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	<title>Strychnin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strychnin&amp;diff=74142&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Valeee04: Die letzte Textänderung von ~2026-14992-35 wurde verworfen und die Version 263597074 von ChemoBot wiederhergestellt. Grund: nicht ersichtlich, warum das Wort &quot;und&quot; hier entfernt werden sollte</title>
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		<updated>2026-03-09T14:27:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-14992-35&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-14992-35&quot;&gt;~2026-14992-35&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/263597074&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/263597074&quot;&gt;263597074&lt;/a&gt; von ChemoBot wiederhergestellt. Grund: nicht ersichtlich, warum das Wort &amp;quot;und&amp;quot; hier entfernt werden sollte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = [[Datei:Strychnine2.svg|200px|Strukturformel von Strychnin]]&lt;br /&gt;
| Andere Namen    = * (−)-Strychnin&lt;br /&gt;
* Strychnidin-10-on ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
| Summenformel    = C&amp;lt;sub&amp;gt;21&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;22&amp;lt;/sub&amp;gt;N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|57-24-9}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = 200-319-7&lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = 100.000.290&lt;br /&gt;
| PubChem         = 441071&lt;br /&gt;
| ChemSpider      = 389877&lt;br /&gt;
| DrugBank        = DB15954&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = farblose, bitter schmeckende Kristalle&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;&amp;gt;{{RömppOnline |ID=RD-19-04499 |Name=Strychnin |Abruf=2014-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse    = 334,42 g·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat        = fest&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte          = 1,36 g·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=Strychnin|ZVG=510360|CAS=57-24-9|Abruf=2022-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = 268 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt      = 270&amp;amp;nbsp;°C (6,7 h[[Pascal (Einheit)|Pa]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = schlecht in Wasser (143 mg·l&amp;lt;sup&amp;gt;−1)&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CLH             = {{CLH-ECHA|ID=100.000.290|Name=Strychnine|Abruf=2016-02-01}}&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme|06|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = Gefahr&lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|300+310|410}}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|262|264|273|280|301+310|302+352+310}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ToxDaten        = {{ToxDaten |Typ=LD50 |Organismus=Maus |Applikationsart=oral |Wert=2,35 mg·kg&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; |Bezeichnung= |Quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strychnin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ʃtʁɪçˈniːn}}] ist ein sehr [[Toxin|giftiges]] [[Alkaloide|Alkaloid]]. Es gehört zu den [[Strychnos-Alkaloide]]n innerhalb der Gruppe der [[Indolalkaloide]]. Bereits in geringen Dosen bewirkt Strychnin eine Starre der Muskeln. Strychnin wurde in sehr geringer Dosierung als [[Analeptikum]] eingesetzt und wird auf der [[Dopingliste]] geführt. Es wurde früher auch als [[Rattengift]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Strychnin wurde erstmals 1818 durch die französischen [[Apotheker]] [[Pierre Joseph Pelletier]] und [[Joseph Bienaimé Caventou]] isoliert. Die Aufklärung der komplexen Struktur des Strychnins gelang 1946 [[Robert Robinson|Sir Robert Robinson]]. 1954 gelang schließlich [[Robert Burns Woodward]] die [[Synthese (Chemie)|chemische Synthese]] des Strychnins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodward&amp;quot; /&amp;gt; Sir Robert Robinson und Robert Burns Woodward wurden unter anderem für diese Leistungen mit dem Nobelpreis geehrt (1947 und 1965). Seither gelang bereits einigen Chemikern eine [[Enantioselektivität|enantioselektive]] Synthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strychninnitrat substance photo 2.jpg|mini|links|Auch das Strychninnitrat bildet charakteristische prismatische Kristalle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strychnin bildet farblose, äußerst bitter schmeckende [[Prisma (Geometrie)|prismenförmige]] [[Kristall]]e, die in Wasser kaum, in [[Alkohole]]n – wie [[Ethanol]] – oder in [[Chloroform]] gut löslich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkungsweise ===&lt;br /&gt;
