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	<title>Stunt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T03:52:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stunt&amp;diff=221216&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Matthias M.: BKL aufgelöst, defekten Weblink entfernt, Einzelnachweise wiederverwenden</title>
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		<updated>2025-09-28T07:58:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst, defekten Weblink entfernt, Einzelnachweise wiederverwenden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt gefährliche Filmszenen, Hinweise zu bestimmten Akrobatikelementen findet man beim [[Cheerleading]]. Zum gleichnamigen Label vgl. [[Stunt Records]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stunt (Ralswiek).jpg|mini|Stunt bei den [[Störtebeker-Festspiele]]n]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stunt 1298471366.jpg|mini|Freestyle &amp;amp; Stunt Show 2007 – Landrévarzec]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stunt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „besonders geschicktes oder gewagtes Kunststück“. Das Wort ist jedoch schon eingedeutscht und wird vorrangig für Filmaufnahmen und Showdarbietungen verwendet, bei denen die gefährlichen Szenen, die den [[Star (Person)|Stars]] nicht zugemutet werden sollen bzw. von ihnen nicht leistbar sind, durch &amp;#039;&amp;#039;[[Stuntman|Stuntmen]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stuntwomen&amp;#039;&amp;#039; erledigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Stunt ist nach dem Etymologischen Wörterbuch des Deutschen von Wolfgang Pfeifer ein Begriff unbekannter Herkunft&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfeifer&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Pfeifer u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039; (1993), Stichwort [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Stunt Stunt], digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 31. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Englischen umgangssprachlich unter der Bedeutung ‘Schau-, Bravour-, Glanzstück’ verbreitet, fand der Begriff im 20. Jahrhundert als [[Fremdwort]] Eingang in die deutsche Sprache und kam dort unter den Bedeutungen ‘gewagtes Kunststück’ bzw. ‘gedoubelte Filmszene’ in Gebrauch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfeifer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Stunts werden von Menschen ausgeführt, die eine hohe Risikoresistenz aufweisen und eine erhebliche Wagnisbereitschaft aufzubringen bereit sind. Stuntleute reizt das Bestehen gefährlicher Aufgabenstellungen mehr als dass sie diese fürchten. Der Psychoanalytiker [[Michael Balint]] bezeichnet diesen Menschentypus nach seiner spezifischen Persönlichkeitsstruktur im Unterschied zu seinem Kontrapart, dem [[Oknophilie|Oknophilen]], als [[Philobat]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Balint: &amp;#039;&amp;#039;Angstlust und Regression.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2014. S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuntszenen sind intellektuell und technisch so zu planen und zu gestalten, dass sie zwar spektakulär aussehen, für den Akteur aber nicht zu einem [[Vabanque]]spiel um Leben und Tod oder auch nur zu einer ernsthaften gesundheitlichen Gefährdung werden. Der professionelle Stunt verträgt kein [[Draufgänger (Charaktereigenschaft)|Draufgänger]]tum. In dem Beruf sind keine [[Hasardeur]]e gefragt. Der Stunt muss sich in einem risikoverträglichen, verantwortbaren Rahmen halten. Der Wagnisforscher [[Siegbert A. Warwitz]] unterscheidet entsprechend zwischen einem den [[Nervenkitzel]] suchenden Risiker und einem sich für eine sinnvolle Aufgabe verantwortungsbewusst Wagenden: &amp;#039;&amp;#039;„Der Wagende riskiert jeweils nur so viel an Unsicherheit und Gefahr, wie er an Fähigkeiten für das Krisenmanagement mobilisieren kann.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warwitz&amp;quot; details=&amp;quot;S. 269.&amp;quot;&amp;gt;Siegbert A. Warwitz: &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen&amp;#039;&amp;#039;. 