<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Strand-Gerste</id>
	<title>Strand-Gerste - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Strand-Gerste"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strand-Gerste&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T15:43:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strand-Gerste&amp;diff=1032173&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DMaag: Verlinkung ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strand-Gerste&amp;diff=1032173&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-12-30T16:56:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Taxobox &amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Strand-Gerste&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Hordeum marinum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[William Hudson|Huds.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Gerste&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Gerste (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Hordeum&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Triticeae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pooideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Süßgräser&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Poaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Süßgrasartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Poales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Hordeum marinum.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Strand-Gerste (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039;) in Portugal&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strand-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dünen-Gerste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der [[Gerste (Gattung)|Gersten]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Süßgräser]] (Poaceae). Es ist vor allem im Bereich von Meeresküsten auf Salzwiesen oder auch [[Deich|Küstendeichen]] anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hordeum spp Sturm55.jpg|mini|&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Gersten im Vergleich:Links [[Mäuse-Gerste]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum  murinum&amp;#039;&amp;#039;), Mitte: Strand-Gerste (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039;), Rechts [[Roggen-Gerste]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum secalinum&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;br&amp;gt;[[Johann Georg Sturm]]:&amp;lt;br&amp;gt;[[commons:Johann Georg Sturm, (1796), Deutschlands Flora in Abbildungen|&amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Flora in Abbildungen,&amp;#039;&amp;#039; (1796)]]&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hordeum marinum kz02.jpg|mini|Habitus]]&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Blatt ===&lt;br /&gt;
Die Strand-Gerste ist eine sommergrüne, [[Einjährige Pflanze|einjährige]] [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimetern erreicht. Die Pflanze wächst vom Grund an [[Horst (Botanik)|horst]]ig oder einzeln mit von einem gebogenen Grund ausgebreiteten bis aufrecht aufsteigenden und unverzweigten [[Sprossachse|Halmen]]. Die Halme sind kahl und besitzen drei bis vier [[Knoten (Botanik)|Knoten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grau- bis bläulichgrünen, 1,5 bis 8 Zentimeter langen und 1 bis 3,5 Zentimeter breiten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] reichen bis zur [[Ähre]]. Die [[Blattscheide]]n der obersten Blättchen sind bauchig aufgeblasen, wodurch sie sich von der ähnlichen und nahe verwandten [[Mäuse-Gerste]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum murinum&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Roggen-Gerste]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum secalinum&amp;#039;&amp;#039;) mit enganliegenden obersten Blättchen unterscheidet. Die kahlen, auf dem Rücken gerundeten unteren Blattscheiden sind weich. Es sind oft kleine undeutliche Öhrchen. Die häutigen [[Blatthäutchen]] messen weniger als 1 Millimeter. Die Blattspreiten laufen in eine feine Spitze aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand, Blüte und Frucht ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die drei bis sechs endständigen, grünen oder purpurnen [[Ähre]]n sind 2 bis 6 Zentimeter lang und werden zuweilen von der obersten [[Blatt (Pflanze)|Blattspreite]] überragt. Wie bei allen Gersten wachsen die einblütigen [[Ährchen]] zu dreien abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten der Ährenachse, während die Gipfelährchen verkümmert sind. Die mittlere, ungestielte Blüte der Blütendrillinge ist [[Hermaphroditismus|zwittrig]] und deutlich größer ausgebildet als die beiden seitlichen und sterilen Ährchen. Letztere sind deutlich kleiner und sehr kurz gestielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle [[Spelze]]n sind lang [[Granne|begrannt]]. Die Deckspelzen und die rauen und starren Hüllspelzen der Ährchen sind ungleich. Die unteren Hüllspelzen der Seitenährchen sind borstlich und erreichen einschließlich der dünnen, rauen und geraden Granne 8 bis 26 Millimeter. Die oberen Hüllspelzen sind dagegen breitgeflügelt mit einer 10 bis 22 Millimeter langen Granne. Die Deckspelzen sind lanzettlich geformt und werden zwischen 3 und 5 Millimeter lang, ebenso die Granne. Die Hüllspelzen des zentralen Ährchens sind beide auf ganzer Länge borstlich und messen inklusive der geraden Granne zwischen 10 und 24 Millimeter. Die schmal-eiförmigen, kahlen, fünfnervigen und auf dem Rücken gerundeten Deckspelzen werden zwischen 6 und 8 Millimeter lang, einschließlich der Granne etwa 24 Millimeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Früchten handelt es sich um für [[Süßgräser]] typische einsamige Schließfrüchte ([[Karyopse]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomensatz ===&lt;br /&gt;
