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	<title>Strudengau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strudengau&amp;diff=116549&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anton-kurt: Peter Pfarl</title>
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		<updated>2025-10-24T20:20:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Peter_Pfarl&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Peter Pfarl (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Peter Pfarl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|beschreibt die Kulturlandschaft Strudengau im Donautal; zur gleichnamigen Leader-Region Strudengau siehe [[Region Strudengau]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Strudengau.jpg|mini|Strudengau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Struden - Panoramaansicht.JPG|mini|Das Dorf [[Struden]], nach dem der Strudengau benannt ist, und im Hintergrund St. Nikola]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strudengau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine erst 1910 so benannte [[Region]] und [[Kulturlandschaft]] im [[österreich]]ischen [[Donau]]tal im Osten von [[Oberösterreich]] und im Westen von [[Niederösterreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PLAN EIN STICK VON DER DANAW.jpg|mini|hochkant=1.3|Diese [[Panoramabild|Panoramakarte]] von [[Leopold Franz von Rosenfelt]] (1721) ist die erste kartographische Darstellung des Donauabschnitts im Strudengau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Begrenzung ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strudengau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein etwa 25 Kilometer langes, enges, waldiges, [[Mäander (Flussschlingen)|mäanderndes]] Tal der [[Donau]], das am (linken) Nordufer in der [[oberösterreich]]ischen Ortschaft Dornach in der Gemeinde [[Saxen]] und am Südufer in der niederösterreichischen Gemeinde [[Ardagger]] beginnt und flussabwärts bis zur Gemeinde [[Persenbeug]] beziehungsweise bis zur Gemeinde [[Ybbs an der Donau]] in [[Niederösterreich]] reicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Austriaforum|AEIOU/Strudengau}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Briefmarken/1997/Sagen_und_Legenden_-_Die_Donaunixe_vom_Strudengau |titel=Sagen und Legenden aus Österreich: Die Donaunixe vom Strudengau |werk=austria-forum.org |datum=2014-01-27 |abruf=2020-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Machland]] liegt flussaufwärts und westlich des Strudengaus, dem flussabwärts im (Nord-)Osten der [[Nibelungengau]] folgt. Im Strudengau liegt – linksufrig bei [[St. Nikola an der Donau|St. Nikola]] – das tiefst gelegene Gebiet Oberösterreichs mit einer Seehöhe um {{Höhe|230|AT}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strudengau ist Teil der Bezirke [[Bezirk Perg|Perg]], [[Bezirk Amstetten|Amstetten]] und [[Bezirk Melk|Melk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie und Geomorphologie ===&lt;br /&gt;
Im Strudengau hat sich die Donau einen Weg durch den Granit des [[Böhmische Masse|Böhmischen Massivs]] gesucht, sodass sich dieses südlich der Donau in der [[Neustadtl an der Donau|Neustadtler Platte]] fortsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hänge des 300 bis 400 Meter tief eingesenkten Engtals sind bis zu 45 Grad geneigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Schachenhofer: &amp;#039;&amp;#039;Der Strudengau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Heimat, der Bezirk Perg.