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	<title>Strander Friesisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T13:36:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strander_Friesisch&amp;diff=1461898&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-22T14:31:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Mundart &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strander Friesisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine friesische Mundart, die ursprünglich auf der [[1634]] untergegangenen Insel [[Strand (Insel)|Strand]], deren Überreste die Inseln [[Pellworm]] und [[Nordstrand]] und die Hallig [[Nordstrandischmoor]] sind, gesprochen wurde. Das Strander Friesisch gehörte zur festlandfriesischen Gruppe der [[Nordfriesische Sprache|Nordfriesischen Sprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auf der großen Insel Strand, zu der fünf [[Harde]]n gehörten, wurde kein einheitlicher friesischer Dialekt gesprochen. Zumindest teilte [[Peter Sax]] (1597–1662) mit, dass in den Strander [[Kirchspiel]]en Morsum, Hamm und Lith der Dialekt der [[Lundenbergharde]] verbreitet gewesen sei, zu der sie vor der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] 1362 gehört hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walther Ziesemer |Titel=Nordfriesischer Katechismus in Strander und Föhringer Mundart |Sammelwerk=Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung |Band=48 |Datum=1922 |Seiten=53–74; S. 55 |Online=https://archive.org/details/jahrbuchvereinsniederdeutsche48/page/n59/mode/2up |Abruf=2022-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Lundenberger Dialekt, zumindest der in Morsum, Hamm und Lith gesprochene, unterschied sich jedoch nur wenig vom Strander Friesisch, wie der Übersetzer des [[Der Kleine Katechismus|&amp;#039;&amp;#039;Kleinen Katechismus&amp;#039;&amp;#039;]] in seinem Vorwort schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walther Ziesemer |Titel=Nordfriesischer Katechismus in Strander und Föhringer Mundart |Sammelwerk=Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung |Band=48 |Datum=1922 |Seiten=53–74; S. 54 und 56 |Online=https://archive.org/details/jahrbuchvereinsniederdeutsche48/page/n59/mode/2up |Abruf=2022-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Burchardiflut]] 1634 verlor in Großteil der Einwohner der Insel Strand das Leben. Nur auf Pellworm gelang es den Einheimischen, die durchbrochenen Deiche zu erneuern und die überfluteten [[Koog|Köge]] zurückzugewinnen. Auf Nordstrand fehlte den Überlebenden die Mittel zur Wiedereindeichung, so dass immer mehr Land verloren ging. Nach dem [[Spatenrecht]] verloren sie damit ihr Eigentumsrecht, deshalb viele auswanderten oder sich auf den [[Hallig]]en niederließen. Schließlich erhielten holländische Investoren einen [[Oktroy]], die ihre eigenen Arbeiter aus ihrer Heimat in den neugewonnenen Kögen ansiedelten. Daraufhin verließen auch die meisten verbliebenen Einheimischen die Insel. Auf Nordstrand starb das Friesische daher schon im 17. Jahrhundert aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pellworm hingegen hat sich das Friesische bis in das 18. Jahrhundert gehalten. Um 1757 konnte der Husumer Bürgermeister, Advokat und Stadtchronist Johann Laß noch über Pellworm schreiben: „Die Einwohner reden unter sich mehrentheils die fresische Sprache, sonst sind sie aber der deutschen eben so mächtig, als der benannten Sprache. Jn den Kirchen wird allezeit hochdeutsch geprediget.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Laß |Titel=Besondere Nachrichten von Nordstrand aufgeschrieben von Johann Laß aus Husum, 1757, in: Vermischte historisch-politische Nachrichten in Briefen von einigen merkwürdigen Gegenden der Herzogthümer Schleßwig und Hollstein, ihrer natürlichen Geschichte und andern seltenen Alterthümern : 1 / gesammelt von Johann Friedrich Camerer. - Flensburg und Leipzig bey Johann Christoph Korte, 1758. S. 330 |Datum= |Online={{Google Buch |BuchID=U8VCAAAAcAAJ |Seite=330}} |Abruf=2022-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in Büschings 1752 erschienener Beschreibung der Herzogtümer Schleswig und Holstein wird Pellworm noch zum friesischen Sprachgebiet gerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anton Friedrich Büsching |Titel=Kurzgefassete Staats-Beschreibung der Herzogthümer Holstein und Schleswig. Hamburg, bey Johann Carl Bohn. 1752. S. 104 |Datum= |Online=https://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN627748023 |Abruf=2022-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der ersten Hälfte des 19. Jhs. muss sich das Niederdeutsche jedoch auf Pellworm durchgesetzt haben. Um 1840 konnte [[Hans Nicolai Andreas Jensen]] nur noch schreiben: „das Friesische hat sich verloren aus Eiderstedt, von Pellworm und Nordstrand...