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	<title>Strataforschung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T11:36:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strataforschung&amp;diff=570547&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bildungsbürger: -BKL-Link</title>
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		<updated>2020-04-07T11:48:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-BKL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strataforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;stratum&amp;#039;&amp;#039;}}: Das Gestreute) in der [[Komparatistik|historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft]] versucht, die Herkunft von sprachlichen Anteilen in einer Sprache zu erklären, welche nicht zum genetischen Erbe dieser Sprache gehören. Als Erklärungsmodelle dienen die Entelechialtheorie (griech.: &amp;#039;&amp;#039;en-&amp;#039;&amp;#039; in-, &amp;#039;&amp;#039;telos&amp;#039;&amp;#039; Ende, &amp;#039;&amp;#039;echein&amp;#039;&amp;#039; haben: mit Kraft und Trieb ausgestattet, auch: Superstrattheorie) und die Substrattheorie. Die beiden hypothetischen Erklärungsansätze widersprechen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Superstrattheorie nimmt an, dass bestimmte sprachliche Anteile einer Sprache durch Übernahme der Anteile aus einer die Sprache dominierenden zweiten Sprache zu erklären sind. Diese dominierende [[Zweitsprache]] konnte sich jedoch nicht durch Erzwingung eines [[Sprachwechsel (Linguistik)|Sprachwechsels]] etablieren, starb infolgedessen aus und blieb historisch unbezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als typisches Beispiel gelten die sogenannten „[[Medische Sprache|medischen]]“ Anteile in der [[Altpersische Sprache|Altpersischen Sprache]], welche nicht schriftlich überliefert ist. Die [[Keilschrift|Keilinschriften]] der [[Achämeniden]] bezeugen jedoch das Altpersische als Vorläufer des heutigen Neupersischen; auch blieb die Sprache in einem Dialekt im [[Iran|Südwestiran]] erhalten (siehe auch: [[Altiranische Sprachen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Substrattheorie erklärt hingegen die zusätzlichen sprachlichen Elemente durch den Sprachwechsel. Die sich durchsetzende [[Objektsprache]] verdrängte also die zweite Sprache, wobei letztere als Substrat während einer vorausgesetzten [[bilingual]]en Phase vor ihrem Aussterben die überlebende Sprache teilweise mittels [[Interferenz (Linguistik)|Interferenz]] befruchten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele sind hier die [[vorgriechische Sprache]], welche in den Ländern rund um die Ägäis das [[Altgriechisch]]e beeinflusst haben soll, zum Beispiel das [[Pelasger|Pelasgische]]. Die [[tote Sprache]] wurde jedoch nicht schriftlich im Altgriechischen erwähnt oder gar überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob eine Sprache nun ein [[Superstrat (Linguistik)|Superstrat]] (lat. superstratum &amp;#039;&amp;#039;das Darübergestreute&amp;#039;&amp;#039;) oder ein [[Substrat (Linguistik)|Substrat]] ist, ist letzten Endes abhängig davon, wie viel Prestige sie innehatte. Die gesellschaftlich als höher eingestufte Sprache ist im Nachhinein betrachtet ein Superstrat, die sozial unterprivilegiertere Sprache ist demnach ein Substrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eindeutige Differenzierung zwischen Substraten und Superstraten ist regelmäßig nicht möglich. Beispiele sind hierbei die keltischen Anteile in den germanischen Sprachen. Das [[Altfranzösisch]]e etwa hatte keinen einheitlichen Standard, sondern lebte durch eine enorme Dialektvielfalt. Unüblich sind jedoch z.&amp;amp;nbsp;B. „aller au coiffeur“ und [[Asyndeton|asyndetische]] [[Komposition (Grammatik)|Komposita]] wie „logements élèves“, „constructeur automobiles“, fait im Singular mit [t] gesprochen etc. Zur Erklärung der verschiedenen Elemente bemüht die französische Sprachforschung die Substratthese mit den ehemals keltischen Bevölkerungsanteilen. Zugleich untermauern germanische Invasionen die Superstratthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Diglossie]]&lt;br /&gt;
* [[Kreolisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Schichtung#Schicht als Leitbegriff|Soziale Schichtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Geiger, E. Kuhn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der iran. Philologie,&amp;#039;&amp;#039; 1895–1904.&lt;br /&gt;
* K. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Altiran,&amp;#039;&amp;#039; HdO 1./4./1, 1958, S. 1–20.&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Schmitt (Indogermanist)|Rüdiger Schmitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die a. Spr. im Überblick.&amp;#039;&amp;#039; In: Rüdiger Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Compendium linguarum iranicarum,&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 25–31.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Typen der Ausbildung und Durchsetzung von Nationalsprachen in der Romania.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sociolinguistica.&amp;#039;&amp;#039; 2, 1988, S. 73–116.&lt;br /&gt;
* [[Christian Schmitt (Romanist)|Christian Schmitt]]: &amp;#039;&amp;#039;O português em Sri-Lanka (Ceilão)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Günter Holtus]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Romanistischen Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 6,2. 1994; S. 610–618.&lt;br /&gt;
* [[Christian Bartholomae]]: &amp;#039;&amp;#039;Altiranbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1904.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 2000.&lt;br /&gt;
* Thomas Krefeld: &amp;#039;&amp;#039;Methodische Grundlagen der Strataforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Ernst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Romanische Sprachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 555–568.&lt;br /&gt;
* Christian Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;A propos de l&amp;#039;européisation des langues romanes.&amp;#039;&amp;#039; 2000, S. 457–465.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Substrattheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Norbert Boretzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreolsprachen, Substrate und Sprachwandel.&amp;#039;&amp;#039; 1983, ISBN 978-3447022750.&lt;br /&gt;
* P. Sture Ureland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Leistung der Strataforschung und der Kreolistik.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, 1982, ISBN 978-3484301252.&lt;br /&gt;
* T. L. Markey u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;When Worlds Collide. Indo-Europeans and Pre-Indo-Europeans.&amp;#039;&amp;#039; 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Superstrattheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* P. Sture Ureland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Leistung der Strataforschung und der Kreolistik.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, 1982, ISBN 978-3484301252.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziolinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bildungsbürger</name></author>
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