&amp;#039;&amp;#039; Verein zur Herausgabe eines Bezirksheimatbuches Perg, Gemeinden des Bezirkes Perg, Linz 1995, S. 148ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strudengau war einst für die Schifffahrt einer der gefährlichsten Donauabschnitte, da gefährliche [[Riff (Geographie)|Felsenriffe]] im Strom [[Wirbel (Strömungslehre)|Strudel]] erzeugten, die ein von heftigem Tosen und Brausen begleitetes [[Naturerscheinung|Naturereignis]] bildeten. Erst durch den [[Stausee|Aufstau]] des [[Kraftwerk Ybbs-Persenbeug|Kraftwerks Ybbs-Persenbeug]] (1957) wurde die Gefahr beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oberösterreichische Teil des Strudengaus liegt durchwegs nördlich der Donau und gehört geologisch und geomorphologisch zur [[Raumeinheit (Oberösterreich)|Raumeinheit]] [[Donauschlucht und Nebentäler]], wobei jeweils nur kleine Teile der Gemeinden [[Grein]] (450 Hektar), [[St. Nikola an der Donau]] (507 Hektar) und [[Waldhausen im Strudengau]] (51 Hektar) dazu gezählt werden. Im Norden schließen sich im Bereich der Gemeinde Saxen die Raumeinheiten [[Südliche Mühlviertler Randlagen]] sowie in Grein, St. Nikola und Waldhausen im Strudengau das [[Aist-Naarn-Kuppenland]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer, Hochwasserschutz ===&lt;br /&gt;
Wesentlichstes Gewässer im Strudengau ist die Donau. Beginnend vom [[Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen]] im Machland und im gesamten Verlauf des Strudengaus bildet die Donau den 34 Kilometer langen [[Stausee]] des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linksseitig münden der Greinerbach, der Kreuznerbach bei Grein, der [[Gießenbach (Donau)|Gießenbach]], der Hilberbach, der Sommerlechnerbach, der Dimbach bei St. Nikola, der [[Sarmingbach]] bei Sarmingstein, der Weidenbach bei [[Hirschenau]] in der Gemeinde St. Nikola und die [[Ysper]] bei Isperdorf in die Donau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtsseitig münden der Altaubach und der Einzenbach in Ardagger, der Tiefenbach in Neustadtl, der Willersbach an der Grenze zwischen Neustadtl und Sankt Martin-Karlsbach und die Ybbs bei Ybbs an der Donau in die Donau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in Ardagger bereits seit den 1970er-Jahren ein befahrbarer Hochwasserschutzdamm besteht, wurde von 2008 bis 2012 das [[Hochwasserschutzprojekt Machland Nord]] verwirklicht, dessen Schutzmaßnahmen sich neben dem oberösterreichischen Machland auch mit den Baulosen 6 und 7 auf den oberösterreichischen Teil des Strudengaus zwischen Grein und St. Nikola an der Donau erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutz (Oberösterreich) ===&lt;br /&gt;
Im Strudengau sind eine Reihe von Bäumen und Baumgruppen als Naturdenkmäler ausgewiesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bad Kreuzen:&lt;br /&gt;
:* Vier Linden bei der Maria Hilf Kapelle: eine Baumgruppe bestehend aus vier Winterlinden (Tilia cordata) nördlich des Ortszentrums&lt;br /&gt;
:* Burglinde: Sommerlinde (Tilia platiphyllos) im Burghof der [[Burg Kreuzen]]&lt;br /&gt;
:* Hauseiche, Steinereiche: Stieleiche (Quercus robur) in Mitterdörfl beim Gut Steiner in Kain&lt;br /&gt;
:* Hiblereiche: Stieleiche an der Greinerwald-Landstraße&lt;br /&gt;
* Grein:&lt;br /&gt;
:* Eiche: am Nordost-Ende der Siedlung in der Kaiser-Friedrich-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Waldhausen im Strudengau:&lt;br /&gt;
:* Eibe im Sattelgai: Eibe (Taxus baccata) beim Bauernhaus Steiner am Humelschuß&lt;br /&gt;
:* Kugeleibe: Eibe südlich des Obergrafenbergergutes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Naturdenkmal ausgewiesene Wackelsteine (Wollsackverwitterung) im Strudengau:&lt;br /&gt;
:* Marienstein in Grein: Wackelstein mit Marienstatue in der Nähe der Greiner Straße Richtung St. Georgen am Walde&lt;br /&gt;
:* Schwingender Stein in Waldhausen: Wackelstein aus Weinsberger Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterlauf des [[Gießenbach (Donau)|Gießenbachs]] bildet die [[Stillensteinklamm]]. In [[Bad Kreuzen]] hat der Kempbach die [[Wolfsschlucht (Bad Kreuzen)|Wolfsschlucht]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe von [[St. Nikola an der Donau|Sarmingstein]], auf dem Gemeindegebiet von Waldhausen im Strudengau (Ortschaft Gloxwald), hat die Natur das Naturdenkmal [[Predigtstuhl in Gloxwald|Predigtstuhl]], eine natürliche Felskanzel im [[Weinsberg (Berg)|Weinsberger Granit]], auf {{Höhe|520|AT}}, rund 290 Meter über