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	<title>Streitfrage - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:17:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Streitfrage&amp;diff=27394&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Regi51: Änderungen von 89.1.81.134 (Diskussion) rückgängig gemacht (HG) (3.4.12)</title>
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		<updated>2025-03-25T11:43:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/89.1.81.134&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/89.1.81.134&quot;&gt;89.1.81.134&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:89.1.81.134&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:89.1.81.134 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Huggle&quot; title=&quot;Wikipedia:Huggle&quot;&gt;HG&lt;/a&gt;) (3.4.12)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streitfrage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Streitpunkt&amp;#039;&amp;#039;) ist der aus einem [[Streit]] resultierende, offengebliebene [[Sachverhalt]].&lt;br /&gt;
Das [[Determinativkompositum]] setzt sich aus dem Streit und der Frage in Form der noch unbeantworteten [[Äußerung]] zusammen. Der Streit kann ein bloßer [[Wortstreit]] ([[Wortklauberei]], Logomachie), ein [[Meinungsstreit]] ([[Disputation]]), [[Pflichtenkollision|Pflichtstreit]] oder ein [[Rechtsstreit]] sein, wie [[Wilhelm Traugott Krug]] bereits 1834 feststellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Traugott Krug, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Handwörterbuch der philosophischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1834, [https://books.google.de/books?id=pmygOhtJb0UC&amp;amp;pg=PA81&amp;amp;dq=Streitfrage+logik&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjcz6KFgbTfAhXQC-wKHQboDb8Q6AEIWjAJ#v=onepage&amp;amp;q=Streitfrage%20logik&amp;amp;f=false S. 81].&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die [[Kontroverse]] die Gegenüberstellung zweier oder mehrerer Standpunkte betrifft, geht es bei der Streitfrage um ein ungeklärtes [[Problem]]. Streitfragen ergeben sich durch gegensätzliche [[Argument]]e, [[Aussage (Logik)|Aussagen]], [[Behauptung]]en, [[Meinung]]en oder widerstreitende [[Interesse (Politikwissenschaft)|Interessen]] ([[Interessenkonflikt]]e). Der [[Konflikt]] ist in der [[Konfliktforschung]] eine unvereinbare Positionsdifferenz ([[Zankapfel]]), die Streitfrage ist dagegen eher lösbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Streitfrage ist jeder Satz, über den gestritten werden kann, weil dabei gefragt wird, ob er [[Wahrheit|wahr]] oder [[Richtigkeit|falsch]] sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Traugott Krug, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Handwörterbuch der philosophischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1834, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Disput fordert eine genaue Bestimmung der Streitfrage ({{laS|punctum quaestionis}}), eine klare Entwicklung des [[Gegensatz]]es der streitenden Behauptungen ({{laS|status controversiae}}) sowie die [[Falsifikation|Widerlegung]] der fremden und der [[Beweis (Logik)|Beweis]] der eigenen Behauptung.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Ritter von Lichtenfels, &amp;#039;&amp;#039;Grundlinien der philosophischen Propädeutik&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Grundlinien der Logik&amp;#039;&amp;#039;, 1833, [https://books.google.de/books?id=t7xhAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA129&amp;amp;dq=Streitfrage+logik&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjcz6KFgbTfAhXQC-wKHQboDb8Q6AEILjAB#v=onepage&amp;amp;q=Streitfrage%20logik&amp;amp;f=false S. 129].