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	<title>Strukturkonservatismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:01:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strukturkonservatismus&amp;diff=146169&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Blutgretchen: /* Einleitung */ Kein Bindestrich bei den Vornamen von Franz Josef Strauß</title>
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		<updated>2024-09-23T18:29:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Kein Bindestrich bei den Vornamen von Franz Josef Strauß&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strukturkonservatismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strukturkonservativismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein negativ besetztes [[politisches Schlagwort]]. Es stellt die so bezeichnete Position, Organisation oder Person als [[Modernisierung (Soziologie)|modernisierungsfeindliche]] Bewahrer überkommener [[Struktur (Soziologie)|Strukturen]] hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Heidenreich: &amp;#039;&amp;#039;Politische Theorien des 19. Jahrhunderts. Konservatismus, Liberalismus, Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Akademie Verlag, Berlin 2002, S. 23, 211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung geht auf den [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Politiker [[Erhard Eppler]] zurück, der 1975 den [[Konservatismus]] in Struktur- und [[Wertkonservatismus]] differenzierte: Strukturkonservative würden „primär die Konservierung von Machtpositionen, von [[Privileg (Soziologie)|Privilegien]], von [[Herrschaft]]“ anstreben, wohingegen es Wertkonservativen um eine Veränderung politischer und ökonomischer Machtstrukturen im Sinne einer [[Emanzipation]] gehe.&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Eppler: &amp;#039;&amp;#039;Ende oder Wende. Von der Machbarkeit des Notwendigen&amp;#039;&amp;#039;. dtv München 1975, S. 29, zitiert nach [[Jürgen Bolten]]: &amp;#039;&amp;#039;„Was heißt heute konservativ?“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039; 2 (1989), S. 58–69, hier S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1981 berichtete Eppler, seine Begriffsprägung sei durch den SPD-Vorsitzenden [[Willy Brandt]] angeregt worden, der vor einer rein negativen Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;konservativ&amp;#039;&amp;#039; warnte. Das habe Eppler eingeleuchtet: „Man konnte doch wohl den [[Kernkraftwerk Wyhl#Proteste, Gerichtsverfahren, Projektaufgabe|Winzern und Hausfrauen im Wyhler Umland]] nicht mit demselben Begriff gerecht werden wie dem [[Hans Filbinger|Ministerpräsidenten]], der sie als Mitläufer der [[Kommunismus|Kommunisten]] beschimpfte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Eppler: &amp;#039;&amp;#039;Wege aus der Gefahr&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 1981, S. 102 f., zitiert nach Jürgen Bolten: &amp;#039;&amp;#039;„Was heißt heute konservativ?“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039; 2 (1989), S. 58–69, hier S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ging den Sozialdemokraten also darum, den Begriff konservativ positiv zu besetzen und für sich verwenden zu können. Damit reagierten sie auf die Neudefinition des Begriffs vonseiten der [[Unionsparteien]]. Bereits 1968 hatte der damalige Finanzminister [[Franz Josef Strauß]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]) erklärt, konservativ sein heiße „an der Spitze des Fortschritts zu marschieren.“ Mit der epplerschen Begriffsschöpfung galten nun [[Politische Rechte (Politik)|Rechte]] als strukturkonservativ, [[Politische Linke|Linke]] aber als wertkonservativ.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Bolten: &amp;#039;&amp;#039;„Was heißt heute konservativ?“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039; 2 (1989), S. 58–69, hier S. 61 (das Zitat) und 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst die bei Konservativen häufig zu beobachtende Flexibilität wird ihnen seitdem als bloßes taktisches Mittel ausgelegt, um ihre Macht und ihre Privilegien zu erhalten. Diese weisen den Vorwurf des Strukturkonservatismus von sich und nehmen in Übernahme der epplerschen Begriffsprägung für sich in Anspruch, wertkonservativ zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Strauß: &amp;#039;&amp;#039;Konservat(iv)ismus, Neokonservat(iv)ismus&amp;#039;&amp;#039;. In: derselbe, [[Ulrike Haß (Sprachwissenschaftlerin)|Ulrike Haß]], Gisela Harras: &amp;#039;&amp;#039;Brisante Wörter von Agitation bis Zeitgeist. Ein Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch&amp;#039;&amp;#039; (= Schriften des Instituts für deutsche Sprache, Bd. 2). Walter de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012078-X, S. 210–218, hier S. 213.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffsunterscheidung stieß nicht nur auf Zustimmung: So kritisierte Epplers Parteifreund [[Horst Ehmke]] 1977, man unterscheide schließlich auch nicht zwischen Wert- und Strukturliberalismus oder zwischen Wert- und Struktursozialismus. Da die künftige Rohstoff- und Energieversorgung von noch zu machenden Erfindungen abhänge, sei Epplers [[Polemik]] gegen Techniker und Technokraten als strukturkonservativ nicht nützlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Ehmke: [https://www.zeit.de/1977/18/keine-angst-vor-dem-fortschritt/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Keine Angst vor dem Fortschritt. Ein Plädoyer für den vorsichtigen Ausbau der Kernkraft&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. April 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch setzte sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;strukturkonservativ&amp;#039;&amp;#039; durch, um die so bezeichnete Position oder Organisation zu kritisieren: So werden die Gegner der [[Geschichte der Sowjetunion#Reformen durch Glasnost und Perestroika|Reformpolitik]] [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Michail Gorbatschows]] in der [[Sowjetunion]] und den [[Ostblock]]staaten von Politikwissenschaftlern und Historikern als strukturkonservativ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel [[Günter Trautmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sowjetunion im Wandel. Wirtschaft, Politik und Kultur seit 1985&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-80029-X, S. 195; [[Peter Haslinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Gewaltoptionen und Handlungslogiken im Revolutionsjahr 1989 in Ostmitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
In: [[Martin Sabrow]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1989 und die Rolle der Gewalt&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1059-9, S. 255–277, hier S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wirtschaftswissenschaftler [[Hans-Werner Sinn]] etwa warf 2005 den [[Gewerkschaft]]en vor, strukturkonservativ zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Werner Sinn: &amp;#039;&amp;#039;Ist Deutschland noch zu retten?&amp;#039;&amp;#039; Econ Verlag, München 2003, ISBN 3-430-18533-5, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Publizist [[Richard Herzinger]] nannte 2007 die Forderung [[Oskar Lafontaine]]s ([[Die Linke]]), den [[Sozialstaat]] wiederherzustellen, strukturkonservativ.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Herzinger: [https://www.welt.de/wams_print/article1135072/Was-heisst-konservativ.html &amp;#039;&amp;#039;Was heißt konservativ? &amp;#039;&amp;#039;]. [[Welt am Sonntag]], 26. August 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konservatismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Blutgretchen</name></author>
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