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	<title>Streaming Media - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T02:21:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Streaming_Media&amp;diff=672060&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;K7yz3: Verlinkungen entfernt.</title>
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		<updated>2026-01-10T17:25:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkungen entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2018-07-12 ZDF Streaming Playoutcenter Mainz-0884.jpg|mini|Streaming Playoutcenter des [[ZDF]] in [[Mainz]]|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streaming Media&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich aus dem [[Englisch]]en: das Fließen oder Strömen von [[Medium (Kommunikation)|Medien]] oder: &amp;#039;&amp;#039;strömende Medien&amp;#039;&amp;#039;), allgemeinsprachlich meist nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streaming&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet die gleichzeitige [[Datenübertragung|Übertragung]] und Wiedergabe von Video- und/oder Audiodaten über ein [[Rechnernetz]] per [[Datenstrom]]. Das übertragene („gestreamte“) Programm wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stream&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; wenn der übertragene  Inhalt in Echtzeit stattfindet, als &amp;#039;&amp;#039;[[Live-Streaming|Livestream]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Gegensatz zum Herunterladen ([[Download]]) ist das Ziel beim Streaming nicht, eine Kopie der Medien beim Nutzer anzulegen, sondern die Medien direkt auszugeben, anschließend werden die Daten verworfen. Beispiele für Streaming Media sind &amp;#039;&amp;#039;Video-Streaming&amp;#039;&amp;#039; und [[Audio-Streaming]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Internetradio|Webradio]] und [[Musikstreaming]]). Die Inhalte werden oftmals über [[Streamingportal]]e und internetbasierte [[Mediathek (Fernsehen)|Mediatheken]] verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedergabe von [[Rundfunkprogramm|Programmen]] über einen &amp;#039;&amp;#039;Livestream&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich meist vom klassischen [[Rundfunk]]. Während beim Rundfunk an eine unbestimmte Anzahl Empfänger zugleich gesendet wird (Punkt-zu-Mehrpunkt, englisch: [[Broadcast]]), ist das Streaming meist eine [[Direktverbindung]] zwischen dem [[Server]] des Senders und dem [[Client]] jedes einzelnen Benutzers (Punkt-zu-Punkt, englisch: [[Unicast]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Streaming von Videos ist nach Schätzungen aus dem Jahr 2019 für 80 Prozent der Zunahme des globalen Datenverkehrs verantwortlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz160419&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte und Entwicklung des Streaming Media}}&lt;br /&gt;
Streaming Media gibt es seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Während der ersten Jahrzehnte wurden wenige Fortschritte gemacht, da die Technik teuer und die Kapazitäten der [[Hardware|Computerhardware]] beschränkt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1980er-Jahre wurden die [[Personal Computer|PCs]] leistungsfähig genug, um verschiedenste [[Elektronische Medien|Medien]] anzuzeigen. Die vorrangigen Voraussetzungen, um Streams zu empfangen, waren eine starke [[Hauptprozessor|CPU]] und eine ausreichende [[Bus (Datenverarbeitung)|Bus]]-(Netzwerk-)Bandbreite für die erforderlichen Datenraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den späten 1990er-Jahren waren größere Datenraten verfügbar, der Zugang zum [[Internet]] wurde leichter, und es gab Standard[[Kommunikationsprotokoll|protokolle]] und -[[Datenformat|formate]], wie die [[Internetprotokollfamilie]] und [[Hypertext Markup Language|HTML]]. Das Internet wurde [[kommerz]]ialisiert. Diese Fortschritte in Computernetzwerken, kombiniert mit leistungsfähigen PCs und modernen [[Betriebssystem]]en, machten Streaming Media für normale Nutzer möglich. Erstmals standen Abrufdienste wie [[YouTube]] oder „Mediatheken“ einzelner Fernsehsender einem breiten Publikum zur Verfügung, es etablierte sich Livestreaming ([[Internetradio]] und [[Internetfernsehen|-fernsehen]]), und vor allem im Unternehmensbereich entstanden mit [[Videokonferenz]]en und [[Bildtelefon|Videotelefonie]] weitere Anwendungsbereiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es immer mehr Angebote und neue Streamingprotokolle wie das [[MMS-Protokoll|Microsoft Media Server Protocol]] (MMS) und das [[Real-Time Streaming Protocol]] (RTSP), außerdem sind Bild- und Tonqualität verbessert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Software ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- mit Artikeln in der WP. Wir sind keine Werbelistensammlung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um Streaming-Media-Angebote nutzen zu können, ist für den [[Empfänger (Information)|Empfang]] eine spezielle [[Software]] erforderlich. Dies kann ein [[Webbrowser]]-[[Plug-in]] sein oder ein eigenständiges Wiedergabeprogramm.&lt;br /&gt;
