet gab es offiziell keine Restriktionen. 1944 bekam die Waffe nach einigen Änderungen den Namen &amp;#039;&amp;#039;MP&amp;amp;nbsp;44&amp;#039;&amp;#039;. Durch positive Berichte zur neuen Waffe von der Ostfront wurde die Produktion unter besondere Dringlichkeit gestellt und mit dem suggestiven Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Sturmgewehr 44]]&amp;#039;&amp;#039; versehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier34Z&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Konstruktionen, zum Beispiel das bekannte AK-47 (Automat Kalaschnikow) (Kaliber [[7,62 × 39 mm]]), übernahmen bei eigener Technik das taktische Konzept, das dem StGw&amp;amp;nbsp;44 zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1950er-Jahre wurde in der [[Bundeswehr]] das &amp;#039;&amp;#039;[[HK G3|Gewehr G3]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Heckler &amp;amp; Koch]] eingeführt, das auf das [[Sturmgewehr 45]] der beiden Ingenieure [[Ludwig Vorgrimler]] und Wilhelm Stähle zurückgeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier54&amp;quot; /&amp;gt; Die Waffe, ein Rückstoßlader mit [[Verzögerter Masseverschluss|verzögertem Masseverschluss]], verschoss keine Mittelpatrone, sondern wieder eine relativ starke Gewehrpatrone [[7,62 × 51 mm NATO]]. Wie das [[FN FAL]] von [[Fabrique Nationale Herstal|FN]] oder das US-amerikanische [[M14 (Gewehr)|M14]] und einige andere Gewehre dieses Kalibers wird es im englischsprachigen Raum als &amp;#039;&amp;#039;battle rifle&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: Gefechtsgewehr, korrekte Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Schnellfeuergewehr&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier60&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:M16a1m16a2m4m16a45wi.jpg|mini|Amerikanisches [[M16 (Gewehr)|M16]] im Wandel der Zeit (3. von oben: Colt M4 Karabiner) ]]&lt;br /&gt;
In den 1960er-Jahren wurde mit dem von Eugene Stoner entwickelten &amp;#039;&amp;#039;AR 15&amp;#039;&amp;#039; (militärische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[M16 (Gewehr)|M16]]&amp;#039;&amp;#039;) in den USA und auch als NATO-Standardkaliber die kleinkalibrige Patrone [[5,56 × 45 mm NATO|5,56 × 45 mm]] (.223 Remington) eingeführt, da das [[M14 (Gewehr)|M14]] mit dem bisherigen Kaliber 7,62 × 51 mm NATO von den Soldaten im [[Vietnamkrieg]] als zu schwer bewertet wurde und vermeintlich nicht genug Munition mitgeführt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier63&amp;quot; /&amp;gt; Dieses Kaliber besaß gegenüber dem alten Kaliber (7,62&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;51&amp;amp;nbsp;mm) den Vorteil, dass es einerseits rückstoßärmer und die Waffe damit leichter zu beherrschen war, und andererseits durch geringere Größe und Gewicht mehr Munition mitgeführt werden konnte. Der Nachteil dieser Munition ist der geringere Wirkungsgrad, bedingt durch eine stärker abnehmende Geschossgeschwindigkeit als beispielsweise bei der 7,62-mm-Munition, und das geringere Geschossgewicht, was zu einer geringeren zielballistischen Leistung führt. Auch die Tendenz zu kleineren Waffen mit kürzeren [[Lauf (Schusswaffe)|Läufen]] wirkt sich negativ auf die ballistischen Eigenschaften des neuen Geschosses aus. Leichte [[Maschinengewehr]]e verwenden das Sturmgewehrkaliber und erlauben dem Schützen wesentlich höhere Mobilität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier77&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streitkräfte anderer Länder führten daraufhin ebenfalls Sturmgewehre im Kaliber 5,56 × 45 mm oder [[5,45 × 39 mm]] als [[Ordonnanzwaffe]] ein, z. B. das [[AK-74]], [[IMI Galil|Galil]], [[HK 33]], [[FN FNC|FNC]], [[Beretta AR70|AR70]], [[FAMAS]], [[Steyr AUG]], [[SA80]], [[Daewoo K1|K1]], [[Howa Typ 89|Typ 89]], [[SIG 550]] und [[HK G36|G36]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zunehmenden Maße wurde [[Faser-Kunststoff-Verbund|faserverstärkter Kunststoff]] eingesetzt, um die Waffen kosteneffizienter, leichter, widerstandsfähiger, korrosions- und formbeständiger (Holz quillt mit zunehmender Feuchte) und damit präziser zu machen. Die Gestaltungsfreiheit ist ebenfalls höher, was insbesondere bei ergonomisch geformten Teilen von Bedeutung sein kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Russell C. Tilstra |Titel=Small Arms for Urban Combat: A Review of Modern Handguns, Submachine Guns, Personal Defense Weapons, Carbines, Assault Rifles, Sniper Rifles, ... Grenade Launchers and Other Weapons Systems |Auflage=1 |Verlag=McFarland |Datum=2011 |Seiten=7 |Online=https://www.iqytechnicalcollege.com/Small%20Arms%20for%20Urban%20Combat.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem fühlt es sich im Vergleich zu Metall aufgrund der geringeren [[Wärmeleitfähigkeit]] bei hohen und niedrigen Temperaturen weniger heiß bzw. kalt an.&lt;br /&gt;
