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	<title>Stralsunder Stadtbefestigungen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T02:29:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stralsunder_Stadtbefestigungen&amp;diff=426587&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-30018-38: /* Stadttore und Bastionen */ Begriff ausgetauscht</title>
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		<updated>2025-12-28T08:54:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stadttore und Bastionen: &lt;/span&gt; Begriff ausgetauscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stralsunder Stadtbefestigungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren ein System aus fester [[Stadtmauer]], [[Stadttor]]en sowie Bastionen und Teichen, die die [[Stralsund|Hansestadt Stralsund]] seit der Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts umgaben und sie vor Angriffen schützen sollten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund, Sciagrapiha civitatis Stralsundensis Pomerania 1647, Johannes Staude.jpg|mini|Stadtplan von Johannes Staude, 1647]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befestigungsanlagen der seeseitig durch den [[Strelasund]] begrenzten Stadt wurden, nachdem [[Stralsund]] 1648 [[Schweden|schwedisch]] wurde, weiter ausgebaut. Stralsund war Brückenkopf in [[Schwedisch-Pommern]] und seine Verteidigung galt als immens wichtig. Bis zur Besetzung Stralsunds durch die Truppen [[Napoleon]]s 1808 wurden die Anlagen gepflegt und ausgebaut. Die Franzosen ließen die Stadtmauern schleifen. [[Ferdinand von Schill]] ließ sie während seines Handstreichs wieder aufrichten, doch schon zu dieser Zeit hatten sie ihre große Bedeutung für den Schutz der Stadt weitgehend eingebüßt. Nach der Entfestung der Stadt 1873 unter der preußischen Herrschaft wurden die Anlagen weitgehend geschleift, die Bastionen wurden später zu Grünanlagen ausgebaut und bis auf drei alle Stadttore abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind noch zwei Stadttore erhalten und die Stadtmauer ist an einigen Stellen restauriert oder originalgetreu nachgebildet. Die erhaltenen Stadtbefestigungen gehören zum Ensemble des [[UNESCO-Welterbe]]s „[[Historische Altstädte Stralsund und Wismar]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtmauer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund, Germany, Stadtplan Matthäus Merian (1650).JPG|mini|Die Stralsunder Stadtbefestigungen auf einem Stich Merians von 1650]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1256 wird erstmals die [[Stadtmauer]] erwähnt, die auf einer Länge von 3100 Metern die gesamte Stadt umgab und ursprünglich aus Erdwällen bestand, die mit [[Palisade]]n bestückt waren. Da diese Wälle kaum Schutz boten, wurden nach dem Überfall [[Lübeck]]s auf die junge, 1234 gegründete Stadt am [[Strelasund]] Steinwälle errichtet. 1320 war die Stadtmauer fertiggestellt. Im 13. Jahrhundert bestand die Befestigungsanlage noch aus Pfahlwerk. Nach und nach wurde sie im späten 13. Jahrhundert durch eine Steinmauer mit Türmen und Wehrgängen ersetzt. Große Abschnitte der Stadtmauer mit Wiekhäusern sind noch Am [[Knieperwall (Stralsund)|Knieperwall]] und [[Fährwall (Stralsund)|Fährwall]] erhalten. Von den zehn Stadttoren existieren nur noch das Knieper- und Kütertor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtmauer wurde stets gepflegt und ausgebaut. In den Jahren 1808 und 1809 wurden die Mauern auf Befehl [[Napoléon Bonaparte]]s geschleift, was [[Major]] [[Ferdinand von Schill]] kurzzeitig wieder rückgängig machen ließ. Ab 1815 bauten die [[Preußen]] die Mauern und Befestigungen weiter aus. Nach Aufhebung des [[Festung]]scharakters Stralsunds im Jahr 1873 wurden die Stadtbefestigungen zügig abgebaut. Gründe für die Eile waren der Bedarf an Platz für Neubauten und die Zunahme des Verkehrs, der durch Mauern und Stadttore behindert worden war. In einem Vertrag von 1879 übertrug Preußen, zu dem Stralsund nun gehörte, die Stadtbefestigungen der Stadt Stralsund. 1887 waren die Abbrucharbeiten an dem größten Teil der ehemaligen Befestigungen abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist von der Stadtmauer nur noch ein kleiner Teil erhalten. Teilweise wird die Stadtmauer dabei durch Außenmauern von Wohnhäusern und Klosteranlagen gebildet. In den 1980er Jahren durch polnische Spezialisten und nach 1990 im Zuge der Stadtsanierung gründlich überarbeitet, bietet dieser erhaltene Teil der Stadtmauer einen imposanten Anblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadttore und Bastionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund, Stadtplan 1869.JPG|mini|Stadtplan von 1869, gut zu erkennen die Teiche als natürlicher Schutz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund 1678.JPG|mini|Plan von 1678]]&lt;br /&gt;
