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	<title>Strunkpass - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T07:29:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Derkoenig: Wp:Form</title>
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		<updated>2022-08-29T06:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Wp:Form&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wp:Form (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wp:Form&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strunkpass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist laut Meyers Lexikon „Die niedrigste Stelle eines zwei Flussgebiete trennenden [[Gebirgspass]]es“.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Grosses Taschenlexikon, Mannheim 1990. Der Duden definiert „Strunk“ u.&amp;amp;nbsp;a. als „ein dürrer Stumpf eines abgestorbenen Baumes“, Duden, Deutsches Universal Wörterbuch, 2. völlig neu bearbeitete Auflage, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt; In der deutschsprachigen Geologie ist der „Strunkpass“ zusätzlich gekennzeichnet durch die wesentlich stärkere „rückschreitende Erosion“ eines von zwei [[Fließgewässer]]n, wenn deren Quellen auf gegenüber liegenden Seiten einer trennenden Landerhebung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strunkpässe, auf Englisch „Wind gaps“, gibt es als besondere [[Geoarchiv]]e auf vielen Kontinenten. Erosionsprozesse von zwei Flüssen einer Region können in erdgeschichtlich langen Prozessen zu [[Relief (Geologie)|Relief]]entwicklungen geführt haben, die man [[Geomorphologie|morphologisch]] als Strunkpässe charakterisieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A meandering reach of Afon Erch upstream of the elbow of capture - geograph.org.uk - 708177.jpg|mini|Oberlauf des Afon Erch, [[Wales]], Great Britain. Hinten rechts das jetzt trockene, [[Flussanzapfung|angezapfte]] Flussbett.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genese von Strunkpässen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fluss-Anzapfung Strunkpass Schwäbische Alb.jpg|mini|[[Geologisches Profil]] am [[Albtrauf]]. Strunkpässe an [[Flussgeschichte der Lauchert|Lauchert]] und [[Fehla]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die größere [[Abtragung]]sleistung eines Flusses auf der einen Seite das [[Einzugsgebiet]] des Flusses der anderen Seite reduziert, führt dies schließlich zur [[Flussanzapfung]] auf der anderen Seite.&amp;lt;ref&amp;gt;Flussanzapfungen können aber auch bei anderen [[Geomorphologie]]n und durch andere Ursachen auftreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Der angezapfte Fluss wird dabei umgelenkt (z.&amp;amp;nbsp;B. die „[[Urdonau|Feldbergdonau]]“), oder er wird verkürzt und verliert mindestens einen Teil seines Einzugsgebietes; in letzterem Fall findet in dessen verbliebenem Tal fortan [[Erosion (Geologie)|Wassererosion]] nur noch durch ein kleineres Gewässer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strunkpässe in Kalkgebirgen ==&lt;br /&gt;
Wenn, wie z. B. bei der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]], den [[Dinarisches Gebirge|Dinarischen Alpen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lehmann (1933)&amp;lt;/ref&amp;gt; oder den [[Südliche Kalkalpen|Südlichen Kalkalpen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Morawetz (1976)&amp;lt;/ref&amp;gt; Flussanzapfung durch [[Verkarstung]] beschleunigt wurde, können die Täler der „geköpften“ Oberläufe angezapfter Flüsse sogar zu [[Trockental|Trockentäler]]n werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwäbische Alb ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorfluter Donau+Neckar+Flüsse+Strunkpass Schwäbische Alb.jpg|mini|Neun (!) Strunkpässe der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Urtal Oberste-Lauchert Schwäbische Alb.jpg|mini|„Geköpfte“ Oberste [[Flussgeschichte der Lauchert|Lauchert]]. Tal einer weit über den heutigen Albtrauf hinausreichenden [[Urlauchert]].]]&lt;br /&gt;
