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	<title>Studium generale - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Studium_generale&amp;diff=14821&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-18T16:48:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit studium generale als humanistische Allgemeinbildung, für die wissenschaftliche Zeitschrift siehe unter [[Studium Generale (Zeitschrift)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Estudio General de Alcalá de Henares (20-05-1293) promulgado por Sancho IV de Castilla.png|mini|Studium generale von [[Alcalá de Henares]] (20. Mai 1293)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studium generale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kontextstudium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Studien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studium fundamentale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studium universale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) werden heutzutage meist alle nicht obligatorischen, öffentlichen [[Lehrveranstaltung]]en einer [[Hochschule]] bezeichnet. Im Sinne des [[Humanismus|humanistischen]] Bildungserbes verkörpern sie den Auftrag der Hochschulen, die umfassende [[Allgemeinbildung]] zu fördern. Ein Absolvieren derartiger Veranstaltungen wird nicht mit einem [[Akademischer Grad|akademischen Grad]] honoriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem bezeichnet der Begriff eine meist zwei[[Semester|semestrige]] Orientierungsphase, in der Studienanfänger Lehrveranstaltungen verschiedener Fachrichtungen zugleich besuchen. Dies soll eine bessere Entscheidung bei der [[Studienfach]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;wahl ermöglichen und zugleich den Übergang vom reinen Lernbetrieb der Schule zum [[Wissenschaftliche Arbeit#Wissenschaftliches Arbeiten|wissenschaftlichen Arbeiten]] an der [[Universität]] erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die &amp;#039;&amp;#039;studia generalia&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;studia&amp;#039;&amp;#039; die Bezeichnung für die großen Schulen des [[Mittelalter]]s, während das Wort &amp;#039;&amp;#039;universitas&amp;#039;&amp;#039; für die [[Scholastik|scholastische]] Gilde eines &amp;#039;&amp;#039;studium&amp;#039;&amp;#039; verwendet wurde. Mit dem ausgehenden 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde es üblich, einem &amp;#039;&amp;#039;studium generale&amp;#039;&amp;#039; erst nach Lizenzierung durch [[Papst]], [[Kaiser]] oder König das Recht zur Verleihung von akademischen Graden zuzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Als Studienbestandteil ==&lt;br /&gt;
An mehreren deutschen Universitäten und Hochschulen wird ein &amp;#039;&amp;#039;Studium generale&amp;#039;&amp;#039; in das Studium einbezogen. Teilweise ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen sogar verpflichtend und es bestehen eigene Institute für das &amp;#039;&amp;#039;Studium generale&amp;#039;&amp;#039;; so beispielsweise an der [[Universität Mainz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.studgen-iful.uni-mainz.de/ |titel=Studium generale |werk=studgen-iful.uni-mainz.de |abruf=2019-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (seit 1948/49) und der [[Universität der Bundeswehr München]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unibw.de/zentralinstitut-studiumplus |titel=Zentralinstitut studium plus |werk=unibw.de |abruf=2019-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (seit 1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Universität St. Gallen]] findet sich schon im Gründungscurriculum der Handelsakademie von 1898 ein Studium generale, das ständig weiterentwickelt wurde. Die Studierenden erwerben neben ihrer Fachkompetenz ein soziales, historisches und kulturelles Bewusstsein, das ihnen im Beruf und darüber hinaus Orientierung gibt. Mit der Bologna-Reform erweiterte die Universität St.Gallen 2001 das damalige Kulturfach-Modell zum modular gestalteten Kontextstudium&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lehre SHSS |url=https://www.unisg.ch/de/universitaet/schools/school-of-humanities-and-social-sciences/lehre/kontextstudium/ |titel=Kontextstudium – Fokusbereiche und Skills – Universität St.Gallen {{!}} SHSS |sprache=de |abruf=2026-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, das 25 % des gesamten Fachstudiums umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karlsruhe lässt sich die Geschichte zur Etablierung eines &amp;#039;&amp;#039;Studium Generale&amp;#039;&amp;#039; bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen. [[Ferdinand Redtenbacher]], Professor für Maschinenbau, förderte als Direktor von 1857 bis 1863 den Ausbau der allgemeinbildenden Fächer am Polytechnikum Karlsruhe. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Wintersemester 1949/50 ein &amp;#039;&amp;#039;Studium Generale&amp;#039;&amp;#039; an der damaligen Technische Hochschule Fridericiana eingeführt und 1972 schließlich als zentrale Einrichtung der Universität Karlsruhe und unter Leitung des Philosophen [[Simon Moser (Philosoph)|Simon Moser]] institutionalisiert. Laut §1 der Satzung sollte das &amp;#039;&amp;#039;Studium Generale&amp;#039;&amp;#039; „der aktuellen und auf künftige Probleme gerichteten Selbstreflexion der Universität dienen“. Von 2002 bis 2021 war es Teil des &amp;#039;&amp;#039;ZAK&amp;#039;&amp;#039; | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und &amp;#039;&amp;#039;Studium Generale&amp;#039;&amp;#039;, gegründet von [[Caroline Y. Robertson-von Trotha]], einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung am Karlsruher Institut für Technologie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zak.kit.edu/studium_generale_und_lehre.php |titel=Studium Generale und Lehre |werk=zak.kit.edu |abruf=2018-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Y. Robertson-von Trotha, Miriam Friedrichs, Marco Ianniello: Die Verantwortung der Universitäten im Spannungsfeld von Spezialwissen und Schlüsselqualifikationen: die Rolle des Studium Generale, in: Ursula Konnertz/Sibylle Mühleisen (Hrsg.): Bildung und Schlüsselqualifikationen. Zur Rolle der Schlüsselqualifikationen an den Universitäten, Frankfurt am Main 2016, S. 123–140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2021 leitet Senja Post, Professorin für Wissenschaftskommunikation am KIT, die Einrichtung. Das ZAK wurde unter ihrer Leitung 2024 in Studium Generale. &amp;#039;&amp;#039;Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Damit einher ging eine inhaltliche Neuausrichtung mit Fokus auf Posts Schwerpunkte Wissenschaft, Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Wechselbeziehungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forum.kit.edu/geschichte.php |titel=FORUM – Über uns – Geschichte |datum=2025-07-01 |sprache=de-DE |abruf=2025-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Universität Witten/Herdecke]] ist das &amp;#039;&amp;#039;Studium fundamentale&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-wh.de/kultur/studium-und-lehre/studium-fundamentale/ |titel=Studium fundamentale |werk=uni-wh.de |abruf=2018-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; seit der Gründung der Universität 1983 Bestandteil der Ausbildung. Zunächst existierte ein entsprechendes Institut, doch seit 1993 gibt es eine eigene [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]]. Das &amp;#039;&amp;#039;Studium fundamentale&amp;#039;&amp;#039; ist eine verpflichtende Studienleistung, die von Studenten aller Wittener Fakultäten geleistet werden muss. An einem Tag in der Woche finden keine fachspezifischen [[Vorlesung]]en statt, sondern die Studenten können sich in dem umfangreichen Angebot des &amp;#039;&amp;#039;Studium fundamentale&amp;#039;&amp;#039; die Veranstaltungen heraussuchen, die zu ihren Interessen passen. Das Angebot der Veranstaltungen ist nicht willkürlich gewählt, sondern zielt speziell auf die Entwicklung künstlerischer, kommunikativer und reflexiver Kompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Zeppelin-Universität]] in Friedrichshafen wird das Studium generale in Form eines interdisziplinären Moduls gelehrt, das alle Bachelor-Studierenden des ersten und zweiten Semesters absolvieren müssen. Eine fachübergreifende Vermittlung von Forschungsmethoden und wissenschaftlichen Fragestellungen dient dazu, gesellschaftliche Problematiken in einem transdisziplinären Kontext zu analysieren. Darüber hinaus ermöglicht seit Januar 2019 das einsemestrige Kompass-Studium eine freie Zusammenstellung von Fächern aus den Wirtschafts-, Kultur-, Politik- und Sozialwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zu.de/studium-weiterbildung/ba-grafiken/zeppelin-jahr/zeppelin-jahr1.php |titel=Interdisziplinäres Modul {{!}} Zeppelin-Projekt |werk=zu.de |abruf=2019-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Strukturen gibt es an anderen Hochschulen, so in [[Hochschule Zittau/Görlitz|Zittau/Görlitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web1.hszg.de/fundamentale/ |titel=Willkommen beim Studium fundamentale! |werk=hszg.de |abruf=2018-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Universität Erfurt|Erfurt]], an der [[Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig|HTWK Leipzig]], der [[Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft]] in Alfter bei Bonn&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.alanus.edu/de/studium/studium-generale/ |titel=Studium Generale – was ist das? |werk=alanus.edu |abruf=2018-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie an den Hamburger Hochschulen [[Bucerius Law School]], [[HafenCity Universität Hamburg|HafenCity Universität]], an der [[Frankfurt University of Applied Sciences]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frankfurt-university.de/de/studium/interdisziplinares-studium-generale/ |titel=Interdisziplinäres Studium Generale |werk=frankfurt-university.de |abruf=2023-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Leuphana Universität Lüneburg]] (Komplementärstudium).