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	<title>Strohauser Plate - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T00:07:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strohauser_Plate&amp;diff=400550&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-08-12T18:10:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Strohauser Plate Weser (49683218956).jpg|mini|Luftbild der Strohauser Plate, Blickrichtung Norden]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strohauser Plate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Flussinsel]] in der [[Weser|Unterweser]] in [[Niedersachsen]], sie gehört als [[Bauerschaft]] zu [[Rodenkirchen (Stadland)|Rodenkirchen]] in der Gemeinde [[Stadland]], [[Landkreis Wesermarsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich wird die Insel durch den Flusslauf der [[Weser]] begrenzt. Westlich begrenzt die Insel die [[Schweiburg]], ein Nebenarm der Weser. Die nördliche und die südliche Spitze der Insel liegen am Zusammenlauf der Weser und der Schweiburg; sie ist somit komplett vom Festland getrennt. Die Ausdehnung beträgt etwa 6&amp;amp;nbsp;km in Nord-Süd-Richtung und etwa 1,3&amp;amp;nbsp;km in Ost-West-Richtung an der breitesten Stelle. Die Gesamtfläche beträgt in etwa 470&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]]. Von den 470&amp;amp;nbsp;ha sind 197&amp;amp;nbsp;ha von [[Sommerdeich]]en geschütztes Grünland, das extensiv in Form von Mutterkuhhaltung von einem [[Landwirt]] genutzt und bei Sturmfluten überflutet wird; das Fassungsvermögen der eingedeichten Grünlandpolder liegt bei etwa 3,3&amp;amp;nbsp;Mio. Kubikmetern, die bei sehr schweren [[Sturmflut]]en in einem Zeitraum von weniger als einer Stunde einströmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen Gebäude befinden sich heute auf der Ostseite der Insel und sind auf Wurten, auch [[Warft]]en genannt, gebaut. Die einzige Verbindung vom Festland zur Insel ist eine Bootsanlegestelle, die mit einem Ruderboot von [[Rodenkirchen (Stadland)|Rodenkirchen]] aus erreicht werden kann. Der Fahrzeugtransport auf die Insel wird durch eine nicht-öffentliche Motorfähre sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strohauser plate 600x400 1.jpg|mini|Blick auf die Strohauser Plate vom Bootsanleger in [[Rodenkirchen (Stadland)|Rodenkirchen]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strohauser Plate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit Dezember 2007 Teil des Naturschutzgebietes NSG WE 260 „[[Strohauser Vorländer und Plate]]“. Das &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Strohauser Plate&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teil des [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebietes]] [[Untere Weser mit Strohauser Plate und Juliusplate]].&lt;br /&gt;
Heute existiert auf der Insel ein verpachteter [[Bauernhof]], der auf 197&amp;amp;nbsp;ha eingedeichtem Grünland [[Mutterkuhhaltung]] auf der Basis des ökologischen Landbaus betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wirtschaftliche Nutzung der [[Röhricht]]e, wie sie noch bis in die 1960er Jahre in der Wesermarsch üblich war, findet auf der Strohauser Plate nur in einem sehr geringen Umfang und mit strengen Auflagen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen vormals sieben Bauernhöfe wurden ab 1986 aufgegeben; die Gebäude dreier Höfe wurden inzwischen abgebrochen. Das Betreten der Insel ist – mit Ausnahme eines [[Biwak]]platzes für Kanuten in Höhe des nördlichen Hofes an der Weser – verboten und nur im Rahmen von im Sommer regelmäßig angebotenen Führungen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nordende der Insel befindet sich für die Schifffahrt seit 1965 die Richtfeuerlinie Reiherplate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Insel entstand im [[16. Jahrhundert|16.]] und [[17. Jahrhundert]] durch [[Sandbank|Sandbänke]]. Hierzu gehörten