Ersteres wird automatisch aufgerufen, sobald eine angeforderte Seite &amp;#039;&amp;#039;Streaming-Media&amp;#039;&amp;#039;-Daten enthält. Diese Plug-ins und Wiedergabeprogramme (englisch {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Player&amp;#039;&amp;#039;}}) werden in der Regel kostenlos angeboten, im Gegensatz zu den [[Streaming-Server]]n, die die Daten senden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Vielzahl verschiedener konkurrierender &amp;#039;&amp;#039;Streaming-Media&amp;#039;&amp;#039;-Techniken. Die bekanntesten Vertreter sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Audio- und Video-Containerformate ===&lt;br /&gt;
* [[3gp]]&lt;br /&gt;
* [[Adobe Flash|Flash Video Streaming]]&lt;br /&gt;
* [[Advanced Streaming Format]] (ASF)&lt;br /&gt;
* [[Audio Video Interleave]] (AVI)&lt;br /&gt;
* [[Flash Video]] (FLV)&lt;br /&gt;
* [[Free Lossless Audio Codec|FLAC]]&lt;br /&gt;
* [[Matroska]]&lt;br /&gt;
* [[MP3]]&lt;br /&gt;
* [[MP4]]&lt;br /&gt;
* [[MPEG-Transportstrom]]&lt;br /&gt;
* [[Nullsoft Streaming Video]]&lt;br /&gt;
* [[Ogg]] ([[Vorbis]], [[Theora]])&lt;br /&gt;
* [[QuickTime]]&lt;br /&gt;
* [[RealMedia]]&lt;br /&gt;
* [[WebM]]&lt;br /&gt;
* [[Windows Media]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Streamingsoftware und -server ===&lt;br /&gt;
* [[Ampache]]&lt;br /&gt;
* [[Cameleon]]&lt;br /&gt;
* [[Catra Streaming Platform]]&lt;br /&gt;
* [[dyne:bolic]]&lt;br /&gt;
* [[FFmpeg|FFserver]]&lt;br /&gt;
* [[Helix (Multimedia-Plattform)|Helix Server]]&lt;br /&gt;
* [[Icecast]] ([[Open Source]], nur Audio)&lt;br /&gt;
* [[Icecast]]2 ([[freie Software]])&lt;br /&gt;
* [[Jinzora]] Broadcast-Serversoftware ([[freie Software]])&lt;br /&gt;
* [[Kodi (Software)|Kodi]]&lt;br /&gt;
* [[Logitech Media Server]]&lt;br /&gt;
* [[LScube|LSCube/Feng]] ([[freie Software]]), RTSP-fähig, beherrscht auch neuere freie Audio- und Videoformate&lt;br /&gt;
* [[Microsoft Internet Information Services|Microsoft Internet Information Services 10]], Teil des Betriebssystems Windows Server 2016 und Windows 10.&lt;br /&gt;
* [[nginx]]&lt;br /&gt;
* [[No23Live]] ([[Freeware]], nur Audio)&lt;br /&gt;
* [[Open Broadcaster Software]] (OBS)&lt;br /&gt;
* [[PS3 Media Server]], spezielle Software für Streaming von Videos, Musik und Fotos von Windows-PCs zu einer PlayStation 3 in vielen verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* [[QuickTime Broadcaster]]&lt;br /&gt;
* [[QuickTime Streaming Server]]&lt;br /&gt;
* [[Red5]] für das [[Real Time Messaging Protocol]] (RTMP).&lt;br /&gt;
* [[SHOUTcast]]&lt;br /&gt;
* [[VideoLAN Server]] ([[freie Software]])&lt;br /&gt;
* vMix&lt;br /&gt;
* XSplit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenübertragungsrate ==&lt;br /&gt;
Typische [[Datenübertragungsrate]]n der Ausgangsdaten sind:&lt;br /&gt;
* [[Audio]]: meist im Bereich zwei- bis dreistellige kbit/s&lt;br /&gt;
* [[Videoformat|Video]]: einige hundert kbit/s bis einige Mbit/s (bei [[Triple Play|Triple-Play]]-Angeboten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische zur Verfügung stehende Datenübertragungsraten sind:&lt;br /&gt;
* analoges [[Modem]]: bis 56 kbit/s&lt;br /&gt;
* [[Integrated Services Digital Network|ISDN]]: 64 oder 128 kbit/s&lt;br /&gt;
* [[Digital Subscriber Line|DSL]] und [[Kabelmodem]]s: 0,4–400 Mbit/s&amp;lt;!-- siehe [[Very High Speed Digital Subscriber Line#VDSL2 in Deutschland]], letzter Satz --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[FTTH]]: 10 Mbit/s bis 1 Gbit/s&lt;br /&gt;