“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Nicolai Andreas Jensen |Titel=Versuch einer kirchlichen Statistik des Herzogthums Schleswig : Band 1. - Flensburg. Druck und Verlag von A. S. Kastrup. 1840 |Datum= |Online={{Google Buch |BuchID=GC1BAAAAcAAJ |Seite=17}} |Abruf=2022-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelne Personen auf Pellworm sind aber noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts des Friesischen mächtig gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Bremer |Titel=Zeugnisse für die frühere Verbreitung der nordfriesischen Sprache. In: Niederdeutsches Jahrbuch. Band 15, 1889, S. 102 |Datum= |Online=https://archive.org/details/JahrbuchVereinsNiederdeutsche1889/page/n111/mode/2up |Abruf=2022-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem brachten Auswanderer das Strander Friesisch nach [[Wyk auf Föhr]] mit, wo es neben dem einheimischen [[Fering]] bis in das 19. Jahrhundert gesprochen wurde. Um 1757 berichtete ein Beobachter noch über die sprachlichen Verhältnisse auf Föhr: &amp;quot;Jn Sonderheit ist der größte Unterschied zwischen der Sprache derer, die auf dem Lande und dem Flecken Wigk wohnen, zu merken. Daher denn auch allhier diese die „fresche“, jene aber die föhringsche Sprache genannt wird.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das Herzogtum Schleswig in seiner ethnographischen und nationalen Entwicklung : 1. Abteilung. Von August Sach. Halle a.S., Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, 1896. S. 267 |Datum= |Online=https://archive.org/details/dasherzogtumsch01sachgoog/page/n435/mode/2up |Abruf=2022-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1901 jedoch konnte [[Theodor Siebs]] nur noch feststellen: „Die Mundart des alten Nordstrand, jetzt – vermute ich – ausgestorben; vor 12 Jahren lebte sie noch bei einigen alten auf Föhr wohnenden Ansiedlern, und dort habe ich Aufzeichnungen nach dem Munde des (damals etwa 80 Jahre alten, jetzt verstorbenen) Pastor Frerks gemacht.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theodor Siebs |Titel=Geschichte der friesischen Sprache, in: Grundriss der Germanischen Philologie : erster Band / herausgegeben von Hermann Paul. - Verbesserte und vermehrte Auflage. - Strassburg : Karl J. Trübner, 1901. - S. 1170 |Datum= |Online=https://archive.org/details/grundrissderger01pauluoft/page/1170/mode/2up |Abruf=2022-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie die ausgestorbene Wyker Mundart ist das [[Halligfriesisch]]e als Fortsetzung des Strander Friesisch zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Das wichtigste Literaturdenkmal des Strander Friesisch ist eine Übersetzung des &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Katechismus&amp;#039;&amp;#039; von [[Martin Luther]], die um 1600 entstanden ist. In Strander Friesisch ist außerdem das Spottlied &amp;#039;&amp;#039;Hans Tadesen gieng awer die Marcke schnaer&amp;#039;&amp;#039; verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben sind der &amp;#039;&amp;#039;Miren-söngh&amp;#039;&amp;#039; (Morgengesang) und der &amp;#039;&amp;#039;Een-Söngh&amp;#039;&amp;#039; (Abendgesang), die der von Nordstrand stammende Pastor [[Anton Heimreich]] (1626–1685), wiedergibt, zu nennen. Beides sind Übertragungen ursprünglich hochdeutscher geistlicher Lieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ferdinand Holthausen |Titel=Nordfriesische Studien : 1. Nordstrander Sprachproben |Sammelwerk=Beiträge zur Geschichte der deutschen Literatur und Sprache (PBB) |Band=45 |Datum=1921 |Seiten=1–4; S. 1 |Online=https://archive.org/details/beitrgezurgesc27halluoft/page/n529/mode/2up |Abruf=2022-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als falsch hat sich die auf [[Neocorus]] zurückgehende Behauptung erwiesen, die Umschrift des Taufbeckens in der [[St. Clemens (Büsum)|St.