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	<title>Strebewerk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strebewerk&amp;diff=219496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Hans Sedlmayr; Kleinkram</title>
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		<updated>2024-06-29T20:43:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Hans Sedlmayr; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Strebewerk-2.jpg|mini|hochkant|Schnitt durch das Langhaus der [[Kathedrale von Reims]]: Oberhalb der Seitenschiffe nehmen zwei übereinanderliegende Strebebögen den Schub des Mittelschiffsgewölbes auf und leiten ihn auf die Strebepfeiler in den Außenwänden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chartres - cathédrale - arcs-boutants de la nef.JPG|mini|hochkant|Strebewerk am Langhaus der [[Kathedrale von Chartres]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reims Cathedral, exterior (9).jpg|mini|hochkant|Strebewerk am Langhaus der [[Kathedrale von Reims]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cathedrale d&amp;#039;Amiens - Gargouille au menton.jpg|mini|hochkant|Wasserspeier und Strebebögen im Strebewerk der [[Kathedrale von Amiens]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strebewerk von St. Martin (Landshut).JPG|mini|hochkant|Strebewerk an der Südwand der [[Basilica minor|Stiftsbasilika]] [[Martinskirche (Landshut)|St. Martin]] in [[Landshut]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sireköpinge kyrka 2.jpg|mini|hochkant|Abgetreppte Wandvorlage an der Sireköpinge kyrka]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beenz (Lychen) church 2016 NW.jpg|mini|Stützpfeiler an der Westwand der Dorfkirche von Beenz, einem Ortsteil der Stadt [[Lychen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strebewerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strebeapparat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;so &amp;#039;&amp;#039;Strebeapparat&amp;#039;&amp;#039;. In: Günther Wasmuth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wasmuths Lexikon der Baukunst&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1929–1932 (4 Bände).&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein zentrales konstruktives und gestalterisches Element der [[Gotik|gotischen]] [[Kathedrale]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebewerk&amp;quot;&amp;gt;Satz nach Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Gotik?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, &amp;#039;&amp;#039;IV.5.Strebewerk&amp;#039;&amp;#039;, S. 107–108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es setzt sich aus [[Strebepfeiler]]n und ggf. [[Strebebogen|Strebebögen]] zusammen. Das Strebewerk dient dazu, den [[Gewölbeschub]] und die [[Windlast]] aus dem [[Kirchenschiff|Mittelschiff]] einer [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] und dem [[Hochchor]] beim [[Umgangschor]] abzuleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strebewerk gilt, neben [[Kreuzrippengewölbe]] und [[Spitzbogen]], als eines der drei populären Stilmerkmale gotischer Sakralbauten. Heute wird seine Entstehung insbesondere aus der Entwicklung des Innenraumes erklärt, die den Ersatz massiver Wand- durch transparente Fensterflächen bedeutet:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das 12. Jahrhundert der nordfranzösischen Frühgotik kann man als das der Erprobung der Bautechnik ansehen. Es handelt sich im Wesentlichen darum, wie der Architekt dem Gewölbedruck auf die Hochschiffmauern bei zunehmendem Hochdrang des Rauminneren am besten begegnen sollte. […] Die spezifisch gotische Lösung liegt darin, daß alle Stützpunkte für die Wand nach außen verlegt sind, […] Der technische Apparat, den die Gotik hierfür entwickelt, wird als ‹Strebewerk› bezeichnet. […] Die Geschichte des offenen Strebebogens lehrt deutlich, daß zuerst die Idee des gotischen Rauminneren sich zur Geltung brachte, dann erst die Bautechnik herangezogen wurde, um dem Kathedralenraum den notwendigen materiellen Halt von außen her zu geben.|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jantzen 85&amp;quot;&amp;gt;Hans Jantzen: &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Gotik. Klassische Kathedralen Frankreichs Chartres, Reims, Amiens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gotische Raumidee und Strebewerk&amp;#039;&amp;#039;, Rowohlt, 1957/1968, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem „notwendigen materiellen Halt“ entwickelten sich im 13. Jahrhundert vielfältige künstlerische Ausformungen. Es entstand eine Raumstruktur, welche „die Wirkung des Außenbaues der Kathedrale mitbestimmt“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jantzen 85&amp;quot; /&amp;gt; die „den Kernbau wie eine durchsichtige Hülle von tiefer Schichtung ummantelt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jantzen 91&amp;quot;&amp;gt;Zitat nach Hans Jantzen: &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Gotik. Klassische Kathedralen Frankreichs Chartres, Reims, Amiens&amp;#039;&amp;#039;, Rowohlt, 1957/1968, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Das offene Strebewerk mit frei über den Seitenschiffen gespannten Strebebögen wurde in der gotischen Architektur schrittweise entwickelt und allmählich ausgeformt. Um Gewölbeschub und Windlast auf die in der Außenwand integrierten Strebepfeiler abzuleiten, wurden zunächst Quermauern oberhalb der [[Gurtbogen|Gurtbögen]] der Seitenschiff-Gewölbe errichtet, beispielsweise in der [[Kathedrale von Durham]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebewerk&amp;quot; /&amp;gt; Diese blieben unter deren Pultdächern unsichtbar. Im 12. Jahrhundert dienten auch die Gewölbe der Seitenschiffemporen der Abstrebung des Mittelschiffes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebewerk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein offenes Strebewerk mit sichtbaren Strebebögen oberhalb der Dachfläche entwickelte sich ab 1160/1170 zunächst bei Umgangschören in der Normandie und der Île-de-France ([[Abtei Saint-Germain-des-Prés|Saint-Germain-des-Prés]] in Paris nach 1160).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebewerk&amp;quot; /&amp;gt; Seit etwa 1190 wird es auch beim [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] eingesetzt ([[Kathedrale von Paris]] 1180/1200 ab 1230 grundlegend geändert, [[Kathedrale von Noyon|Noyon]] 1179/1180–1200, [[Kathedrale von Laon|Laon]] 1180/1190).