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	<title>Straftat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Straftat&amp;diff=21786&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kabelschmidt: /* China */</title>
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		<updated>2025-12-21T21:03:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;China&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit dem Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straftat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Strafrecht]] ein Verhalten (Handeln, Dulden, Unterlassen) bezeichnet, welches eine strafrechtliche Sanktion für die jeweilig agierende Person auslöst, weil sie in [[Rechtswidrigkeit|rechtswidriger]] und [[Schuld (Strafrecht)|schuldhafter]] Weise einen [[Straftatbestand]] verwirklicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Freund/Rostalski |Titel=Münchener Kommentar zum StGB |Hrsg=Dr. Volker Erb |Auflage=5. |Verlag=C.H.BECK |Ort=München |Datum=2024 |Fundstelle=Vorbemerkung zu § 13, Rn. 6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heuchemer |Titel=BeckOK StGB |Hrsg=v. Heintschel-Heinegg/Kudlich |Auflage=65. Edition |Verlag=C.H.BECK |Ort=München |Datum=2025-05-01 |Fundstelle=Rn. 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Puppe/Grosse-Wilde |Titel=Nomos Kommentar StGB |Hrsg=Kindhäuser/Neumann/Paeffgen/Saliger |Auflage=6. |Datum=2023 |Fundstelle=Vorbemerkungen zu §§ 13-15, Rn. 23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Begriffe ==&lt;br /&gt;
Ein Verhalten ist grundsätzlich &amp;#039;&amp;#039;strafbar&amp;#039;&amp;#039;, wenn es einen [[Straftatbestand]] erfüllt (&amp;#039;&amp;#039;Strafbarkeit&amp;#039;&amp;#039; eines Verhaltens).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Teilweise wird der Begriff „[[Delikt]]“ synonym zu „Straftat“ oder „Straftatbestand“ verwendet, wobei dieser Begriff im [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|deutschen Strafgesetzbuch]] nicht und im [[Strafgesetzbuch (Österreich)|österreichischen Strafgesetzbuch]] nur in der erst 2002 eingefügten Vorschrift des § 278c StGB zu finden ist, weshalb er in diesen Rechtskreisen primär im Bereich der [[Kriminologie]] und im Strafrecht lediglich als Bezeichnung für eine Ansammlung von [[Tatbestand#Strafrecht|Straftatbeständen]] verwendet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|schweizerischen Strafgesetzbuch]] wird der Begriff des Delikts dagegen vielfach verwendet und kann dort Synonym zum Begriff der Straftat verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Voraussetzungen für die Verwirklichung einer Straftat ==&lt;br /&gt;
Die wichtigste allgemeine Voraussetzung für die Verwirklichung einer Straftat ist die Einhaltung des Grundsatzes &amp;#039;&amp;#039;[[nulla poena sine lege]],&amp;#039;&amp;#039; „keine Strafe ohne Gesetz“, der Ausfluss des [[Rechtsstaat]]sprinzips ist und im deutschen und österreichischen Recht jeweils in §&amp;amp;nbsp;1 Strafgesetzbuch verankert ist ({{§|1|stgb|juris}} StGB Deutschland und {{§|1|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029542}} StGB Österreich). Demnach kann eine Tat nur dann bestraft werden, wenn das Gesetz, welches die Strafbarkeit anordnet, bereits vor der Begehung der Tat Geltung erlangt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus muss der Straftatbestand in räumlicher Hinsicht berührt sein. Im deutschen wie auch im österreichischen Recht gilt der Grundsatz, dass nur „im Inland begangene“ Taten strafbar sein können ({{§|3|stgb|juris}} StGB Deutschland und {{§|62|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029542}} StGB Österreich), wobei die Begehung auch dort geschieht, wo der Erfolg der Tat eintritt ({{§|9|stgb|juris}} StGB Deutschland und {{§|67|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029542}} StGB Österreich). Eine Straftat kann also auch von außerhalb eines Landes begangen werden, sofern der tatbestandliche Erfolg innerhalb des Landes eintritt. Relevanz erlangt dies insbesondere bei im Internet begangenen Straftaten, zum Beispiel in Form einer auf einer öffentlich zugänglichen Website geäußerten Holocaustleugnung (strafbar nach {{§|130|stgb|juris}} Abs. 3 StGB Deutschland). Der [[Bundesgerichtshof]] steht insoweit auf dem Standpunkt, dass bei [[Gefährdungsdelikt#Abstrakte Gefährdungsdelikte|abstrakten Gefährdungsdelikten]] der tatbestandliche Erfolg bei Internetveröffentlichungen auch in Deutschland eintritt, wenn ein Abruf aus Deutschland möglich war und zwar unabhängig davon, ob tatsächlich ein Abruf erfolgt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/00/1-184-00.php3 |titel=BGH 1 StR 184/00 - 12. Dezember 2000 (LG Mannheim) · hrr-strafrecht.de |abruf=2025-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestimmte Taten stehen in diversen Rechtsordnungen unabhängig vom Begehungsort unter Strafe (siehe in Deutschland {{§|4-7|stgb|buzer}} StGB und in Österreich {{§|63-65a|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029542}} StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorliegen einer Straftat setzt ebenfalls voraus, dass die Person, die die Tat begeht, strafmündig ist, also ein bestimmtes Lebensalter erreicht hat. In den meisten europäischen Rechtsordnungen tritt Strafmündigkeit zwischen der Vollendung des 12. und 15. Lebensjahres ein.{{Hauptartikel|Strafmündigkeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Straftatbestände in verschiedenen Rechtsordnungen ==&lt;br /&gt;
Die Modelle der [[Rechtsordnung]]en des [[Common Law]] und die kontinentalen, insbesondere deutschen, sind zwar keineswegs völlig inkongruent, weisen jedoch deutliche Unterschiede auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.13180&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Markus Dubber]] |Hrsg=[[Mathias Reimann]], [[Reinhard Zimmermann]] |Titel=Comparative Criminal Law |Sammelwerk=Oxford Handbook of Comparative Law |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=2006 |ISBN=9780199296064 |DOI=10.1093/oxfordhb/9780199296064.001.0001 |Seiten=1310 |Online=[https://www.law.utoronto.ca/utfl_file/count/users/mdubber/Comparative%20Criminal%20Law%20%28OUP%20Handbook%29.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=257 |Abruf=2021-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Nach dem aus Deutschland stammenden, weltweit verbreiteten dreigliedrigen Prüfaufbau gliedert sich eine Straftat in drei Stufen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.13180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Deutsch&lt;br /&gt;
!Spanisch&lt;br /&gt;
!Italienisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1.&lt;br /&gt;
|[[Tatbestand#Strafrecht|Tatbestandsmäßigkeit]]&lt;br /&gt;
|tipicidad&lt;br /&gt;
|tipicità&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2.&lt;br /&gt;
|[[Rechtswidrigkeit#Strafrecht|Rechtswidrigkeit]]&lt;br /&gt;
|antijuricidad&lt;br /&gt;
|antigiuridicità&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3.&lt;br /&gt;
|[[Schuld (Strafrecht)|Schuld]]&lt;br /&gt;
|culpabilidad&lt;br /&gt;
|colpevolezza&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Strafrechtswissenschaft und ihre Allgemeine Lehre vom Strafrecht gehört zu den weltweit einflussreichsten. Die führenden deutschen Lehrbücher werden oftmals ins Spanische, Portugiesische, Chinesische, Japanische und Koreanische übersetzt. Deutsche Strafrechtswissenschaft ist besonders in Spanien, Lateinamerika, Japan, Südkorea, Taiwan sowie in Polen, Griechenland und der Türkei umfassend rezipiert worden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;dubber1296_1299&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Dirk Dubber |Hrsg=Mathias Reimann, [[Reinhard Zimmermann]] |Titel=Comparative Criminal Law |Sammelwerk=Oxford Handbook of Comparative Law |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=2008 |Seiten=1296–1299}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigtes Königreich ===&lt;br /&gt;
Das [[Strafrecht (England und Wales)|englische Strafrecht]] hält am zweigliedrigen Aufbau einer &amp;#039;&amp;#039;offense&amp;#039;&amp;#039; fest:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.13180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Fachbegriff&lt;br /&gt;
!Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1.&lt;br /&gt;
|[[actus reus]]&lt;br /&gt;
|Äußere Umstände der Tatbegehung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2.&lt;br /&gt;
|[[mens rea]]&lt;br /&gt;
|Innere Umstände der Tatbegehung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Zusätzlich dürfen keine sogenannten [[Defence|defences]], die Strafbarkeit ausschließende Verteidigungsmöglichkeiten des Handelnden, vorliegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.13180&amp;quot; /&amp;gt; Eine Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und entschuldigenden defences erfolgt im englischen Recht nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Smith/Hogan: &amp;#039;&amp;#039;Criminal Law&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigte Staaten ===&lt;br /&gt;