die so genannte Reiherplate im Norden, die Strohauser Plate sowie die Schlickplate im Süden. Im Rahmen der [[Weserkorrektion]] durch [[Ludwig Franzius]] und weitere Ausbauten der Unterweser wurden diese Inseln durch großflächige Aufspülungen am linken Ufer des heutigen Hauptfahrwassers der Weser miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Besiedlung erfolgte 1836. Die Strohauser Plate wurde landwirtschaftlich genutzt, neben Viehwirtschaft speziell zur [[Reet]]gewinnung, das insbesondere in der traditionellen Bauwirtschaft der Wesermarsch als Material zur Dachdeckung, aber auch zur Wärmedämmung verwandt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1934 wurden im Osten der Insel am Hauptfahrwasser der Weser insgesamt sechs weitere Hofstellen auf dem sogenannten Uferwall, der im Rahmen des Unterweserausbaus aus Baggergut aufgespült worden war, errichtet. Im Rahmen der Autarkiepolitik wurden im Dritten Reich zusätzlich Flächen entlang der [[Schweiburg]] mit Sommerdeichen versehen, so dass ein weiterer [[Polder]], die sogenannte „äußere Bedeichung“ hinzu kam; Teile der neu eingedeichten Fläche mussten jedoch nach den schweren Sturmfluten im Februar und Oktober 1949 wieder aufgegeben werden. Es handelt sich um den bisher letzten großen Verlust von Kulturland an der niedersächsischen Küste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende der 1950er Jahre wurde die Nutzung der nichtbedeichten Flächen nördlich des sogenannten Fährpriels, sie waren bis dahin an Rodenkirchener Landwirte als Mähwiesen verpachtet, als Grünland sukzessive aufgegeben. An ihrer Stelle breiteten sich nach Aufgabe der Bewirtschaftung Röhrichte aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwierigen Lebensverhältnisse, bedingt durch das Fehlen einer festen Straßenverbindung, aber auch die abnehmende Bedeutung der Landwirtschaft führten ab Beginn der 1980er Jahre zu einer fortschreitenden Aufgabe der bis dahin auf der Insel noch bestehenden Höfe und zur Abwanderung der auf der Insel ansässigen Bevölkerung, wozu auch der fehlende Sturmflutschutz, aber auch das Fehlen von möglichen Nebenerwerbsquellen, ganz besonders nach der behördlich verordneten Aufgabe der bis dahin geduldeten Nutzung der weserseitigen Flächen als Naherholungsgebiet, in einem erheblichen Maße beitrug. Als Ersatz diente ab den 1990er Jahren der Kleinensieler Sand bei Rodenkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurten an der Ostseite sind aus heutiger Sicht mit einer Höhe von [[Normalhöhennull|NHN]] + 4,50&amp;amp;nbsp;m als nicht mehr sturmflutsicher anzusehen. Nach der sehr schweren Sturmflut vom 3.&amp;amp;nbsp;Januar 1976, bei der der bisherige Höchstwasserstand von 1962 wieder erreicht wurde, wurden die Gebäude an der Ostseite im Jahre 1978 mit [[Fluttor]]en und Dammbalkenverschlüssen versehen, nachdem Stall- und Wohngebäude mehrfach von sehr schweren Sturmfluten verwüstet worden waren. Im Süden und im Norden wurden zusätzlich Fluchtwurten errichtet, auf die sich die Bewohner der Insel bei Sturmfluten mit einem Wasserstand von mehr als NHN +&amp;amp;nbsp;5,65&amp;amp;nbsp;m in Sicherheit bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen aus der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 machten im Bereich der alten Domäne Strohauser Plate eine Neuerrichtung der veralteten Gebäude erforderlich. Im Rahmen der Baumaßnahmen erfolgte auch eine Anpassung der Hofwurt an die sich verändernden Gegebenheiten. Die 1972 errichteten Gebäude fielen allerdings im Jahre 2005 einem Großbrand zum Opfer. Von einem Wiederaufbau an alter Stelle wurde Abstand genommen und im Bereich der an der Weser gelegenen Höfe eine neue, moderne Stallanlage errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1984 ist die Insel [[Landschaftsschutzgebiet]] und [[Europäisches Vogelschutzgebiet]]. Ende 2007 wurde die Insel Teil des Naturschutzgebiets „Strohauser Vorländer