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	<title>Strandrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-19T01:27:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strandrecht&amp;diff=27458&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rodomonte: /* Medien */ wl The Wreckers</title>
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		<updated>2025-03-04T22:54:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Medien: &lt;/span&gt; wl &lt;a href=&quot;/index.php?title=The_Wreckers_(Oper)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;The Wreckers (Oper) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;The Wreckers&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strandrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Jus litoris&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Jus naufragii&amp;#039;&amp;#039;) regelt die Rechtsverhältnisse am [[Strandgut]] und bei [[Schiffbruch]]. Zum Strandgut zählen sowohl einzelne Güter, die an den [[Strand]] getrieben werden, als auch [[Strandung|gestrandete]] [[Schiff]]e, beziehungsweise deren Überreste ([[Wrack]]s), und das persönliche Eigentum der [[Schiffsbesatzung|Besatzung]]. Entsprechende [[soziale Norm|Gebräuche]] und [[Rechtsnorm]]en sind in Europa bereits aus [[Römisches Recht|römischer]] Zeit überliefert. Im [[Mittelalter]] wurden sie durch [[Kirchenrecht|kirchliche]] und staatliche Normen schrittweise, mit Unterbrechungen und zunächst regional unterschiedlich aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach dem schon aus [[Römisches Recht|römischer]] Zeit überlieferten Strandrecht war es den Küstenbewohnern erlaubt, den anliegenden [[Strand]] in jeder Hinsicht zu nutzen. Dies schloss auch die Aneignung des Strandguts ein. Kaiser [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] und [[Konstantin der Große|Konstantin]] sahen offenbar Anlass, gegen Übergriffe auch durch die staatliche Obrigkeit Gesetze zu erlassen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seerecht 1831&amp;quot;&amp;gt;Carl Kaltenborn von Stachau: &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze des praktischen europäischen Seerechts […]&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Heymann, 1831&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Strandgut fiel dem Finder nach dem Strandrecht nur dann zu, wenn es keine Überlebenden gab, wofür die Finder mitunter auch selbst sorgten. In solchen Fällen ist aus Strandrecht [[Strandraub]] geworden. Die Küstenbewohner, oft handelte es sich um arme [[Fischer (Beruf)|Fischer]] und Kleinbauern, sahen das Strandgut als zusätzliche Einnahme- und Versorgungsquelle an. Es kam vor, dass Schiffe absichtlich fehlgeleitet wurden, um diese Quelle weiterhin zu gewährleisten; dies geschah z.&amp;amp;nbsp;B. durch das Versetzen von [[Leuchtfeuer]]n. Das kam bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an fast allen europäischen Küsten vor, so auch vor den [[Scilly-Inseln]], vor [[Rügen]] und [[Amrum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit Beginn des 12. Jahrhunderts sind die zahlreichen Versuche der kirchlichen und staatlichen Obrigkeit dokumentiert, das überkommene Strandrecht aufzuheben oder anzupassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seerecht 1831&amp;quot;/&amp;gt; So hatte 1111 [[Heinrich V. (HRR)|Kaiser Heinrich&amp;amp;nbsp;V.]] das Strandrecht gegen die [[Republik Venedig|Venetianer]] aufgehoben und sein Gegner Papst [[Paschalis&amp;amp;nbsp;II.]] schloss den, der die Güter von Schiffbrüchigen raubt, als Räuber und Brudermörder von der Kirche aus&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Russwurm: {{Webarchiv|url=http://www.hot.ee/helmoldi/russwurm.html |wayback=20160304090412 |text=Ueber das Strandrecht in den Ostseeprovinzen. |archiv-bot=2019-05-16 05:22:24 InternetArchiveBot }} – Vortrag in der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde den russischen Ostsee-Provinzen, 1860&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1238 entstand ein Vertrag zwischen [[Hamburg]], den Anwohnern der [[Niederelbe]], den [[Land Hadeln|Hadelern]] und den [[Wurtsaten]], der besagte, dass Schiffbrüchige nicht mehr in die [[Leibeigenschaft]] übergingen, sondern freie Menschen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Seelotsen-, Leucht- und Rettungswesen|Autor= F. Dannmeyer|Verlag= Salzwasser-Verlag|Datum=5. Juli 2011|ISBN= 3861958627|Seiten=78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch Verordnungen, Erlasse und Gesetze wurde das überkommene Strandrecht in Europa immer weiter eingeschränkt. Dabei wurde es zunächst auf Waren gemildert, manchmal auch den Landesherren und besonders ausgewählten Städten überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Deutsche Reich wurde 1874 die Hilfeleistung bei Strandung, das Sicherstellen des Strandguts, das Erfassen von Daten und die Meldung an die Behörden durch die &amp;#039;&amp;#039;Strandungsordnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{wikisource|Strandungsordnung|Strandungsordnung. Vom 17. Mai 1874.