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Streitfragen gibt es in allen [[Fachgebiet]]en wie beispielsweise in [[Medizin]], [[Politik]], [[Recht]] oder [[Wissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Breit diskutierte [[Medizinethik|medizinethische]] Streitfragen sind beispielsweise der [[Schwangerschaftsabbruch]] oder die [[Sterbehilfe]]. Während sich der Gesetzgeber bei den strafrechtlichen Regelungen für bestimmte [[Rechtsfolge]]n entschieden hat (Schwangerschaftsabbruch: §{{§|218|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] bis {{§|219b|stgb|juris}} StGB, Sterbehilfe: §{{§|216|stgb|juris}} StGB, {{§|217|stgb|juris}} StGB), ist die öffentliche Diskussion darüber in vollem Gang. Dabei geht es darum, ob und wie diese abstrakten Streitfragen gesetzlich geregelt werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin List/Maria Behrens/Wolfgang Reichardt/Georg Simonis, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Politik. Probleme und Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;, 1995, [https://books.google.de/books?id=VnLTBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;dq=Streitfrage+abtreibung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwirosfA0rXfAhXGqIsKHQleBIEQ6AEIUTAI#v=onepage&amp;amp;q=Streitfrage%20abtreibung&amp;amp;f=false S. 111].&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Schwangerschaftsabbruch steht ethisch die alte Streitfrage im Vordergrund, das werdende Leben entweder mit dem Zeitpunkt der [[Empfängnis]] oder erst mit dem Abschluss der [[Nidation]] zu schützen; der deutsche Gesetzgeber hat sich für die letztere Variante entschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Krey/Manfred Heinrich, &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht: Besonderer Teil ohne Vermögensdelikte&amp;#039;&amp;#039;, 2008, [https://books.google.de/books?id=NxBE2E8iGA4C&amp;amp;pg=PA75&amp;amp;dq=Streitfrage+abtreibung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiCk7i417XfAhURDewKHXNBCbc4ChDoAQg0MAM#v=onepage&amp;amp;q=Streitfrage%20abtreibung&amp;amp;f=false S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Streitfragen ergeben sich in der [[Innenpolitik]] oft durch die gegensätzlichen Interessen [[Politische Partei|politischer Parteien]], die zur [[Polarisierung (Politik)|Polarisierung]] führen können. Politische Probleme und Streitfragen sind in vielen Fällen kurzlebig, sodass eine im [[Wahlkampf]] diskutierte Streitfrage nach kurzer Zeit wieder verschwunden sein kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Güllner u.&amp;amp;nbsp;a., &amp;#039;&amp;#039;Die Bundestagswahl 2002: Eine Untersuchung im Zeichen hoher politischer Dynamik&amp;#039;&amp;#039;, 2005, [https://books.google.de/books?id=biXRtQtJ8h0C&amp;amp;pg=PA103&amp;amp;dq=politische+Streitfrage&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjJwpPRoLTfAhWI6aQKHcKaCGI4FBDoAQhSMAg#v=onepage&amp;amp;q=politische%20Streitfrage&amp;amp;f=false S. 103].&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Außenpolitik]] ergeben sich politische Streitfragen durch gegensätzliche [[Staatsziel]]e, die zur politischen [[Konfrontation]] führen können. Die zentrale Streitfrage in Europa war lange Zeit die [[Deutsche Frage]]. Die in der [[Griechenland-Krise]] aufgekommene Streitfrage betraf im Kern die unterschiedlichen Auffassungen zwischen [[Griechenland]] und der [[EU-Kommission]] über die nicht mit dem [[EU-Recht]] konforme griechische [[Haushaltspolitik]]. Außenpolitische Streitfragen können zum Konflikt [[Eskalation|eskalieren]], der durch Drohung mit Gewalt zum [[Krieg]] führen kann. So ist der [[Nahostkonflikt]] ein Vorzeigebeispiel für eine nicht durch Krieg beendete Streitfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussage stellt eine juristische Streitfrage dar, wenn sie für den Ausgang eines Rechtsstreits relevant ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Jandach, &amp;#039;&amp;#039;Juristische Expertensysteme&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Rechtsfrage]]n sind dann Streitfragen, wenn mindestens zwei voneinander abweichende Rechtsmeinungen zum selben Thema aufeinandertreffen. In der Praxis spielen juristische Streitfragen nur eine geringe Rolle, denn meist geht es um die Feststellung, wie sich ein Fall wirklich zugetragen hat. Streitfragen, die für einen Rechtsstreit ausschlaggebend sind und bei denen man verschiedener Ansicht sein kann, bedürfen einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit dem Meinungsstand in der [[Fachliteratur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Zimmermann, &amp;#039;&amp;#039;Klage, Gutachten und Urteil&amp;#039;&amp;#039;, 2011, [https://books.google.de/books?id=qXTX82BXmdUC&amp;amp;pg=PA10&amp;amp;dq=Streitfrage+Rechtsstreit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi4p_rKqbTfAhUObVAKHUL3DkUQ6AEIQDAF#v=onepage&amp;amp;q=Streitfrage%20Rechtsstreit&amp;amp;f=false S. 10].