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	<title>Studia humanitatis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Studia_humanitatis&amp;diff=252463&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 12. Oktober 2024 um 13:20 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-12T13:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (‚humanistische Studien‘, genannt auch kurz &amp;#039;&amp;#039;Humaniora&amp;#039;&amp;#039;; wörtlich „Studien der Humanität“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studia humaniora&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit der [[Renaissance]] die lateinische Bezeichnung für die Gesamtheit des [[Renaissance-Humanismus|humanistischen]] Bildungsprogramms. Dieses beruhte auf der Rückbesinnung auf die griechische und römische [[Antike]], wofür das Erlernen und Pflegen der [[Griechische Sprache|griechischen]] und vor allem der [[Latein|lateinischen]] Sprache Voraussetzung war. Nicht alle Renaissance-Humanisten verfügten über gute Griechischkenntnisse, aber ausgezeichnete Beherrschung des Lateinischen wurde auf jeden Fall erwartet. Hiervon leiten sich auch die [[#Humanities|Humanities]] als Lehr- und Forschungsdisziplinen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Den Begriff &amp;#039;&amp;#039;humanitas&amp;#039;&amp;#039; übernahmen die Renaissance-Humanisten von ihrem wichtigsten antiken Vorbild, dem Redner [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]]. Cicero hatte betont, dass sich der Mensch vom Tier durch die Sprache unterscheidet, und damit eine Begründung dafür geboten, dass die Pflege der Sprachkunst als des spezifisch Menschlichen in den Mittelpunkt der Erziehung zu stellen sei. Sein Ideal des kultivierten Menschen war der universal gebildete „vollkommene Redner“ &amp;#039;&amp;#039;(orator perfectus)&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Redner ist ein Gelehrter, aber seine Gelehrsamkeit ist nicht Selbstzweck, sondern zielt stets auf das öffentlich-politische Leben, da er zugleich Politiker ist. Ciceros von den Humanisten übernommener Humanitas-Begriff schließt zwar Tugenden wie Milde und Gerechtigkeit und wohlwollendes Verhalten zum Mitmenschen ein, unterscheidet sich aber von den modernen Begriffen [[Humanität]] oder [[Menschlichkeit]]. Im Unterschied zu diesen stellt er nicht die Achtung vor allen Menschen und deren „menschliche“ Behandlung in den Mittelpunkt, sondern die Geistesbildung. „Menschlichkeit“ oder „Menschenfreundlichkeit“ im modernen Sinne ist somit nur ein Teil der &amp;#039;&amp;#039;humanitas&amp;#039;&amp;#039; Ciceros und der Renaissance-Humanisten, eine der Früchte der &amp;#039;&amp;#039;studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals im Jahr 1369 von dem italienischen Humanisten [[Coluccio Salutati]] verwendet. Salutati verstand darunter eine Gruppe von Bildungsdisziplinen, nämlich die Fachgebiete [[Grammatik]], [[Rhetorik]], [[Poesie]], [[Moralphilosophie]] (im Gegensatz zur [[Scholastik|scholastischen]] [[Naturphilosophie]]) und antike Geschichte. Das waren die humanistischen Fächer. Nicht dazu gehörten [[Logik]], [[Metaphysik]], [[Mathematik]], [[Naturwissenschaft]]en, [[Medizin]], [[Rechtswissenschaft]], [[Theologie]] und die [[Artes mechanicae]]; der Begriff &amp;#039;&amp;#039;studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039;, als Nachfolger der mittelalterlichen &amp;#039;&amp;#039;[[Artes liberales]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[August Buck]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Medizin im Verständnis des Renaissancehumanismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rudolf Schmitz (Pharmaziehistoriker)|Rudolf Schmitz]], [[Gundolf Keil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Humanismus und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim an der Bergstraße 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission für Humanismusforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 11), S. 181–198, hier: S. 181 und 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; diente der Abgrenzung von diesen Wissensgebieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beginn des 15. Jahrhunderts rühmte [[Leonardo Bruni]] den Pionier des Humanismus, [[Francesco Petrarca]], dafür, dass er die im Mittelalter erloschenen &amp;#039;&amp;#039;studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039; erneuert habe. Nach dem Verständnis der italienischen Humanisten war Petrarca, der selbst diesen Ausdruck noch nicht verwendete, der Begründer der humanistischen Studien. Von