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	<title>Strategikon des Maurikios - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T08:17:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strategikon_des_Maurikios&amp;diff=764615&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Procopius: /* Ursprung und Datierung */</title>
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		<updated>2025-06-12T23:38:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursprung und Datierung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strategikon des Maurikios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[spätantike]]s Militärhandbuch in griechischer Sprache (&amp;#039;&amp;#039;[[Strategika|strategikon]]&amp;#039;&amp;#039;), das gemeinhin dem [[Byzantinisches Reich|oströmischen]] Kaiser [[Maurikios]] (reg. 582 bis 602) zugeschrieben wird, der ein hochrangiger Truppenführer war, bevor er den Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Datierung ==&lt;br /&gt;
Die exakte Zeit und der Hintergrund der Entstehung des Traktats sind in der Forschung umstritten. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass es vor dem Jahr 630 (da die [[Sassanidenreich|Sassaniden]] noch als wichtige Feinde Ostroms geschildert werden) und nach 570 (da die [[Kök-Türken|Türken]] erwähnt werden) geschrieben wurde. Wenngleich das Werk auf Griechisch verfasst ist, geht es noch davon aus, dass die Kommandosprache der kaiserlichen Armee [[Latein]] sei, wie es bis [[Herakleios]] (reg. 610 bis 641) üblich war. Debattiert wird in der Forschung auch die Identität des Autors, den einige Historiker &amp;#039;&amp;#039;Pseudo-Maurikios&amp;#039;&amp;#039; nennen: Möglicherweise hat Maurikios das Werk nur angeregt, während sein Bruder [[Petros]] oder sein Schwager [[Philippikos (Heermeister)|Philippikos]] der Verfasser war. In mehreren Handschriften wird Maurikios als Verfasser genannt, im besten Manuskript (Handschrift M) wird hingegen ein gewisser Urbicius als Autor geführt; vermutlich stammt das heute vorliegende Werk von mehreren Verfassern, die den Text nacheinander erweiterten. Unklar ist, ob das &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; auf den ab 592 während der [[Balkanfeldzüge des Maurikios]] gesammelten Erfahrungen basiert oder ob es von den verantwortlichen oströmischen Feldherren zu diesem Zeitpunkt bereits umgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Während die meisten spätrömischen Militärtraktate literarisch überformt waren und sich oft in Abschweifungen verloren, stellt das &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; tatsächlich eine praktische Anleitung dar, recht „bescheiden und einfach“, wie es dem Sinne nach in der Einleitung heißt; für diejenigen, „die sich den Aufgaben des Generals (&amp;#039;&amp;#039;[[Strategos]]&amp;#039;&amp;#039;) widmen“. Ziel des &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; war vielleicht die Kodifizierung der von Maurikios geplanten Militärreformen. Diese teils von Maurikios’ Nach-Nachfolger [[Herakleios]] (oder erst später) umgesetzten Reformen hatten bis weit in das 11. Jahrhundert hinein Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text besteht aus 12 Kapiteln bzw. Büchern. Bis auf das 11. Buch befassen sich alle mit Organisation, Ausbildung sowie Zusammenwirken von Fußtruppen und berittenen Truppen, bis hin zu einzelnen [[Flaggensignal]]en und [[Trompetensignal]]en. Des Weiteren umfasst das &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; Anregungen und Pläne zur Aufstellung von Einheiten aus [[Wehrpflicht]]igen, die die [[Söldner (Byzanz)|Söldnerheere]] ersetzen sollen. Bemerkenswert ist das 11. Buch mit seinen Beschreibungen der typischen Kampfweise der Feinde des oströmischen Reiches um 600: [[Sassanidenreich|Perser]], [[Franken (Volk)|Franken]], [[Langobarden]], [[Awaren]], [[Türken]] und [[Slawen]]. Diese Ausführungen sind auch unter ethnologischen und ethnografischen Gesichtspunkten interessant. Zudem ist das &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; einer der frühesten abendländischen Texte (wenn nicht überhaupt der erste), in denen [[Steigbügel (Reiten)|Steigbügel]] erwähnt werden (Buch 1). Das &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; stellt in weiten Teilen auch die Quellen des spätantik-frühbyzantinischen [[Disziplinarrecht|Wehrdisziplinarrechtes]] dar, da es eine Liste militärischer [[Dienstvergehen]] und die hierzu angemessenen Disziplinarmaßnahmen aufzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Strategikon&amp;#039;&amp;#039; des Maurikios gilt unter Militärhistorikern als die erste und bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] einzige ausgeklügelte Theorie des [[Gefecht der verbundenen Waffen|Gefechtes der verbundenen Waffen]], jedoch nicht auf [[Brigade]]ebene, sondern [[Bataillon]]sebene ([[Griechische Sprache|griechisch]]: [[Tagma (Einheit)|Tagma]]). Es zeugt daneben auch vom großen Einfluss des Lateinischen auf die oströmisch-byzantinische Terminologie des Kriegswesens und belegt nebenbei, dass um 600 Latein noch immer die Kommandosprache der [[Byzantinisches Heerwesen|kaiserlichen Armee]] war (dies änderte sich erst unter Herakleios).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Ausgaben ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * &amp;#039;&amp;#039;Маврикий. Тактика и стратегия.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Hauptmann Zybyschew. St. Petersburg 1903 --- das soll jemand im &amp;quot;Osten&amp;quot; klären, sonst hat das hier wenig Sinn. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maurice’s Strategikon. Handbook of Byzantine Military Strategy.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von George T. Dennis. University of Pennsylvania Press, Philadelphia, PA 1984, ISBN 0-8122-7899-2 (Nachdruck. ebenda 2001, ISBN 0-8122-1772-1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Strategikon des Maurikios.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Mauricii Strategicon&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Corpus Fontium Historiae Byzantinae]].&amp;#039;&amp;#039; Series Vindobonensis. Band 17). Einführung, Edition und Indices von George T. Dennis. Übersetzt von Ernst Gamillscheg. Verlag der Akademie der Wissenschaften, Wien 1981, ISBN 3-7001-0403-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* Eric McGeer: &amp;#039;&amp;#039;Strategikon of Maurice.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oxford Dictionary of Byzantium|The Oxford Dictionary of Byzantium]].&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, New York NY u. a. 1991, ISBN 0-19-504652-8.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Preiser-Kapeller]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Strategikon des Maurikios. Ein byzantinisches Militärhandbuch des 6. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Karfunkel-Combat.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, 2009, S. 36–39 {{ISSN|0944-2677}} (knappe Überblicksdarstellung mit ausführlichen weiteren Literaturangaben).&lt;br /&gt;
* Philip Rance: &amp;#039;&amp;#039;The „Fulcum“, the Late Roman and Byzantine „Testudo“: the Germanization of Roman Infantry Tactics?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Greek, Roman, and Byzantine Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 44, Nr. 3, 2004, {{ISSN|0884-7304}}, S. 265–326, [https://grbs.library.duke.edu/index.php/grbs/article/view/101 online (PDF; 214 kB)].&lt;br /&gt;
* Philip R. Rance: &amp;#039;&amp;#039;The Roman Art of War in Late Antiquity. The Strategikon of the Emperor Maurice&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Birmingham Byzantine and Ottoman Studies&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- Nr. ?? --&amp;gt;). A Translation with Introduction and Commentary. Ashgate Variorum, Farnham 2011, ISBN 978-0-7546-0810-3 (grundlegende Arbeit mit englischer Übersetzung der Quelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.au.af.mil/au/awc/awcgate/strategikon/strategikon.htm Artikel zum Thema, ursprünglich erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Military Review&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Militärtheorie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Spätantike]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
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