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	<title>Studienabbruch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studienabbruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die vorzeitige Beendigung eines Erststudiums, also vor Erlangen eines [[akademischer Grad|akademischen Grades]], durch den [[Student]]en (&amp;#039;&amp;#039;Studienabbrecher&amp;#039;&amp;#039;), ohne eine Wiederaufnahme des [[Studium]]s zu einem späteren Zeitpunkt. Als &amp;#039;&amp;#039;Studienabbrecher&amp;#039;&amp;#039; werden ehemalige Studierende bezeichnet, die ihr [[Studium|Erststudium]] ohne einen [[Hochschulabschluss]] beendet haben. Die Beendigung tritt rechtlich mit der [[Exmatrikulation]] ein, wobei noch viele [[Immatrikulation|immatrikulierte]] Studienabbrecher das Studium bereits faktisch aufgegeben haben. Wenn über „Altfälle“ eines Studienabbruchs gesprochen wird, ist zu berücksichtigen, dass es die Möglichkeit zu einem Bachelor-Abschluss noch nicht immer und nicht flächendeckend gab. So gibt es in Deutschland erst seit 2000 Akademiker mit einem Bachelor-Abschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165267/umfrage/hochschulabschluss-bachelor-und-master-seit-2000/ &amp;#039;&amp;#039;Studienabschlüsse: Anzahl der Bachelor- und Masterabschlüsse an Hochschulen in Deutschland von 2000 bis 2015&amp;#039;&amp;#039;]. Statista. Das Statistik-Portal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland beenden nach einer Studie aus dem Jahr 2014 etwa 28 % der deutschen Studierenden ihr Bachelorstudium ohne Abschluss. Die Abbruchquote an [[Universität]]en liegt bei 33 %, an [[Fachhochschule (Deutschland)|Fachhochschulen]] bei 23 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201404.pdf|titel=Die Entwicklung der Studienabbruchquoten an den deutschen Hochschulen|autor=|hrsg=|werk=|seiten=|datum=|sprache=|format=PDF; 205 kB|zugriff=2016-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zahlen gelten nur für die deutschen Präsenzhochschulen. [[Fernstudium|Fernuniversitäten]] haben eine darüber hinausgehende Abbruchquote. &amp;lt;!-- siehe BMBF-Studie (Weblinks)--&amp;gt;Nach einer [[Hochschul-Informations-System GmbH|HIS]]-Studie aus dem Jahr [[2002]] brechen derzeit durchschnittlich 25 % eines Studienjahrganges ihr Studium ab. Bei Männern brechen durchschnittlich 27 %, bei den Frauen 23 % das Studium ab. Vor allem in den [[Studiengang|Studiengängen]] der Mathematik und Naturwissenschaften, der Physik und der Informatik und der BWL ist an den Universitäten eine anhaltend hohe Studienabbruchquote zu verzeichnen. Die Quote liegt hier zum Teil deutlich über 30 %. Ähnlich sieht es in den Studiengängen Maschinenbau, Ingenieurwissenschaften und Elektrotechnik aus. Am höchsten ist die Abbruchquote im Bauingenieurwesen. Bei diesem Studiengang schaffen ca. 51 % der Studenten den Bachelor nicht. Niedrige Abbruchquoten finden sich hingegen in den Rechtswissenschaften und in der Pädagogik. Die niedrigste Abbruchquote hat der Studiengang Psychologie, nur jeder Zehnte bricht sein Bachelorstudium ab. Insgesamt sind die Zahlen in den letzten Jahren leicht gestiegen, von 28 % (2014) auf 29 % (2016).&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle|url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neue-studie-zahl-der-studienabbrecher-steigt-an-15042502.html|titel=Neue Studie: Zahl der Studienabbrecher steigt an|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=de|zugriff=2019-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abbruchquote für Master-Studiengänge liegt an Universitäten bei 10 % und an Fachhochschulen bei 7 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.uniturm.de/magazin/studienabbruch/studium-abbrecherquote-1248|titel=Abbrecherquoten im Studium sinken|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=de|zugriff=2016-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Vergleich der Quoten muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Eingangsvoraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums in den genannten Fächern nicht gleich sind. So ist es plausibel, dass Fächer, die durch einen strengen [[Numerus clausus]] eine hohe Zahl Hochschulzugangsberechtigter vor der geplanten Aufnahme eines Studiums herausfiltern, eine relativ niedrige Zahl an Studienabbrechern vorweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--In den Bachelor-Studiengängen sind die Abbrecherquoten relativ hoch (&amp;#039;&amp;#039;30 %&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.bmbf.de/pub/his-projektbericht-studienabbruch.pdf Studienabbrecherstudie des BMBF (pdf)]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; was zu Überlegungen Anlass gibt, das System der [[ECTS|European Credit Transfer and Accumulation System]] für die Bewertung der Studienabbruchquote heranzuziehen.&lt;br /&gt;
