<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Studentische_Rechtsberatung</id>
	<title>Studentische Rechtsberatung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Studentische_Rechtsberatung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Studentische_Rechtsberatung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T18:07:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Studentische_Rechtsberatung&amp;diff=2502091&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Studentische_Rechtsberatung&amp;diff=2502091&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-18T13:02:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Studentische Rechtsberatung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Rechtsberatung]] durch [[Studenten]] an [[Hochschule]]n oder im universitären Umfeld. Anders als bei [[Studentische Unternehmensberatung|studentischer Unternehmensberatung]] sind hierbei die Anforderungen des [[Rechtsdienstleistungsgesetz]]es zu beachten. Abzugrenzen sind Beratungsangebote der [[Universität]] oder des [[AStA]], in denen Anwälte oder Mitarbeiter mit Befähigung zum Richteramt &amp;#039;&amp;#039;für&amp;#039;&amp;#039; Studierende tätig werden. Eine Beratung &amp;#039;&amp;#039;durch&amp;#039;&amp;#039; Studierende kann demgegenüber durchaus auch zugunsten Dritter erfolgen. Sie kann Teil der universitären Lehre sein, aber auch durch den AStA oder von Studierenden unabhängig von der Universität organisiert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Hintergrund solcher Angebote ist es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, die in der Theorie des Studiums erlernten Fertigkeiten an echten Fällen zu erproben und [[soziale Kompetenz]] zu erlernen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Bücker, William A Woodruff |Titel=The Bologna Process and German Legal Education: Developing Professional Competence through Clinical Experiences |Sammelwerk=[[German Law Journal]] |Band=9 |Nummer=5 |Datum=2008 |Seiten=589 ff. |Sprache=en |Online=[https://scholarship.law.campbell.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1036&amp;amp;context=fac_sw scholarship.law.campbell.edu] |Format=PDF |KBytes=2400 |Abruf=2019-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Studium wird so um den Erwerb von [[Schlüsselqualifikation]]en ergänzt. Insoweit wird dem Ziel einer stärkeren Anwaltsorientierung der Juristenausbildung, wie sie das 2002 reformierte [[Deutsches Richtergesetz]] vorsieht, Rechnung getragen ({{§|5a|drig|juris}} Abs. 3 DRiG). Eine studentische Rechtsberatung leistet dies in Form des [[Learning by doing]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Rechtsberatung durch Studierende wird oft auch der US-amerikanische Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Legal Clinic&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Dieser hat freilich in den USA eine mehrfache Bedeutung: Dort bezeichnet der Ausdruck primär das Angebot kostenloser Rechtsberatung für bedürftige Menschen (&amp;#039;&amp;#039;legal aid clinic&amp;#039;&amp;#039;), insbesondere durch soziale Organisationen oder Anwaltskanzleien (auch ohne studentische Beteiligung). Aus Sicht der Hochschullehre beschreibt „clinical legal education“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lusine Hovhannisian |Titel=Clinical Legal Education and the Bologna Process |Sammelwerk=PILI Papers |Nummer=2 |Verlag=Public Interest Law Initiative |Datum=2006 |Sprache=en |Online=[http://www.pilnet.org/public-interest-law-resources/25-clinical-legal-education-and-the-bologna-process-by.html pilnet.org] |Abruf=2018-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; demgegenüber allgemein Praxisbezüge in der juristischen Lehre, einschließlich Simulationen wie [[Moot Court]]s, [[Praktika]] oder [[Verhandlung#Verhandlungsführung|Verhandlungstrainings]] im