3., erweiterte Auflage. Baltmannsweiler 2021. ISBN 9783834016201&amp;lt;/ref&amp;gt; Kennzeichnend für den professionellen Stunt und die [[Mentalität]] seiner Akteure ist nach Warwitz nicht der auf Sensationserleben ausgelegte [[Thrill]], sondern der wertorientiert angelegte, in einer längeren intensiven Ausbildung erworbene [[Skill]], die für bestimmte gefährliche Aufgabenstellungen ausgereifte [[Wagnis (Begriff)|Wagniskompetenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warwitz&amp;quot; details=&amp;quot;S. 300.&amp;quot;/&amp;gt; Der Gefahrenlevel wird mit technischen Tricks und gezieltem Training auf ein Restrisiko minimiert. Die persönlichen Leistungsgrenzen zu erfassen und damit ein sachgerechtes Entscheiden und Handeln zu gewährleisten, macht die eigentliche [[Professionalität]] der Stuntarbeit aus und bestimmt den zumutbaren Rahmen des Einsatzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haslaman&amp;quot;&amp;gt;Hakan Haslaman: &amp;#039;&amp;#039;Stunts und wie sie gemacht werden – Über die wahren Helden der Actionfilme.&amp;#039;&amp;#039; Bender, Mainz 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele verschiedene Arten von Stunts. Die häufigsten sind:&lt;br /&gt;
* Stürze, z.&amp;amp;nbsp;B. von Treppen oder Gebäuden&lt;br /&gt;
* Sprünge, z.&amp;amp;nbsp;B. aus Fenstern&lt;br /&gt;
* Inszenierte Kämpfe, auch mit (Schuss-)Waffen&lt;br /&gt;
* Stunts mit Fahrzeugen, z.&amp;amp;nbsp;B. Unfälle, Trickfahren.&lt;br /&gt;
* Stunts mit Tieren, beispielsweise ein Sturz vom [[Stuntreiten|galoppierenden Pferd]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stuntfirmen bieten meist komplette Leistungen an, als sogenannte [[Second Unit|2nd Unit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin enthalten sind unter anderem&lt;br /&gt;
* Stuntkoordination&lt;br /&gt;
* [[Spezialeffekt]]e (SFX) (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Filmblut]], [[Pyrotechnik]], Waffen)&lt;br /&gt;
* [[Stunt Rigging]]&lt;br /&gt;
* Maske&lt;br /&gt;
* eigenes Team mit Kamera, Licht, Ton&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fahrzeugstunts, die selbst für den Stuntman zu gefährlich wären, wird ein ferngesteuertes Fahrzeug oder ein computergesteuertes Fahrzeug – Computer Controlled Vehicle – ([[CCV-System]])&lt;br /&gt;
verwendet. Dadurch können spektakuläre Fahrzeug-Crashs (z.&amp;amp;nbsp;B. Frontalaufprall, Überschlag, Sturz in eine Schlucht) ohne Risiko durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage werden Stunts häufig vor dem [[Bluescreen-Technik|Bluescreen]] durchgeführt, da diese Methode sehr vielseitig und ungefährlich ist.&lt;br /&gt;
So wird z.&amp;amp;nbsp;B. für einen tiefen Sturz der Akteur in einem Studio an Seile gehängt, und eine Windmaschine sorgt für den von unten kommenden Wind. Über den Computer wird dann die blaue Leinwand durch einen bewegten Hintergrund ersetzt; etwa durch eine Aufnahme, die von einem Fallschirmspringer aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
Dieses Prinzip wird auch bei Autorennen, Verfolgungsjagden, Kämpfen auf fahrenden Zügen etc. angewandt. Auch die Seile werden mit Hilfe des Computers entfernt, damit die filmische Illusion nicht gestört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Stunts sind risikoreiche und wagnisintensive Aktionen, die ein Filmgeschehen spektakulär gestalten lassen, um das Spannungsbedürfnis der Zuschauer zu befriedigen. Sie erweitern die darstellerischen Möglichkeiten des Films, indem auch extreme Ereignisse optisch ins Bild gesetzt werden können. Stunts lassen den Zuschauer in sinnlicher Wahrnehmung an den dramatischen Ereignissen teilhaben und vermitteln damit das Erlebnis, unmittelbar Zeuge eines spektakulären Unfalls, einer gefährlichen Kampfszene oder einer waghalsigen Rettungsaktion zu werden. Der Film muss sich nicht damit begnügen, den Zuschauer optisch bis zum kritischen Punkt des Ereignisses zu führen und ihn die Lücke bis zur Präsentation des Ergebnisses durch seine Vorstellungsgabe selbst ausfüllen zu lassen. Stunt-Szenen spielen sich in drastischer Anschaulichkeit vor den Augen des Zuschauers ab. Sie