Strychnin ist ein [[Kompetitive Hemmung|kompetitiver Antagonist]] am [[Rezeptor (Biochemie)|Glycinrezeptor]]. Das bedeutet, dass es im [[Nervensystem]], speziell im Rückenmark, am Glycinrezeptor den [[inhibitor]]ischen [[Neurotransmitter]] [[Glycin]] verdrängt. Glycin gehört neben [[Gamma-Aminobuttersäure|GABA]] zu den wichtigsten hemmenden Neurotransmittern. Der betreffende Rezeptor für Glycin ist ein [[Chloridkanal]] im [[Rückenmark]]. Strychnin verhindert die Aktivierung dieses Rezeptors und unterbindet so den hemmenden Effekt des Glycins. Auf diese Weise kommt es zu einer Übererregung der Rückenmarksnerven, welche die Symptome einer Strychninvergiftung hervorruft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Umer Chaudhry |Titel=Hypoxie-induzierte Spreading-Depression-Episoden in akuten medullären Hirnstammschnitten der Ratte |Ort=Göttingen |Datum=2011 |Seiten=15–16 |Kommentar=Dissertation, Universität Göttingen |DNB=1042344914 |URN=nbn:de:gbv:7-webdoc-2907-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Strychnin wirkt ähnlich wie andere Giftstoffe, die diesen Kanal stören, beispielsweise [[Tetanospasmin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergiftung ===&lt;br /&gt;
Eine Menge von 30 bis 120 mg Strychnin kann für einen erwachsenen Menschen tödlich sein. Strychnin wird rasch über die Schleimhäute aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stanley I. Heimberger, A. Ian Scott |Titel=Biosynthesis of strychnine |Sammelwerk=[[Chemical Communications]] |Nummer=6 |Datum=1973-01-01 |DOI=10.1039/c39730000217}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Subkutan]] oder [[intravenös]] können auch schon Mengen ab 15&amp;amp;nbsp;mg tödlich wirken. Bei Vergiftung sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Die Notfallbehandlung schließt standardmäßig eine Anwendung von [[Benzodiazepin]]en (etwa [[Diazepam]]) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symptome der Vergiftung sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Atemnot&lt;br /&gt;
* Zittern/Zucken der Muskeln&lt;br /&gt;
* schwere Krämpfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Darstellung in Kriminalromanen eignet sich Strychnin schlecht zum [[Mord]] durch (orale) Vergiftung, da es noch in einer Verdünnung von 1:130.000 geschmacklich wahrnehmbar ist. Dennoch sind vereinzelte auf Vergiftung mit Strychnin zurückzuführende Morde dokumentiert. So brachte der [[Serienmörder]] [[Thomas Neill Cream]] einen Teil seiner Opfer in den [[USA]] und [[England]] mit Hilfe von Strychnin um.&amp;lt;!-- =freiwillige, unbemerkte Einahme? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antidot, Erste Hilfe bei Vergiftungen ===&lt;br /&gt;
Bei Verschluckung von Strychnin kann mit [[Aktivkohle]] die weitere Aufnahme des Gifts in den Körper unterbunden werden. Zur Ausscheidung des Gifts können [[Abführmittel]] verwendet werden. Bei Haut- und Augenkontakt sollte die betroffene Stelle mit Wasser oder [[Polyethylenglycol]] gereinigt werden. Als [[Antidot]] gegen Strychnin wird [[Physostigmin]] eingesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Kraft: &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Spektroskopie Industrieller Produkte: Arzneimittel, Giftstoffe, Kunststoffe, Farbstoffe, Pestizide&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co KG, 2023, ISBN 9783110649642, S. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; und umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Cloetta: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Toxikologie für Studium und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-90813-2, S.&amp;amp;nbsp;293 ({{Google Buch |BuchID=k-qiBgAAQBAJ |Seite=293}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Intoxikationen durch Strychnin werden häufig mit Medikamenten der Gruppe der [[Benzodiazepine]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Diazepam]]) behandelt, welche die inhibitorische Wirkung der [[GABA-Rezeptor|GABA]]-Rezeptoren verstärken und somit der toxikologischen Wirkung des Strychnins entgegenwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Behrends, Jan C. |Titel=Duale Reihe Physiologie |Auflage=2., überarb. Aufl |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=978-3-13-138412-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Strychnin kommt in den Samen der [[Gewöhnliche Brechnuss|Gewöhnlichen Brechnuss]] (&amp;#039;&amp;#039;Strychnos nux-vomica&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Ignatius-Brechnuss]] (&amp;#039;&amp;#039;Ignatia amara&amp;#039;&amp;#039;) vor&amp;lt;!-- Gehalt/e ? --&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neue Totalsynthesen von Strychnin |Sammelwerk=[[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandte Chemie]] |Band=106 |Nummer=11 |Datum=1994 |Seiten=1204–1209 |DOI=10.1002/ange.19941061106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Strychnos nux-vomica in Kinnarsani WS, AP W IMG 6016.jpg|Frucht – Gewöhnliche Brechnuss (&amp;#039;&amp;#039;Strychnos nux-vomica&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
   Strychnos nux-vomica 003.JPG|Samen – Gewöhnliche Brechnuss (&amp;#039;&amp;#039;Strychnos nux-vomica&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