Hochschulunterricht,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Bücker, William A Woodruff |url=https://www.germanlawjournal.com/pdfs/Vol09No05/PDF_Vol_09_No_05_575-618_Articles_Bucker%20and%20Woodruff.pdf |titel=The Bologna Process and German Legal Education: Developing Professional Competence through Clinical Experiences |werk=German Law Journal 2008 |seiten=593 ff |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150403084350/https://www.germanlawjournal.com/pdfs/Vol09No05/PDF_Vol_09_No_05_575-618_Articles_Bucker%20and%20Woodruff.pdf |archiv-datum=2015-04-03 |abruf=2011-12-31 |format=PDF; 260&amp;amp;nbsp;kB |sprache=en |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beinhaltet also nicht zwingend eine beratende Tätigkeit gegenüber Dritten. Dieses Begriffsverständnis erfasst zudem nur Angebote der Hochschulen selbst, nicht etwa entsprechende [[Studenteninitiative]]n. In Deutschland und vielen europäischen Staaten wird der Begriff meist in einem dritten Sinne verstanden – gemeint ist die hier angesprochene Rechtsberatung durch Studierende gleich welcher Form (auch wenn diese unabhängig von der Hochschule erfolgt). Zur Vermeidung von Missverständnissen sollte der Ausdruck „clinic“ daher vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationales Umfeld und Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge in den USA ===&lt;br /&gt;
Vorreiter im Bereich der studentischen Rechtsberatung waren die [[Vereinigte Staaten|USA]], wo [[Hochschule]]n sich bereits früh in sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Legal Clinics&amp;#039;&amp;#039; engagierten. Diese bieten finanziell benachteiligten Rechtssuchenden kostenlose Unterstützung (vor allem in [[Strafrecht|Strafsachen]]). Die Hochschulen sind neben sozialen Organisationen ein wichtiger Träger dieses Modells. Zudem werden dadurch die Folgen des Fehlens einer dem deutschen [[Rechtsreferendariat|Referendariat]] vergleichbaren praktischen Ausbildung gemindert. Erste Angebote bestanden dort bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Die moderne Ausgestaltung solcher Legal Clinics begann erst in den 1960er-Jahren aufgrund einer großzügige Förderung durch die [[Ford Foundation]]. Im Jahr 1973 hatten 125 der damals 147 Law Schools entsprechende Angebote.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Richard Lewis |url=http://www.law.cf.ac.uk/research/pubs/repository/212.pdf |titel=Clinical Legal Education Revisited |datum=2006-01-03 |abruf=2011-12-29 |format=PDF; 62&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Umfrage aus dem Jahr 2007/2008 unter 131 [[Law School]]s ergab, dass dort insgesamt 809 Kliniken (6,2 pro Law School) existierten, nur 3 Befragte erklärten, kein entsprechendes Angebot zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.csale.org/files/CSALE.07-08.Survey.Report.pdf |titel=Center for the Study of Applied Legal Education – Report on the 2007/2008 Survey |abruf=2011-12-30 |format=PDF; 248&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Staaten ===&lt;br /&gt;
In anderen Staaten taten sich vergleichbare Angebote schwer.&amp;lt;ref&amp;gt;allgemein zur Einbindung praktischer Elemente in die Juristenausbildung: Matthias Kilian, Stefanie Lemke: &amp;#039;&amp;#039;Modelle der Juristenausbildung in Europa – Eine Standortbestimmung.