ersparen ihm nicht die Wahrnehmung einer blutigen Auseinandersetzung, todesmutiger Stürze, aufregender Autorennen oder Karambolagen und damit das aufregende Miterleben des nicht selten [[Trauma (Psychologie)|traumatischen]] Geschehens. Die akrobatisch anspruchsvollen Sequenzen bereichern das filmische Geschehen durch [[Authentizität]]. Sie steigern die Spannung für den Betrachter, schonen aber die Gesundheit der für solche Filmaktionen in der Regel nicht ausgebildeten [[Schauspieler]]. Das Scheingeschehen des Films führt dazu, dass der unbefangene Betrachter die [[Akrobatik|akrobatischen]] Leistungen nicht den als [[Double (Film)|Doubles]] im Hintergrund arbeitenden Stuntleuten zuschreibt, sondern dass vor allem die im Vordergrund agierenden Schauspieler ansehensmäßig davon profitieren und oft durch die gewagten Aktionen zu bewunderten Filmhelden avancieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haslaman&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
Stunts sind vom fachlichen Standpunkt aus gesehen keine halsbrecherischen Ereignisse und die Akteure keine lebensmüden [[Abenteuer|Abenteurer]]. Risikobeherrschung ist erlernbar. Das Eingehen von Risiken darf allerdings nicht sinnentleert praktiziert werden. Die Stuntszene hat ihre Arbeit professionalisiert und dazu, ähnlich den [[Zirkusakrobat]]en, ein eigenes Ausbildungs- und Berufsbild entwickelt. So wird in speziellen Schulen von ausgewiesenen Trainern für die gefährlichen Tätigkeiten ausgebildet und spezialisiert. Es geht um das Beherrschen spezieller Techniken bei der Absolvierung verschiedener Stunts, die den besonderen Reiz von Western, Aktion- und Abenteuerfilmen ausmachen und um das Erlernen von Gefahrenbewusstsein und einer angemessenen Selbsteinschätzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haslaman&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wagnis (Psychologie)|Wagnistheorie]] des Schützenden Rahmens&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Apter: &amp;#039;&amp;#039;The Dangerous Edge. The Psychology of Excitement&amp;#039;&amp;#039;. New York 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; wagt sich der reflektiert Wagende aufgrund seines naturgegebenen Selbsterhaltungstriebs mit seiner Risikobereitschaft in der Gefahrenzone nur bis an die Grenze der sogenannten „Traumazone“ vor. Diese beginnt dort, wo der sogenannte „Schützende Rahmen“ endet:&amp;lt;ref&amp;gt;Siegbert A. Warwitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Theorie des schützenden Rahmens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen&amp;#039;&amp;#039;. 3., erweiterte Auflage. Baltmannsweiler 2021. S. 227–241.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;„Die Nähe des Traumabereichs läßt sich objektiv und subjektiv ermessen. Die Grenzlinie ist objektiv dort angesiedelt, wo das Gefahrenmanagement dem Gefährdungspotential nicht mehr gewachsen ist. Sie liegt da, wo die Gefahr in die Katastrophe mündet.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warwitz&amp;quot; details=&amp;quot;S. 229.&amp;quot;/&amp;gt; Stunts sind bis zu diesem Punkt [[Ethik|ethisch]] vertretbar. Zur Realisierung darüber hinausgehender, zu risikoreicher Szenen, wie etwa Autoabstürze in eine Schlucht, werden [[Roboter]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haslaman&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Apter: &amp;#039;&amp;#039;Im Rausch der Gefahr. Warum immer mehr Menschen den Nervenkitzel suchen&amp;#039;&amp;#039;. München 1994, ISBN 9783466303557.&lt;br /&gt;
* Hakan Haslaman: &amp;#039;&amp;#039;Stunts und wie sie gemacht werden – Über die wahren Helden der Actionfilme.&amp;#039;&amp;#039; Bender, Mainz 2002, ISBN 3-936497-00-1.&lt;br /&gt;
* Siegbert A. Warwitz: &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen&amp;#039;&amp;#039;. 3., erweiterte Auflage. Baltmannsweiler 2021. ISBN 978-3-8340-1620-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stunts}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stunts|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Matthias M.</name></author>
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