Der [[Karyotyp]] der Strand-Gerste beträgt 2n = 14 [[Chromosom]]en, daneben existieren [[Population (Biologie)|Populationen]] der Unterart &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;gussoneanum&amp;#039;&amp;#039; mit zwei- und vierfachem Chromosomensatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nishikawa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Bei der Strand-Gerste handelt es sich um einen [[Therophyt]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pollen]] der weit herausragenden [[Staubblatt|Staubbeutel]] werden durch den Wind verweht und bestäuben so die benachbarten Blüten ([[Anemophilie|Windbestäubung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Samenreife vertrocknet die Strand-Gerste. Wie bei anderen wildwachsenden Gersten (Unkrautgersten) ist die Ähre zerbrechlich und zerfällt zwischen den in Dreiergruppen zusammenstehenden Ährchen bei der Samenreife. Diese Verbreitungseinheiten ([[Diaspore]]n) sorgen für die Ausbreitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
=== Verbreitung ===&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet der Strand-Gerste umfasst Europa mit Ausnahme des äußersten Nordens, dazu Nordafrika und Westasien. In Europa wächst die Strand-Gerste vor allem entlang der Atlantikküste und im [[Mittelmeerraum]] sowie lokal an salzbeeinflussten Orten des [[Binnenland]]es. In [[Skandinavien]] kommt sie nur [[Adventivpflanze|adventiv]] (eingeschleppt) vor. In Afrika findet man das Gras entlang der Mittelmeerküste in [[Algerien]], [[Ägypten]], [[Libyen]], [[Marokko]] und [[Tunesien]]. Das asiatische Verbreitungsgebiet umfasst die arabischen Länder, [[Armenien]], [[Georgien]] und [[Aserbaidschan]] und reicht bis nach [[Pakistan]] im Süden und [[Russland]], [[Kasachstan]], [[Turkmenistan]] und [[Usbekistan]] im Norden (vor allem [[Kaspisches Meer]], [[Aralsee]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet der Unterart Echte Strand-Gerste konzentriert sich auf Südeuropa. Die Trockenborstige Strand-Gerste ist bis nach Mitteleuropa verbreitet und kam bis an die Küste der [[Nordsee]] vor. Heute gilt die Art in den nördlichsten Bundesländern [[Deutschland]]s ([[Schleswig-Holstein]] und [[Niedersachsen]]) sowie in Belgien&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt; als ausgestorben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; In [[Mecklenburg-Vorpommern]] ist sie unbeständig vorkommend, ebenso in Dänemark ([[Ribe]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;, [[Polen]] und Litauen. Im Binnenland Deutschlands kommt sie [[Synanthropie|synanthrop]] vor. Es wird allgemein angezweifelt, dass die Vorkommen in Deutschland und in den genannten angrenzenden Ländern indigen sind, das heißt, möglicherweise gehört die Strand-Gerste hier nicht zur ursprünglichen beziehungsweise einheimischen Flora.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Unterarten der Strand-Gerste sind in weiten Teilen Nordamerikas vor allem in den westlichen Regionen der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] [[Neobiota|Neophyten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;USDA&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; ist in [[Australien]], [[Tasmanien]], [[Neuseeland]], den [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]] und [[Südafrika]] ein Neophyt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standorte ===&lt;br /&gt;
Die Strand-Gerste wächst vor allem im Bereich der Meeresküsten auf salzhaltigen [[Boden (Bodernkunde)|Böden]] der [[Salzwiese]]n und des [[Watt (Küste)|Schlickwatt]], an Sandstränden, auf Strandwällen oder auf [[Deich]]en. In Nordamerika und in Afrika ist sie auch in den [[Salzsteppe]]n des Inlands häufig anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler1984&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist eine Begleitart in den [[Pflanzengesellschaft]]en der [[Queller]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fluren ([[Thero-Salicornietea]]) und kommt auch in Strandnelken-Gesellschaften (Armerion maritimae) vor. Die Strand-Gerste gehört nicht zu den [[Salzpflanze]]n, für die hohe [[Natriumchlorid|Kochsalzkonzentrationen]] lebensnotwendig sind. Vielmehr ist sie toleranter gegen hohe Konzentrationen von [[Ion]]en im Boden sowie gegen Trockenheit, wodurch sie gegenüber anderen Arten an den genannten Standorten einen [[Konkurrenz (Ökologie)|Konkurrenzvorteil]] hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler1996&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefährdung und Schutz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzwiese Watt neu.jpg|mini|[[Nordsee]]-Salzwiesen bei [[Minsen]]]]&lt;br /&gt;