* [[Ethernet]]: 10 Mbit/s, 100 Mbit/s, 1 Gbit/s oder 10 Gbit/s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Wiedergabe der Daten gleichzeitig mit dem Empfang stattfinden soll, muss eine ausreichende Datenübertragungsrate zur Verfügung stehen. Es ist notwendig, dass die Datenübertragungsrate, die für die Übertragung zur Verfügung steht, größer ist als die für das Streaming verwendete Datenübertragungsrate. Die zu sendenden Audio- und Videodaten sind deshalb stets [[Datenkompression|komprimiert]]. In den meisten Fällen sind die Inhalte verlustbehaftet komprimiert, da nur so eine übertragbare [[Datenmenge]] pro [[Zeitspanne]] erreicht werden kann; außerdem liegt der Kompressionsfaktor weit über dem einer verlustlosen Kompression, ohne dass ein merklicher Qualitätsverlust eintreten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um unterschiedliche Laufzeiten der Datenpakete im Netz auszugleichen und damit verbundene Stockungen zu verhindern, wird im [[Mediaplayer]] ein [[Puffer (Informatik)|Puffer]] verwendet. Deshalb erfolgt die Wiedergabe auch leicht verzögert, typischerweise um 2 bis 6 Sekunden. Reicht dieser Puffer nicht aus, wird er von manchen Medienplayern dynamisch vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Videodaten in aller Regel eine höhere Datenrate als Audiodaten haben, ist hier auch eine wesentlich stärkere Komprimierung erforderlich. &amp;lt;!-- Diese ist bezüglich der verwendeten Algorithmen ausgefeilter // Beleg? // und bezüglich der benötigten Rechenleistung aufwendiger. // pro kbit/s Datenrate? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gleicher Komprimierungsart sinkt dabei die Qualität mit der Datenübertragungsrate, auf die der Datenstrom verkleinert werden soll. Die sicht- und hörbare Qualität eines Streams hängt deshalb wesentlich von den folgenden Faktoren ab:&lt;br /&gt;
* der Art und Qualität des Ausgangsmaterials&lt;br /&gt;
* der verwendeten Komprimierungsmethode&lt;br /&gt;
* der für die Übertragung nutzbaren Datenübertragungsrate, welche meist durch den [[Internetzugang]] begrenzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== On-Demand-Streaming ===&lt;br /&gt;
* Daten werden vom Server über das Netz an den Client übertragen.&lt;br /&gt;
* Die Wiedergabe erfolgt bereits während der Übertragung schon bevor die gesamte Datei übertragen wurde. &lt;br /&gt;
* Eine Zwischenpufferung für lückenlose Wiedergabe ist notwendig. Die Daten werden auf der Client-Seite vorgespeichert.&lt;br /&gt;
* Der Client kann vor-, zurückspulen und pausieren.&lt;br /&gt;
* Protokolle: [[Hypertext Transfer Protocol|HTTP]], [[File Transfer Protocol|FTP]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ Siehe auch: [[Audio-on-Demand]], [[Video-on-Demand]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Live-Streaming]] ===&lt;br /&gt;
* Bereitstellung des Angebotes in [[Echtzeit]]&lt;br /&gt;
* Protokolle: [[Real-Time Transport Protocol|RTP]], [[RealTime Control Protocol|RTCP]], [[Real-Time Streaming Protocol|RTSP]], [[Session Initiation Protocol|SIP]], [[Secure Reliable Transport|SRT]], [[HTTP-Streaming|HLS]], [[Dynamic Adaptive Streaming over HTTP|DASH]]&lt;br /&gt;
* Sonderform: [[Phonecast]] (Verbreitung über Telefonserver)&lt;br /&gt;
* Vorspulen ist maximal bis zur aktuellen Live-Position möglich; Pausieren und Zurückspulen ist i. A. möglich wie im On-Demand-Stream.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streaming Media in der Bildung ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren setzten sich zunehmend Systeme zum Aufzeichnen von Vorlesungen in Europa durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei werden zwei verschiedene Arten von Aufzeichnungen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Hardwareaufzeichnung (Sonic Foundry): Es gibt einen Hardwarestreamer, über den Quellen angeschlossen und aufgezeichnet werden. Diese Möglichkeit ist einfach, aber kostenintensiv.&lt;br /&gt;
* Softwarelösungen (Camtasia, Lecturnity u.&amp;amp;nbsp;a.): Eine Software wird auf den Präsentationsrechner installiert und so die Präsentation aufgezeichnet. Diese Möglichkeit ist kostengünstig, eine Nachbearbeitung ist jedoch notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzerzahlen in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Videostreaming&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2021 schauen 81 Prozent aller deutschen Internetnutzer ab 16 Jahren zumindest gelegentlich Videos per Stream.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Die-Zukunft-der-Consumer-Technology-2021-Marktentwicklung-Mediennutzung-Trends-Technologien |titel=Die Zukunft der Consumer Technology – 2021 |hrsg=Bitkom e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2021-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2019 waren es 79 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Video-Streaming-bricht-Nutzerrekorde &amp;#039;&amp;#039;Video-Streaming bricht Nutzerrekorde&amp;#039;&amp;#039;] Bitkom-Presseinformation vom 18. Juli 2019, abgerufen am 17. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; 38 Prozent nutzen 2021 kostenpflichtige Videostreaming-Abos – wobei hiervon 32 Prozent mittlerweile zwei Abos nutzen und 29 Prozent sogar drei Abos oder mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.wiwo.de/bitkom-umfrage-bitkom-rechnet-mit-leichtem-rueckgang-im-markt-fuer-unterhaltungselektronik-/27636416.html |titel=Bitkom rechnet mit leichtem Rückgang im Markt für Unterhaltungselektronik |werk= |hrsg= |datum=2021-09-22 |sprache= |abruf=2021-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Musikstreaming]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer Umfrage aus dem Jahr 2021 zufolge hören 76 Prozent der Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland zumindest gelegentlich Musik über Streaming-Dienste wie [[Spotify]], [[Tidal (Musikstreaming)|TIDAL]], Apple Podcasts oder [[Deezer]], wobei fast die Hälfte (48 Prozent) auf kostenpflichtige Angebote zugreift.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Die-Zukunft-der-Consumer-Technology-2021-Marktentwicklung-Mediennutzung-Trends-Technologien |titel=Die Zukunft der Consumer Technology -  2021 |werk= |hrsg= |datum= |sprache= |abruf=2021-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit konnte das Audiostreaming weiter an Popularität gewinnen: 2019 hörten erst 72 Prozent der Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland Musik über Streaming-Dienste, zwei Drittel davon täglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Audio-Streaming-waechst-ungebrochen &amp;#039;&amp;#039;Audio-Streaming wächst ungebrochen&amp;#039;&amp;#039;] Bitkom-Presseinformation vom 4. Juli 2019, abgerufen am 17. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder fünfte nutzte 2019 nicht nur Gratisangebote, sondern bezahlte für das [[Musikstreaming]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.funkschau.de/office-kommunikation/die-consumer-technology-steht-vor-einem-umbruch.168877.html Diana Künstler: &amp;#039;&amp;#039;Tech Trends 2019. Die Consumer Technology steht vor einem Umbruch&amp;#039;&amp;#039;] Funkschau vom 4. September 2019, abgerufen am 17. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme ==&lt;br /&gt;
=== Datenaufkommen und Netzwerkkapazität ===&lt;br /&gt;
Während klassische Rundfunkdienste ([[Hörfunk]], [[Fernsehen]] usw.) eine möglichst große Reichweite bei möglichst geringem Aufwand an Energie und anderen Ressourcen (seitens des Senders) anstreben und die aktuelle, konkrete Zuschaueranzahl für den Sender keinen (direkten) Einfluss auf die Kosten hat, werden Streaming-Media-Angebote mit wachsender Teilnehmerzahl für den Sender (direkt) teurer, denn die Daten müssen an jeden [[Empfänger (Information)|Empfänger]] einzeln versandt werden. In der [[Netzwerktechnik]] ist zwar der [[Multicast]]-Modus bekannt, bei dem ein vom Streaming-Server ausgehender Datenstrom bei geringer Netzbelastung gleichzeitig an verschiedene Empfänger gesendet werden kann, dieser wird jedoch bis heute praktisch nicht benutzt, weil ihn viele Router im Internet nicht unterstützen. Stattdessen werden für Streaming-Angebote mit einem Massenpublikum (etwa Übertragungen der Fußball-Bundesliga oder Popkonzerte) sogenannte [[Overlay-Netzwerk|Overlay-Netze]] genutzt, welche die zu übertragenden Daten [[Topologie (Rechnernetz)|netztopologisch]] betrachtet an vielen Orten gleichzeitig zur Verfügung stellen – somit jeweils möglichst nah am jeweiligen Empfänger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bild- und Tonqualität kann oftmals eher niedrig ausfallen, um bei niedrigen Datenübertragungsraten von z.&amp;amp;nbsp;B. Mobilgeräten eine flüssige Übertragung zu gewährleisten. Aus dieser Perspektive erscheint die Verwendung der Streaming-Technik bei Inhalten, bei denen es nicht auf eine Echtzeitübertragung ankommt (etwa bei [[Trailer]]n), eher fraglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hohe Datenaufkommen kann zu einer hohen Auslastung der Netzwerkkapazität in Spitzenzeiten führen. Im Zuge der [[COVID-19-Pandemie]] droht das hohe Ausmaß an Video-Streaming die Datennetze zu überlasten, so dass Regierungen, aber auch Internetprovider, zur sparsamen Verwendung aufrufen und ggf. eine Beschränkung der Dienste androhen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Stefan Häberli&lt;br /&gt;
 |url=https://www.nzz.ch/technologie/die-kommunikationsnetze-sind-am-anschlag-swisscom-ruft-kunden-zu-vernuenftiger-nutzung-auf-ld.1546698 |titel=&lt;br /&gt;