der Donau geschaffen, das als Aussichtspunkt ins Donautal dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls in Waldhausen in der Nähe der niederösterreichischen Grenze auf dem Dümlehnerberg in der Ortschaft Handberg befindet sich das Naturdenkmal &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einsiedlerhöhle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ein etwa 40 bis 50 Quadratmeter großer Hohlraum als Bestandteil einer im Föhren-Buchenwald gelegenen, rund fünftausend Quadratmeter großen Felsformation auf {{Höhe|745|AT}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutz (Niederösterreich) ===&lt;br /&gt;
Das niederösterreichische [[Landschaftsschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Strudengau und Umgebung&amp;#039;&amp;#039; umfasst nördlich der Donau die Gemeinden [[Nöchling]], [[Hofamt Priel]] und Persenbeug und südlich der Donau die Gemeinden Neustadtl an der Donau, [[Sankt Martin-Karlsbach]] und Ybbs an der Donau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen beschränkt sich das niederösterreichische [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Strudengau&amp;amp;nbsp;−&amp;amp;nbsp;Nibelungengau&amp;#039;&amp;#039; hinsichtlich des Strudengaus nur auf Teile der genannten Gemeindegebiete, wobei zusätzlich auch Teile von Ardagger eingeschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strudel von Merian.jpg|rechts|mini|&amp;#039;&amp;#039;Der Strudel an der Thonaw&amp;#039;&amp;#039; von [[Matthäus Merian]], 1649&amp;lt;ref&amp;gt;Ein „anderes“ Bild von derselben Stelle: Friedrich Koerner, Joseph Wenzig: &amp;#039;&amp;#039;Illustrirte geographische Bilder aus Oesterreich.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1856, S. 66 ({{Google Buch |BuchID=megBAAAAYAAJ |Seite=PA66}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Namen hat der Strudengau von den vielen gefährlichen [[Strudel (Physik)|Strudeln]] und [[Untiefe]]n. Er galt daher früher bei den Schiffern als einer der gefährlichsten Donauabschnitte. Als im Sommer 1909 die Eröffnung der Bahnstrecke zwischen Krems und Grein sicher war, wurden alle Bürgermeister der Gegend eingeladen zu besprechen, was man tun könnte, um nach der Bahneröffnung die Touristen in diese Gegend zu locken. Es wurde beschlossen, dem Tal einen passenden Namen zu geben; dieser Aufruf wurde in den Zeitungen veröffentlicht; es gab daraufhin hunderte Vorschläge (z.&amp;amp;nbsp;B. Freyaschlucht, Hunnenpforte, Kaisergau), der Name Strudengau war aber nicht dabei. Dieser Vorschlag wurde von dem Oberlehrer Michael Gutlederer&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|olz|13|08|1910|5|Aus dem Yspertale. („Strudengau“)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Yspertal|Altenmarkt]] an der Isper im &amp;#039;&amp;#039;Amstettener Wochenblatt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;topitz&amp;quot; /&amp;gt; und in der &amp;#039;&amp;#039;Oesterreichischen Land-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; gemacht;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|olz|28|08|1909|8|Ein Name für ein Donautal gesucht|ALTSEITE=8–9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Begründung lautete: {{Zitat |Text=Der Name Strudengau ist geschichtlich und landschaftlich begründet, erweckt Vorstellungen von Riffen und wirbelnden Wellen, ist volkstümlich, sprachlich leicht und gewandt.}} Erstmals öffentlich gebraucht wurde die Bezeichnung im April 1910 vom [[Österreichischer Touristenklub|Österreichischen Touristenklub]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|olz|23|04|1910|8|Im „Strudengau“}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und offiziell eingeführt im Juli 1910 vom Greiner Fremdenverkehrs-Komitee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;topitz&amp;quot;&amp;gt;Alois Topitz: &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdiges vom Greiner Strudel und Wirbel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oberösterreichische Heimatblätter.&amp;#039;&amp;#039; 26. Jahrgang, Linz 1972, S. 16 ({{OoeGeschichte|pdf=hbl1972_1_2_5-16.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwb|16|07|1910|5|„Strudengau“ – das Donautal zwischen Grein und Ybbs}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtliche Geografie ===&lt;br /&gt;