&amp;#039;&amp;#039; (= Studien der Hans Soldan Stiftung zur Juristenausbildung. Band 2). Anwaltverlag, Bonn 2010, ISBN 978-3-8240-5411-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], einem Staat, der ebenfalls zum anglo-amerikanischen [[Rechtskreis]] gehört, boten im Jahr 1994 gerade einmal 13 % der Universitäten entsprechende Programme an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Richard Lewis |url=http://www.law.cf.ac.uk/research/pubs/repository/212.pdf |titel=Clinical Legal Education Revisited |datum=2006-01-03 |abruf=2011-12-29 |format=PDF; 62&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Russland]] gab es demgegenüber im Jahr 2009 bereits 160 solcher Kliniken – die vor allem mit Unterstützung amerikanischer Universitäten nach dem [[Zerfall der Sowjetunion]] Mitte der 1990er-Jahre aufgebaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://russia.usaid.gov/programs/democratic_dev/rule_of_law_and_human_rights/ABA_01/ |titel=Development of the Legal Profession (2005–2009) |werk=usaid.gov |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111015034255/http://russia.usaid.gov/programs/democratic_dev/rule_of_law_and_human_rights/ABA_01/ |archiv-datum=2011-10-15 |abruf=2011-12-29 |offline=1 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Tschechische Republik|Tschechischen Republik]] existieren mehrere Law Clinics an der [[Palacký-Universität Olmütz]], wo die erste Tschechische Law Clinic im Jahr 1996 gegründet wurde. Im Jahr 2015 gab es in [[Polen]] 25&amp;amp;nbsp;universitäre Rechtsberatungsangebote in 15&amp;amp;nbsp;Städten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fupp.org.pl/en/legal-clinics/history |titel=History and activity of the legal clinics in Poland |werk=fupp.org.pl |hrsg=Fundacja Uniwersyteckich Poradni Prawnych |abruf=2018-09-22 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Slowenien]] gibt es an der Juristischen Fakultät in [[Universität Ljubljana|Ljubljana]] die &amp;#039;&amp;#039;Ljubljana Legal Clinic for Refugees and Foreigners&amp;#039;&amp;#039;, die vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) unterstützt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.pf.uni-lj.si/en/extra-curricular-activities/legal-clinic-for-refugees-and-foreigners |titel=Legal Clinic for Refugees and Foreigners |titelerg=Überblick über extracurriculäre Angebote der Universität Ljubljana |werk=pf.uni-lj.si |hrsg=Universität Ljubljana |abruf=2018-11-25 |sprache=en}} Siehe dazu Stefanie Lemke: [http://legalprofession.uni-koeln.de/fileadmin/user_upload/Slowenien/Der_Rechtsanwalt_in_der_slowenischen_Republik.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Rechtsanwalt in der Republik Slowenien.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 243&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Belarus]], in [[Indien]] und in [[Kroatien]] erfolgt eine Rechtsberatung durch Studierende. In den [[Baltische Staaten|baltischen Staaten]] gibt es bereits seit 2000 den Universitäten angegliederte Legal Clinics.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Kilian: &amp;#039;&amp;#039;Zverinati advokati: Die lettische Anwaltschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wirtschaft und Recht in Osteuropa|WiRO]]&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 321–327; ders.: &amp;#039;&amp;#039;Lietuvos advokatura: Die litauische Anwaltschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;WiRO&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 65–71; ders.: &amp;#039;&amp;#039;Eesti Advokatuur – Die estnische Anwaltschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;WiRO&amp;#039;&amp;#039; 2007, 1-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation in Österreich ===&lt;br /&gt;
In Wien wurde die Entwicklung einer Law Clinic im Jahr 2014 durch studentische Initiative über den Verein &amp;#039;&amp;#039;Vienna Law Clinics – Studentische Rechtsberatung in Wien&amp;#039;&amp;#039; angestoßen. Seit dem Sommersemester 2017 besteht an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien eine Law Clinic in den Bereichen Asylrecht, Startups und Verbraucherrecht. Nach Abschluss einer von erfahrenen Praktikern aus den jeweiligen Rechtsgebieten gehaltenen Lehrveranstaltung, können die Studierenden über den Verein beratend tätig werden. Auch dabei werden sie von Praktikern angeleitet und unterstützt. Zudem besteht an der Universität Graz seit Oktober 2016 eine Refugee Law Clinic.