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	<title>Straight No Chaser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-19T21:55:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Straight_No_Chaser&amp;diff=2084291&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChesneyB am 10. Juli 2023 um 18:05 Uhr</title>
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		<updated>2023-07-10T18:05:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Jazzstandard; zu Thelonious Monks Album von 1967 siehe [[Straight, No Chaser]], zur gleichnamigen Vokalgruppe siehe [[Straight No Chaser (Band)]] und zum gleichnamigen Film-Soundtrack [[Straight No Chaser (Original Motion Picture Soundtrack)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straight No Chaser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zunächst auch &amp;#039;&amp;#039;Straight, No Chaser&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Jazzstandard]], den [[Thelonious Monk]] komponierte und 1951 veröffentlichte. Es handelt sich um eine der am häufigsten interpretierte Kompositionen von Monk.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jazzstandards.com&amp;quot;&amp;gt;[https://www.jazzstandards.com/compositions-1/straightnochaser.htm Straight No Chaser bei jazzstandards.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Straight No Chaser&amp;#039;&amp;#039; ist auch der Titel eines [[Columbia Records|Columbia]]-Albums, das [[Orrin Keepnews]] 1989 als Soundtrack für den gleichnamigen Monk-Film in der Regie von [[Charlotte Zwerin]] produzierte. Der Titel ist eigentlich für Getränkebestellungen gebräuchlich und bedeutet so viel wie „Pur, ohne Soda.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Struktur der Komposition ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Straight No Chaser&amp;#039;&amp;#039; ist ein zwölftaktiger [[Jazzblues]], der mit drei [[Akkord|Harmonien]] auskommt (Bb7, Eb7, F7) und auf Durchgangsakkorde verzichtet. Die Melodie besteht im Wesentlichen aus einem nur drei [[Takt (Musik)|Taktschläge]] langen, aufsteigenden Blues-[[Motiv (Musik)|Motiv]] (f-b-c-cis-d), das immer wieder neu ansetzt. „Der Grundton b dieser Figur fällt zunächst auf den ersten und vierten Taktschlag, die Phrase kommt nach der Abrundung es-des zum Halt. Im nächsten, viertaktigen Anlauf (Takt 3 bis 6) fällt der Ton b wiederum in scheinbarem Dreivierteltakt auf die Taktschläge 1 und 4 (in Takt 3), dann auf die 3 (in Takt 3) und die 2 (in Takt 5).“ Wiederum wird die Phrase nur bis zum des geführt. Das Motiv wird noch ein drittes Mal aufgenommen, von Takt 7 bis Takt 12. Nun setzt die Figur einen Taktschlag später ein, das b fällt auf die 2 in Takt 7 und auf die 1 und die 4 in Takt 8. Erst in Takt 11 liegt es „nach einem langen chromatischen Achtelnoten-Aufstieg (von f bis es)“ wieder auf dem ersten Taktschlag. Erst in dieser Durchführung findet das Motiv auch sein harmonisches Ziel mit dem Schlusston d.&amp;lt;ref name=SCHAAL&amp;gt;H.-J. Schaal,  Jazz-Standards,  S. 475&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Komposition gilt in der [[Jazzforschung]] als ein Musterbeispiel für den Kompositionsstil von Monk.&amp;lt;ref&amp;gt;„Monk employed simple compositional devices with very original results. His &amp;#039;&amp;#039;Straight, No Chaser&amp;#039;&amp;#039; involves basically only one idea played again and again, each time in a different part of the measure and with a different ending.“ – Mark C. Gridley: &amp;#039;&amp;#039;Jazz Styles: History and Analysis&amp;#039;&amp;#039;. Prentice Hall 2002. ISBN 0130992828.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Mit seltener Vehemenz hat Monk hier die Logik seines (dreischlägigen) Motivs ›gegen‹ das (vierschlägige) Akkordgerüst entwickelt.“&amp;lt;ref name=SCHAAL/&amp;gt; Die so erzeugte Spannung „zwischen dem völlig planen Blues-Schema und einer Melodie, die nicht unregelmäßiger phrasiert sein könnte“&amp;lt;ref name=SCHAAL/&amp;gt;, manchmal aus vier und manchmal aus sieben Tönen besteht,&amp;lt;ref name=&amp;quot;jazzstandards.com&amp;quot;/&amp;gt; bildet den „Reiz des Stücks.“&amp;lt;ref name=SCHAAL/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Einspielungen ==&lt;br /&gt;