Der Strudengau gehörte im Mittelalter dem historischen [[Machland]] und später bis 1779 dem [[Machlandviertel]] an. Im Strudengau verlief die Grenze zwischen der [[Riedmark]] und dem Machland von Panholz bei Grein hinauf bis [[St. Georgen am Walde]], wobei die östliche Grenze des Machlands der [[Sarmingbach]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Einflussbereich der [[Herren von Perg und Machland]] gehörten im Strudengau Burgen und Kirchen. [[Otto von Machland]], der bedeutendste Vertreter dieser Familie, hat mit der Gründung des Stifts [[Burgruine Säbnich|Säbnich]], später Waldhausen, 1147 zahlreiche Schenkungen gemacht, wobei damit in vielen Fällen die erstmalige urkundliche Erwähnung von Orten im Strudengau nördlich und südlich der Donau verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strudengau war im Mittelalter durch eine Reihe von Befestigungen gesichert:&lt;br /&gt;
* nördlich der Donau: [[Burgstall Kosenburg|Kosenburg]], [[Helchenburg]], [[Burg Werfenstein]], [[Turm auf dem Langenstein]], [[Burg Pain]] und [[Burgruine Sarmingstein|Burg Sarmingstein]], ab 1488 auch [[Greinburg]] und [[Turmruine Sarmingstein|Turm Sarmingstein]]&lt;br /&gt;
* auf Inseln in der Donau: [[Burg Wörth (Strudengau)|Burg Wörth]] und [[Burg Hausstein]]&lt;br /&gt;
* südlich der Donau: [[Kollmitzberg (Mostviertel)|Kollmitzberg]], [[Burgruine Freyenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drangsal und Unglücksfälle ===&lt;br /&gt;
Diese tragisch-berühmte Donaustrecke durch den „Wirbel und Strudel“ kannten schon die beiden Diözesanheiligen [[Florian von Lorch|Florian]] und [[Severin von Noricum|Severin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste schriftliche Nennung dieses Abschnittes erfolgte im Zusammenhang mit einem Unglücksfall: Im Jahr 926 ertrank der [[Liste der Bischöfe von Freising und der Erzbischöfe von München und Freising|Freisinger Bischof]] [[Dracholf|Dracolfus]] in den reißenden Fluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Strecke musste sich Bischof [[Wolfgang von Regensburg|Wolfgang]] auf einer seiner Visitationsreisen (ab 976) nach Zvisila ([[Wieselburg]]) kundigen Lotsen anvertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzfahrerheere mussten diese Strecke passieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Kaiser [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph]] und seine Frau Sisi mussten mit ihrem Dampfschiff auf dem Weg nach Wien am Morgen des 20. Septembers 1854 in [[Struden]] notlanden, trotz der durch Franz Josephs [[Stammliste des Hauses Habsburg-Lothringen|Ururgroßmutter]] [[Maria Theresia]] angeordneten Entschärfung der Strudenstrecke (1777–1781). Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth sind mit dem nachfolgenden Dampfschiff „Hermine“ weitergefahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Pfarl]], [[Toni Anzenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Mystisches Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; 2008, ISBN 978-3-7012-0037-5, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Friedhof-Lacke“ für die Ertrunkenen und Angeschwemmten zwischen Struden und St. Nikola erinnert noch heute an die Gefährlichkeit dieser Strecke.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Schmutz: &amp;#039;&amp;#039;Die Botschaft eines Jubiläums – 850 Jahre Stiftsgründung Waldhausen (1147–1997).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz.&amp;#039;&amp;#039; 12. Jahrgang, Heft 2, Linz 1998/99, S. 280 (ganzer Artikel S. 258–285, {{OoeGeschichte|pdf=nadl_1998_99_0258_0285.pdf|KBytes=4530}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulierungsmaßnahmen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kraftwerk Ybbs-Persenbeug, Gesamtansicht (c).JPG|mini|Regulierungsmaßnahmen im Zuge des Baues von Donaukraftwerken; hier das [[Kraftwerk Ybbs-Persenbeug]]]]&lt;br /&gt;