   Strychnos ignatii 001.JPG|Bohnen der Ignatius-Brechnuss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Die klassische [[Totalsynthese]] von Strychnin geht auf Woodward zurück (1954).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Woodward&amp;quot;&amp;gt;R. B. Woodward, Michael P. Cava, [[William David Ollis|W. D. Ollis]], A. Hunger, H. U. Daeniker, K. Schenker: &amp;#039;&amp;#039;The Total Synthesis of Strychnine&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society&amp;#039;&amp;#039;, 76, 1954, S.&amp;amp;nbsp;4749, [[doi:10.1021/ja01647a088]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem war die Verbindung immer wieder ein interessantes Ziel für organische Chemiker.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | last1 = Eichberg | first1 = Michael J. | last2 = Dorta | first2 = Rosa L. | last3 = Lamottke | first3 = Kai | last4 = Vollhardt | first4 = K. Peter C. | year = 2000 | title = The Formal Total Synthesis of (±)-Strychnine via a Cobalt-Mediated [2 + 2 + 2]Cycloaddition | journal = [[Org. Lett.]] | volume = 2 | issue = 16| pages = 2479–2481 | doi = 10.1021/ol006131m | pmid = 10956526 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | last1 = Eichberg | first1 = Michael J. | last2 = Dorta | first2 = Rosa L. | last3 = Grotjahn | first3 = Douglas B. | last4 = Lamottke | first4 = Kai | last5 = Schmidt | first5 = Martin | last6 = Vollhardt | first6 = K. Peter C. | year = 2001 | title = Approaches to the Synthesis of (±)-Strychnine via the Cobalt-Mediated [2 + 2 + 2] Cycloaddition: Rapid Assembly of a Classic Framework | journal = [[J. Am. Chem. Soc.]] | volume = 123 | issue = 38| pages = 9324–9337 | doi = 10.1021/ja016333t | pmid = 11562215 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Strychnine Star chemdraw.jpg|mini|700px|zentriert|Übersicht über die Totalsynthesen des Strychnins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Doping ===&lt;br /&gt;
Auf Grund seiner analeptischen (anregenden) Wirkung wurde Strychnin nach 1945 in die [[Dopingliste]] aufgenommen. Beim [[Marathonlauf]] bei den [[Olympische Sommerspiele 1904/Leichtathletik – Marathon (Männer)|Olympischen Spielen 1904]] nahm [[Thomas Hicks (Leichtathlet)|Thomas Hicks]] [[Weinbrand|Brandy]] und Strychnin zu sich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kathryn Harkup |url=https://www.theguardian.com/science/blog/2016/jul/21/the-cocktail-of-poison-and-brandy-that-led-to-olympic-gold-strychnine |titel=The cocktail of poison and brandy that led to Olympic gold |werk=[[The Guardian]] |datum=2016-07-21 |sprache=en |abruf=2020-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Olympische Sommerspiele 2016|Olympischen Sommerspielen 2016]] wurde der kirgisische Gewichtheber Issat Artykow wegen Strychninkonsums disqualifiziert und musste seine Bronzemedaille zurückgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/sport/sonst/olympia-2016-gewichtheber-des-dopings-ueberfuehrt-a-1108403.html &amp;#039;&amp;#039;Gewichtheben: Bronzegewinner Artykow des Dopings überführt&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 18. August 2016; abgerufen am 18. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strychnin als Rauschmittel ===&lt;br /&gt;
In Dosen von 0,5 bis 5&amp;amp;nbsp;mg führt Strychnin zu starker Erregung mit [[Euphorie]] und intensivierter Wahrnehmung von Farben.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Geschwinde: &amp;#039;&amp;#039;Rauschdrogen: Marktformen und Wirkungsweisen.&amp;#039;&amp;#039; 5. Ausgabe, Springer Verlag, 2007, ISBN 978-3-540-43542-6, S.&amp;amp;nbsp;545.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strychnin wird seit etwa 1920 vorwiegend im asiatischen Raum dem zum Rauchen verwendeten [[Heroin]] beigemischt; dieses versetzte Heroin taucht seit 1973/1974 auch in Europa (Niederlande und Italien) auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabrielle Drunecky: {{Webarchiv |url=http://www.drogenhilfe.at/dokumente/2002/strychninueberblickzumthema.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Strychnin im Heroin&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF |wayback=20040625233519}} Stabsstelle Information &amp;amp; Dokumentation, Wien 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Strychnin dient hier dazu, die durch das Heroin bedingte [[Hypoventilation|Atemdepression]] auszugleichen, und ermöglicht dadurch höhere Dosen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Geschwinde: &amp;#039;&amp;#039;Rauschdrogen: Marktformen und Wirkungsweisen.&amp;#039;&amp;#039; 5. Ausgabe. Springer Verlag, 2007, ISBN 978-3-540-43542-6, S.&amp;amp;nbsp;308.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strychnin als Medikament ===&lt;br /&gt;