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung in Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland sind „Kliniken“ für Juristen bereits seit fast 150 Jahren in der Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rudolf von Gneist |url=http://books.google.de/books?id=y4xMAAAAcAAJ&amp;amp;dq=inauthor%3A%22Deutscher%20Juristentag%22%201863&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA1-PA180#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |titel=Diskussionsbeitrag. In: Verhandlungen des Vierten Deutschen Juristentages 1862 in Wien, G. Jansen. Berlin 1864, Band 2, S. 180 |abruf=2011-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon damals wurde gegen den Begriff „Klinik“ angeführt, er klinge, „als wäre die Jurisprudenz eine chronische Krankheit“. Dementsprechend wird er von vielen deutschen Angeboten bis heute nicht genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz eines befürwortenden Plädoyers im Jahr 1896&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Frommhold]], &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://dlib-zs.mpier.mpg.de/pdf/2173669/05/1900/21736690519000470.pdf |wayback=20110722070032 |text=Juristische Kliniken |archiv-bot=2023-01-16 15:46:05 InternetArchiveBot }} (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Juristen-Zeitung|DJZ]]&amp;#039;&amp;#039; 1896, S. 448–450.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte sich diese Form der Juristenausbildung in Deutschland zunächst nicht durchsetzen. Von 1935 bis 2008 verhinderte das damals geltende [[Rechtsberatungsgesetz]] (RBerG) unter anderem auch eine unmittelbare Beratung durch Studierende. Zulässig war ausschließlich eine Tätigkeit im Vorfeld der Beratung (insbesondere gutachterliche Tätigkeit).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Piekenbrock |url=http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/Institute/Wolf/pdfs/2011/Legal_Clinic.pdf |titel=Rechtlicher Rahmen für Legal Clinics im RDG |werk=jura.uni-hannover.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150402162243/http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/Institute/Wolf/pdfs/2011/Legal_Clinic.pdf |archiv-datum=2015-04-02 |abruf=2019-09-25 |format=PDF; 103&amp;amp;nbsp;kB |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch die Liberalisierung im Rahmen des Rechtsdienstleistungsgesetzes wurde eine individuell beratende Aktivität der Studierenden gegenüber Rechtssuchenden ermöglicht. Aus Sicht der [[Anwaltschaft]] wird diese Entwicklung teilweise skeptisch beurteilt. Vor allem kleinere Kanzleien fürchten Konkurrenz bei der Akquise neuer Mandanten. Durch [[Beratungshilfe]] und [[Prozesskostenhilfe]] sei der Bedarf für solche [[Dienstleistungen]] zudem deutlich geringer als in den [[USA]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heribert Hirte, Sebastian Mock |Hrsg=Jürgen Basedow, Uwe Kischel, Ulrich Sieber |Titel=The Role of Practice in Legal Education |Sammelwerk=German National Reports to the 18th International Congress of Comparative Law |Verlag=Mohr Siebeck |Datum=2010 |ISBN=978-3-16-150437-2 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird die Entstehung einer &amp;#039;&amp;#039;[[Zweiklassengesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; befürchtet. Schließlich wird auch der didaktische Bedarf bestritten, da es in Deutschland mit dem [[Rechtsreferendariat|Referendariat]] eine spezifisch praktische Ausbildung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Mock |url=http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/Institute/Wolf/pdfs/2011/Legal_Clinic.pdf |titel=Thesenpapier „Praxissimulation im Studium“ |abruf=2011-12-31 |format=PDF; 106&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150402162243/http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/Institute/Wolf/pdfs/2011/Legal_Clinic.pdf |archiv-datum=2015-04-02 |offline=ja |archiv-bot=2024-05-18 13:02:54 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Situation in Deutschland}} Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Rahmenbedingungen ===&lt;br /&gt;