Nach und nach wurde durch Regulierungsmaßnahmen der Fluss gezähmt. Unter Kaiserin [[Maria Theresia]] begann etwa 1770 und 1780 die Beseitigung besonders gefährlicher Felsen an der „Bösen Beuge“ (siehe [[Donauschlinge bei Ybbs]]), der Greiner Strudel, der Strudel bei Struden,&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Schweickhardt: &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Wien 1837, Abschnitt Hößgang, S. 288 ({{Google Buch |BuchID=BoSPNj4JrYAC |Seite=PA288 |Hervorhebung=Maria Theresia im Jahre 1777}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Wirbel im Strudengau. Dabei wurde auch die [[Burg Wörth (Strudengau)|Burg Wörth]] großteils gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Sprengungen folgten Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei unter anderem das gefürchtete „Schwalleck“ des Greiner „Struden“ gesprengt wurde. Auch die Ruine der [[Burg Hausstein]] samt Insel wurde gesprengt. Dank des Rückstaus des Kraftwerk Ybbs-Persenbeugs (1957) ist dieses Problem gelöst. Dadurch ist auch die Wildheit und Romantik dieses Donautals leiser geworden. Ungebrochen hingegen ist die landschaftliche Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orte und Ortschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grein - Schlossanlage.JPG|mini|[[Schloss Greinburg]]]]&lt;br /&gt;
; Nördlich der Donau in Oberösterreich (von West nach Ost):&lt;br /&gt;
* [[Saxen]]&lt;br /&gt;
** Dornach&lt;br /&gt;
* [[Bad Kreuzen]]&lt;br /&gt;
* Grein&lt;br /&gt;
* [[St. Nikola an der Donau]]&lt;br /&gt;
** Sarmingstein&lt;br /&gt;
** Hirschenau&lt;br /&gt;
** [[Struden]]&lt;br /&gt;
* [[Waldhausen im Strudengau]]&lt;br /&gt;
** [[Gloxwald]]&lt;br /&gt;
; Nördlich der Donau in Niederösterreich (von West nach Ost):&lt;br /&gt;
* [[Hofamt Priel]]&lt;br /&gt;
* [[Persenbeug]]&lt;br /&gt;
; Insel in der Donau:&lt;br /&gt;
* [[Wörth (Donauinsel)|Wörth]]&lt;br /&gt;
; Südlich der Donau in Niederösterreich (von West nach Ost):&lt;br /&gt;
* [[Ardagger]]&lt;br /&gt;
** Ardagger Markt&lt;br /&gt;
* [[Neustadtl an der Donau]]&lt;br /&gt;
** Tiefenbach&lt;br /&gt;
** Hößgang&lt;br /&gt;
* [[Sankt Martin-Karlsbach]]&lt;br /&gt;
* [[Ybbs an der Donau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur, Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strudengau Burg Werfenstein.jpg|mini|Strudengau mit [[Burg Werfenstein]] und Donauschiff]]&lt;br /&gt;
Die bundesländerübergreifende Gemeinschaftsausstellung &amp;#039;&amp;#039;Donau, Fluch und Segen&amp;#039;&amp;#039; befasste sich im Jahr 2010 mit der Donau im ober- und niederösterreichischen Grenzraum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.land-oberoesterreich.gv.at/100221.htm |titel=Landeskorrespondenz Nr. 237. Besucherzahlen, Aktivität in der Region und die Gästerückmeldungen lagen über allen Erwartungen: 40.000 sahen „Donau.Fluch &amp;amp; Segen“ |datum=2010-11-05 |abruf=2020-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Donaufestwochen]] werden seit 1995 jährlich im Juli und August an Orten im Strudengau und Umgebung an mehreren Veranstaltungsorten durchgeführt. Veranstaltungsorte waren bereits mehrfach beispielsweise die [[Greinburg]], die [[Stift Waldhausen|Stiftskirche Waldhausen]], die [[Abtei Baumgartenberg|Stiftskirche Baumgartenberg]], die [[Filialkirche Altenburg]], das [[Strindbergmuseum Saxen]], die Gießenbachmühle am Eingang der [[Stillensteinklamm]], die Pfarrkirche Bad Kreuzen, in der [[Stift Ardagger|Stiftskirche Ardagger]] und im Vierkanthof Hauer in [[Ardagger]] sowie im Großdöllnerhof im [[Naturpark Mühlviertel]] in Rechberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Strudengau hat der Tourismus seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Die Strudengaugemeinden haben sich Gemeindeverbänden angeschlossen, darunter der LEADER [[Region Strudengau]], der Radreiseveranstalter &amp;#039;&amp;#039;Donau Touristik&amp;#039;&amp;#039; mit dem [[Donauradweg]] und dem [[Donausteig]], der &amp;#039;&amp;#039;Radkultour&amp;#039;&amp;#039; sowie dem &amp;#039;&amp;#039;Museumsland Donauland Strudengau.