und Plate“, dessen Gebiet die außendeichs liegenden Vorländer zwischen der Zufahrt zum Fähranleger Brake/Golzwarden und dem Abbehauser Sieltief, den Weser-Nebenarm Schweiburg sowie die gesamte Strohauser Plate bis zur [[Mittleres Tidenhochwasser|MTHW]]-Linie an ihrem Ostufer umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung sind Brutvorkommen des [[Schilfrohrsänger]]s, der [[Wasserralle]] und der [[Rohrweihe]]. In den Grünlandbereichen sind Brutvorkommen des [[Kiebitz (Art)|Kiebitz]], der [[Uferschnepfe]] der [[Löffelente]] und des [[Rotschenkel]]s bedeutsam. Während der Wintermonate ist die Insel ein bedeutendes Rastgebiet von [[Graugans|Graugänsen]], [[Pfeifente]]n sowie des [[Seeadler (Art)|Seeadlers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1990 wurde die Insel vom [[Mellumrat]] betreut, der hier eine zunächst nur während der Sommermonate, seit 2005 ganzjährig von Fachkräften besetzte Forschungsstation betrieb. Im Jahre 2001 wurde eine Webcam installiert, die Beobachtungen über das Internet ermöglichte und die Bilder alle 10 Minuten automatisch aktualisierte. Ende 2014 lief der Vertrag mit dem Mellumrat aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/wesermarsch/politik/neues-konzept-braucht-mehr-zeit_a_29,0,2457042354.html Neues Konzept braucht mehr Zeit], abgerufen am 18. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demographie ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1855&lt;br /&gt;
|5&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Eckhardt |Hrsg=Albrecht Eckhardt |Titel=Oldenburgisches Ortslexikon. L-Z |Band=2 |Auflage= |Verlag=Isensee Verlag |Ort=Oldenburg |Datum=2011 |ISBN= |Seiten=960}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1925&lt;br /&gt;
|5&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1939&lt;br /&gt;
|39&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1946&lt;br /&gt;
|57&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
|51&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|38&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|27&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Reinhold Schütte&lt;br /&gt;
   |Titel=Strohauser Plate : Entwicklung, Verwaltung und Nutzung der Weserinsel&lt;br /&gt;
   |Verlag=Domänenamt&lt;br /&gt;
   |Ort=Oldenburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1998}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Philipp Fürst&lt;br /&gt;
   |Titel=Rund um die Strohauser Plate: eine Beschreibung der Weserinsel, der Menschen am Fluß und an den Sielhäfen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wilhelm Böning&lt;br /&gt;
   |Ort=Nordenham&lt;br /&gt;
   |Datum=2000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.naturschutzgebiete.niedersachsen.de/master/C44686999_N5512611_L20_D0_I5231158 NLWKN - NSG WE 260 &amp;quot;Strohauser Vorländer und Plate&amp;quot;]&lt;br /&gt;
* [http://www.nlwkn.niedersachsen.de/master/C44688185_N5512611_L20_D0_I5231158.html NSG-Verordnungstext]&lt;br /&gt;
* [http://www.nlwkn.niedersachsen.de/master/C44688913_N5512611_L20_D0_I5231158.html Kartenmaterial zum NSG-Verordnungstext]&lt;br /&gt;
* [http://www.mellumrat.de/ Der Mellumrat e. V. - Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft]&lt;br /&gt;
* [http://www.eurobirdwatching.com/ Webcam auf der Strohauser Plate]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/23//N |EW=8/29//E |type=isle |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Stadland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binneninsel (Weser)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsschutzgebiet in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogelschutzgebiet in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Stadland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 2007]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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