Das Stück wurde zunächst am 23. Juli 1951 für Monks Album &amp;#039;&amp;#039;[[Genius of Modern Music]]&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen; es erschien auch auf Single (A-Seite war &amp;#039;&amp;#039;Four in One&amp;#039;&amp;#039;, Blue Note 1589)&amp;lt;ref name=DISC&amp;gt;[https://www.jazzdisco.org/thelonious-monk/discography/ Monk-Diskographie]&amp;lt;/ref&amp;gt;. „Schon der Solo-Einstieg (f-b-c-cis-f-c) zitiert das Thema, aber vor allem zu Beginn des zweiten Solo-[[Chorus (Jazz)|Chorus]] klingt es taktelang an.“ Anschließend spielen [[Sahib Shihab]] und [[Milt Jackson]] weitere Soli.&amp;lt;ref name=SCHAAL/&amp;gt; 1956 entstand eine erste Soloaufnahme des Stücks für [[Columbia Records|Columbia]].&amp;lt;ref name=DISC/&amp;gt; Eine nächste Aufnahme entstand am 12. August 1957 in der Kooperation von Monk mit [[Gerry Mulligan]] (für das Album &amp;#039;&amp;#039;Mulligan Meets Monk&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=DISC/&amp;gt;. „In einem entspannten, kühlen Midtempo improvisiert Muligan“ bereits während der Vorstellung des Themas; „Monk begleitet das durchdachte [[Baritonsaxophon|Bariton]]solo“ mit einer [[Riff (Musik)|Riff]]-Figur, die er aus dem Thema gewinnt ... Mulligan ergänzt mit einer tiefen [[Kontrapunkt]]-Linie ein Klaviersolo, das sich durch temperamentvolle, kapriziöse [[Dissonanz]]en auszeichnet.&amp;lt;ref name=SCHAAL/&amp;gt; Es gibt zahlreiche spätere Einspielungen von Monk.&amp;lt;ref name=DISC/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeptionsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Cannonball Adderley]] war der erste Musiker, der Monks Komposition aufgriff und 1958 in einer sehr „relaxten Weise“ einspielte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S476&amp;quot;&amp;gt;H.-J. Schaal,  Jazz-Standards, S. 476&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur einen Monat später folgte [[Miles Davis]], der für sein Album &amp;#039;&amp;#039;[[Milestones (Album)|Milestones]]&amp;#039;&amp;#039; eine [[Up tempo|Up-tempo]]-Version von &amp;#039;&amp;#039;Straight No Chaser&amp;#039;&amp;#039; mit [[John Coltrane]] und Adderley aufnahm; nach [[Hans-Jürgen Schaal (Jazzautor)|Hans-Jürgen Schaal]] war das der „entscheidende Schritt ins Standard Repertoire“:&amp;lt;ref name=S476/&amp;gt; In relativ rascher Zeit entstanden nun weitere Einspielungen des Stücks durch Musiker wie [[Johnny Griffin]], [[Eddie Lockjaw Davis|Eddie „Lockjaw“ Davis]], [[Eddie „Cleanhead“ Vinson]], [[Wes Montgomery]], [[Lee Morgan]] oder [[Quincy Jones]]. Zahlreiche Pianisten haben eigene Versionen des Stückes vorgelegt, etwa [[Bud Powell]], [[Oscar Peterson]], [[Red Garland]], [[Bill Evans (Pianist)|Bill Evans]], [[Kenny Barron]], [[Keith Jarrett]], [[Jessica Williams (Musikerin)|Jessica Williams]], [[Kenny Drew Jr.]], [[Chick Corea]] oder [[Eddie Higgins]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Schaal, S. 476 und das Songporträt bei jazzstandards.com.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die außergewöhnliche Komposition inspirierte Stilisten aller Lager – vom Swing-Tenoristen [[Ben Webster]] über den [[Bebop]]-Klarinettisten [[Buddy DeFranco]] bis hin zum Trompeten-Lyriker [[Chet Baker]].“&amp;lt;ref name=S476/&amp;gt; 1978 rekonstruierte [[Heiner Stadler (Musiker)|Heiner Stadler]] das Stück als „Free-Jazz-Exkurs“ mit [[George Adams (Musiker)|George Adams]], [[George Lewis (Posaunist)|George Lewis]] und [[Stanley Cowell]]. „[[Bennie Wallace]] blies 1981 eine eigenwillige Trioversion, die Monks dissonante Voicings mit Out-Tönen auf dem [[Tenorsaxophon|Tenorsax]] nachahmte.“&amp;lt;ref name=S477&amp;gt;H.-J. Schaal,  Jazz-Standards, S. 477&amp;lt;/ref&amp;gt; Ungewöhnlich ist auch die Interpretation als [[Salsa (Musik)|Salsa]]-Nummer durch [[Tito Puente]] oder durch [[Nguyên Lê]] als „Funk-Rock-Stück im 5/4-Takt.“&amp;lt;ref name=S477/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ben Sidran]] schrieb 1986 einen Text zu der Komposition, bei dem er das Formprinzip der Komposition sprachlich wiederholte. Für die Töne f-b-c-cis-d stehen dabei die Worte „You better look out“.&amp;lt;ref name=S477/&amp;gt; [[Carmen McRae]] spielte 1988 eine weitere Vokalversion des Songs unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Get It Straight&amp;#039;&amp;#039; ein; die Worte stammen von Sally Swisher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jazzstandards.com&amp;quot;/&amp;gt; Diesen Text interpretierte auch [[Karrin Allyson]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Schaal (Jazzautor)|Hans-Jürgen Schaal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Standards. Das Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 3., revidierte Auflage. Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-7618-1414-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Titel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thelonious Monk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChesneyB</name></author>
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