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	<title>Stufenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Der X an alle Rahm: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-01T17:09:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name                   = Stufenburg&lt;br /&gt;
|Bild                   = &lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung       = &lt;br /&gt;
|Alternativname         = Stiefenburg, Burg Stufenberg&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit        = um 900 bis 1000&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Gipfellage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand      = Burgstall, Wall- und Grabenreste&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung    = Grafen&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale     = Sandsteinquader&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname      = [[Baunach]]-[[Godelhof]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad            = 49.989082&lt;br /&gt;
|Längengrad             = 10.812983&lt;br /&gt;
|Region-ISO             = DE-BY&lt;br /&gt;
|Höhenordinate          = 396&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stufenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (selten auch: &amp;#039;&amp;#039;Stiefenburg&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Stufenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Burgstall|abgegangene]] [[Gipfelburg]] auf {{Höhe|396|DE-NHN|link=1}} etwa zwei Kilometer nordwestlich des [[Baunach]]er [[Gemeindeteil]]es [[Godelhof]] auf der Kuppe des [[Stiefenberg]]es (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Stufenberg]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) im [[Landkreis Bamberg]] in [[Oberfranken]]. Der Berg ist Teil der [[Hassberge]]. Die Amtsburg des [[Hochstift Bamberg|Hochstiftes Bamberg]] wurde 1553 zerstört und später nahezu vollständig abgetragen. Der historische Name der Burganlage ist Burg Stufenberg (castrum Stufenberch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Stufenberg.jpg|mini|links|Die Burgruine auf einer Karte des Feldmessers Franz Jakob Klietsch (1770)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Stufenberg 3.jpg|mini|Blick vom Vorwall des westlichen Halsgrabens über das gestaffelte Wallsystem vor der Kernburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Stufenberg 5.jpg|mini|Die Südseite der Hauptburg mit der vorgelagerten Berme. Blick nach Westen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Stufenberg 2.jpg|mini|Fundamentreste im Nordwesten der Kernburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stufenburg Treppe.jpg|mini|Reste einer originalen Treppe der Stufenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dreifache Wallsystem im Westen der [[Gipfelburg]] könnte auf eine [[frühmittelalter]]liche Vorgängeranlage hindeuten. Ein ähnliches, allerdings weitläufigeres gestaffeltes Wallsystem hat sich auch etwa vier Kilometer südöstlich um die [[Liste der Baudenkmäler in Kemmern|Helenenkapelle]] bei [[Kemmern]] erhalten. Derartige Befestigungskonzepte werden oft als [[Ungarneinfälle|ungarnzeitliche]] Wehranlagen der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts n. Chr. interpretiert. Durch die Tiefenstaffelung der Erdwerke sollten die berittenen [[Magyaren|magyarischen]] Bogenschützen auf Distanz gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nahe Baunach erscheint erstmals 802 in einer Urkunde des [[Kloster Fulda|Klosters Fulda]]. Karl Krimm deutete 1974 auch die Vorgängeranlage der Burg Schadeck (im Bereich des Rathauses) zu Baunach als eine mutmaßliche [[Ungarnwälle|Ungarnschutzburg]]. Zudem soll auch unterhalb der Stufenburg beim Godelhof ein derartiges Refugium angelegt worden sein, das später zu einer Wasserburg umgestaltet wurde. Die typische Anlage der Erdwerke vor der Stufenburg macht Krimms Angaben sehr plausibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühmittelalterliche Zeitstellung der westlichen [[Erdwerk]]e der Stufenburg ist allerdings spekulativ, da solche Wallgräben noch gelegentlich bis ins frühe [[Hochmittelalter]] angelegt wurden. Ein ganz ähnliches dreifaches Wallsystem befindet sich etwa vor der hoch- bis spätmittelalterlichen [[Burg Rundeck]] im Anlautertal ([[Landkreis Eichstätt]]) im nördlichen [[Oberbayern]]. Das Gründungsdatum der Burg wird um das Jahr 1220 geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stadt.bamberg.de/media/custom/1829_639_1.PDF &amp;#039;&amp;#039;Kurzer Überblick über die Geschichte der Stadt Baunach.