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; den &amp;#039;&amp;#039;Strandämtern&amp;#039;&amp;#039; überantwortet, denen [[Strandvogt|Strandvögte]] unterstellt waren. Demnach war das Strandgut frei vom Eingangszoll. Es&amp;amp;nbsp;war an den Empfangsberechtigten gegen Bezahlung der Bergungskosten herauszugeben. Die Höhe der Bergungskosten richtete sich nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches. Die Ermittlung des Empfangsberechtigten war nach der deutschen Strandungsordnung vom 17.&amp;amp;nbsp;Mai 1874 Sache der Strandämter. War der Empfangsberechtigte auch durch das Aufgebotsverfahren nicht zu ermitteln, so wurden Gegenstände, die in Seenot vom Strand aus geborgen worden waren, desgleichen Seeauswurf und strandtriftiges Gut, dem Landesfiskus, versunkenes und seetriftiges Gut aber dem Berger überwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Rechtslage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
1990 wurde für den Geltungsbereich deutschen Rechts die Strandungsordnung (zuletzt geändert 1986) durch Artikel&amp;amp;nbsp;35 des Dritten Rechtsbereinigungsgesetzes vom 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1990 ({{BGBl|1990n I S. 1243}}) aufgehoben. Damit gilt seitdem hier auch für Strandgut ohne Einschränkung das [[Fundrecht (Deutschland)|Fundrecht]]. Strandgut ist nun erst dann [[Herrenlosigkeit|herrenlos]], kann also vom Finder rechtmäßig angeeignet werden, wenn der bisherige Eigentümer in der Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, den Besitz der Sache aufgegeben hat ({{§|959|bgb|juris}}&amp;amp;nbsp;BGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigtes Königreich, Kanada, Irland ===&lt;br /&gt;
Strandgut, das an den Küsten des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreichs]], [[Kanada]]s oder [[Irland]]s gefunden wurde, muss dem &amp;#039;&amp;#039;Receiver of Wreck&amp;#039;&amp;#039; gemeldet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.gov.uk/report-wreck-material&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.tc.gc.ca/eng/programs-629.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.irishstatutebook.ie/1993/en/act/pub/0034/sec0041.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Hitchcock]] drehte mit „[[Riff-Piraten]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Jamaica Inn&amp;#039;&amp;#039;) (1939), nach einer Romanvorlage von [[Daphne du Maurier]], einen für ihn ungewohnten „Kostüm-Film“ über eine Bande, die Schiffe mit falschen Feuerzeichen auf die Felsen lockt, um sie anschließend nach dem vermeintlichen Strandrecht auszurauben.&lt;br /&gt;
* 1906 verfasste [[Ethel Smyth]] eine Oper unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[The Wreckers (Oper)|The Wreckers]]&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Strandrecht&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Enid Blyton]]: &amp;#039;&amp;#039;Fünf Freunde 14. Fünf Freunde verfolgen die Strandräuber&amp;#039;&amp;#039;. Bertelsmann, ISBN 3570212289&lt;br /&gt;
* Daphne du Maurier: &amp;#039;&amp;#039;Jamaica Inn&amp;#039;&amp;#039;. Hodder Adults Audiobooks, ISBN 1840327839 (englische Fassung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strandräuber|Strandraub]]&lt;br /&gt;
* [[Grundruhrrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Aufstreckrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Regalien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hansen, Nils: &amp;#039;&amp;#039;Strandrecht und Strandraub – Bemerkungen zu einem Gewohnheitsrecht an den schleswig-holsteinischen Küsten&amp;#039;&amp;#039;. In: Kieler Blätter zur Volkskunde 33/2001, S.&amp;amp;nbsp;51–78&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{wikisource|Strandungsordnung|Strandungsordnung. Vom 17. Mai 1874.}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mdr.de/lexi-tv/verkehr/artikel20524.html Lexi-TV: Strandrecht und Strandraub]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seerecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rodomonte</name></author>
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