Die Strand-Gerste ist in Deutschland sowie in Dänemark ausgestorben, Einzelsichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind vorhanden, diese Art ist hier jedoch nicht etabliert. Als Ursache für den Rückgang der Strand-Gerste sowie das Aussterben in Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden die ausbleibende Überflutung der [[Salzwiese]]n und [[Marschland|Marschen]] sowie der verbesserte [[Küstenschutz]] durch den Aufbau von Deichen und Wellenbrechern angesehen. Die Strand-Gerste findet auf den salzärmeren Böden keine ausreichenden Lebensbedingungen und wurde durch konkurrenzstärkere, salzempfindlichere Arten verdrängt. In Europa gilt die Strand-Gerste insgesamt als häufig und ungefährdet, auf anderen Kontinenten hat sie sich als [[Neobiota|Neophyt]] etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strand-Gerste ist weder in Deutschland noch international geschützt. Sie fällt weder unter die [[Bundesartenschutzverordnung]] noch unter die [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie]] (FFH) der Europäischen Union. Auch der Handel ist nicht eingeschränkt, auf den [[Washingtoner Artenschutzübereinkommen|CITES]]-Listen taucht die Art nicht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Genetik ==&lt;br /&gt;
=== Botanische Geschichte ===&lt;br /&gt;
Die Erstbeschreibung von &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1778 durch den britischen Botaniker [[William Hudson]] in der zweiten Auflage von &amp;#039;&amp;#039;Flora Anglica&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 57.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hudson1778&amp;quot; /&amp;gt; Ein Synonym ist &amp;#039;&amp;#039;Hordeum maritimum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|With.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterarten ===&lt;br /&gt;
Innerhalb von &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; wurden zwei Unterarten unterschieden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Echte Strandgerste (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;marinum&amp;#039;&amp;#039;, Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Hordeum maritimum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Stokes ex Withering}}, &amp;#039;&amp;#039;Critesion marinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Huds.) Á.Löve}})&lt;br /&gt;
* Trockenborstige Strandgerste (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;gussoneanum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Parl.) Thell.}}, Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Hordeum gussoneanum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Parl.}}, &amp;#039;&amp;#039;Hordeum hystrix&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Roth}}, &amp;#039;&amp;#039;Hordeum geniculatum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Allioni}}).&lt;br /&gt;
Sie haben sich jedoch in molekular-systematischen Untersuchungen als klar getrennte Arten (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum gussoneanum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Parl.}} und &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}}) erwiesen. Sie unterscheiden sich auch in der Ausformung der Hüllspelzen: Jene der Echten Strandgerste sind ungleich; die inneren sind halblanzettlich und etwas geflügelt, die äußeren sind dagegen grannenartig. Bei der Trockenborstigen Strandgerste sind diese kaum ungleich und grannenartig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rothmaler1994&amp;quot; /&amp;gt; Die Trockenborstige Strandgerste kommt im Burgenland am Neusiedler See vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetik ===&lt;br /&gt;
Die Strand-Gerste stellt eine von aktuell 32 anerkannten Arten innerhalb der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Gerste (Gattung)|Hordeum]]&amp;#039;&amp;#039; dar. Aufgrund des hohen Grades an [[Hybride|Hybridisierungen]] innerhalb der Gattung und mit Vertretern nahe verwandter Gattung innerhalb der [[Süßgräser]], beispielsweise mit Arten der [[Quecken]] (&amp;#039;&amp;#039;Elymus&amp;#039;&amp;#039;), sowie der weit verbreiteten [[Polyploidie]] ist es schwer, Aussagen über die Verwandtschaft der Arten untereinander zu treffen. So findet sich das &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039;-Genom beispielsweise in der hexaploiden Form der nordamerikanischen Wildgerste &amp;#039;&amp;#039;[[Hordeum brachyantherum]]&amp;#039;&amp;#039;, welches durch eine Hybridisierung einer tetraploiden &amp;#039;&amp;#039;Hordeum brachyantherum&amp;#039;&amp;#039; mit einer diploiden &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; entstand, nachdem letztere während der letzten 150 Jahre durch Europäer nach Kalifornien eingeschleppt worden war. In der tetraploiden [[Roggen-Gerste]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum secalinum&amp;#039;&amp;#039;) sowie der davon abstammenden Kapgerste (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum capense&amp;#039;&amp;#039;) findet sich das Genom der Strand-Gerste gemeinsam mit dem einer Art der H-Genomgruppe, die entweder aus Südamerika oder Zentralasien stammte. Es wird angenommen, dass das [[Genom]] aller Gerstenarten auf vier Grundtypen basiert, die als I, Xa, Xu und H bezeichnet werden. Dabei kommt der I-Typ in der [[Gerste|Kulturgerste]] (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum vulgare&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;[[Hordeum bulbosum]]&amp;#039;&amp;#039;, der Xu-Typ nur