Nach der allmählichen Absenkung des [[Oberrheingraben]]s und in dessen Folge der [[Hebung (Geologie)|tektonische Hebung]] und Kippung der [[Weißer Jura|Juratafel]], hatten sich die Verhältnisse der beiden [[Flusssystem]]e [[Rhein]] und [[Urdonau]] zueinander grundlegend und dauerhaft geändert. Mit der Bildung des Oberrheingrabens und des Rheins darin war eine tiefere [[Erosionsbasis]] entstanden. Durch mächtigere [[Erosion (Geologie)|rückschreitende Erosion]] vergrößerten der Rhein und seine [[Nebenfluss|Tributare]] ihre [[Einzugsgebiet|Einzugsbereiche]] zuungunsten des danubischen Flusssystems.&amp;lt;ref&amp;gt;Die steilere [[Hangneigung|Gefällekurve (Hangneigung)]] des viel kürzeren Rheinweges bis zur globalen Erosionsbasis Meeresspiegel bewirkt eine umso größere [[Reliefenergie]] rückschreitender Erosion.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zum [[Albtrauf]] führenden rechtsseitigen Nebenflüsse des [[Neckar]]s – allesamt Tributare des Rheins – konnten folglich den Nordrand des Juraplateaus stetig abtragen. Dadurch wurde das Einzugsgebiet der [[Naturpark Obere Donau|Oberen Donau]] auf der ganzen Nordseite der Schwäbischen Alb kleiner. In mehreren Fällen sind Donautributare bereits „angezapft“. Auch heute noch geht dieser erdgeschichtlich lange „Kampf um die Wasserscheide“ zugunsten des Rheinischen Flusssystems weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007), S. 68, 74; Geyer (1980), S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige dieser Flüsse waren ehemals im [[Miozän]] und noch bis ins frühe [[Pleistozän]] mächtige Ströme, die weite Flächen [[Südwestdeutschland]]s nach Süden entwässerten. Sie entwässerten ursprünglich in die [[Graupensandrinne]] und später in die sich entwickelnde Urdonau.&amp;lt;ref&amp;gt;z. B. Ur-[[Eschach (Neckar)|Eschach-Flächen]] bis in den [[Schwarzwald]], [[Lone|Urlone]]-Flächen bis in die [[Heilbronn]]er Gegend&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem sind heute geköpft: Die Flüsse [[Schmiecha]]&amp;lt;ref&amp;gt;Das Ur-Schmiechatal (ehemaliges Haupttal) wurde bei [[Lautlingen]]-Ebingen geköpft; auch nahe dem heutigen Schmiecha-Ursprung, der auf der Schwäbischen Alb liegt, ist am „Stich“ eine weitere Köpfung entstanden, Geyer (1980), S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Urlauchert]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ufrecht (2006), S. 54f&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Fehla|Urfehla]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abel 2003, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Lauter (Donau)|Große Lauter]] und [[Geislingen an der Steige#Geologie|Ur-Lone]] (siehe die sehr kleine heutige [[Lone]]). „Die Täler streichen mit ihren breiten Talböden in die Luft aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Geyer (1980), S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehr junge Strunkpass-Bildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wutach w-o-GeoSchnitt.jpg|mini|500px|[[Rhein]]ische Anzapfung der [[Urdonau|Feldbergdonau]] (Wutach-[[Aitrach (Donau)|Aitrach]]-Donau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Paradebeispiel eines relativ jungen Strunkpasses entstand durch die Anzapfung der so genannten Feldbergdonau bei [[Blumberg]] im späten Pleistozän (vor nur rund 20.000 Jahren). Der flussabwärtige Teil des ehemaligen Feldbergdonautals ist heute ein breites, flaches Trockental zwischen Blumberg und der [[rezent#Geowissenschaften|rezenten]] Donau östlich von [[Geisingen]]. In diesem Tal gibt es noch ein [[Feuchtgebiet]] und ein kümmerliches Rinnsal namens [[Aitrach (Donau)|Aitrach]]. Die Feldbergdonau wurde von der rheinischen, außergewöhnlich schnell rückschreitend erodierenden [[Wutachschlucht|Wutach]] geköpft. Die Wutach in einer Entfernung von 1–2&amp;amp;nbsp;km hat ihr Flussbett um inzwischen 165&amp;amp;nbsp;m gegenüber dem weiten Talboden der Aitrach eingetieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hydrogeologie]]&lt;br /&gt;