Die Kommunikationsnetze sind am Anschlag. Der Bundesrat droht als Ultima Ratio mit einer Blockade von Video-Streaming |werk=nzz.ch |datum=2020-03-16 |abruf=2020-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Provider [[Netflix]] und [[Youtube]] sagten daraufhin eine vorläufige Verringerung der Bitraten ihrer Videos zu, unter Hinnahme einer Verringerung der Bildqualität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Jannis Brühl |url=https://www.sueddeutsche.de/digital/internet-streaming-corona-1.4850884 |titel=Streaming und Corona: Netflix und Youtube sagten Entlastungen zu, das Internet zu entlasten |werk=sueddeutsche.de |datum=2020-03-20 |abruf=2020-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Mobilnetzbetreiber Bouygues hat 2015/16 pro Smartphone einen Datendurchsatz von 1,5 Gigabytes pro Monat gemessen, 2021/22 war er auf 15 Gigabytes angewachsen, Streaming macht davon bis zu 80 % aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stéphane Barge, Julien Bouyssou |Titel=Benoît Torloting DG de Bouygues Telecom |Sammelwerk=Capital |Nummer=382 |Verlag=Prisma Media |Ort=Gennevilliers |Datum=2023-07 |Seiten=9f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energieverbrauch ===&lt;br /&gt;
Die für das Streaming benötigte [[Energieverbrauch|Energie]] besteht aus den Anteilen Serverfarm, Übertragung im Netz und Endgerät. Der damit einhergehende Anteil an der [[Globale Erwärmung|Globalen Erwärmung]] hängt vom [[Energiemix]] bei der Stromerzeugung ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marina Köhn, Jens Gröger, Lutz Stobbe |url=https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/energie-ressourceneffizienz-digitaler |titel=Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen: Ergebnisse des Forschungsprojektes „Green Cloud-Computing“ |werk=Umweltbundesamt.de |hrsg=Umweltbundesamt |datum=2020-09-07 |seiten=4, 5 |abruf=2020-09-10 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Untersuchungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;srf news&amp;quot;&amp;gt;[https://www.srf.ch/news/panorama/energieverbrauch-im-internet-warum-streaming-viel-strom-braucht Peter Buchmann und Méline Sieber: &amp;#039;&amp;#039;Warum Streaming viel Strom braucht&amp;#039;&amp;#039;] SRF News Panorama 31.05.2019, 09:33 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt; von 2019 sind je nach Endgerät (und Streamqualität) für den Streaming-Konsum zwischen 80 und 220 [[Watt (Einheit)|Watt]] elektrische Leistung anzusetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz160419&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nzz.ch/wirtschaft/streaming-ist-das-neue-fliegen-wie-der-digitale-konsum-das-klima-schaedigt-ld.1474563 Thomas Fuster: &amp;#039;&amp;#039;Streaming ist das neue Fliegen – wie der digitale Konsum das Klima belastet&amp;#039;&amp;#039;] NZZ vom 16. April 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Werte decken sich mit einer Studie aus dem Jahr 2020. Nach ihr verursacht eine Stunde Videostreaming über das Festnetz in SD-Auflösung auf einem 65-Zoll-Fernsehgerät einen Energiebedarf von circa 280 Wattstunden, auf demselben Gerät in HD-Auflösung 370 Wattstunden. Videostreaming auf dem Smartphone oder Tablet benötigt in SD-Auflösung hingegen nur 65 bzw. 75 Wattstunden an Energie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vlad Constantin Coroama, Ralph Hintemann, Simon Hinterholzer, Stefan Arbanowski |Titel=Nachhaltigkeit von Streaming &amp;amp; Co. |Hrsg=Bitkom e. V. |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Berlin |Datum=2020 |ISBN= |Seiten= |Online=https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-06/200618_lf_nachhaltigkeit-von-streaming.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralph Hintemann, Simon Hinterholzer |url=https://www.borderstep.de/brochure/videostreaming-energiebedarf-und-co2-emissionen-hintergrundpapier/ |titel=Videostreaming: Energiebedarf und CO2-Emissionen. Hintergrundpapier. |werk=borderstep.de |hrsg=Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gemeinnützige GmbH |datum=2020 |seiten=6 |abruf=2020-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/bilanz-2019-co2-emissionen-pro-kilowattstunde-strom |titel=Bilanz 2019: CO2-Emissionen pro Kilowattstunde Strom sinken weiter |werk=Umweltbundesamtes.de |hrsg=Umweltbundesamtes |datum=2020-04-08 |abruf=2020-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Großbildfernsehern ein erheblicher Anteil des Energieverbrauchs auf das Endgerät entfällt, ist Fernsehen über terrestrischen, Kabel- oder Satellitenempfang ebenfalls mit erheblichem Stromverbrauch verbunden.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Für den häufigen Fall des Schauens in HD-Qualität im Festnetz entstehen pro Stunde beim heutigen Energiemix zwischen 100 und 200 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;. Das ist vergleichbar mit einem Kilometer Fahrt in einem PKW mit Verbrennungsmotor. Entsprechend sind die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen des Videoschauens im Netz gering im Vergleich zu vielen anderen Freizeitaktivitäten.&lt;br /&gt;