Stralsund besaß zehn Stadttore. Einige wurden bereits vor der eigentlichen Stadtmauer fertiggestellt, so ist das Fährtor bereits 1278 belegt, die Stadtmauer erst 1287. Heute sind nur noch zwei der Stadttore erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadttore wurden in &amp;#039;&amp;#039;Wassertore&amp;#039;&amp;#039; (zur Seeseite Stralsunds errichtete Tore) und &amp;#039;&amp;#039;Landtore&amp;#039;&amp;#039; unterschieden. Zu den Wassertoren gehörten (von Nordwesten nach Südosten) das Fährtor, das [[Semlower Tor]], das Badentor, das Heilgeisttor, das Langentor und das Frankentor, zu den Landtoren (von Nord nach Süd) das [[Kniepertor]], das Hospitaler Tor, das [[Kütertor (Stralsund)|Kütertor]] und das Tribseer Tor. Die Anlage der Tore erfolgte als Innentor (zur Stadt hin) und Außentor. Zwischen diesen befand sich ein Gang ([[Zwinger (Architektur)|Zwinger]]), der zum Außentor hin breiter wurde. Zudem wurde der Gang zumeist leicht winklig angelegt, um ein Durchschießen durch die geöffneten Tore zu verhindern. Weitere Bestandteile der Stadttore waren [[Zugbrücke]]n, Sperrketten und natürlich [[Holz|hölzerne]], [[eisen]]beschlagene Torflügel, die nachts und im Verteidigungsfall schnell geschlossen wurden. Die Stadttore standen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang offen. Um Geld zur Pflege der Stadtbefestigungen zu erhalten, wurden die Räume in den Stadttoren den Kaufleuten verpachtet. Diese lagerten hier Waren; im Verteidigungsfall mussten sie ihre Waren allerdings unverzüglich entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Aufhebung des Festungscharakters Stralsunds 1873 waren die Bastionen wichtiger Bestandteil der Verteidigungsanlagen. In einem Vertrag von 1879 übertrug [[Preußen]], zu dem Stralsund nun gehörte, die Stadtbefestigungen der Stadt Stralsund. Die meisten der einst 13 [[Bastion]]en wurden fortan begrünt und zu Erholungszwecken genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Badentor ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Badentor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Seetore, wurde 1277 erstmals erwähnt. Es hatte eine Breite von 9,75 Metern und eine Höhe von 10,30 Metern. Es befand sich am seeseitigen Ende der [[Badenstraße (Stralsund)|Badenstraße]] zur [[Wasserstraße (Stralsund)|Wasserstraße]] hin. 1877 wurde es abgerissen, um den zunehmenden Verkehr nicht weiter zu behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blau-Turm-Bastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Blau-Turm-Bastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen dem [[Frankenwall (Stralsund)|Frankenwall]] und dem [[Stralsunder Stadtteiche|Frankenteich]]. Der namensgebende Blaue Turm war ein 1865 abgerissener Pulverturm, der seinen Namen wiederum aus der [[mittelalter]]lichen Bezeichnung blau für dunkel, abgeschlossene Räume erhielt. Von 1897 bis 1900 wurde auf dem Gelände die später [[Gerhart Hauptmann|Gerhart-Hauptmann]]-Schule benannte &amp;#039;&amp;#039;höhere Knabenschule&amp;#039;&amp;#039; errichtet (siehe [[Frankenwall 25 (Stralsund)|Frankenwall 25]]). Das Gebäude wurde von 1997 bis 2004 komplett saniert und dient weiterhin als [[Schule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fährtor und Fährbastion ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Fährtor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Seetore, findet erstmals 1278 [[Urkunde|urkundliche]] Erwähnung, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am seeseitigen Ende der [[Fährstraße (Stralsund)|Fährstraße]] zur [[Wasserstraße (Stralsund)|Wasserstraße]] hin. Zur Seeseite