<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Strahlenfr%C3%BChwarnsystem</id>
	<title>Strahlenfrühwarnsystem - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Strahlenfr%C3%BChwarnsystem"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strahlenfr%C3%BChwarnsystem&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T18:02:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strahlenfr%C3%BChwarnsystem&amp;diff=2273557&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Entstehung */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Strahlenfr%C3%BChwarnsystem&amp;diff=2273557&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-27T11:07:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das österreichische &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strahlenfrühwarnsystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Für das deutsche entsprechende System siehe [[ODL-Messnetz]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strahlenfrühwarnsystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in [[Österreich]] ein Mess- und Meldesystem bezeichnet, das helfen soll Erhöhungen [[Ionisierende Strahlung|ionisierender Strahlung]] auf dem Hoheitsgebiet bereits frühzeitig zu erkennen und zu ermöglichen, notwendige Maßnahmen einzuleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzliche Grundlage ==&lt;br /&gt;
Österreich ist nach dem eigenen Strahlenschutzgesetz und nach EU-Recht (Art. 35 [[EURATOM-Vertrag]]) verpflichtet ein Umweltmessnetz zur ständigen Radioaktivitätsüberwachung zu betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrieb ==&lt;br /&gt;
Betrieben wird das in den späten 1970er Jahren errichtete und ständig erweiterte Messsystem seit dem Jahr 2000 vom [[Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft|Lebensministerium]]. Die einzelnen Messstellen werden als &amp;#039;&amp;#039;Ortsdosisleistungsmessstation&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;ODL-Station&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Messwerte werden automatisch an die Zentrale im Ministerium geliefert, wonach die damit befassten Dienststellen, wie die [[Bundeswarnzentrale]] oder die Landeswarnzentralen der [[Land (Österreich)|Bundesländer]], darauf zugreifen können. Auf die Daten von 111 repräsentativen Messstellen kann auch die Bevölkerung ohne besondere Zugangsberechtigungen über das Internet zugreifen. Außerdem werden die Werte schon seit Jahren im [[ORF|ORF-Teletext]] veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemessen wird die [[Gammastrahlung]]. In zusätzlichen zehn Luftmonitorstationen, die in den Grenzregionen installiert sind, wird auch die Konzentration von radioaktiven Stoffen in der Luft gemessen, wobei auch Alpha- und Betastrahlung erfasst werden kann. Deren Standorte wurden so gewählt, dass sie möglichst nahe an den nächstgelegenen Kernkraftwerken positioniert sind. Diese Anlagen sind erheblich komplexer und vergleichsweise teuer; es wird kontinuierlich Luft angesaugt und die darin enthaltenen aerosolgebundenen radioaktiven Stoffe auf automatisch gewechselten Filtern abgelegt. Im Anlassfall kann aber durch die Messdaten dieser Stationen auf wesentlich detailliertere Informationen zurückgegriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Aufbau des Systems beruht auf einem gesetzlichen Auftrag aus dem Jahr 1975. Ziel war ein Messnetz mit einer Maschenweite von ca. 15 km. Noch im Jahr 1974 wurden die ersten vier Messstationen installiert. Bereits im Jahr 1983 waren 336 Messstationen angeschlossen. Zum Zeitpunkt der [[Katastrophe von Tschernobyl]] im Jahr 1986 war es europaweit das einzige vollautomatische flächendeckende Messsystem. In der Entstehungszeit war das System bedingt durch den noch herrschenden [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] auf das Kernwaffenszenario ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anfängen bestand jede Station aus drei [[Geiger-Müller-Zählrohr]]en mit verschiedenen Messbereichen, die automatisch umschalteten. Die [[Zählrate]]n wurden auf einen Drucker ausgegeben und mussten manuell auf die [[Dosisleistung]] umgerechnet werden. Die aktuellen Proportionalzählrohre mit einem Messbereich von 10 nSv/h bis 10 Sv/h führen diese Berechnungen selbsttätig aus und geben bei Erreichen bestimmter [[Schwellenwert (Elektronik)|Grenzwerte]] [[Alarm]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bericht&amp;quot;&amp;gt;[http://www.umweltnet.at/filemanager/download/71548/ Messanlagen des Strahlenfrühwarnsystems] im Jahresbericht 2008/2009, abgerufen am 17. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den internationalen Richtlinien werden die Sonden seit etwa 1995 auf Standorte übersiedelt, bei denen sich die [[Messsonde]]n einen Meter über dem Boden befinden. Der Boden kann durch Flachdächer, aber auch durch unbearbeitete Wiesen begründet werden. Dadurch wird die Aussagekraft der Messwerte erhöht und es kann besser abgeschätzt werden, welcher [[Strahlenbelastung]] die Bevölkerung ausgesetzt wird. Dabei wurden auch Sonden mit Standorten von Wettersonden der [[ZAMG]] zusammengelegt, sodass bei Bewertungen von Messwerten auch auf die aktuelle Wettersituation zurückgegriffen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steuerung der Messsonden wurde ein [[Fernwirken|Fernwirksystem]] errichtet, das etwa 20 Jahre in Betrieb blieb. Die Daten wurden auf zwei Rechensystemen der Bundesstrahlenwarnzentralen, die auf Grund der militärischen Szenarien redundant in [[Wien]] und [[Salzburg]] eingerichtet waren, gespeichert. Dabei wurde Wien 1978 und jene in Salzburg im Jahr 1984 in Betrieb genommen. In den Jahren 1977 bis 1985 wurden auch die Landesstrahlenwarnzentralen aufgebaut, die auch Abfragemöglichkeiten der Daten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Datenübertragung wurden zeitweilig Datenleitungen der [[Post- und Telegraphenverwaltung|Post]] verwendet, später auch [[Richtfunk]]strecken des [[Bundesheer]]es zu den Bundesstrahlenschutzwarnzentralen. Zwischen 2004 und 2007 wurde auf das Telemetrie- und Sicherheitssystem der Telekom umgestellt, welches ab 2021 auf netzwerkbasierte Übertragungstechnik modernisiert wurde. Die Verbindung der Landeswarnzentralen und der Bundeswarnzentrale erfolgt über die Standleitungen der [[Funksystem der BOS in Österreich|BOS Austria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Stationen ist aufgrund von Standortharmonisierungen leicht rückläufig; Ende 2023 sind 318 Messstellen aktiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmkbericht&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bmk.gv.at/dam/jcr:9d2f1bfe-e6fc-4b09-b607-7c0df5c9d25f/SFWS_2023_20240402.pdf Ortsdosisleistungsmessanlagen] im Jahresbericht 2023, abgerufen am 20. Mai 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenaustausch mit dem Ausland ==&lt;br /&gt;
Bereits 1994 wurde ein Echtzeit-Datenaustausch von [[Dosisleistung]]sdaten mit der [[Slowakei]] errichtet. Es folgten 1999 mit [[Slowenien]], 2001 mit [[Tschechien]], 2004 mit [[Ungarn]]. Von Deutschland werden die Daten, die auf [[Bayern]] und [[Baden-Württemberg]] beschränkt sind, erst seit 2006 eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netz der Luftmonitorstationen wurde durch bilaterale Verträge und mit österreichischer Finanzierung ebenfalls auf ausländische Gebiete erweitert. So wurden Stationen in der Nähe der [[Kernkraftwerk Krško|Kernkraftwerke Krško]] in Slowenien, [[Kernkraftwerk Bohunice|Bohunice]] in der Slowakei, [[Kernkraftwerk Temelín|Temelín]] in Tschechien und zuletzt 2006 [[Kernkraftwerk Paks|Paks]] in Ungarn installiert und in das österreichische Strahlenfrühwarnsystem eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Messdaten werden gemeinsam mit den Daten anderer europäischer Staaten auf der [[EURDEP]]-Plattform der [[Europäische Atomgemeinschaft|Europäischen Atomgemeinschaft]] gesammelt und publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warnpegel ==&lt;br /&gt;
;Bereich der Gammadosisleistung&lt;br /&gt;
{|class = &amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Pegel&lt;br /&gt;
!von &lt;br /&gt;
!bis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|0|| ||bis 30 % über dem&amp;lt;br/&amp;gt; Durchschnittswert am Aufstellungsort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1|| Obergrenze des Pegel 0||300 [[Sievert (Einheit)|nSv/h]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2|| 300 nSv/h||1 µSv/h &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3|| 1 µSv/h||10 µSv/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4|| 10 µSv/h||100 µSv/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5|| 100 µSv/h||1 mSv/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6|| 1 mSv/h||30 mSv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7|| 30 mSv/h||300 mSv/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8||über 300 mSv/h ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:Lebensministerium&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.oesterreich.gv.at/themen/gesundheit_und_notfaelle/katastrophenfaelle/2/Seite.29500313.html Strahlenfrühwarnsystem] auf [https://www.oesterreich.gv.at/ oesterreich.gv.at]&lt;br /&gt;
* [https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/strahlenschutz/fruehwarnsystem/strahlenfruehwarnsystem.html Strahlenfrühwarnsystem] beim [https://www.bmk.gv.at Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strahlenfruhwarnsystem}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlenschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warnsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umwelt- und Naturschutz (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nukleare Sicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilschutz in Österreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>