|Sprache=de&lt;br /&gt;
|Autor=Vlad Constantin Coroamă, ETH Zürich; Ralph Hintemann und Simon Hinterholzer, Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH; Stefan Arbanowski, Fraunhofer FOKUS&lt;br /&gt;
|Quelle=Veröffentlichung „Nachhaltigkeit von Streaming &amp;amp; Co.“, Bitkom  e. V, 2020&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-06/200618_lf_nachhaltigkeit-von-streaming.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treibhausgasemissionen ===&lt;br /&gt;
Die [[Treibhausgas]]emissionen beim Streamen von Videos treten im Rechenzentrum, dem Telekommunikationsnetz und beim Endkunden auf. Die Treibhausgasemissionen für ein Rechenzentrum in Deutschland belaufen sich auf 1,45 Gramm [[Treibhauspotential|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent]] pro Stunde Videostreaming in HD-Qualität. Dieser Wert setzt sich aus dem Betrieb der Server, dem Speichersystem, dem Netzwerk und der Infrastruktur zusammen, der größte Anteil entfällt auf die Server und die Infrastruktur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marina Köhn, Jens Gröger, Lutz Stobbe |url=https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/energie-ressourceneffizienz-digitaler |titel=Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen: Ergebnisse des Forschungsprojektes „Green Cloud-Computing“ |werk=Umweltbundesamt.de |hrsg=Umweltbundesamt |datum=2020-09-07 |seiten=4, 5 |abruf=2020-09-10 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Treibhausgasemissionen des Telekommunikationsnetzes sind vom genutzten Übertragungsmedium und der Entfernung des Endkunden zum Rechenzentrum abhängig. Wenn die Übertragung aus einem Rechenzentrum in Deutschland über das Glasfasernetz ([[FTTH|FTTH &amp;#039;&amp;#039;Fibre to the home&amp;#039;&amp;#039;]]) zum Endkunden erfolgt, entstehen pro Stunde Videostreaming in HD-Qualität zusätzlich 0,55 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent, die Übertragung über einen kabelgebundenen Breitbandanschluss ([[Very High Speed Digital Subscriber Line|VDSL &amp;#039;&amp;#039;very high speed digital subscriber line&amp;#039;&amp;#039;]]) beläuft sich auf zusätzlich etwa 2,55 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent. Wenn der Stream über das Mobilfunknetz übertragen wird, fallen zusätzlich 3,55 Gramm für [[5G]]-Netze, 11,55 Gramm für [[LTE-Advanced|4G]]-Netze ([[LTE-Advanced|LTE  &amp;#039;&amp;#039;long term evolution&amp;#039;&amp;#039;]]) und 88,55 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent für das [[Universal Mobile Telecommunications System|3G]]-Netz an ([[Universal Mobile Telecommunications System|UMTS &amp;#039;&amp;#039;universal mobile telecommunications system&amp;#039;&amp;#039;]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Treibhausgasemissionen beim Endkunden sind von den eingesetzten Geräten abhängig und können neben dem Anzeigegerät (Fernseher, PC oder Smartphone) auch den Router und andere Netzwerktechnik und Geräte beinhalten. Das Borderstep Institut nimmt einen Energieverbrauch von 5 Wattstunden eines Smartphones an, was bei 468 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent pro Kilowattstunde des Deutschen Strommix im Jahre 2018 zusätzlich 2,34 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent entspricht. Für einen 65-Zoll-Fernseher mit einem Verbrauch von 150 Wattstunden sind es zusätzlich 70,2 Gramm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralph Hintemann, Simon Hinterholzer |url=https://www.borderstep.de/brochure/videostreaming-energiebedarf-und-co2-emissionen-hintergrundpapier/ |titel=Videostreaming: Energiebedarf und CO2-Emissionen. Hintergrundpapier. |werk=borderstep.de |hrsg=Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gemeinnützige GmbH |datum=2020 |seiten=6 |abruf=2020-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/bilanz-2019-co2-emissionen-pro-kilowattstunde-strom |titel=Bilanz 2019: CO2-Emissionen pro Kilowattstunde Strom sinken weiter |werk=Umweltbundesamtes.de |hrsg=Umweltbundesamtes |datum=2020-04-08 |abruf=2020-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrenzte Nutzerfunktionen ===&lt;br /&gt;