Das ECTS soll ihnen ermöglichen, anerkannte Nachweise aus der absolvierten Studiendauer und ihre Studienleistung im Wettbewerb um Arbeitsplätze zu nutzen.&lt;br /&gt;
Fraglich ist heute noch, ob die Personalvermittler und Personalverantwortlichen überhaupt vom ECTS etwas wissen. Und wenn sie es kennen, ob sie es ihren Kunden und Fachabteilungen vermitteln können, was ein Studien abgebrochen Habender „wert“ ist, wenn er oder sie einen bestimmten Punktestand präsentiert.--&amp;gt;&amp;lt;!--Für den Abbruch eines Studiums gibt es verschiedene mögliche Gründe, neben fachlichen Problemen können Motivationsprobleme, finanzielle Schwierigkeiten, private Entwicklungen wie auch Karrierewechsel einen Studienabbruch auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise bestehen 20 bis 50 % der Studierenden die ersten Jahresprüfungen nicht. In dieser Zahl sind aber diejenigen, die vor der Prüfung ihr Studium abbrechen – weil sie, je nach Universität, durch die Anmeldung zur Vorlesung automatisch für die darauf folgende Prüfung angemeldet werden – inbegriffen; und sie erhalten dann die schlechtestmögliche Prüfungsnote, weil sie nicht zur Prüfung erscheinen. Oberflächlich betrachtet können solche Prozentsätze den Eindruck erwecken, das Niveau eines Uni-Studiums sei für Normalsterbliche zu hoch. Ein erfolgreiches Studium ist aber viel mehr eine Frage des Einsatzes und der Motivation als eine der Intelligenz.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die geringere Neigung zum Studienabbruch an den Fachhochschulen hängt unter anderem mit den dort bestehenden Studienbedingungen zusammen. Die stärkere Strukturierung des Studiums sorgt für bessere Orientierung. Auch der intensivere Praxisbezug und die kürzeren Studienzeiten dürften einer Abbrucherwägung an einer Fachhochschule entgegenstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienabbruch und soziale Herkunft ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
!class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Soziale Herkunft nach Exmatrikulationsgruppe in Prozent&lt;br /&gt;
|-style=&amp;quot;background-color:#8DB6CD&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Soziale&amp;lt;br&amp;gt; Herkunftsgruppe&lt;br /&gt;
! Studienabbrecher&lt;br /&gt;
! Hochschulabsolventen&lt;br /&gt;
|-style=&amp;quot;background-color:#B9D3EE&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|untere ||16 ||12&lt;br /&gt;
|-style=&amp;quot;background-color:#CAE1FF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|mittlere ||22||20&lt;br /&gt;
|-style=&amp;quot;background-color:#B9D3EE&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|gehobene ||31||32&lt;br /&gt;
|-style=&amp;quot;background-color:#CAE1FF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|hohe ||31||37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#8DB6CD&amp;quot; colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;(Ulrich Heublein, Heike Spangenberg, Dieter Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Ursachen des Studienabbruchs. Analyse 2002&amp;#039;&amp;#039;, S. 46 &amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Studierende mit niedriger [[Soziale Herkunft|sozialer Herkunft]] stellen nur 12 % der Hochschulabsolventen, aber 16 % der Studienabbrecher. Studierende mit hoher sozialer Herkunft stellen 37 % der Hochschulabsolventen, aber nur 31 % der Studienabbrecher. Die Autoren der Studienabbruchstudie 2002 Heublein/Spangenberg/Sommer vermerken hierzu, dass &amp;#039;&amp;#039;ein Einfluss der sozialen Herkunft auf den Studienabbruch&amp;#039;&amp;#039; vorhanden ist. Hiermit