Das [[Rechtsdienstleistungsgesetz]] (RDG) erlaubt den Studierenden neben der reinen Beratung ein außergerichtliches Tätigwerden (etwa [[Mahnung (Deutschland)|Mahnschreiben]], Telefonanrufe) sowie eine Vertretung gegenüber [[Behörde]]n. Eine [[Gericht|Vertretung vor Gericht]] ist demgegenüber nur in [[Strafsache|Strafsachen]] zulässig, nicht aber in [[Zivilsache|Zivilsachen]] ({{§|138|StPO|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]], {{§|79|zpo|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Zivilprozessordnung (Deutschland)|ZPO]]). Auch für die übrigen Fälle ist eine Anleitung durch eine zur entgeltlichen Beratung befugte Person oder eine Person mit [[Befähigung zum Richteramt]] erforderlich ({{§|6|rdg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 RDG); diese Anleitung muss nicht im Einzelfall erfolgen und ist ggf. als erfüllt anzusehen, wenn eine regelmäßige Fortbildung der Beratenden Person durch eine befugte Person stattfindet und eine solche der beratenden Person im Zweifel auch für Einzelfallfragen zur Verfügung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das RDG und seine Auswirkungen auf die Erbringung von unentgeltlichen Rechtsdienstleistungen |Hrsg=Manuel Tanck |Sammelwerk=[[Zeitschrift für die Steuer- und Erbrechtspraxis|ZeRB]] |Nummer=08 |Datum=2008 |ISSN=1439-3182 |Online=https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/zerb-082008-das-rdg-und-seine-auswirkungen-auf-die-erb-v-unentgeltliche-rechtsdienstleistungen_idesk_PI17574_HI2758494.html |Abruf=2023-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beratung in Steuerangelegenheiten ist nicht erlaubt ({{§|2|stberg|juris}}[[Steuerberatungsgesetz|StBerG]]). Dem Verein Tax Law Clinic Hannover, der solche Beratungen unentgeltlich anbieten möchte, verweigert das Amtsgericht Hannover die Eintragung in das Vereinsregister, weil der Vereinszweck gegen das gesetzliche Verbot verstößt. Die dagegen gerichtete Beschwerde blieb beim Oberlandesgericht Celle erfolglos wie auch die [[Rechtsbeschwerde]] beim Bundesgerichtshof. Der Verein, der das gesetzliche Verbot für verfassungswidrig hält, kündigte Verfassungsbeschwerde an.&amp;lt;ref&amp;gt;Chiara Prestin / Marcel Schneider: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lto.de/karriere/jura-studium/stories/detail/bgh-iizb1122-tax-law-clinic-keine-eintragung-verein Studierende dürfen nicht im Steuerrecht beraten.]&amp;#039;&amp;#039;In: Legal Tribune Online vom 10. Mai 2023, abgerufen am 11. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus plant die Bundesregierung derzeit eine Legalisierung der unentgeltlichen studentischen Steuerrechtsberatung im Rahmen einer Tax Law Clinic&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Gesetz zur Neuregelung beschränkter und unentgeltlicher geschäftsmäßiger Hilfeleistung in Steuersachen sowie zur Änderung weiterer Vorschriften im Bereich der steuerberatenden Berufe&amp;quot;, auf [https://dip.bundestag.de/vorgang/gesetz-zur-neuregelung-beschr%C3%A4nkter-und-unentgeltlicher-gesch%C3%A4ftsm%C3%A4%C3%9Figer-hilfeleistung-in-steuersachen/302803?f.deskriptor=Gesetz%20zur%20Neuregelung%20beschr%C3%A4nkter%20und%20unentgeltlicher%20gesch%C3%A4ftsm%C3%A4%C3%9Figer%20Hilfeleistung%20in%20Steuersachen%20sowie%20zur%20%C3%84nderung%20weiterer%20Vorschriften%20im%20Bereich%20der%20steuerberatenden%20Berufe&amp;amp;rows=25&amp;amp;pos=1 dip.bundestag.de], abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine generelle [[Haftung (Recht)|Haftungsprivilegierung]] für die unentgeltliche Rechtsberatung besteht nicht. Eine solche muss vielmehr im Einzelfall [[vertrag]]lich vereinbart werden. Als Ausweg wird teilweise die Gründung einer juristischen Person (etwa einer [[Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)]] oder eines [[Eingetragener Verein|eingetragenen Vereins]]) gesehen. Dabei ist das Verhältnis zur Rechtsanwaltsgesellschaft (für die eine Haftpflichtversicherung erforderlich ist, {{§|59c|brao|juris}}&amp;amp;nbsp;ff. [[Bundesrechtsanwaltsordnung|BRAO]]) bislang ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dachverband Studentischer Rechtsberatungen ===&lt;br /&gt;