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der wissenschaftlichen und [[Philosophie|philosophischen]] [[Theorie]] regen Streitfragen dazu an, ihre [[Entscheidbarkeit]] zu untersuchen. So handelt es sich nach der [[Wissenschaftstheorie]] [[Karl Popper]]s nur dort um ein wissenschaftliches Problem, wo die alternativen Standpunkte grundsätzlich [[Falsifikation|falsifizierbar]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Popper, &amp;#039;&amp;#039;Logik der Forschung&amp;#039;&amp;#039;, 1934, S. 8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz dazu verhält es sich mit [[Metaphysik|metaphysischen]] Problemen so, wie [[Immanuel Kant]] es 1781 im Vorwort seiner [[Kritik der reinen Vernunft]] klassisch formuliert hat: „Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant/Wilhelm Weischedel (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kritik der reinen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1781, [https://books.google.de/books?id=GnUaAAAAIAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Kant+%22Die+menschliche+Vernunft+hat+das+besondere+Schicksal%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjhl7KVwtHfAhUFIVAKHUzMD-YQ6AEINDAC#v=onepage&amp;amp;q=%22Die%20menschliche%20Vernunft%20hat%20das%20besondere%20Schicksal%22&amp;amp;f=false S. 11].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Streitfrage der Wissenschaft allgemein betrifft das Verhältnis von [[Naturwissenschaft|Natur-]] und [[Geisteswissenschaft]]en. Dieser Wissenschaftsstreit gipfelte im Methodenstreit zwischen [[Neopositivismus]]/[[Kritischer Rationalismus|Kritischem Rationalismus]] einerseits und [[Kritische Theorie|Kritischer Theorie]] andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Ulrich Biere, &amp;#039;&amp;#039;Linguistische Hermeneutik und hermeneutische Linguistik&amp;#039;&amp;#039;, in: Germanistik in und für Europa, 2006, S. 495&amp;lt;/ref&amp;gt; Immer wieder standen sich gegensätzliche Theorien im Theorienstreit gegenüber. So erhielt in der [[Volkswirtschaftslehre]] der [[Keynesianismus]] ab 1963 Konkurrenz durch den [[Monetarismus]], die entweder die [[Nachfragepolitik]] oder die [[Geldmenge]] in den Vordergrund stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lösung ==&lt;br /&gt;
Streitfragen können wie ein [[Problem]] behandelt werden, also durch [[Problemlösen|Problemlösung]] beendet werden. Beispielsweise kann der Rechtsstreit etwa unter [[Vertragspartei]]en außergerichtlich durch eine [[Einigung]] auf eine der mindestens zwei Rechtsauffassungen oder durch einen Kompromiss ([[Vergleich (Recht)|Vergleich]]) gelöst werden. Wird keine dieser Alternativen erwogen, aber eine Lösung für erforderlich gehalten, bleibt die gerichtliche Auseinandersetzung durch [[Prozess (Recht)|Gerichtsprozess]]. An dessen Ende entscheidet sich das [[Gerichtsurteil]] ebenfalls für eine der vorhandenen Rechtsauffassungen oder der Prozess endet mit [[Vergleich (Recht)|Prozessvergleich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Persönliches Ziel]] der streitenden Parteien muss die [[Konfliktlösung]] sein, weil ansonsten die unmittelbare Konfrontation etwa durch Abbruch der [[Verhandlung]]en zwar zunächst endet, aber jederzeit wieder aufleben kann. Eine Konfliktlösung wird durch [[konstruktiv]]e [[Kooperation]], Einsatz einer [[Streitkultur]] oder Identifikation gemeinsamer [[Ziel]]e oder [[Präferenz|Interessen]] erleichtert. Es stehen die umstrittenen Sachverhalte im Vordergrund, nicht die sie vertretenden Personen. Eine Entscheidung über die umstrittenen Sachverhalte erfolgt letztlich durch [[Abstimmung]], [[Diskussion]]sleiter ([[Ordre de Mufti]]), [[Einflussnahme]], [[Kompromiss]], [[Richter]], [[Rückzug]], [[Sieg]] ([[strategischer Sieg]]), [[Überzeugung]] oder [[Verhandlungsmacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Streitfrage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Regi51</name></author>
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