betrug die Breite 32,30 Meter, zur Stadtseite hin 21,80 Meter. Die Tiefe betrug 20,50 Meter und die Höhe 17,10 Meter. Im unteren Teil des zweiteiligen Gebäudes befanden sich Unterkünfte für die Fährleute. Noch heute ist hier die möglicherweise älteste [[Kneipe]] des [[Europa|europäischen]] Festlandes ([[Fährstraße 17 (Stralsund)|„Zur Fähre“]]) zu finden. Das Fährtor fiel im ausgehenden 19. Jahrhundert dem ansteigenden Verkehr zum Opfer und wurde abgerissen. Teile des Tores wurden 1997 in den Neubau eines Wohnhauses integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Fährbastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen dem [[Strelasund]] und der [[Seestraße (Stralsund)|Seestraße]] und wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Nasses Dreieck&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Hier, an der [[Sundpromenade]], befindet sich ein Gedenkstein für „die auf See Gebliebenen“, während Schifffahrten umgekommener Seeleute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankentor ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Frankentor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Seetore, wurde erstmals 1278 urkundlich erwähnt, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am seeseitigen Ende der [[Frankenstraße (Stralsund)|Frankenstraße]] zur [[Wasserstraße (Stralsund)|Wasserstraße]] hin. Seinen Namen erhielt es von der Frankenstraße, in der es lag, diese wiederum war nach einer Familie &amp;#039;&amp;#039;Franke&amp;#039;&amp;#039; (bzw. &amp;#039;&amp;#039;Vrancke&amp;#039;&amp;#039;) im Mittelalter benannt worden. Ein Bezug zu [[Franken (Region)|Franken]] besteht daher nicht. 1863 wurde das Frankentor abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilgeisttor und Heilgeistbastion ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Heilgeisttor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Seetore, wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am seeseitigen Ende der [[Heilgeiststraße (Stralsund)|Heilgeiststraße]] zur [[Wasserstraße (Stralsund)|Wasserstraße]] hin und erhielt von der Heilgeiststraße auch seinen Namen. Reste des Tores wurden 1853 abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Heilgeistbastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen dem Langen Kanal und der Straße [[Am Langenwall (Stralsund)|Am Langenwall]]. Auf ihr befindet sich heute ein Parkplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hospitaler Tor und Hospitaler Bastion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund, Germany, Gedenktafel Hospitaler Tor (2006-09-29).JPG|mini|hochkant|Gedenktafel Hospitaler Tor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Hospitaler Tor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Landtore, wurde erstmals 1278 urkundlich erwähnt, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am Ende der [[Mönchstraße (Stralsund)|Mönchstraße]] zum [[Knieperwall (Stralsund)|Knieperwall]] und der &amp;#039;&amp;#039;Hospitaler Bastion&amp;#039;&amp;#039; sowie dem damaligen, über den [[Stralsunder Stadtteiche|Knieperteich]] führenden &amp;#039;&amp;#039;Hospitaler Damm&amp;#039;&amp;#039; hin. Die Reste des Tores wurden 1881 abgetragen. Eine an der Stadtmauer in der Mönchstraße angebrachte Gedenktafel erinnert seit Dezember 2005 an das Hospitaler Tor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Hospitaler Bastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen Knieperwall und dem nördlichen Teil des Knieperteiches, vor dem ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Hospitaler Tor&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde überwiegend als Exerzierplatz genutzt und 1885 in eine [[Garten]]anlage nach Entwürfen des Gartenarchitekten [[Ferdinand Jühlke]] umgestaltet. Am 28. November 1886 wurde auf der Bastion ein Kriegerdenkmal eingeweiht. Dieses wurde in den 1950er Jahren abgerissen. Unter der Bastion befindet sich seit den 1950er Jahren ein [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]], der seit Beginn der 1990er Jahre als Fledermausquartier genutzt wird. Die ehemaligen Gartenanlagen werden heute als [[Kinderspielplatz]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johannisbastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Johannisbastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen [[Fährwall (Stralsund)|Fährwall]] und [[Seestraße (Stralsund)|Seestraße]]. Auf diesem Gelände befindet sich heute die [[Feuerwehrhaus|Feuerwache]] der [[Feuerwehr Stralsund|Stralsunder Berufsfeuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katharinenbastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Katharinenbastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen [[Knieperwall (Stralsund)|Knieperwall]] und dem südlichen Teil des [[Stralsunder Stadtteiche|Knieperteiches]]. Die ehemalige Bastion ist [[Garten|gärtnerisch]] gestaltet worden. Unter ihr befindet sich seit den 1950er Jahren ein [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kniepertor und Knieperbastion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund Kniepertor Front.jpg|mini|hochkant|Kniepertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Hauptartikel: &amp;#039;&amp;#039;[[Kniepertor]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Knieperbastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen [[Fährstraße (Stralsund)|Fährstraße]] bzw. [[Seestraße (Stralsund)|Seestraße]] und dem [[Schill-Denkmal (Stralsund)|Schill-Denkmal]]. Auf dieser Bastion standen [[Kasematte]]n, in denen u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Ferdinand von Schill|Schill’schen]] Anhänger gefangengehalten wurden. 1911 bis 1913 wurde hier das städtische [[Höhere Töchterschule|Lyzeum]] errichtet, dessen Nachfolger, das [[Hansa-Gymnasium Hansestadt Stralsund|Hansa-Gymnasium]] noch heute in diesem Gebäude untergebracht ist. Vor dem Gebäude werden seit 2003 die ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Schillanlagen&amp;#039;&amp;#039; gärtnerisch wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kronlastadiebastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Kronlastadiebastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen der Straße [[Am Fischmarkt (Stralsund)|Am Fischmarkt]] und dem &amp;#039;&amp;#039;Querkanal&amp;#039;&amp;#039;. Das hier befindliche, 1865 erbaute Fachwerkhaus wurde zunächst als [[Schuppen (Gebäude)|Schuppen]] für [[Kanone]]nwagen, später als Getreidespeicher genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kütertor und Küterbastion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund, Germany, Kütertor Außenseite (2006-10-18).JPG|mini|hochkant|Das Kütertor von außen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kütertor (Stralsund)}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Küterbastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen [[Knieperwall (Stralsund)|Knieperwall]] und dem [[Küterdamm (Stralsund)|Küterdamm]] vor dem &amp;#039;&amp;#039;Kütertor&amp;#039;&amp;#039;. Hier befand sich ein am 23. Juli 1923 eingeweihter Gedenkstein mit der Inschrift „Denke dran 1914 und 1918“, der nach 1945 entfernt wurde. Ab 1929 befand sich hier ein kleiner Tiergarten mit verschiedenen Tieren. Waren es zuerst Hirsche, die hier gehalten wurden (der sog. [[Zoo Stralsund|&amp;#039;&amp;#039;Hirschgarten&amp;#039;&amp;#039;]]), wurden später bis Anfang der 1990er Jahre Vögel präsentiert. Heute befindet sich dort ein Spielplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langentor ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Langentor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Seetore, wurde erstmals 1287 urkundlich erwähnt, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am seeseitigen Ende der [[Langenstraße (Stralsund)|Langenstraße]] zur [[Wasserstraße (Stralsund)|Wasserstraße]] hin. Es erhielt seinen Namen durch die Straße, in der es lag. Reste des Tores wurden am Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen, um den zunehmenden Verkehr nicht zu behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mühlenbastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Mühlenbastion&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Frankenwall (Stralsund)|Frankenwall]] bzw. [[Tribseer Damm (Stralsund)|Tribseer Damm]] und dem [[Stralsunder Stadtteiche|Frankenteich]] wurde 1865 gärtnerisch gestaltet. Heute steht hier ein [[Kindergarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schützenbastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Schützenbastion&amp;#039;&amp;#039;, die sich zwischen [[Frankenwall (Stralsund)|Frankenwall]], [[Stralsunder Straßennamen/K|Karl-Marx-Straße]] und [[Stralsunder Straßennamen/W|Weidendamm]] und dem [[Stralsunder Stadtteiche|Frankenteich]] befindet, erhielt ihren Namen von ihrer Funktion als Schießplatz. Die Bastion wurde 1945 durch Aufschüttung mit dem Bauschutt aus der [[Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944|am 6. Oktober 1944]] von den [[Alliierte]]n bombardierten Stadt vergrößert. Heute befindet sich hier der Stralsunder [[Busbahnhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Semlower Tor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Semlower Tor Stralsund 1910.jpg|mini|hochkant|Semlower Tor um 1910 (nach Kriegsschäden 1960 abgerissen); [[Ansichtskarte]] von [[Knackstedt &amp;amp; Näther]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Semlower Tor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Semlower Tor]]&amp;#039;&amp;#039;, eines der Seetore, wurde erstmals 1277 urkundlich erwähnt, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am seeseitigen Ende der [[Semlower Straße (Stralsund)|Semlower Straße]] zur [[Wasserstraße (Stralsund)|Wasserstraße]] hin. Es war 13,30 Meter breit, 17 Meter tief und 22,65 Meter hoch und wurde zu Wohnzwecken und als [[Speicher (Gebäude)|Speicher]] für [[Getreide]] genutzt. Im Jahr 1599 wurde es umgebaut. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es in der Bombennacht vom 6. Oktober 1944 stark beschädigt. Nach dem Krieg eine Ruine, wurde lange über die weitere Nutzung diskutiert. Da der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bzw. der Stadt Stralsund Gelder für einen Wiederaufbau zu dieser Zeit fehlten, wurden die Reste des Tores trotz Protesten am 29. Juni 1960 gesprengt. Reste des Tores wurden in einem anliegenden, im Jahr 1998 sanierten Haus integriert und sichtbar gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tribseer Tor und Tribseer Bastion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stralsund, Tribseer Innentor und Navigationsschule.JPG|mini|Tribseer Innentor]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Tribseer Tor&amp;#039;&amp;#039;, eines der Landtore, wurde erstmals 1278 [[Urkunde|urkundlich]] erwähnt, also noch vor der erstmaligen Erwähnung der Stadtmauer. Es befand sich am Ende der [[Tribseer Straße (Stralsund)|Tribseer Straße]] zum [[Knieperwall (Stralsund)|Knieperwall]] bzw. [[Tribseer Damm (Stralsund)|Tribseer Damm]] hin. 1715 zog der [[Schweden|schwedische]] [[König]] [[Karl XII. (Schweden)|Karl XII.]] aus seinem [[Türkei|türkischen]] [[Exil]] kommend durch das Tribseer Tor in die Stadt ein. 1770 wurden bei der [[Explosion]] des &amp;#039;&amp;#039;Köpkenturms&amp;#039;&amp;#039; Innen- und Außentor schwer beschädigt, danach wieder hergerichtet. 1877 wurde das Tor abgetragen. Das [[Tribseer Straße 1 (Stralsund)|ehemalige Reichsbankgebäude]] nimmt Bezug zur einstigen Torsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Tribseer Bastion&amp;#039;&amp;#039; befindet sich zwischen [[Frankenwall (Stralsund)|Frankenwall]], [[Knieperwall (Stralsund)|Knieperwall]] und [[Stralsunder Straßennamen/B|Bahnhofstraße]] sowie zwischen dem [[Stralsunder Stadtteiche|Frankenteich]] und dem südlichen Teil des [[Stralsunder Stadtteiche|Knieperteiches]], vor dem ehemaligen Reichsbankgebäude ([[Tribseer Straße 1 (Stralsund)|Tribseer Straße 1]]). Ihren Namen erhielt sie von einer Familie Tribsees. Sie ist gärtnerisch eindrucksvoll gestaltet. Seit September 1997 befindet sich hier ein [[Vertriebenendenkmal|Denkmal für Vertriebene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weingartenbastion ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Weingartenbastion&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Frankenwall (Stralsund)|Frankenwall]] und dem [[Stralsunder Stadtteiche|Frankenteich]] diente bis in die 1960er Jahre als [[Festplatz|Rummelplatz]]. Seitdem befand sich hier ein Parkplatz, der 1996 durch ein [[Parkhaus]] ersetzt wurde. Unter der Bastion befindet sich seit den 1950er Jahren ein [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teiche ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stralsunder Stadtteiche}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dämme und Brücken ==&lt;br /&gt;