* [[Hydrologie]]&lt;br /&gt;
* [[Flussanzapfung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lehmann (1933), E. Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Gottscheer Hochland, Grundlinien einer Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Museums für Länderkunde zu Leipzig, Leipzig 1933.&lt;br /&gt;
* Wagner (1953), G. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Morphologie und Flussgeschichte, Exkursion in die Westalb&amp;#039;&amp;#039;, Z. dt. geol. Ges., 105, Stuttgart 1953, S. 295–299.&lt;br /&gt;
* Morawetz (1976), Sieghard Morawetz: &amp;#039;&amp;#039;Anzapfungen im Steirischen Randgebirge und seiner Umgebung. Versuch einer Systematik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; Band 106, Graz 1976, S. 77–94 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/MittNatVerSt_106_0077-0094.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Geyer (1980), O.F. Geyer, G. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Westalb und Vorland zwischen Reutlingen und Balingen (Schwarzer Jura, Morphologie, Tektonik, Seismizität)&amp;#039;&amp;#039; in: Jber Mitt. oberrhein. geol. Ver. n. F. 62, Stuttgart 1980.&lt;br /&gt;
* Scheff (1983), J. Scheff: &amp;#039;&amp;#039;Verkarstung im oberen Laucherttal – Versuch einer Altersdatierung&amp;#039;&amp;#039;, Laichinger Höhlenfreund, 18, Laichinger 1983, S. 99ff.&lt;br /&gt;
* Geyer (1986), Geyer &amp;amp; Gwinner (1986): O.F. Geyer, M. S. Gwinner: &amp;#039;&amp;#039;Geologie von Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Stuttgart 1986.&lt;br /&gt;
* Deutsche Stratigraphische Kommission (STD 2002, siehe Weblinks).&lt;br /&gt;
* Abel (2003), Thekla Abel: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Genese des Malmkarsts der Mittleren Schwäbischen Alb im Quartär und jüngeren Tertiär&amp;#039;&amp;#039;, TGA C67, Dissertation, Universität Tübingen, Geo. Fak. 2003.&lt;br /&gt;
* Ufrecht (2006), W. Ufrecht: &amp;#039;&amp;#039;Ein plombiertes Höhlenruinenstadium auf der Kuppenalb zwischen Fehla und Lauchert (Zollernalbkreis, Schwäbische Alb)&amp;#039;&amp;#039;, Laichinger Höhlenfreund, Laichingen 2006.&lt;br /&gt;
* Eberle (2007), J. Eberle, B. Eitel, W. D. Blümel, S. Wittmann: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Süden vom Erdmittelalter zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 2007.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geotope im Regierungsbezirk Tübingen&amp;#039;&amp;#039; (2007), Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, Baden-Württemberg (siehe Weblinks).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geotope in den vier Regierungsbezirken von Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, Schutzgebietsverzeichnis, Volltexte, LfU, Baden-Württemberg, 2000, 2003, 2005, 2007 (siehe Weblinks).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wind gap (geographical feature)|Strunkpässe, wind gaps}}&lt;br /&gt;
* [http://gottschee.de/Dateien/Boden/Web%20Deutsch/Edgar%20Lehmann/01.htm Das Gottscheer Hochland,] Grundlinien einer Landeskunde. Dinarische Alpen, Krain, 1933&lt;br /&gt;
* [http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/7551/?COMMAND=DisplayFZG&amp;amp;FIS=199&amp;amp;OBJECT=7551&amp;amp;MODE= Geotope in den Regierungsbezirken von Baden-Württemberg], (Schutzgebietsverzeichnis, Volltexte), LfU, Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluviale Landform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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