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;stadt.bamberg.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Ludwig Lehnes interpretierte 1842 die drei Burgen Stufenburg, Baunach und Taschendorf (Daschendorf) als frühmittelalterliche Grenz- und Schutzburgen gegen die Einfälle der [[Slawen]]. Im Gebiet der östlichen [[Haßberge]] belegen zahlreiche Ortsnamen die slawische Besiedlung der Region. Die heidnischen Main-Rednitzwenden wurden bereits kurz nach der Gründung des Bistums Bamberg bekehrt und rasch germanisiert. Heute erinnern nur noch die Ortsnamen und einige Sagengestalten wie Pöppel an die slawische Vergangenheit des Baunachgrundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnes sah im Namen der Burg einen Hinweis auf einen [[Germanen|germanischen]] Trinkgott [[Stuffo|Stufo]]. Tatsächlich dürfte sich der Burg- und Bergname allerdings von der Form des Bergmassives ableiten. Die Haßberge sind ein reich zergliedertes  Waldgebirge, das hier in Stufen bis auf über 400 Meter ansteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter gehörte das „castrum Stufenberch“ ab 1244 zum Besitz der Grafen von [[Andechs (Adelsgeschlecht)|Andechs-Meranien]]. Die Burg soll bereits kurz nach 1196 von einem [[Ministerialen]] des Klosters Fulda aus dem [[Adelsgeschlecht|Geschlecht]] der Herren von Stollberg angelegt worden sein, der hierzu durchaus einen älteren Burgplatz ausgewählt haben könnte. Die Herrschaft geht wohl auf eine [[Vogt]]ei des Klosters zurück. Die Neuanlage geschah angeblich trotz des Einspruchs der Bischöfe von Bamberg und Würzburg, der [[Henneberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Henneberg]] und der Andechser Grafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Andechser Dynasten ging die Veste um 1248 als [[Lehen]] des Klosters Fulda an [[Friedrich I. von Truhendingen]]. Beide Hochadelsgeschlechter besetzten die Stufenburg mit Dienstleuten oder [[Burgmann]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1397 erwarb das Bistum Bamberg unter Bischof [[Lamprecht von Brunn]] die Burg mit allem Zubehör von den Truhendingern. Das Hochstift installierte dort an der Grenze zum konkurrierenden [[Bistum Würzburg]] den Mittelpunkt seines Amtes Stufenberg, das bis zur [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] (1803) bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert war die Stufenburg vorübergehend im Besitz der Herren von [[Rotenhan (Adelsgeschlecht)|Rotenhan]], eines der bedeutendsten Niederadelsgeschlechter des Baunach- und Weisachtales. Fürstbischof [[Anton von Rotenhan]] musste den Amtssitz 1435 um 6000 [[Gulden]] an seine Brüder verpfänden. Um 1430 waren die [[Hussiten]] in Ostfranken eingefallen. Das Bistum konnte sich für 12.000 Gulden Lösegeld freikaufen, geriet dadurch jedoch in finanzielle Schwierigkeiten. Die Rotenhan hielten das Pfand trotz einiger Streitigkeiten bis 1483. Unter anderem soll Veit von Rotenhan die Dächer der Burg verkommen lassen haben. Unter Fürstbischof [[Philipp von Henneberg]] beschloss das Hochstift deshalb die vollständige Rückerwerbung der Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Deutscher Bauernkrieg|Deutschen Bauernkrieges]] verwüsteten die Aufständischen die Anlage. Den Quellen zufolge flohen die bischöflichen Beamten Christoffel von Fuchs (Amtmann) und Fritz Knoblach (Kastner) am 18. Mai 1525 mit ihren Familien vor den anrückenden [[Hallstadt|Hallstädter]] und [[Baunach]]er Revolutionären. Angeblich steckten die Bauernhaufen Teile der Burg in Brand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der blutigen Niederschlagung der Revolte mussten die Untertanen zum Wiederaufbau der Burg beitragen. Im [[Hochstift Bamberg]] wurden nur die Haupträdelsführer der Aufständischen hingerichtet. Der vergleichsweise milde [[Fürstbischof]] [[Weigand von Redwitz]] reduzierte das Strafmaß oft auf eine, dem Vermögen angepasste Geldstrafe. So musste etwa der Baunacher Viertelmeister Michael Pauer wegen seiner Beteiligung an der Zerstörung der Burg 2000 Gulden entrichten. Dies entsprach ungefähr dem Wert von zehn starken Ochsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1553 zerstörten die Truppen des Markgrafen [[Albrecht Alkibiades]] während des [[Zweiter Markgrafenkrieg|Zweiten Markgrafenkrieges]] den Amtssitz endgültig. Die Stufenburg wurde aufgegeben und das Amt hinunter in die [[Baunach|Stadt Baunach]] verlegt. Das erhaltene [[barock]]e Amtsschloss (Kastenhof) in Baunach entstand Ende des 17. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Zerstörung der Burg wurden die verwertbaren Materialien ausgebaut und das Mauerwerk bis auf Fundamentreste abgetragen. Viele Gebäude der umliegenden Ortschaften, darunter die Kirche im [[Baunach]]er Ortsteil Dorgendorf, wurden aus den Steinen der Stufenburg gebaut. Um 1770 standen noch einige Mauerzüge aufrecht, wie eine stilisierte Darstellung des Feldmessers Franz Jakob Klietsch es andeutet. 1838 meldete der Historische Verein zu [[Bamberg]] der königlichen Regierung, dass die Ruine von der Bevölkerung zerstört werde. Das aufgehende Mauerwerk dürfte also um 1850 vollständig wieder verwertet worden sein. Um 1980 wurde vor dem westlichen Halsgraben eine Informationstafel aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der [[Burgstall]] liegt in etwa 396 Meter Meereshöhe auf dem lang gezogenen Rücken des Stiefenberges über Baunach. Die relativ kleinflächige, rechteckige [[Kernburg]] wird im Osten durch einen nur etwa drei Meter tiefen [[Halsgraben]] geschützt. Der Graben läuft beidseitig des Hauptburgkegels als Hangraben bzw. [[Berme]] nach Osten. Hier ist dem inneren, bis zu fünf Meter tiefen Graben eine mächtige Wallschüttung vorgelegt. Vor dem Wall erkennt man zwei weitere, zwei bis drei Meter tiefe Gräben mit Zwischenwällen. Der mittlere Wall wurde teilweise durch einen  kleinen [[Steinbruch]] beseitigt und scheint nach Norden abgegraben oder nicht weitergeführt worden zu sein. Neben dem Steinbruch an der Südwestseite sind besonders vor dem östlichen Halsgraben zahlreiche Materialgruben zu erkennen, aus denen sicherlich bereits im Mittelalter das Baumaterial für die Burg gewonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer angenommenen Entstehung der Burg um das Jahr 1196 erscheint insbesondere das westliche Wallsystem als typologisch veraltet. Hochmittelalterliche [[Ministeriale]]nburgen sind meist zwei- oder mehrteilige Anlagen aus einer Hauptburg oder einem [[Motte (Burg)|Turmhügel]] und einer [[Vorburg]]. Möglicherweise wurde der mittlere Wall des Westriegels später teilweise planiert, um hier eine kleine Vorburg unterzubringen. Von Westen bietet der Burgstall eher das gut erhaltene Bild einer kleineren, aber stark befestigten frühmittelalterlichen Dorfschutzburg. Ungefähr 1500 Meter westlich der Burg sind die Reste einer weiteren Wehranlage unbekannter Zeitstellung im Gelände erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Plateau der Kernburg sind noch einige Fundamentreste aus großen [[Sandstein]]quadern erhalten. Mehrere Gruben mit Ziegelresten und Steinschutt markieren die Standorte der Burggebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Burgstall ist frei zugänglich und  über die markierten Rundwanderwege um den Stiefenberg auf Naturwegen gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerische Landesamt für Denkmalpflege]] verzeichnet das [[Bodendenkmal]] als mittelalterlichen Burgstall unter der Denkmalnummer D-4-6030-0032.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayLADenkm|471115|Baunach}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Karlinger Bezirksamt Ebern|SEITE=201}}&lt;br /&gt;
* Karl Krimm: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und Amt Baunach – Ein Beitrag zur Heimatkunde&amp;#039;&amp;#039;. Hallstadt 1974 (Nachdruck: Baunach 2002, ISBN 3-88778-264-X)&lt;br /&gt;
* Georg Ludwig Lehnes: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Baunach-Grundes in Unterfranken&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 1842. (Nachdruck: Neustadt an der Aisch 2005, ISBN 3-89557-251-9)&lt;br /&gt;
* Erich Walter: &amp;#039;&amp;#039;1200-jähriges Baunach – Stadt und Landschaft&amp;#039;&amp;#039;. (Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger, 297). Bayreuth 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Burg Stufenberg}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt.bamberg.de/media/custom/1829_639_1.PDF Geschichte der Stadt Baunach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Bamberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage im Landkreis Bamberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Oberfranken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Baunach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haßberge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der X an alle Rahm</name></author>
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