-Clemens-Kirche]] in [[Büsum]], das ursprünglich von Pellworm stammen soll, wäre in friesischer Sprache verfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. von Zahn |Titel=Taufbecken in Büsum |Sammelwerk=Zeitschrift für christliche Archäologie und Kunst |Band=2 |Datum=1858 |Seiten=229–231 |Online=https://archive.org/details/zeitschriftfurch02quas/page/228/mode/2up |Abruf=2022-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Anton Heimreich&lt;br /&gt;
   |Titel=Yn Miren-Söngh, Yn Een-Söngh&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=M. Antoni Heimreichs ernewrete NordFresische Chronick&lt;br /&gt;
   |Verlag=In der Fürstl. Druckerey gedruckt durch Johann Holwein, impensis autoris&lt;br /&gt;
   |Ort=Schleßwig&lt;br /&gt;
   |Datum=1668&lt;br /&gt;
   |Online=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/64527/31/&lt;br /&gt;
   |Abruf=2022-08-22}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Otto Bremer&lt;br /&gt;
   |Titel=Pelwormer Nordfriesisch&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Niederdeutsches Jahrbuch&lt;br /&gt;
   |Band=15&lt;br /&gt;
   |Datum=1889&lt;br /&gt;
   |Seiten=104–105&lt;br /&gt;
   |Online=https://archive.org/details/JahrbuchVereinsNiederdeutsche1889/page/n113/mode/2up&lt;br /&gt;
   |Abruf=2022-08-22}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ferdinand Holthausen&lt;br /&gt;
   |Titel=Nordfriesische Studien : 1. Nordstrander Sprachproben&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Beiträge zur Geschichte der deutschen Literatur und Sprache (PBB)&lt;br /&gt;
   |Band=45&lt;br /&gt;
   |Datum=1921&lt;br /&gt;
   |Seiten=1–4&lt;br /&gt;
   |Online=https://archive.org/details/beitrgezurgesc27halluoft/page/n529/mode/2up&lt;br /&gt;
   |Abruf=2022-08-22}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Beitrag zur Kenntniß der friesischen Sprache. Geschrieben im Jahr 1757; mitgetheilt von Herrn Organisten Peters in Wrixum auf Föhr, in: Staatsbürgerliches Magazin, mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg&lt;br /&gt;
   |Band=5&lt;br /&gt;
   |Datum=1826&lt;br /&gt;
   |Seiten=739-745&lt;br /&gt;
   |URN=nbn:de:gbv:8:2-6424462}}&lt;br /&gt;
* Dietrich Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Der alte friesische Dialekt von Wyk auf Föhr&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Fryske Studzjes (Festschrift J.H. Brouwer). Assen : Van Gorcum&amp;#039;&amp;#039;, 1960. S. 267–277&lt;br /&gt;
* Dietrich Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Der alte friesische Dialekt von Wyk auf Föhr&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften II : Studien zur Friesischen und Niederdeutschen Philologie&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Hamburg : Buske&amp;#039;&amp;#039;, 1989. S. 128–138&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Tanno Hüttenrauch&lt;br /&gt;
   |Titel=The Lord’s Prayer in all Dialects of North Frisian. &amp;#039;&amp;#039;Das Vaterunser in allen Nordfriesischen Dialekten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |Online=https://archive.org/details/lords-prayer-northfrisian&lt;br /&gt;
   |Abruf=2022-08-22}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Walther Ziesemer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Nordfriesischer Katechismus in Strander und Föhringer Mundart&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung&lt;br /&gt;
   |Band=48&lt;br /&gt;
   |Datum=1922&lt;br /&gt;
   |Seiten=53–74&lt;br /&gt;
   |Online=https://archive.org/details/jahrbuchvereinsniederdeutsche48/page/n59/mode/2up&lt;br /&gt;
   |Abruf=2022-08-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friesische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kreis Nordfriesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordfriesische Volksgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordfriesische Inseln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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