Diverse Inhalteanbieter setzen die Streaming-Technik auch mit dem Ziel ein, es selbst technisch versierten Endbenutzern zu verwehren, die empfangenen Daten dauerhaft zu speichern. Das Speichern kann bei per HTTP übertragenem Stream evtl. mit spezieller [[Software]] (etwa [[MPlayer]]) möglich sein, es kann aber durch weitere Maßnahmen erschwert werden, wie beispielsweise DRM. Dadurch muss der Inhalt bei jedem erneuten Konsum neu geladen werden, was unnötigen wiederholten [[Datentransfer]] vom Server zum Benutzer verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wettbewerb auf dem Markt führt mitunter auch zu Nachteilen bei Kunden. So vertreibt Amazon seit 2015&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-3256758/It-s-war-Amazon-bans-sales-Apple-Google-s-video-streaming-devices-avoid-confusion-battle-living-room-online.html|titel=Amazon stellt Verkauf von Google Chromecast und Apple TV ein|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=en|zugriff=2016-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; keine [[Chromecast|Google-Chromecast-]] oder [[Apple TV|Apple-TV]]-Produkte mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Fragen ==&lt;br /&gt;
Beim Streaming werden die Daten nicht dauerhaft auf dem Gerät des Endnutzers gespeichert, es wird also keine bleibende Kopie angelegt und das Datenobjekt liegt zu keinem Zeitpunkt vollständig vor wie etwa beim Herunterladen in eine Datei. Nur so ist es überhaupt möglich, auf Endgeräten gestreamte Medien zu betrachten, die zu wenig Speicherplatz für das komplette Herunterladen der Datei besitzen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. viele Smartphones oder einfache [[Tabletcomputer|Tablets]]. Steht genug Speicherplatz zur Verfügung, so kann dies in manchen Fällen mit Hilfe von Zusatzsoftware vom Nutzer umgangen werden; viele Anbieter versuchen, dieses Speichern von Daten zu erschweren bzw. zu verhindern. Ob dieses Hindern oder andererseits das Speichern allerdings einen „Missbrauch“ der Streaming-Technik darstellt, ist strittig: Wenn die Daten etwa aus [[Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte|GEMA]]-Musikrepertoire bestehen, ist der Anbieter sogar dazu verpflichtet, ein Speichern möglichst zu unterbinden. Aus der Perspektive des Urhebers kann das Streaming als ein Mittel gesehen werden, seine Werke zu präsentieren und trotzdem technisch die Möglichkeit zu behalten, die Verwertung zu kontrollieren und an der Nutzung seiner Werke zu verdienen ([[Digitale Rechteverwaltung]] DRM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell werden die Veröffentlichungsrechte für die Inhalte oft mit eingeschränktem Verbreitungsgebiet von den Inhalteerstellern an die Streamingdienste verkauft, zum Beispiel nur für ein bestimmtes Land. Aufgrund der weltweiten Konnektivität des Internet ist es einem Benutzer aber prinzipiell möglich, Inhalte auch von jedem anderen Ort aus abzurufen. Es ist schwer zu kontrollieren, ob etwa die Nutzung eines über das Internet verbreiteten Musiksenders nur in dem Land erfolgt, in dem der Betreiber die Rechte gekauft hat. Die daraus resultierenden rechtlichen Probleme sind noch kaum diskutiert worden, und es gibt kaum Erfahrungswerte in Form von Urteilen oder Gesetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2005 hatte die GEMA für Web-TV (Streaming-TV) noch kein Vergütungsmodell. Provisorisch wurde daher eine Pauschale von 30&amp;amp;nbsp;Euro pro Monat erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hat die GEMA ein Vergütungsmodell für „Web-TV-Anbieter“ verabschiedet, das eine Staffelung je nach Musikanteil vorsieht. Wie in dem Formular beschrieben, ist Web-TV aus Sicht der GEMA die Übertragung von Bewegtbildern in einem vom Betreiber zusammengestellten Ablauf, auf den der Nutzer keinen Einfluss hat. Damit fallen fast alle Web-TV-Sender aus dem mit dieser Vereinbarung abgedeckten Bereich, da ein Archiv zum Abrufen von „Videos on Demand“ den Sender schon aus der GEMA-Definition herausmanövriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2014 entschied der [[EuGH]], dass Streaming von der [[Richtlinie 2001/29/EG (Urheberrechtsrichtlinie)|europäischen Urheberrechtsrichtlinie]] ausgenommen sei, denn die dabei auf den Computer geladenen Daten seien „vorübergehend, flüchtig oder begleitend und ein integraler und wesentlicher Teil eines technischen Verfahrens“. Das bloße Betrachten urheberrechtlich geschützter Werke im Webbrowser oder über einen [[Streaming-Client]] stellt demnach zunächst keinen Rechtsverstoß dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/EuGH-Websurfer-durch-Urheberrechtsausnahme-geschuetzt-2217209.html &amp;#039;&amp;#039;EuGH: Websurfer durch Urheberrechtsausnahme geschützt&amp;#039;&amp;#039;.] [[heise.de]], 6. Juni 2014; abgerufen am 31. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings urteilte der EuGH ebenso, dass ein Rechtsverstoß vorliegen könnte, wenn der Stream aus einer offensichtlich rechtswidrigen Quelle gespeist wird. Das bloße Betrachten ist also nur dann kein Rechtsverstoß, wenn der Einsteller des Streams nicht selbst gegen Urheberrecht verstößt oder dies für den Betrachter zumindest nicht erkennbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;https://meyerhuber.info/rechtliche-bewertung-des-streams-aus-offensichtlich-rechtswidriger-quelle/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer ab 2018 in Kraft tretenden neuen Verordnung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates sollen Streaming-Abonnements in der gesamten Europäischen Union genutzt werden können. Ein Abonnement in einem EU-Land muss auch aus anderen EU-Ländern abrufbar sein – jedoch nur für „vorübergehende“ Auslandsaufenthalte. Um nicht im jeweiligen Ausland als lokaler Anbieter zu gelten, können Streamingdienste-Anbieter als Kontrollmechanismus wählen und festlegen, ob Kunden ihre Bezahl- und Steuerdaten, Post- und IP-Adresse ihres EU-Wohnsitzmitgliedsstaates angeben müssen beispielsweise zur Nutzung von [[Video-on-Demand]]-Angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.dw.com/de/game-of-thrones-unlimited-der-weg-ist-frei-f%C3%BCr-eu-weites-streaming-von-bezahlinhalten/a-38889914 | titel=Game of Thrones Unlimited: Der Weg ist frei für EU-weites Streaming von Bezahlinhalten  | datum=2017-05-18 | zugriff=2017-05-23 | werk=[[Deutsche Welle]] }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Push-Medien]]&lt;br /&gt;
* [[Streaming-Codec]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anna Bohn: &amp;#039;&amp;#039;Themenschwerpunkt Video-Streaming - Editorial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek Forschung und Praxis,&amp;#039;&amp;#039; 2020; 44 (3), S. 309–312. [[DOI:10.1515/bfp-2020-2053]]. Pre-Print eDoc Server HU Berlin: [[DOI:10.18452/22111]].&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sebastian Brüggemann&lt;br /&gt;
   |Titel=Streaming – Moderner Medienkonsum und strafrechtliche Verantwortlichkeit&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jura Studium &amp;amp; Examen&lt;br /&gt;
   |Jahr=2013&lt;br /&gt;
   |Seiten=285–301&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.zeitschrift-jse.de/files/JSE-3-2013.pdf#page=6&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=1500}}&lt;br /&gt;
* Christian Heger: &amp;#039;&amp;#039;Filme im Internet. Ausblicke auf das Kino von morgen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Media-Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, 12/2011, S.&amp;amp;nbsp;608–616 ([http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2011/artikel/ausblicke-auf-das-kino-von-morgen/?tx_frspublication_pi5%5Baction%5D=index&amp;amp;cHash=89be7121cecd9064208b52381a0e1065 online]; PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Manfred Riepe: &amp;#039;&amp;#039;Fernsehen auf Abruf. Streaming hat die Medienlandschaft verändert: Versuch einer Bestandsaufnahme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Medienkorrespondenz]]&amp;#039;&amp;#039; vom 15. März 2020 ([https://www.medienkorrespondenz.de/leitartikel/artikel/fernsehen-auf-abruf.html online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://cre.fm/cre137 AV Streaming Echtzeitübertragung von Bild und Ton im Internet], [[Chaosradio#Weitere Sendungsformate|CRE]] ([[Podcast]])&lt;br /&gt;
* [http://developer.apple.com/library/mac/#documentation/NetworkingInternet/Conceptual/StreamingMediaGuide/Introduction/Introduction.html Technische Beschreibung des Streamings von Apple] (englisch)&lt;br /&gt;
* selfhtml.org: {{Webarchiv | url=http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/grafik/streaming/index.htm | wayback=20121205104647 | text=Technische Informationen zum Einbetten von Streaming Media}}&lt;br /&gt;
* Tilman Baumgärtel: [https://taz.de/Unuebersichtliche-Mediatheken/!5563135/ taz: Gute Inhalte, gut versteckt. Beim Streamen von „Holocaust“ zeigt sich ein Dilemma des öffentlich-rechtlichen Online-Angebots: Es ignoriert moderne Sehgewohnheiten], 19. Januar 2019&lt;br /&gt;
* Tilman Baumgärtel: [https://www.zeit.de/2019/01/filmkultur-dvd-player-streamingdienste-zugang-filmgeschichte Die Zeit: Behaltet euren DVD-Player! Sonst verschwindet mit ihm der Zugang zu einem großen Teil der Filmgeschichte und Filmkultur], 26. Dezember 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4614855-3|LCCN=sh99000996}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:World Wide Web]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streaming]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;K7yz3</name></author>
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