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.htwk-leipzig.de/?id=2299 |titel=Studium generale |werk=htwk-leipzig.de |abruf=2022-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leibniz Kolleg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://uni-tuebingen.de/einrichtungen/verwaltung/stabsstellen/leibniz-kolleg/das-leibniz-kolleg/ |titel=Das Leibniz Kolleg |hrsg=Universität Tübingen |datum=2018 |abruf=2018-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Universität Tübingen]] bietet seit 1948 ein einjähriges &amp;#039;&amp;#039;Studium generale&amp;#039;&amp;#039; an, das in das wissenschaftliche Arbeiten einführen und eine begründete Studienentscheidung ermöglichen soll, jedoch nicht Teil ordentlicher Studiengänge ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Salem Kolleg]] in [[Überlingen|Überlingen am Bodensee]] bietet ein [[Gap Year (Lebensabschnitt)|Orientierungsjahr]] an, das nach dem Abitur auf die Studien- und Berufswahl vorbereiten soll. Es finden Einführungen in verschiedene Studiengänge und Methoden des akademischen Arbeitens im &amp;#039;&amp;#039;Studium generale&amp;#039;&amp;#039;, begleitende und individuelle Berufsorientierung, &amp;#039;&amp;#039;Outdoor&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Leadership Training&amp;#039;&amp;#039; statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.salemkolleg.de/de/curriculum/studium-generale/erleben-und-verstehen |titel=Studium Generale |werk=salemkolleg.de |abruf=2023-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aicher-Scholl-Kolleg [[Hochschule für Gestaltung Ulm|an der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm]] bietet als Orientierungs- und Entscheidungshilfe sowie als Vorbereitung für ein zukünftiges Studium bzw. eine Ausbildung ein &amp;#039;&amp;#039;Studium Generale&amp;#039;&amp;#039; mit frei wählbaren Schwerpunkten nach dem Abitur an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vh-ulm.de/vh-programm/schule-kolleg/aicher-scholl-kolleg |titel=Aicher-Scholl-Kolleg – Studium Generale |werk=vh-ulm.de |abruf=2021-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kolleg ist Teil der [[vh Ulm]] und kooperiert mit der [[Universität Ulm]], der [[Hochschule Neu-Ulm]] und der [[Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ask-ulm.de/#kooperation |titel=Die Kooperationspartner |werk=ask-ulm.de |abruf=2023-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit der Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
Die zunehmende Spezialisierung der Wissenschaften wird seit längerem von der Forderung begleitet, den Wissenschaftsbetrieb wieder stärker zu vereinheitlichen und damit eine „Einheit der Wissenschaft“ herbeizuführen. 2017 hat [[Rudolf Kötter]] diese Bestrebungen analysiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Kötter: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftstheorie im 20. Jahrhundert – Ein Streifzug durch ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung und Kritik, Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; 4 / 2017, Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg, Nürnberg, S.&amp;amp;nbsp;47 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vielversprechend waren besonders die Ansätze des [[Wiener Kreis]]es um [[Moritz Schlick]] in den 1920er Jahren. Da viele der Mitglieder Juden waren, fand der Kreis nach der Machtergreifung Adolf Hitlers ein jähes Ende. In den 1990er Jahren fanden in Deutschland mehrere Kongresse und Vortragsreihen statt, die die Einheit der Wissenschaften zum Thema hatten. Initiatoren waren unter anderem [[Jürgen Mittelstraß]], [[Bernd-Olaf Küppers]], [[Herbert Mainusch]] und [[Richard Toellner]]. Trotz großer Bemühungen gelang es bisher nicht, die Einheit der Wissenschaft herbeizuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Saner 2023, S.&amp;amp;nbsp;26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gründete der Schweizer Jurist [[Luc Saner]] 2016 das Komitee „Einheit der Wissenschaft und echtes Studium generale“ mit dem Ziel, an möglichst vielen Universitäten ein zweisemestriges Studium generale zu etablieren, das auf einer [[Holismus|ganzheitlichen]] Basis ermöglichen soll, „echte“ Generalisten auszubilden, die damit in die Lage versetzt werden, [[Interdisziplinarität|transdisziplinär]] zu denken und zu handeln. Saner, der hier auch von einem &amp;#039;&amp;#039;Studium fundamentale&amp;#039;&amp;#039; spricht, geht davon aus, dass die hochgradige Spezialisierung in den Wissenschaften nicht geeignet ist, angemessen und wirksam auf den [[Globale Umweltveränderungen und Zukunftsszenarien|globalen Einfluss des Menschen auf die Erde]] zu reagieren,&amp;lt;ref&amp;gt;Saner 2023, S.