Auf Initiative verschiedener Rechtsberatungen wurde im Jahr 2017 der Dachverband Studentischer Rechtsberatungen gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.dachverband-srb.de/ |titel=Dachverband studentischer Rechtsberatungen |werk= |hrsg= |datum= |abruf=17.01.2021 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bundesvereinigung verfolgt er das Ziel, das Konzept der ehrenamtlichen studentischen Rechtsberatung in der juristischen Ausbildung flächendeckend, rechtskonform und auf hohem Qualitätsniveau zu etablieren und zu erhalten. Um die überregionale Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Law Clinics zu fördern, unterstützt er etwa den gemeinsamen Wissens- und Erfahrungsaustausch oder begleitet Neugründungen. Daneben repräsentiert er die studentischen Initiativen und vertritt ihre Interessen nach außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Refugee Law Clinics haben sich im Dachverband &amp;#039;&amp;#039;[[Refugee Law Clinics Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rechtsberatung für Asylbewerber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Studentische Rechtsberatung in Deutschland ===&lt;br /&gt;
* German Journal of Legal Education, Vol 4, 2017/2018, ISBN 978-3-7450-2337-4&lt;br /&gt;
* German Journal of Legal Education, Vol 3, 2016, ISBN 978-3-7418-1472-3&lt;br /&gt;
* German Journal of Legal Education, Vol 2, 2015, ISBN 978-3-7375-4809-0.&lt;br /&gt;
* German Journal of Legal Education, Vol 1, 2014, ISBN 978-3-8442-9673-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Bücker / William A Woodruff: &amp;#039;&amp;#039;Clinical Legal Education – eine Option für die deutsche Juristenausbildung?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[JuristenZeitung|JZ]].&amp;#039;&amp;#039; Band 63 (2008), 22, S. 1068–1076.&lt;br /&gt;
* Georg Dietlein / Jan-Gero Alexander Hannemann, Studentische Rechtsberatung, in: Ad Legendum 1 / 2014, S. 79–83.&lt;br /&gt;
* Georg Dietlein / Jan-Gero Alexander Hannemann, Am Anfang: Studentische Rechtsberatung in Deutschland, in: Andreas Cahn (Hrsg.), Juracon Jahrbuch 2014/2015, Frankfurt am Main 2014, S. 148–149.&lt;br /&gt;
* Georg Dietlein / Jan-Gero Alexander Hannemann, Rechtsberatung durch Studentenverein (Urteilsbesprechung OLG Brandenburg 10. September 2014 – 7 W 68/14), in: NJW 2015, 1122f.&lt;br /&gt;
* Georg Dietlein / Jan-Gero Alexander Hannemann, Studentische Rechtsberatung in Form eines Vereins ist zulässig – Anmerkung zu AG Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M., Beschluss vom 10. August 2016, in: AnwBl 2017, S. 1119.&lt;br /&gt;
* Janina Gieseking / Paul Tiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Refugee Law Clinic an der Universität Gießen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Landes- und Kommunalrecht Hessen|LKRZ]].&amp;#039;&amp;#039; 2010, 6, S. 236–239.&lt;br /&gt;
* Jan-Gero Alexander Hannemann / Georg Dietlein, Studentische Rechtsberatung und Clinical Legal Education in Deutschland, Berlin / Heidelberg 2016 (Springer Verlag), ISBN 978-3-662-48398-5 (Rezension Frank Remmertz, in: NJW 2017, S. 1086)&lt;br /&gt;