=== Frankendamm ===&lt;br /&gt;
Der [[Frankendamm (Stralsund)|Frankendamm]] verläuft durch das [[Franken (Stralsund)|Franken]] genannte Gebiet Stralsunds. Seine heutige Form entstand durch das Schleifen der Befestigungen nach dem Ende der Festungszeit Stralsunds. Wie auch die anderen Straßen bzw. Stadtteile mit dem Namensbestandteil Franken war hier eine reiche Kaufmannsfamilie namens Vranko bzw. Franken namensgebend. Nach dieser Familie aus der späteren [[Frankenstraße (Stralsund)|Frankenstraße]] (die Familie wohnte am Anfang dieser Straße, was die Benennung nach ihr rechtfertigte) wurden im Laufe der Zeit weitere Straßen, wie eben der Frankendamm und sogar Stadtgebiete benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frankendamm trägt diese Bezeichnung offiziell erst seit 1869. Allerdings wurde dieser Weg bereits 1317 als dammno vranconis bezeichnet. Vor 1869 hieß die relativ breite Straße Am Landwege. Der Abschnitt zwischen Innenstadt und Schlachthof hieß noch bis 1953 [[Frankenkronwerk]]. Vom 7. November 1953 bis zum 16. November 1961 war die gesamte Straße nach [[Stalin]] Josef-W.-Stalin-Straße benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Knieperdamm ===&lt;br /&gt;
Der [[Knieperdamm (Stralsund)|Knieperdamm]] (1319 erstmals erwähnt) verlief durch das wahrscheinlich nach einer Bürgerfamilie Knieper genannte Gebiet Stralsunds. Er diente auch als Staudamm für die [[Stralsunder Stadtteiche|Stadtteiche]] und als Damm, der die als Trinkwasserquelle genutzten Teiche gegen das bei Hochwasser anlaufende Wasser des Strelasunds schützen sollte. Seine heutige Form entstand durch das Schleifen der Befestigungen nach dem Ende der Festungszeit Stralsunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tribseer Damm ===&lt;br /&gt;
Der [[Tribseer Damm (Stralsund)|Tribseer Damm]] (1306 erstmals erwähnt) wurde nach der Stralsunder Ratsfamilie von Tribsees benannt. Bereits um 1270 ist ein Conrad von Tribsees in Urkunden genannt. Der Tribseer Damm wurde nach dieser Familie benannt, die als eine der ältesten Stralsunder Familien gilt und mehrere Ratsherren stellte. Die Familie stammte vermutlich ursprünglich aus Tribsees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Damm diente auch als Staudamm für die [[Stralsunder Stadtteiche|Stadtteiche]] und als Damm, der die als Trinkwasserquelle genutzten Teiche gegen das bei Hochwasser anlaufende Wasser des [[Strelasund]]s schützen sollte. Seine heutige Form entstand durch das Schleifen der Befestigungen nach dem Ende der Festungszeit Stralsunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weidendamm ===&lt;br /&gt;
Der Weidendamm wurde 1919 künstlich aufgeschüttet, um einen reibungsloseren Verkehr in die Stadt zu ermöglichen. Damals trug er die Bezeichnung „Zuckerdamm“, da er fast geradewegs zur alten [[Zuckerfabrik Stralsund]] führte. Da der von Weiden umsäumte Damm den Verkehr nicht mehr bewältigen konnte, entstand neben ihm eine breitere vierspurige Straße, die [[Karl-Marx-Straße (Stralsund)|Karl-Marx-Straße]]. Beide Straßen umschließen die Schützenbastion (siehe oben), wo sich der heutige Busbahnhof befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küterdamm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weiße Brücken Stralsund.jpg|mini|Weiße Brücken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Küterdamm wurde nach den die Innereien der Tiere (die küt) verarbeitenden Fleischern, die in der Nähe ihr Handwerk verrichteten, benannt. Seine heutige Form entstand durch das Schleifen der Befestigungen nach dem Ende der Festungszeit Stralsunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rügendamm ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Strelasundquerung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Commonscat|City walls of Stralsund|Stralsunder Stadtbefestigungen}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Stadtbefestigung in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
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