in der Mäuse-Gerste und der Xa-Typ nur in der Strand-Gerste vor, alle anderen Arten besitzen den H-Typ. Untersuchungen belegen, dass es innerhalb der Gersten zu einer Artbildung durch [[Hybride]] kam, [[Phylogenetik|phylogenetische]] Studien werden dadurch erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue molekular-systematische Arbeiten (Jakob et al. 2007) zeigen, dass die beiden Unterarten der Strandgerste deutlich unterschiedliche Geschichten besitzen. Da sie zudem durch ein qualitatives Merkmal klar unterschieden sind und aktuell kein Genfluss (Kreuzung) zwischen beiden Taxa erfolgt, sollten sie als zwei getrennte Arten (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hordeum gussoneanum&amp;#039;&amp;#039;) geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Strand-Gerste ist zur Heugewinnung nicht geeignet, kann aber als Futterpflanze für Weidetiere, insbesondere [[Hausschaf]]e, dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|344008048X|Band=5|Seite=452}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3826333276|Seite=364–365}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3800133644}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3800125374}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= S. S. Jakob, A. Ihlow, F. R. Blattner |Jahr=2007 |Titel=Combined ecological niche modelling and molecular phylogeography revealed the evolutionary history of &amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039; (Poaceae) — niche differentiation, loss of genetic diversity, and speciation in Mediterranean Quaternary refugia |Sammelwerk=Molecular Ecology |Band=16 |Nummer=8 |Seiten=1713–1727 |DOI=10.1111/j.1365-294X.2007.03228.x}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3060125392|Auflage=14.}}&lt;br /&gt;
* Jarumír Sikula, Vojtech Skolfa: &amp;#039;&amp;#039;Gräser.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Werner Dausien, Hanau/Main 1996, {{Falsche ISBN|3-7684-2798-3}}.&lt;br /&gt;
* Herbert Weymar: &amp;#039;&amp;#039;Buch der Gräser und Binsengewächse.&amp;#039;&amp;#039; Neumann, Radebeul/Berlin 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Hordeum marinum|Strand-Gerste (&amp;#039;&amp;#039;Hordeum marinum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|2987|Hordeum marinum Huds., Deich-Gerste}}&lt;br /&gt;
* [http://linnaeus.nrm.se/flora/mono/poa/horde/hordmarv.jpg Verbreitung auf der Nordhalbkugel] aus: Eric Hultén, Magnus Fries: &amp;#039;&amp;#039;Atlas of North European vascular plants.&amp;#039;&amp;#039; 1986, ISBN 3-87429-263-0 bei [http://linnaeus.nrm.se/flora/mono/poa/horde/hordmar.html &amp;#039;&amp;#039;Den virtuella floran.&amp;#039;&amp;#039;] (schwed.)&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Suessgraeser/gerste.htm#Deich-%20Gerste  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* [http://delta-intkey.com/pooid/www/descr207.htm Ausführliche Beschreibung im DELTAformat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nishikawa&amp;quot;&amp;gt;Tomotaro Nishikawa, Björn Salomon, Takao Komatsuda, Roland von Bothmer, Koh-ichi Kadowaki: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny of the genus Hordeum using three chloroplast DNA sequences.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genome.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Nr. 6, 2002, S. 1157–1166, {{DOI|10.1139/g02-088}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;{{GRIN|ID=19312|WissName=Hordeum marinum}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot;&amp;gt;{{FloraWeb|2987|Hordeum marinum Huds., Deich-Gerste}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;USDA&amp;quot;&amp;gt;[http://plants.usda.gov/java/profile?symbol=HOMA2 Plant Profile des US Department of Agriculture]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler1984&amp;quot;&amp;gt;[[Dietmar Aichele]], Heinz-Werner Schwegler: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Gräser&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kosmos-Naturführer.&amp;#039;&amp;#039;). 7. Auflage. Franckh, Stuttgart 1984, ISBN 3-440-05284-2, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler1996&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|344008048X|Band=5|Seite=452}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rothmaler1994&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Schubert, Walter Vent (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exkursionsflora von Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Begründet von Werner Rothmaler. 8. Auflage (Neuausgabe). Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Gefäßpflanzen: Kritischer Band,&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer, Jena 1994, ISBN 3-334-60830-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hudson1778&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Hudson |Titel=Flora Anglica |Auflage=2 |Band=1 |Verlag=Selbstverlag |Datum=1778 |Ort=London |Seiten=57 |Online=https://bibdigital.rjb.csic.es/idurl/1/11185 |Abruf=2023-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot;&amp;gt;Michael Koltzenburg: &amp;#039;&amp;#039;Hordeum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder|Schmeil-Fitschen]]: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|26. Juni 2007|33631261}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DMaag</name></author>
	</entry>
</feed>