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museumsland.at/ &amp;#039;&amp;#039;Museumsland Donauland Strudengau.&amp;#039;&amp;#039;] In: museumsland.at.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der ober- und niederösterreichische Strudengau wird durch die 1965 bis 1967 erbaute und seit 2006 nach dem österreichischen Politiker [[Leopold Helbich]] benannte [[Ing. Leopold Helbich Brücke]] verbunden. Zuvor bestanden Fährverbindungen zwischen Nord- und Südufer der Donau. &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Liste der Donaubrücken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Donau wird der Strudengau nördlich der Donau von der [[Donauuferbahn (Wachau)|Donauuferbahn]] und von der [[Donau Straße]] durchquert. Die [[Greiner Straße]] führt von [[Amstetten]] kommend über die Donaubrücke nach Grein und weiter am östlichen Rand des Unteren Mühlviertels nach Niederösterreich ins [[Waldviertel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Schloss Dornach]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Greinburg]]&lt;br /&gt;
* [[Stadttheater Grein]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Kreuzen]]&lt;br /&gt;
* [[Stift Waldhausen]]&lt;br /&gt;
* [[Stift Ardagger]]&lt;br /&gt;
* Eisenbahn-[[Viadukt]] der [[Donauuferbahn (Wachau)|Donauuferbahn]] mit sieben Bögen über den Gießenbach am Eingang zur [[Stillensteinklamm]]&lt;br /&gt;
* [[Gobelwarte]]&lt;br /&gt;
* [[Marienkirche in Struden]]&lt;br /&gt;
* [[Pfarrkirche St. Nikola an der Donau]]&lt;br /&gt;
* [[Filialkirche Sarmingstein]]&lt;br /&gt;
* [[Viktoria-Adelheid-Schutzhütte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Region Strudengau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alois Topitz: &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdiges vom Greiner Strudel und Wirbel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; 26. Jahrgang, Linz 1972, S. 5–16 ({{OoeGeschichte|pdf=hbl1972_1_2_5-16.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Franz Schmutz: &amp;#039;&amp;#039;Die Botschaft eines Jubiläums – 850 Jahre Stiftsgründung Waldhausen (1147 – 1997).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz.&amp;#039;&amp;#039; 12. Jahrgang, Heft 2, Linz 1998/99, S. 279–281 (ganzer Artikel S. 258–285, {{OoeGeschichte|pdf=nadl_1998_99_0258_0285.pdf|KBytes=4530}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{OoeGeschichte|suche1=Strudengau}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Strudengau|Strudengau}}&lt;br /&gt;
* [https://www.strudengauermesse.at/ &amp;#039;&amp;#039;Strudengauer Messe.&amp;#039;&amp;#039;] In: strudengauermesse.at.&lt;br /&gt;
* Kulturforum Donauland-Strudengau: [https://www.donau-festwochen.at/ &amp;#039;&amp;#039;donauFESTWOCHEN.&amp;#039;&amp;#039;] In: donau-festwochen.at.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/oberoesterreich/div/derdonaufuerst.html Der Donaufürst im Strudengau.]&amp;#039;&amp;#039; In: sagen.at.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/oberoesterreich/div/derdankderdonaunixe.html Der Dank der Donaunixe im Strudengau.]&amp;#039;&amp;#039; In: sagen.at.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4058121-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Donau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bezirk Amstetten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bezirk Melk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Böhmische Masse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Durchbruchstal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region im Bezirk Perg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anton-kurt</name></author>
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