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	<title>Stundisten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:12:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stundisten&amp;diff=126227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Literaturverzeichnis ergänzt; bibliographische Angaben vervollständigt</title>
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		<updated>2025-02-11T21:04:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturverzeichnis ergänzt; bibliographische Angaben vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stundisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|штундисты|Schtundisty}}; {{ukS|штундисти|Schtundysty}}) ist die in [[Russland]] und [[Ukraine]] übliche Bezeichnung für [[Freikirche|freikirchliche]] Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Stundisten&amp;#039;&amp;#039; ist von dem deutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Stunde]]&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, das sich in vielen Veranstaltungsangeboten [[Pietismus|pietistisch]] bzw. freikirchlich geprägter Kreise findet. Bei den Stundisten bezeichnet das Wort „Stunde“ insbesondere die [[Bibelstunde]], die gemeinsame Bibellesung.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Roth: &amp;#039;&amp;#039;Vielfältig, aber auch bedrohlich? Sekten und religiöse Sondergemeinschaften in der ehemaligen Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Herder Korrespondenz]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 53 (1999), S. 44–49, hier S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Beispiele sind die Kinderstunde, die Frauenstunde, die Jugendstunde, die Gebetsstunde, die Gemeindestunde und die Missionsstunde. Auch der Gemeindegottesdienst wird häufig schlicht als &amp;#039;&amp;#039;die Stunde&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Stundisten entspricht dem schweizerdeutschen Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Stündeler]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie war zunächst [[Schimpfwort]] und wurde später als [[Geusenwort]] zur Eigenbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die stundistische Bewegung entstand unter anderem durch den Kontakt orthodoxer Russen und anderer [[Slawen|slawischer Völker]] mit vom Pietismus geprägten deutschen Einwanderern, vor allem im Süden Russlands wie beispielsweise unter den [[Bessarabiendeutsche]]n oder auch unter den [[Russlandmennoniten]] in der [[Ukraine]]. Als Saisonarbeiter in diesen Kolonien kamen sie mit der &amp;#039;&amp;#039;Bibel- und Gebetsstunde&amp;#039;&amp;#039;, der zentralen Wochenversammlung der [[Russlanddeutsche]]n, in Berührung und [[Adaption (Literatur)|adaptierten]] diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den russischen Heimatdörfern führten die &amp;#039;&amp;#039;Gebetsstunden&amp;#039;&amp;#039; zu heftigen Konflikten mit der [[Orthodoxe Kirche|orthodoxen]] Geistlichkeit, so dass die Stundisten aus den orthodoxen Gemeinden ausgeschlossen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Ausschlüssen folgte als Gegenreaktion die Ablehnung der orthodoxen [[Liturgie]] und Tradition seitens der Stundisten. Die [[Bibel]] wurde für sie die einzig gültige Richtschnur für Leben und Lehre. [[Psalm]]engesang, [[Exegese|Bibelauslegung]] und das [[Gebetsgemeinschaft|freie Gebet]] spielten fortan in den Versammlungen der Stundisten eine herausragende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Stundisten gelten in Russland als älteste freikirchliche Gemeinschaft, die aus Russen besteht. Während Ausländern und Kolonisten von [[Zar|zarischer]] Seite schon früh [[Religionsfreiheit]] eingeräumt wurde, war es Russen, Weißrussen, Ukrainern und anderen slawischen Völkern im zaristischen Russland bis zum [[Toleranzedikt]] von [[1905]] verboten, einer anderen als der [[Russisch-orthodoxe Kirche|russisch-orthodoxen Kirche]] anzugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1909 in Sankt Petersburg gegründete evangelische Freikirche der [[Evangeliums-Christen]] führte viele stundistische Gemeinden zusammen. In der Sowjetzeit mussten diese sich mit den russischen [[Baptisten]], [[Mennoniten]] und [[Pfingstbewegung|Pfingstgemeinden]] zu den [[Evangeliumschristen-Baptisten]] zusammenschließen. Über die Rückwanderung von [[Russlanddeutsche]]n Ende des 20. Jahrhunderts entstanden auch in Deutschland entsprechende Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Roemmich: &amp;#039;&amp;#039;Stundisten-Evangeliumschristen-Baptisten. Ihr Ursprung und ihr Weg zu einer protestantischen Kirche in der UdSSR&amp;#039;&amp;#039;. In: Joseph Schnurr: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen und das religiöse Leben der Russlanddeutschen&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Evangelischer Teil&amp;#039;&amp;#039;. Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland, Stuttgart, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 1980, S. 64–85.&lt;br /&gt;
* Hans-Christian Diedrich: &amp;#039;&amp;#039;Siedler, Sektierer und Stundisten. Die Entstehung des russischen Freikirchentums&amp;#039;&amp;#039;. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Shtundists}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pietistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protestantismus in der Ukraine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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