* Jan-Gero Alexander Hannemann / Georg Dietlein, Studentische Rechtsberatung in Deutschland, in: JURA 2017, S. 449–460.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan-Gero Alexander Hannemann, Georg Dietlein |Titel=The development of refugee law clinics in Germany in view of the refugee crisis in Europe |Sammelwerk=International Journal of Clinical Legal Education |Band=25(2) |Datum=2018 |Seiten=160–184 |ISSN=1467-1069 |DOI=10.19164/ijcle.v25i2.725}}&lt;br /&gt;
* [[Benno Heussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Zugang zum Recht – Ein internationaler Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Anwaltsblatt|AnwBl]].&amp;#039;&amp;#039; Band 55 (2005), 12, S. 771–773.&lt;br /&gt;
* Jakob Horn: &amp;#039;&amp;#039;Studentische Rechtsberatung in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;JA&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 644–649.&lt;br /&gt;
* Christoph Weritsch, &amp;#039;&amp;#039;Die Grazer „Refugee Law Clinic“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;juridikum.&amp;#039;&amp;#039; 2003, 3, S. 153–156.&lt;br /&gt;
* Ann-Kathrin Wreesmann: &amp;#039;&amp;#039;Clinical Legal Education – unentgeltliche Rechtsberatung durch Studenten in den USA und Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dr.&amp;amp;nbsp;Kovac, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-5253-1. (Rezension Matthias Kilian, in: &amp;#039;&amp;#039;AnwBl.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 61)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemein zu § 6 Abs. 2 Rechtsdienstleistungsgesetz ===&lt;br /&gt;
* Hans-Friedrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;Pro-bono-Beratung im Zusammenhang mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Monatsschrift für Deutsches Recht|MDR]].&amp;#039;&amp;#039; Band 62 (2008), 7, S. 357–360.&lt;br /&gt;
* Ann-Kathrin Wreesmann, Martin Schmidt-Kessel: &amp;#039;&amp;#039;Unentgeltliche Rechtsberatung durch Laien nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]].&amp;#039;&amp;#039; Band 61, (2008), 47, S. 3389. (Langfassung In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Online-Zeitschrift|NJOZ]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8 (2008), 40, S. 4061–4072)&lt;br /&gt;
* Finn Zeidler, Henning Moelle, Kilian R. Bälz: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsberatung pro bono publico in Deutschland – eine Bestandsaufnahme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NJW.&amp;#039;&amp;#039; Band 61 (2008), 47, S. 3383–3388.&lt;br /&gt;
* Julius Späth / Marcel Vollmerhausen: Die Anleitung studentischer Rechtsberatungen nach § 6 Abs. 2 RDG und damit zusammenhängende Haftungsrisiken. In: JURA. Band 42 (2020), S. 783–790.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studentische Rechtsberatung im Ausland ===&lt;br /&gt;
* Robert Adam: &amp;#039;&amp;#039;Die legal clinics in den USA.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Rechtsvergleichung, Internationales Privatrecht und Europarecht|ZfRV]].&amp;#039;&amp;#039; Band 18 (1978), S. 217–218.&lt;br /&gt;
* Martin Henssler, Peter Schlosser (Hrsg.), Clinical Legal Education in den USA, Anwaltverlag, Bonn 1999, ISBN 3-8240-5197-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://rlc-deutschland.de/ Internetpräsenz des Dachverbandes der Refugee Law Clinics in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [http://www.hwr-berlin.de/fileadmin/downloads_internet/publikationen/Beitraege_FB3/FB3_Handbuch_StuR.pdf Handbuch Studentische Rechtsberatung – StuR an der HWR Berlin (Hans Paul Prümm (Hrsg.))] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://prezi.com/pvr7wmyqcr6t/studentische-rechtsberatungen-in-deutschland-ubersicht/ Übersicht aller Studentischen pro bono Rechtsberatungen in Deutschland] (Bayreuth 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsberatung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beratung (Dienstleistung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
	</entry>
</feed>