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	<title>Strandräuber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T02:37:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strandr%C3%A4uber&amp;diff=392258&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CamelBot: Bot: linkfix: entfernung von tracking-parameter; siehe user:CamelBot.</title>
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		<updated>2025-03-23T10:41:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: linkfix: entfernung von tracking-parameter; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CamelBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CamelBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;user:CamelBot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strandräuber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man Personen, die sich unrechtmäßig [[Strandgut]] aneignen, besonders nach gezieltem [[Strandung|Strandenlassen]] fremder Schiffe. Strandraub war auf Grund des aus der [[Antike]] überkommenen [[Strandrecht]]s unter gewissen Bedingungen bis zum [[Mittelalter]] erlaubt und kam tatsächlich bis ins 19. Jahrhundert an fast allen Küsten der Welt vor&amp;lt;ref&amp;gt;Hershel Parker: &amp;#039;&amp;#039;Herman Melville: 1819-1851.&amp;#039;&amp;#039; JHU Press, 1996, ISBN 0-801-85428-8, S.&amp;amp;nbsp;459 ({{Google Buch |BuchID=OrTOQR4QyKIC |Seite=459}})&amp;lt;/ref&amp;gt;, inzwischen aber nur noch an den Küsten [[gescheiterter Staat]]en, die [[internationales Recht]] nicht durchsetzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die „[[Aneignung (Recht)|Aneignung]]“ (= [[Originärer Eigentumserwerb|Erwerb des Eigentums]] an einer [[herrenlos]]en [[Sache (Recht)|Sache]]) und gegebenenfalls Veräußerung von Strandgut war in den über Jahrhunderte hinweg oft sehr [[Armut|armen]] [[Küste]]nregionen wie denen an der [[Nordsee]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Peter Kremer | url=http://www.melkhörndüne.de/index.php/14-langeoog/texte/14-die-eigentuemliche-geschichte-der-ostfriesischen-inseln.html | titel=Die eigentümliche Geschichte der Ostfriesischen Inseln | titelerg=Mensch und Meer, Küste und Marsch – Eine ewige Liebesgeschichte | werk=Mamoun Fansa | hrsg=Landesmuseum für Natur und Mensch, Oldenburg | datum=2006 |abruf=2017-05-20 | kommentar=Heft 44}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Ostsee]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | first=Siegfried | last=Schmidt | year=2004 | title=Strandräuber auf Rügen | url=http://www.schmidt-ruegen.de/035.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein wesentlicher Beitrag zur Existenzsicherung. Angetrieben wurden die meisten Strandräuber, regelmäßig [[Fischer (Beruf)|Fischer]] und [[Kleinbauer]]n, also durch ihre Armut. Das Strandgut bot ihnen eine notwendige Ergänzung des kargen Einkommens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
{{Belege}} &lt;br /&gt;
Es gibt einerseits den „passiven“ Strandraub, auch als „Strandgang“ bezeichnet. Dabei wird der [[Spülsaum]] abgelaufen und das Strandgut angeeignet – einerseits natürliche Produkte wie Holz, und andererseits Gegenstände menschlicher Produktion wie Kleider, Wertgegenstände, Ausrüstung und Geräte oder ganze Schiffe. Er ähnelt dem einfachen [[Wilderei|Wilddiebstahl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seltener verbreitete und mit wesentlich höherer krimineller Energie betriebene Form der Strandräuberei ist die „aktive“: Mit falschen [[Befeuerung (Seefahrt)|Leuchtfeuern]] werden bewusst Schiffe auf [[Untiefe]]n, [[Riff (Geographie)|Riffe]] oder auf den Strand gelockt und dann geplündert. Das fand auch in den zivilisierten Teilen der Welt erst im 19. Jahrhundert durch den flächendeckenden Bau von [[Leuchtturm|Leuchttürmen]] an den Küsten, die Herausgabe aktueller [[Seekarte]]n und weitere [[Navigation]]shilfen ein Ende. Aus verschiedenen Gründen können bei dieser Art von Strandraub zunächst überlebende Schiffbrüchige doch noch den Tod finden. Weil beispielsweise das Strandrecht in der Regel vorsah, dass ein angestrandetes Schiff erst dann in das Eigentum des Finders überging, wenn die Besatzung umgekommen war, wurde die Erfüllung dieser Bedingung von den Strandräubern manchmal selbst herbeigeführt. Überlebende können dem Räuber zudem durch eine Anzeige gefährlich werden – was die Rücksichtslosigkeit der Strandräuber weiter erhöht. Etwas mehr Glück hatten dabei solche Schiffbrüchige, die wie an vielen niedersächsischen Küsten noch bis ins dreizehnte Jahrhundert üblich, zu Leibeigenen gemacht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raumer_1825&amp;quot;&amp;gt;[[Friedrich von Raumer]] (1825): Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit. Fünfter Band, Seiten 383–385, Verlag F.A. Brockhaus, Leipzig&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich hatten die Küstenbewohner in vielen Regionen der Welt durch [[Gewohnheitsrecht|Gewohnheit]] das Recht, den Strand nach eigenem Gutdünken zu nutzen. In den durch die Antike geprägten Ländern konnten sie sich zudem auf das Strandrecht und davon abgeleitete [[Rechtsnorm|Normen]] der weltlichen und kirchlichen Obrigkeit berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nils Hansen (2001): Strandrecht und Strandraub – Bemerkungen zu einem Gewohnheitsrecht an den schleswig-holsteinischen Küsten. In: Kieler Blätter zur Vkde 33/2001, S. 51–78&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Russwurm_1860&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Friedrich Wilhelm Rußwurm|Carl Russwurm]] (1860): {{Webarchiv | url=http://www.hot.ee/helmoldi/russwurm.html | wayback=20160304090412 | text=Ueber das Strandrecht in den Ostseeprovinzen. Vortrag in der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde den russischen Ostsee-Provinzen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Voraussetzung zur Aneignung des Fundes war allerdings immer die [[Herrenlos]]igkeit, beispielsweise durch Tod des ursprünglichen Eigentümers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den passiven Strandraub, also den „Strandgang“, gab und gibt es nahezu kein [[Unrechtsbewusstsein]]: Aus Sicht des Strandgängers nimmt er sich nur, was ihm die Natur schenkt, indem sie es an den Strand spült. Er durfte sich in dieser Auffassung bestätigt fühlen, da die Obrigkeit solche Aktivitäten oft gegen [[Entgelt]] oder [[Naturalien]] duldete. Für den aktiven Strandraub konnte ein solches [[bona fide|gutes Gewissen]] nicht geltend gemacht werden, er galt stets als Unrecht. Bei ihm unterscheidet sich der Strandraub vom Seeraub, der [[Piraterie]], lediglich dadurch, dass beim ersteren der Täter von der Küste aus handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strandrecht wurde in Europa ab dem 12. Jahrhundert durch die Obrigkeit immer wieder für ungültig erklärt oder zumindest christlichen Vorstellungen angepasst, indem das Recht des Schiffseigners oder Schiffbrüchigen zunehmend gestärkt, das des Finders entsprechend eingeschränkt wurde. Das bedeutete für die Küstenbewohner nicht nur eine wesentliche Minderung ihres Einkommens, sie empfanden es häufig auch als Anmaßung und Bevormundung durch die ohnehin ungern ertragene Obrigkeit vom Festland. [[Detlev von Liliencron]] lässt daher den Sylter Fischer [[Pidder Lüng]] gegenüber dem [[Geschichte Dänemarks|dänischen Amtmann]] fordern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„frii es de Strönthgang“ – frei ist (sei) der Strandgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Allein eben die Wiederholungen des Verbots und das Bestreben, durch besondere einzelne Freibriefe dagegen geschützt zu werden, beweisen die Rückfälle in das alte Übel.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raumer_1825&amp;quot; /&amp;gt; – diese Verbote hatten also zunächst nur begrenzte Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt in den meisten Fällen für Strandgut das [[Fundrecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.havariekommando.de/SharedDocs/Downloads/DE/Infotexte_Containerverlust_MSC_ZOE/Info_Behandlung_von_Strandgut.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 |titel=Wayback Machine |archiv-url=http://web.archive.org/web/20241013120036/https://www.havariekommando.de/SharedDocs/Downloads/DE/Infotexte_Containerverlust_MSC_ZOE/Info_Behandlung_von_Strandgut.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 |archiv-datum=2024-10-13 |abruf=2025-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Rebmann/Franz Jürgen Säcker/Roland Rixecker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch&amp;#039;&amp;#039; –  Bd. 6, 4. Aufl. 2006,  § 958.&amp;lt;/ref&amp;gt; An manchen Küsten ist das Gefundene einem vom Staat eingesetzten [[Strandvogt]], dem [[Zoll (Behörde)|Zoll]] oder einer sonstigen Behörde zu melden oder zu übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* 1906 verfasste [[Ethel Smyth]] eine Oper unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[The Wreckers (Oper)|The Wreckers]]&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Strandrecht&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Daphne du Maurier]]: &amp;#039;&amp;#039;Jamaica Inn&amp;#039;&amp;#039; (1936), als Hodder Adults Audiobooks, ISBN 1-840-32783-9 (englische Fassung).&lt;br /&gt;
* [[Alfred Hitchcock]]: &amp;#039;&amp;#039;Jamaica Inn&amp;#039;&amp;#039; (dt. „[[Riff-Piraten]]“, 1939) nach der Romanvorlage von Daphne du Maurier, ein für ihn ungewohnter „Kostüm-Film“ über eine Bande, die Schiffe mit falschen Feuerzeichen auf die Felsen lockt, um sie anschließend nach dem Strandrecht auszurauben.&lt;br /&gt;
* [[Strandpiraten]] (Originaltitel: The Beachcombers), eine kanadische Fernsehserie, 1972–1989&lt;br /&gt;
* [[Enid Blyton]]: &amp;#039;&amp;#039;Five Go Down to the Sea&amp;#039;&amp;#039; (dt. „Fünf Freunde verfolgen die Strandräuber“) (engl. 1953, dt. 1961), in der Reihe [[Fünf Freunde]], Bertelsmann, ISBN 3-570-21228-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strandläufer (Südpazifik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Beachcombing}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strandrauber}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Piraterie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CamelBot</name></author>
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