&amp;amp;nbsp;5, 19–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; der {{&amp;quot; |schwerwiegende Konsequenzen bis hin zu unserem eigenen Aussterben haben kann}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Saner 2023, S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu seien auch Generalisten nötig, die in der Lage sind, die Zusammenhänge zwischen den Erkenntnissen der verschiedenen Wissenschaften zu durchblicken. In Saners Buch „Allgemeiner Teil der Wissenschaften“ (2023), das er als inhaltlichen Vorschlag für solch ein Studium generale erarbeitet hat, spielt die [[Evolution (Begriff)#Allgemeine Evolutionstheorie|Evolution (in einem alles umfassenden Sinne)]] eine zentrale Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Saner 2023, S.&amp;amp;nbsp;23–24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Saner führt dazu Folgendes aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Selbst wenn Universitäten versuchen, ein grosses Angebot an Wissenschaftsdisziplinen anzubieten, fehlt der nötige Zusammenhang zwischen diesen Disziplinen. Diese Institutionen vereinigen die nach fachlichen Gesichtspunkten gegliederten Organisationseinheiten lediglich unter einer administrativen Leitung. Obwohl ein Austausch zwischen diesen Organisationseinheiten durchaus stattfinden kann, kann dieser Austausch, weil zu unsystematisch, nicht ganzheitlichen Ansprüchen genügen. Dazu kommt, dass sich viele Wissenschaftler letztlich als Einzelkämpfer verstehen. Aus diesen Gründen ist es ohne Generalisten mit dieser Organisation nicht möglich, für komplexe globale Probleme holistische Lösungen zu finden, was aber von diesen Institutionen zunehmend erwartet wird.&lt;br /&gt;
 |Autor=Luc Saner&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Saner 2023, S.&amp;amp;nbsp;236.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei jetzt die Aufgabe der Wissenschaften, ihre maßgeblichen Disziplinen in diesen allgemeinen Teil der Wissenschaften von Saner einzubetten&amp;amp;nbsp;– ein umfangreiches akademisches Forschungsprogramm. Dies führe zur Einheit der Wissenschaft. Erst auf dieser Grundlage, der Einheit der Wissenschaft, lasse sich das erwähnte zweisemestrige Studium generale lehren. Dementsprechend seien aktuell in erster Linie die Dozierenden gefordert, nicht die Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem „Komitee für die Einheit der Wissenschaft und ein echtes Studium generale“&amp;lt;ref&amp;gt;Saner 2023, S.&amp;amp;nbsp;27.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind mittlerweile zahlreiche Persönlichkeiten&amp;amp;nbsp;– insbesondere aus Wissenschaft und Forschung&amp;amp;nbsp;– vor allem aus der Schweiz und aus Deutschland beigetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mitglieder des Komitees für die Einheit der Wissenschaft und ein echtes Studium generale,&amp;#039;&amp;#039; [http://www.aubonsens.ch/studium_generale/Auszug%20Mitglieder%20des%20Komitees.pdf PDF] abgerufen am 28. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Als außeruniversitäre Bildungsform ==&lt;br /&gt;
Im Sinne von „[[Bildung für nachhaltige Entwicklung]]“ (BNE) kann ein Studium fundamentale für alle Bildungsbereiche als Standard im außeruniversitären Bereich zur Entwicklung von nachhaltigem Denken und Handeln verstanden werden, was die Teilnehmer besser in die Lage versetzt abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Ein entsprechendes Angebot wurde 2009 durch „fundamentale – Die junge Akademie“ in Leipzig entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fundamentale.de/ziele-und-schritte/ |titel=„fundamentale – Die junge Akademie“: Ziele und Schritte. Eine Rück- und Vorschau |werk=fundamentale.de |abruf=2019-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Akademien der Wissenschaften Schweiz]] (Hrsg.), Luc Saner (Autor): &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil der Wissenschaften. Auf dem Weg zur Einheit der Wissenschaft und zu einem echten Studium generale.&amp;#039;&amp;#039;  Bern 2023, ISBN 978-3-905870-01-5, [[doi:10.5281/zenodo.7764971]], abgerufen am 27. Februar 2024.&lt;br /&gt;
* Rita Casale, Gabriele Molzberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte und Aktualität des Studium Generale. Past and present of liberal education&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien/Köln 2023, ISBN 978-3-412-52582-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://einheit.science/ Einheit der Wissenschaft und echtes Studium generale], Projektseiten von Luc Saner&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4183846-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akademisches Bildungswesen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Bildungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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