bestätigen sie Studien von [[Tino Bargel]] und die Österreichische Studienabbruchstudie von [[Franz Kolland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Motivlage für einen Studienabbruch scheint abhängig zu sein von der sozialen Herkunft. So gaben aus der niedrigen sozialen Herkunftsgruppe überproportional viele Studierende an, aus finanziellen und aus gesundheitlichen Gründen das Studium abgebrochen zu haben. Letzteren Grund führen Heublein/Spangenberg/Sommer darauf zurück, dass diese Gruppe sich &amp;#039;&amp;#039;aufgrund ihrer Bildungsbiographie in einer besonderen Anspannungs- und Anforderungssituation&amp;#039;&amp;#039; befänden. Kein Zusammenhang zeige sich hingegen zwischen der sozialen Herkunft und dem Studienabbruch aus Gründen mangelnder Studienleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss zwischen den Fächern unterschieden werden. Während in den Fächern [[Medizin]] und [[Rechtswissenschaft|Jura]], in denen sowieso schon der Anteil von Studierenden mit niedriger sozialer Herkunft sehr gering ist, für diese Gruppe ein sehr viel höherer Risikofaktor für den Studienabbruch besteht, ist dies in den Fächern [[Erziehungswissenschaft]] und an den [[Fachhochschule]]n, insbesondere in den [[Ingenieurwissenschaft]]en, keineswegs der Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen eines Studienabbruchs ==&lt;br /&gt;
In einer Studie des [[BMBF]] zu den Ursachen von Studienabbrüchen zeigten sich folgende Abbrechertypen in der angegebenen Verteilung:&lt;br /&gt;
* Frühe Studienabbrecher ohne berufliche Neuorientierung (&amp;#039;&amp;#039;Anteil: 13 %&amp;#039;&amp;#039;): Studenten mit falscher Fachwahl, die häufig danach ein anderes Studium beginnen.&lt;br /&gt;
* Frühe Studienabbrecher mit beruflicher Neuorientierung (&amp;#039;&amp;#039;Anteil: 27 %&amp;#039;&amp;#039;): Studenten mit falschen Studienvorstellungen, die sich danach beruflich neu orientieren.&lt;br /&gt;
* Späte Studienabbrecher ohne berufliche Neuorientierung (&amp;#039;&amp;#039;Anteil: 7 %&amp;#039;&amp;#039;): Studenten, bei denen sich erst in der Auseinandersetzung mit dem Studium ein Motivationsproblem ergeben hat und die häufig das Erlernte in eine fachbezogene Berufstätigkeit mitnehmen.&lt;br /&gt;
* Späte Studienabbrecher mit beruflicher Neuorientierung (&amp;#039;&amp;#039;Anteil: 24 %&amp;#039;&amp;#039;): Studenten, bei denen sich durch das Studium eine Distanzierung vom gewählten Fach ergeben hat und die in eine fachfremde Tätigkeit wechseln.&lt;br /&gt;
* Studienabbrecher aus familiären Gründen (&amp;#039;&amp;#039;Anteil 9 %&amp;#039;&amp;#039;): In diesem Bereich sind weibliche Studenten überproportional vertreten.&lt;br /&gt;
* Studienabbrecher wegen nicht bestandener Prüfungen (&amp;#039;&amp;#039;Anteil 6 %&amp;#039;&amp;#039;): Bei dieser Gruppe stellen fachliche Anforderungen oder auch [[Prüfungsangst|Prüfungsängste]] eine unüberwindliche Hürde dar.&lt;br /&gt;
* Studienabbrecher aus finanziellen Gründen (&amp;#039;&amp;#039;Anteil 13 %&amp;#039;&amp;#039;): Bei dieser Gruppe sind die zur Deckung finanzieller Verpflichtungen notwendigen Zeitaufwendungen nicht mehr mit einem Studium vereinbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--siehe HIS-Ursachenbericht--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei führt ein Studienabbruch nicht unbedingt zu einem Karriereknick, teilweise wird das Studium aufgrund vorzeitiger beruflicher Chancen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bayerischer Oberster Rechnungshof|Bayerische Oberste Rechnungshof]] hat 2019 festgestellt, dass in Bayern hohe Abbruchquoten besonders bei [[MINT-Fächer]]n anzunehmen sind. Genaue Angaben ließen sich aber nicht treffen, weil der Begriff „Studienabbrecher“ nicht eindeutig definiert sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.orh.bayern.de/berichte/jahresberichte/aktuell/jahresbericht-2019/wissenschaft-und-kunst/975-tnr-52-studienabbrueche.html Bayerischer Oberster Rechnungshof: Jahresbericht 2019 TNr. 52]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung von Studienabbrüchen ==&lt;br /&gt;