Um die Jahrtausendwende wurden diverse Verbesserungen für das &amp;#039;&amp;#039;Sturmgewehr&amp;#039;&amp;#039; angestrebt: Zum einen war eine neue Munition gefragt, welche auf kurze Entfernung die Durchschlagskraft von Infanteriepatronen erreichen, dies jedoch mit dem kontrollierbaren Rückstoß bisheriger Mittelpatronen verbinden sollte. Vorschläge wie [[6,8 mm Remington SPC|6,8 mm]] konnten sich bisher noch nicht als Standard etablieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier83&amp;quot; /&amp;gt; Auch der [[Small Arms Master Plan]] der US Army brachte im Bereich der Sturmgewehre kein definitives Ergebnis,&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier79&amp;quot; /&amp;gt; doch eines der Nebenprodukte des Programms, das [[HK XM8]], zeigte, dass ein Bedarf an mehr Modularität bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde die aus dem &amp;#039;&amp;#039;SOPMOD&amp;#039;&amp;#039;-Konzept hervorgegangene [[Picatinny-Schiene]] als [[STANAG|NATO-Standard]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier93ff&amp;quot; /&amp;gt; übernommen, obschon sie ursprünglich nur für den [[Colt M4]] Karabiner gedacht war. Das Picatinny-Schienensystem erlaubt die einfache Montage von [[Zielhilfe]]n und weiterem Zubehör, es findet sich inzwischen in allen Infanteriewaffengattungen. Einige Waffenhersteller trugen den Wunsch nach Modularität noch weiter, so verfügen beispielsweise das [[FN SCAR]] und das [[Bushmaster ACR]] über einen leicht zu wechselnden Lauf, was die Verwendung mehrerer unterschiedlicher Kaliber erlaubt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier86&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Automatische Schusswaffe#Rechtliches|titel1=„Rechtliches“ im Artikel Automatische Schusswaffe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Sturmgewehren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Titel=Deutsche Sturmgewehre bis 1945|Verlag=Motorbuch|Ort=Stuttgart|ISBN=3-613-01866-7|Autor=Peter R. Senich|Übersetzer=Reiner Herrmann, Mike Murfin|Originaltitel=The German assault rifle|Originalsprache=en-US|Datum=1998}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Titel=Sturmgewehr 44|Verlag=dwj|Ort=Blaufelden|ISBN=978-3-936632-56-9|Autor=Dieter Handrich|Originaltitel=Sturmgewehr! From Firepower to Strikingpower|Originalsprache=en-US|Datum=2008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Assault rifles|Sturmgewehre}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Sturmgewehr}}&lt;br /&gt;
* [http://www.whq-forum.de/cms/681.0.html WaffenHQ – Sturmgewehr 44]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.thefirearmblog.com/blog/2014/09/24/firearms-semantics-battle-rifle-assault-rifle/ | titel=Firearms Semantics: „Battle Rifle“ and „Assault Rifle“ | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=thefirearmblog.com | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2019-07-17 | sprache=en | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4332443-5|TYP=Literatur zum Thema}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier9&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=9|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier34Z&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=34|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2|Zitat=[[Führererlass]]: „Die Bezeichnung ‚M.P.‘ entspricht nicht der Waffe und ihrer Verwendungsmöglichkeit. Die ‚M.P.44‘ erhält deshalb die Bezeichnung: ‚Sturmgewehr 44‘“}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier25&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=25|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier26&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=26|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier27&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=27|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier30&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=30|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=34|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier3032&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=30–32|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier32&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=32|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sturmgewehr 44&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=Sturmgewehr 44|Verlag=dwj|Seiten=215|ISBN=978-3-936632-56-9|Autor=Dieter Handrich|Jahr=2008|Kommentar=Mitteilung [[Hitler]]s an [[Oberkommando des Heeres|OKH]] und GenStdH durch [[General]] [[Walter Buhle]] am 24. November 1942}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier36&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=36|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier37&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=37|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier54&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten= 54|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier60&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=60|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier63&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=63|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier77&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=77|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;visier79&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=VISIER-Special 53 Sturmgewehre|Verlag=VS Medien|Seiten=79|Auflage=1.|ISBN=978-3-9812481-4-2}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Sturmgewehr| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HobbyAstronaut</name></author>
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