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebewerk&amp;quot; /&amp;gt; Dieses offene Strebewerk wurde in Südfrankreich und den Mittelmeerländern nur selten aufgenommen, es verbreitete sich aber nach England und Deutschland ([[Limburger Dom|St. Georg in Limburg]] um 1200/1225, Langhaus des [[Bonner Münster]]s 1210/1220, [[St. Gereon (Köln)|St. Gereon]] in Köln 1219/1227).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebewerk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtiger Schritt gilt die [[Kathedrale von Chartres]] (Baubeginn 1194). Mit dem Wegfall der Seitenschiffemporen wächst die Höhe der Mittelschiffwand. Strebepfeiler und Strebebögen werden nicht nur technisch verwendet, sondern künstlerisch ausgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Sedlmayr]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Kathedrale&amp;#039;&amp;#039;. Graz 1976, ergänzte Auflage von 1950, Kapitel 86, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Kathedrale von Reims]] (Baubeginn 1211) wird die Ummantelung des Gebäudes mit Strebewerk aufgegriffen und die Bauteile werden durchgebildet. Reims bedeutete insofern für den Außenbau „die Vollendung des mit Chartres Begonnenen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat nach Hans Sedlmayr: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Kathedrale&amp;#039;&amp;#039;, Graz 1976, ergänzte Auflage von 1950, Kapitel 90, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strebepfeiler ==&lt;br /&gt;
{{hauptartikel|Strebepfeiler}}&lt;br /&gt;
Als Teil von Strebewerken haben Strebepfeiler die Aufgabe, [[Scherkraft|Scherkräfte]] von den Strebebögen aufzunehmen. &lt;br /&gt;
Der gotische Strebepfeiler zeigt sich zunächst als konstruktiv-rohe Form und erfährt allmählich eine gestalterische Gliederung. Zunächst durch eine Abtreppung der Außenkante, begleitet von [[Kaffgesims]]en, durch Ziergiebel und [[Kreuzblume]]n, Nischen für Figurenschmuck, bis hin zu Säulen- und [[Maßwerk]]-Verblendung und [[Fiale]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebepfeiler&amp;quot;&amp;gt;Satz nach &amp;#039;&amp;#039;Strebepfeiler&amp;#039;&amp;#039;. In: Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Gotik?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 124–126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die statische Bedeutung der Abtreppung als nachvollziehbar gilt, wird die der Auflastfunktion durch Fialen in der neueren Forschung kontrovers beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Strebepfeiler&amp;#039;&amp;#039;. In: Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Gotik?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 124 mit Verweis und Referenzierung anderer Sekundärquellen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine dekorative Funktion als [[Bekrönung]] ist demgegenüber unbestritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strebebogen ==&lt;br /&gt;
{{hauptartikel|Strebebogen}}&lt;br /&gt;
Der Strebebogen, auch &amp;#039;&amp;#039;Hochschiffstrebe&amp;#039;&amp;#039; oder früher &amp;#039;&amp;#039;fliegende Strebe&amp;#039;&amp;#039; genannt,&amp;lt;ref&amp;gt;Synonyme nach &amp;#039;&amp;#039;Strebebogen&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Koepf, Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Kröner, Stuttgart 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; liegt geneigt zwischen Hochschiffwand oder Chorwand und Strebepfeiler, oder auch zwischen hintereinanderstehenden Pfeilern. Er leitet die horizontalen Lasten aus der Gewölbeschräglast und dem Winddruck in die äußersten Strebepfeiler als End[[auflager]] weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebebogen&amp;quot;&amp;gt;Satz nach Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Strebebogen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Gotik?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 108–121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gotische Strebebogen lässt sich, auch anhand des [[Fugenbild]]es, in den eigentlichen &amp;#039;&amp;#039;Strebe&amp;#039;&amp;#039;körper und den diesen unterstützenden &amp;#039;&amp;#039;Bogen&amp;#039;&amp;#039; unterteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Strebebogen&amp;#039;&amp;#039;. In: Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Gotik?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 108–109 mit ausführlicherer Darstellung, Verweis und Referenzierung anderer Sekundärquellen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der oberste [[Kämpfer (Architektur)|Kämpferstein]] eines Strebebogens besitzt mitunter eine Unterstützung durch eine kleine Säule, deren Verwendung nach 1300 aber aufgegeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Strebebogen&amp;#039;&amp;#039;. In: Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Gotik?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2000, S. 110–111 mit ausführlicherer Darstellung, Verweis und Referenzierung anderer Sekundärquellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strebebögen sind oft auch übereinander angeordnet, wobei der untere zur Weiterleitung des Gewölbeschubs und der obere zur Weiterleitung der Windlast dient. Der obere Strebebogen setzt in der Nähe der [[Dachtraufe]] an und der untere zwischen der Traufe und dem Fußpunkt der inneren Gewölberippen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebebogen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa ab 1230 wurden Strebebögen auch zur Wasserableitung genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binding Strebebogen&amp;quot; /&amp;gt; Eine Vertiefung an der Oberseite leitet das Wasser zu einem markant an der Vorderseite des Strebepfeilers angesetzten [[Wasserspeier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X, S. 450 f.: &amp;#039;&amp;#039;Strebebogen&amp;#039;&amp;#039;; S. 451: &amp;#039;&amp;#039;Strebewerk&amp;#039;&amp;#039; ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 26. März 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Buttresses|Strebewerk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stütze (Bauteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil (Gewölbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Gotik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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