Um die Quote der Studienabbrecher zu reduzieren, erhalten Hochschulen in NRW für jeden erfolgreichen Studienabschluss ab 2016 einen Erfolgsbonus von 4.000 Euro. Andere Bundesländer wollen diesbezüglich in Zukunft nachziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/unispiegel/studium/nrw-zahlt-hochschulen-praemien-fuer-absolventen-a-1041235.html &amp;#039;&amp;#039;Prämien für NRW-Unis: 4000 Euro für jeden Absolventen&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel Online, 29. Juni 2015, abgerufen am 25. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{Zukunft|2016|12}}&lt;br /&gt;
Sachsens Hochschulen arbeiten seit 2016 am Aufbau von Frühwarnsystemen, mit denen abbruchgefährdete Studierende datengestützt frühzeitig identifiziert werden sollen, um gesondert beraten zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/regionales/sachsen/article162673520/Hochschulen-wollen-Strategien-gegen-Studienabbrueche-beraten.html &amp;#039;&amp;#039;Hochschulen wollen Strategien gegen Studienabbrüche beraten&amp;#039;&amp;#039;] Welt Online, 8. März 2017, abgerufen am 4. April 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mdr.de/sachsen/fruehwarnsystem-zur-studienberatung-in-sachsen-100.html |wayback=20170405170021 |text=&amp;#039;&amp;#039;Dem drohenden Studienabbruch vorbeugen&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2018-12-02 18:29:01 InternetArchiveBot}} MDR Online, 14. März 2017, abgerufen am 4. April 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Neuregelung des [[Numerus clausus#NC-Werte|Numerus clausus-Verfahrens]] in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wurde der Anteil derer, die allein aufgrund ihres guten Notendurchschnitts im Abitur einen Zugang zu einem Studienplatz in einem NC-Fach bekommen, auf 20 % reduziert. Weitere 20 % erhalten aufgrund ihrer Wartezeit einen automatischen Zugang zu „ihrem“ Studienplatz. Die verbleibenden 60 % werden nach Verfahren vergeben, bei denen die betreffende Hochschule eigene Maßstäbe anlegen kann. Das ermöglicht ihr, Bewerber nicht aufzunehmen, die sie für nicht hinreichend geeignet hält, sofern die Bewerber nicht Ansprüche aus den erstgenannten Verfahren erheben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studienabbrecher im Deutschen Bundestag ==&lt;br /&gt;
Nach Berechnungen der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; (2013) sind Studienabbrecher folgendermaßen absteigend auf die Fraktionen im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] verteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Markus Wehner]]: [https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ein-makel-im-lebenslauf-deutsche-spitzenpolitiker-verschleiern-ihre-studienabbrueche-12194627.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Makel im Lebenslauf. Deutsche Spitzenpolitiker verschleiern ihre Studienabbrüche&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;FAZ&amp;#039;&amp;#039;, 26. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bündnis 90/Die Grünen: 8,8 %&lt;br /&gt;
* FDP: 7,5 %&lt;br /&gt;
* SPD: 6,8 %&lt;br /&gt;
* Die Linke: 5,3 %&lt;br /&gt;
* CDU/CSU: 3,6 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt haben 5,6 % aller [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Mitglieder des Deutschen Bundestages]] ihr Studium abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Studienabbrecher ==&lt;br /&gt;
* [[Volker Beck]], Politiker, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in Stuttgart, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Henryk M. Broder]], Publizist und Buchautor, studierte verschiedene Fächer in Köln.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Bütikofer]], Politiker, ehemaliger Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, studierte Geschichte und Sinologie in Heidelberg, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Daniel Cohn-Bendit]], Politiker, MdEP (Bündnis 90/Die Grünen), studierte Soziologie in Paris, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Michael Dell]], Gründer der Computerfirma [[Dell]], der texanische Unternehmer brach 1984 sein Medizinstudium gegen den Willen seiner Eltern ab.&lt;br /&gt;
