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	<title>Strontianverfahren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:54:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strontianverfahren&amp;diff=2793841&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-25T16:44:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strontianverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird Restzucker aus [[Melasse]] gewonnen. Strontian ist ein Gemisch von [[Strontiumoxid]] und [[Strontiumhydroxid]] und wird aus dem Mineral [[Strontianit]] ([[Strontiumcarbonat]]) hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strontianver 2.png|320px|mini|&amp;lt;u&amp;gt;Chemische Reaktionen des &amp;#039;&amp;#039;Strontianverfahrens&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt;: zunächst wird SrCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; in Sr(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; überführt. Der Sr-Zucker-Komplex fällt in der Hitze als Disaccharat aus und geht beim Abkühlen als Monosaccharat wieder in die Lösung. Um die reine Saccharose zu erhalten, fällt man das [[Strontium]] als [[Karbonat]] mit einem Überschuss an CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wieder aus.]]&lt;br /&gt;
In einem ersten Schritt wird Strontiumcarbonat zu Strontiumoxid gebrannt. Im Gegensatz zu [[Calciumcarbonat]] ([[Kalzinierung]]) reicht hierzu einfaches Erhitzen nicht aus, sondern zum Brennen muss man Wasserdampf und/oder Kohle hinzufügen. Das entstandene [[Kohlendioxid]] wird später benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strontian reagiert mit Zucker zu schwerlöslichem Strontiumsaccharat, das abfiltriert werden kann. Mit Hilfe von Kohlendioxid (aus dem Brennprozess) wird aus Strontiumsaccharat wiederum Strontiumcarbonat gefällt. Aus der verbliebenen Lösung wird durch Eindampfen reiner, strontiumfreier Zucker erhalten. Das Strontiumcarbonat kann wieder als Startmaterial in den Prozess eingebracht werden. Das Strontianverfahren ist ein Kreislauf, bei dem kein Strontium verbraucht wird ([[Katalysator]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Brauns: [http://www.scribd.com/doc/45002820 &amp;#039;&amp;#039;Das Mineralreich.&amp;#039;&amp;#039;] Band 1, Fritz Lehmann Verlag, Stuttgart 1903, S. 402–403.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Strontiumsaccharat existieren zwei Formen: bei niedriger Temperatur entsteht das Monosaccharat, bei hoher Temperatur das Disaccharat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Polytechnisches Journal|Dokumentencode=ar248174 |Autor= |Titel=Ueber Scheibler&amp;#039;s Strontianverfahren |Jahr=1883 |Seiten=426–428 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Melasse ist ein Restprodukt bei der Zuckerproduktion aus [[Zuckerrübe]] und besteht selber noch aus mehr als 50 % Zucker. Die französischen Chemiker [[Hippolyte Leplay]] und [[Augustin-Pierre Dubrunfaut]] entwickelten ein Verfahren, um aus der Melasse durch Reaktion von [[Bariumoxid]] mit Zucker schwerlösliche Bariumsaccharate abzuscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Polytechnisches Journal|Dokumentencode=ar131017 |Autor=J. Nicklès |Titel=Leplay&amp;#039;s Verfahren zur Abscheidung des krystallisirbaren Zuckers aus der Melasse |Jahr=1854 |Seiten=47–50 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1849 erweiterten sie ihr Patent auf Strontiumsalze. Es scheint bei diesem Patent nur um eine rechtliche Sicherung des Barytverfahrens zu gehen. In der Praxis hat das Strontianverfahren von Leplay und Dubrunfaut wahrscheinlich nicht funktioniert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://62.41.28.253/cgi-bin/imageserver/imageserver.pl?oid=CGGJAH18830315-002-1883-0011&amp;amp;key=&amp;amp;getpdf=true |wayback=20131212125257 |text=&amp;#039;&amp;#039;De Indische opmerker.&amp;#039;&amp;#039; 15. März 1883.}} (PDF; 8,1&amp;amp;nbsp;MB; niederländisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch die Arbeiten von [[Carl Scheibler (Chemiker)|Carl Scheibler]] wurde das Strontianverfahren industriell anwendbar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;University of Arizona Bulletin.&amp;#039;&amp;#039; No. 35, (1916–1917) [http://repository.azgs.az.gov/sites/default/files/dlio/files/nid1152/b-35_celestite_strontianite.pdf (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Scheibler muss das Strontianverfahren bei Siedehitze durchgeführt werden. Insbesondere in der [[Dessauer Zuckerraffinerie]] von [[Emil Fleischer]] kam das Verfahren zum Einsatz. Im [[Münsterland]] brach daraufhin ein regelrechtes „Goldfieber“ zur Gewinnung von Strontianit aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Börnchen: &amp;#039;&amp;#039;Der Strontianitbergbau im Münsterland.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.lwl.org/westfalen-regional-download/PDF/S156_Strontianit.pdf (PDF; 4,3&amp;amp;nbsp;MB)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine der größten Gruben bei [[Drensteinfurt]] wurde nach Dr. Reichardt, dem Direktor der Dessauer Zuckerraffinerie benannt. Ein weiterer Einsatzort des Strontianverfahrens war die [[Zuckerfabrik Rositz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1883 nahm die Nachfrage nach Strontianit deutlich ab. Zum einen wurde es durch ein anderes Strontiummineral ([[Coelestin (Mineral)|Coelestin]]) verdrängt, das billig aus England importiert wurde. Zum anderen sank der Zuckerpreis so stark, dass eine Gewinnung aus Melasse nicht mehr lohnend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Börnchen: &amp;#039;&amp;#039;Strontianit.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungsführer der Universitätsbibliothek der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], 2005. [http://edocs.fu-berlin.de/docs/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDOCS_derivate_000000001852/41_Ausstellungsfuehrer_Strotianit.pdf (PDF; 6,5&amp;amp;nbsp;MB)].&lt;br /&gt;
* T. H. P. Heriot: &amp;#039;&amp;#039;The Manufacture of Sugar from the Cane and Beet.&amp;#039;&amp;#039; Green and Company, 1920, S. 341–342. [http://www.archive.org/details/manufactureofsug030254mbp (Archiv online)].&lt;br /&gt;
* G. Krause: &amp;#039;&amp;#039;Der Schiedsspruch in Sachen des Scheibler’schen Monostrontiumsaccharat-Patentes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chemiker Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; nr. 32, 19. April 1885. [http://cybra.lodz.pl/Content/919/ChZ_1885_Jh9_Nr_32.pdf (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisch-technisches Verfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katalyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strontium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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