den &amp;#039;&amp;#039;studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039; wurde im späten 15. Jahrhundert das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[humanista]]&amp;#039;&amp;#039; (Humanist) abgeleitet, das anfänglich nur im Studentenjargon als Berufsbezeichnung für Lehrstuhlinhaber humanistischer Fächer verwendet wurde. Als Bezeichnung für Humanisten (humanistisch Gebildete) wurde &amp;#039;&amp;#039;humanista&amp;#039;&amp;#039; erst im 16. Jahrhundert gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coluccio Salutati erklärte die &amp;#039;&amp;#039;humanitas&amp;#039;&amp;#039; zum Bildungsziel und stellte als erster ein Studienprogramm dafür auf, wobei er davon ausging, dass die humanistischen Fächer eine Einheit darstellen. Unter &amp;#039;&amp;#039;humanitas&amp;#039;&amp;#039; verstand er die Verbindung von &amp;#039;&amp;#039;virtus&amp;#039;&amp;#039; (Tugend) und &amp;#039;&amp;#039;doctrina&amp;#039;&amp;#039; (Unterricht). Es handelte sich um eine Bildungsreform; die Humanisten waren der Überzeugung, dass das spätmittelalterliche Bildungswesen der [[Scholastik]] überholt sei und durch ein völlig neues Konzept ersetzt werden müsse. Angestrebt wurde dabei eine Ausrichtung der humanistischen Unterrichtsfächer auf die Moralphilosophie zum Zweck von deren praktischer Anwendung, also die Erziehung des Menschen zur sittlichen Persönlichkeit anhand der antiken Leitbilder. Daher schrieb Leonardo Bruni, die &amp;#039;&amp;#039;studia humanitatis&amp;#039;&amp;#039; seien deswegen so genannt, weil sie den Menschen „vervollkommnen und schmücken“. Daher verdiente der humanistisch Gebildete nach Auffassung der Humanisten das höchste soziale Ansehen; Bildung sollte wichtiger sein als politische oder militärische Macht, Reichtum oder Adel. Alles, was nicht direkt zur tugendhaften menschlichen Lebensführung im Sinne des humanistischen Ideals beiträgt, also aus humanistischer Sicht keinen Nutzen für das Leben hat, pflegten die Humanisten meist als überflüssig abzulehnen oder zumindest als zweitrangig einzustufen. Hierzu gehörten vor allem naturwissenschaftliche Neugier und spekulatives metaphysisches Erkenntnisstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Humanities ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Humanities&amp;#039;&amp;#039; ist eine im modernen englischen Sprachraum verbreitete Wissenschaftskategorisierung, die alle Wissenschaften mit Bezug auf Menschen (als Individuen oder Kollektive) subsumiert. Mittlerweile hat der Begriff auch im Deutschen Einzug gehalten. Zu den Humanities werden für gewöhnlich sowohl die [[Humanwissenschaften]] (wie Psychologie, Pädagogik, Geografie etc.) als auch die [[Geisteswissenschaften]] einschließlich der [[Sprachwissenschaft|Sprach-]] und [[Literaturwissenschaft]]en, [[Philosophie]], [[Kunstwissenschaft]]en, [[Geschichtswissenschaft]]en im weitesten Sinne sowie die [[Sozialwissenschaft]]en und [[Wirtschaftswissenschaften]] gezählt. Die Humanities gehen auf den klassischen philologisch orientierten Bildungskanon des [[Renaissance-Humanismus]] zurück. Die meisten Hochschulabschlüsse in den Humanities tragen ein „of Arts“ im [[Akademischer Grad|akademischen Grad]], so z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Bachelor of Arts&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Master of Arts&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{lang|la|[[Artes liberales]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[August Buck]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „studia humanitatis“ im italienischen Humanismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Reinhard]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Humanismus im Bildungswesen des 15. und 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Forschungsgemeinschaft. Mitteilung der Kommission für Humanismusforschung.&amp;#039;&amp;#039; 12). Acta Humaniora, Weinheim 1984, ISBN 3-527-17012-X, S. 11–24.&lt;br /&gt;
* Søren Kjørup: &amp;#039;&amp;#039;Humanities. Geisteswissenschaften. Sciences humaines. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart u. a. 2001, ISBN 3-476-01823-7.&lt;br /&gt;
* François Renaud: &amp;#039;&amp;#039;Humanitas.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Hu–K.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1998, ISBN 3-484-68104-7, Sp. 80–86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akademische Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftskategorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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