* [[Larry Ellison]], Gründer und Präsident (CEO) des US-Softwarekonzerns Oracle, studierte ab 1962 an der University of Illinois in Champaign Mathematik, fiel 1964 durch sämtliche Abschlussexamen und verließ die Hochschule ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Roland Emmerich]], Regisseur, studierte an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, ging aber vor dem Examen nach Hollywood.&lt;br /&gt;
* [[Ottfried Fischer]], Schauspieler, begann in München ein Jurastudium, das er abbrach.&lt;br /&gt;
* [[Bill Gates]] brach 1975 sein Mathematikstudium an der [[Harvard University]] ab, um sich ausschließlich seinem Unternehmen [[Microsoft Corporation]] zu widmen.&lt;br /&gt;
* [[Katrin Göring-Eckardt]], Politikerin, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), studierte evangelische Theologie in Leipzig, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Grönemeyer]], Musiker und Schauspieler, war 23 Semester lang als Student der Musikwissenschaft und des Rechtes immatrikuliert, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
*  [[Bella Hadid]], ein US-amerikanisches Model. Sie brach ihr Fotografiestudium an der [[Parsons School of Design]] ab.&lt;br /&gt;
* [[Janet Hubert]], eine US-amerikanische Schauspielerin, die ihr Studium an der [[Juilliard School]] abbrach.&lt;br /&gt;
* [[Aya Jaff]], Autorin, Gründerin und Motivationsrednerin, brach ihr Informatik-Studium ab.&lt;br /&gt;
* [[Günther Jauch]] hat sowohl sein Studium der Rechtswissenschaften in Berlin als auch seine Studien in Politik und Neuerer Geschichte in München abgebrochen.&lt;br /&gt;
* [[Steve Jobs]], Mitgründer der Computerfirma [[Apple]]: Abbruch seines Studiums am Reed College, Oregon, nach einem Semester.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Joop]], Designer, studierte Werbepsychologie in Braunschweig, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Kachelmann]], Moderator, Journalist und Unternehmer mit Schwerpunkt Meteorologie, studierte Geographie, Mathematik und Physik in Zürich, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Oliver Kalkofe]], Satiriker und Moderator, studierte Anglistik, Germanistik und Publizistik in Münster. Nach acht Semestern brach er ab.&lt;br /&gt;
* [[Johannes B. Kerner]], Moderator und Talkmaster, begann 1984 in Berlin BWL zu studieren und arbeitete parallel dazu in der Sportabteilung des Senders SFB. 1988 verabschiedete er sich ohne Abschluss vom Studium.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich von Kleist]], Schriftsteller, brach 1800 nach drei Semestern an der [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Viadrina]] in Frankfurt an der Oder sein Studium der Mathematik und Physik ab.&lt;br /&gt;
* [[Kevin Kühnert]], ehemaliger Bundesvorsitzender der Jusos (SPD), Generalsekretär SPD&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Küppersbusch (Journalist)|Friedrich Küppersbusch]], Fernsehproduzent, beendet das Journalistikstudium ohne Diplom.&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Kurz]], österreichischer Politiker (ÖVP) und (jüngster) Altbundeskanzler, Rechtswissenschaften abgebrochen.&lt;br /&gt;
* [[Ricarda Lang]], Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, studierte ab 2012 Rechtswissenschaften, brach dies jedoch 2019 ohne Abschluss ab.&lt;br /&gt;
* [[Hans Meiser (Moderator)|Hans Meiser]], Moderator, studierte in Stuttgart Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte – ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Oswald Metzger]], Politiker und Publizist, studierte 12 Semester Rechtswissenschaft in Tübingen, ohne Abschluss &lt;br /&gt;
* [[Ulrich Meyer]], Moderator, studierte nach Abitur und Wehrdienst Medizin in Köln, brach das Studium allerdings ab. 1979 begann er sein Volontariat bei der &amp;#039;&amp;#039;Kölnischen Rundschau&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Juliane Nagel]], Politikerin (Die Linke) und seit 2014 Mitglied des Sächsischen Landtags, studierte bis 2014 Politikwissenschaft, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Omid Nouripour]], Politiker, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), verschiedene Fächer abgebrochen.&lt;br /&gt;
* [[Yoko Ono]], Künstlerin und Sängerin, brach ihr Philosophiestudium an der [[Gakushūin-Universität]] ab.&lt;br /&gt;