In der [[Ayurveda|ayurvedischen]] Medizin spielt Strychnin eine bedeutende Rolle und wird zum Beispiel bei Appetitlosigkeit, Fieber, [[Anämie]], [[Hexenschuss]] und zur Anregung der [[Peristaltik|Darmperistaltik]] angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot;&amp;gt;[[Rudolf Hänsel]]: &amp;#039;&amp;#039;Hagers Handbuch Der Pharmazeutischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Drogen P–Z.&amp;#039;&amp;#039; 5. Ausgabe. Springer, 1994, ISBN 3-540-52639-0, S. 835–837.&amp;lt;/ref&amp;gt; Früher wurde es oft auch als [[Aphrodisiakum]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Volkmar Sigusch: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Sexualmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Ärzteverlag, 2005, ISBN 3-7691-0503-6, S.&amp;amp;nbsp;70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Volkstümlich wurde es bei vielerlei Erkrankungen wie Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie &amp;#039;Nervosität&amp;#039;, Depressionen und Migräne angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot; /&amp;gt; [[Adolf Hitler]] soll von 1936 bis 1943 täglich Strychnin gegen Blähungen eingenommen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Günther Schenck]]: &amp;#039;&amp;#039;Patient Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Droste Verlag, 1989, S.&amp;amp;nbsp;199–201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die strychninhaltigen Samen der Brechnuss und der Ignatius-Bohne werden in der [[Homöopathie]] unter den Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Nux vomica&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ignatia&amp;#039;&amp;#039; unter anderem zur Behandlung von Menstruationschmerzen, Kopfschmerzen, depressiver Verstimmung, rheumatischen Schmerzen und Asthma eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Wiesenauer, Suzann Kirschner-Brouns: &amp;#039;&amp;#039;Homöopathie – Das große Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Gräfe und Unzer Verlag, 2007, ISBN 978-3-8338-0034-4, S.&amp;amp;nbsp;391.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese homöopathischen Präparate enthalten bei ausreichender [[Potenzieren (Homöopathie)|homöopathischer Potenzierung]] keine oder nur sehr geringe Mengen Strychnin und weisen daher keine typischen Wirkungen oder Nebenwirkungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen Medizin wird radioaktiv markiertes Strychnin als [[Tracer (Nuklearmedizin)|Tracer]] zum Nachweis von [[Glycinrezeptor]]en eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytik ==&lt;br /&gt;
Der zuverlässige qualitative und quantitative Nachweis von Strychnin gelingt mit [[Chromatographie|chromatographischen]] Verfahren. Die [[Dünnschichtchromatographie]] wird jedoch kaum noch eingesetzt und eignet sich in der Regel nur beim Vorliegen relativ hoher Konzentrationen als qualitativer Nachweis. Beim Vorliegen komplexen Untersuchungsmaterials sind hinreichende [[Probenvorbereitung]]sschritte unabdinglich. Die heute am häufigsten verwendeten Methoden sind die [[GC/MS]]-Kopplung oder die Kopplungen der [[Hochleistungsflüssigkeitschromatographie|HPLC]] mit der [[Massenspektrometrie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Y. Li, H. Zhang, J. Hu, F. Xue, Y. Li, C. Sun: &amp;#039;&amp;#039;A GC-EI-MS-MS method for simultaneous determination of seven adulterants in slimming functional foods.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Chromatographic Science]]&amp;#039;&amp;#039;, 50(10), 2012, S. 928–933. PMID 22732254&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. S. Kataev, E. A. Krylova: &amp;#039;&amp;#039;Quantitative determination of strychnine in blood and urine by gas chromatography with mass-selective detector.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sud Med Ekspert.&amp;#039;&amp;#039;, 53(6), Nov-Dez 2010, S. 35–38. PMID 21404532&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. W. Ng, C. K. Ching, A. Y. Chan, T. W. Mak: &amp;#039;&amp;#039;Simultaneous detection of 22 toxic plant alkaloids (aconitum alkaloids, solanaceous tropane alkaloids, sophora alkaloids, strychnos alkaloids and colchicine) in human urine and herbal samples using liquid chromatography-tandem mass spectrometry.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Chromatogr B Analyt Technol Biomed Life Sci.&amp;#039;&amp;#039;, 942-943, 30. Dezember 2013, S. 63–69. PMID 24216273&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere Verfahren eignen sich auch für [[Dopingkontrolle]]n und zum Einsatz in der [[Forensik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Brechnüsse]] (&amp;#039;&amp;#039;Strychnos&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Brucin]], ein ebenfalls in der Brechnuss vorkommendes, hochgiftiges [[Alkaloid]]&lt;br /&gt;
* [[Bicucullin]] der [[Herzblumen]] und [[Picrotoxin]] der [[Scheinmyrte]] sind ebenfalls Neurotoxine, die die Wirkung von inhibitorischen Neurotransmittern verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Strychnine|Strychnin}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Mercks Warenlexikon|Seite=559}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|15|399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4183814-2|LCCN=sh85129226}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stimulans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkaloid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzliches Gift]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Pyrrolidin]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Psychotroper Wirkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
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