* [[Kai Pflaume]], Show-Moderator, abgebrochenes Informatikstudium in Magdeburg.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Pilawa]], Moderator, brach sein Medizinstudium in Hamburg nach sechs Semestern ab.&lt;br /&gt;
* [[Frank Plasberg]], Moderator, beendete das Studium der Theaterwissenschaft, Politik und Pädagogik in Köln nach siebzehn Semestern.&lt;br /&gt;
* [[Claudia Roth]], Politikerin, ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretende Bundestagspräsidentin, studierte Theaterwissenschaften in München, ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Vogler]], Politikerin (Die Linke), Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft abgebrochen.&lt;br /&gt;
* [[Steve Wozniak]], Mitgründer der Computerfirma Apple, hielt im Jahre 2006 am Stanford College eine Rede,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gsb.stanford.edu/insights/steve-wozniak-first-your-create-it-then-you-grow-it Steve Wozniak: First Your Create It, Then You Grow It – Stanford Graduate School of Business]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er sowohl sein eigenes als auch das Studium allgemein als Geld- und Zeitverschwendung bezeichnete.&lt;br /&gt;
* [[Paul Ziemiak]], Generalsekretär der CDU, studierte Rechtswissenschaften und Unternehmenskommunikation ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
* [[Mark Zuckerberg]], Gründer von Facebook, studierte Psychologie und Informatik in Harvard und brach sein Studium 2006 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tino Bargel: &amp;#039;&amp;#039;Sind spätere Hochschulabgänger und Fachwechseler anders als „normale“ Studienanfänger? Arbeitsunterlage 71.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 1982.&lt;br /&gt;
* Ulrich Heublein, Heike Spangenberg, Dieter Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Ursachen des Studienabbruchs. Analyse 2002&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hochschulplanung.&amp;#039;&amp;#039; Band 163). HIS, Hannover 2003, ISBN 3-930447-54-1.&lt;br /&gt;
* Franz Kolland: &amp;#039;&amp;#039;Studienabbruch: Zwischen Kontinuität und Krise. Eine empirische Untersuchung an Österreichs Universitäten.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2002, ISBN 3-7003-1394-2.&lt;br /&gt;
* Karl Lewin: &amp;#039;&amp;#039;Studienabbruch in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: Manuela Schröder-Gronostay, Hans Dieter Daniel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studienerfolg und Studienabbruch.&amp;#039;&amp;#039; Luchterhand, Neuwied/Kriftel/Berlin 1999, ISBN 978-3-472-03735-4, S. 17ff.&lt;br /&gt;
* Franziska Schulze-Stocker, Christian Schäfer-Hock, Robert Pelz: &amp;#039;&amp;#039;Weniger Studienabbruch durch Frühwarnsysteme – Das Beispiel des PASST?!-Programms an der TU Dresden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Beratung und Studium.&amp;#039;&amp;#039; 12. Jg., Heft 1, 2017, {{ISSN|1860-3068}}, S. 26–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bildungsbenachteiligung in der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dzhw.eu/pdf/21/his-projektbericht-studienabbruch.pdf Ulrich Heublein, Heike Spangenberg, Dieter Sommer: Ursachen des Studienabbruchs (2008)] (PDF; 177&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.bildungsserver.de/onlineressource.html?onlineressourcen_id=17433 Studienabbruchstudie] von HIS, gefördert vom [[BMBF]], 2002&lt;br /&gt;
* [http://www.his.de/pdf/pub_kia/kia199805.pdf Studie zu Ursachen (Typologie) und Messmethodik] von HIS, gefördert vom [[BMBF]], 1998 (&amp;#039;&amp;#039;pdf&amp;#039;&amp;#039;; 262&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/399841/ Sendereihe „Studienabbrecher“ des Deutschlandfunks]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,7527,00.html „Prominente Studienabbrecher: Es gibt ein Leben nach der Uni“], Fotogalerie von [[Spiegel Online]], 2006&lt;br /&gt;
* [http://www.mediap.de/system/uploads/0000/0424/Studienabbrecher.pdf Artikel in der Münchner Abendzeitung] (PDF-Datei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungsbeteiligung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschulwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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