Das im US-amerikanischen &amp;#039;&amp;#039;[[Model Penal Code]]&amp;#039;&amp;#039; vorgeschlagene Modell basiert auf dem englischen Modell, nähert sich jedoch dem deutschen Modell an. &amp;#039;&amp;#039;Actus reus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;mens rea&amp;#039;&amp;#039; sind auch nach Common Law jedoch nicht ausreichend. Für eine Verurteilung darf der &amp;#039;&amp;#039;offence&amp;#039;&amp;#039; zuletzt auch keine &amp;#039;&amp;#039;[[defence]]&amp;#039;&amp;#039;, also eine vor allem prozessual gedachte Verteidigungsmöglichkeit des Angeklagten, bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.13180&amp;quot; /&amp;gt; Nach US-amerikanischem Recht existiert eine Unterscheidung zwischen rechtfertigenden und entschuldigenden &amp;#039;&amp;#039;defences,&amp;#039;&amp;#039; die besonders für [[Mord (Vereinigte Staaten)|Mord]] relevant sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Unterscheidung ist jedoch auch in den USA weniger ontologisch als pragmatisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.13180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
Der französische &amp;#039;&amp;#039;Code pénal&amp;#039;&amp;#039; enthält keine Angaben zum Aufbau der Strafbarkeitsprüfung; diese Lücke wurde von der Rechtslehre durch verschiedene Ansätze gefüllt. Der früheste Ansatz unterschied allein nach den Kriterien &amp;#039;&amp;#039;strafbare Tat&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;strafbarer Täter.&amp;#039;&amp;#039; Das Kriterium &amp;#039;&amp;#039;strafbarer Täter&amp;#039;&amp;#039; enthielt dabei etwa die Zurechnungsfähigkeit, die Schuld sowie die Notwehr &amp;#039;&amp;#039;(légitime défense).&amp;#039;&amp;#039; Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts setzten sich Ansätze durch, die erstmals die Straftat als solche gliederten. Diese klassische Lehre &amp;#039;&amp;#039;(doctrine classique)&amp;#039;&amp;#039; beschreibt einen dreiteiligen Tataufbau:&lt;br /&gt;
# gesetzliches Element &amp;#039;&amp;#039;([[élément légal]])&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# materielles Element &amp;#039;&amp;#039;([[élément matériel]])&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# subjektives Element &amp;#039;&amp;#039;(élément subjectif&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;élément psychologique, intellectuel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[élément moral]]).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die persönliche Verantwortlichkeit des Täters war nicht Bestandteil des Aufbaus der Straftat. Später kamen einige Versuche auf, die persönliche Verantwortlichkeit, wie Strafmündigkeit oder Zurechnungsfähigkeit, dem subjektiven Element zuzuordnen; andererseits wurde zum Teil die Existenz eines vierten Elementes, des &amp;#039;&amp;#039;élément injuste&amp;#039;&amp;#039; erwogen, das etwa die Notwehr erfassen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Juliette Lelieur, Peggy Pfützner, Sabine Volz |Hrsg=Ulrich Sieber, Karin Cornils |Titel=Begriff und Systematisierung der Straftat – Frankreich |Sammelwerk=Nationales Strafrecht in rechtsvergleichender Darstellung |Band=II. Allgemeiner Teil, Teilband 2 |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot |Ort=Berlin |Datum=2008 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== China ===&lt;br /&gt;
China lässt sich keinem der beiden großen Systeme zuweisen: Mit der langen eigenen [[China|chinesischen]] Rechtstradition wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugunsten der [[Rezeption (Recht)|Rezeption]] des deutschen bzw. [[Japanisches Recht|japanischen Rechts]] gebrochen. Man übernahm den klassischen deutschen Aufbau der Strafbarkeitsprüfung in Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld. 1949 verwarf die [[Kommunistische Partei]] alles bisher geltende Recht und die bisherige Lehre. Er wurde durch eine vom Recht der [[Sowjetunion]] geprägte Einteilung ersetzt, die auf der Grundlage des [[Marxismus-Leninismus]] aufbaute. Die vier Voraussetzungen der Strafbarkeit sind demnach:&lt;br /&gt;
# Schutzobjekt&lt;br /&gt;
# bestimmte objektive Umstände&lt;br /&gt;
# Subjekt&lt;br /&gt;
# subjektive Tatmerkmale (Vorsatz und Fahrlässigkeit)&lt;br /&gt;
In der Lehre blieb dieser Aufbau besonders in jüngerer Zeit nicht kritiklos; im Besonderen wird darauf hingewiesen, dass Strafausschließungstatbestände sich in den deutschen dreiteiligen Aufbau besser einfügen. Dennoch stellt der vierteilige Aufbau das geltende Paradigma dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtswissenschaft unterscheidet beim Objekt der Tat zwischen dem konkreten Objekt der Tatbegehung (Handlungs- oder Angriffsobjekt, 对象, &amp;#039;&amp;#039;duixiang&amp;#039;&amp;#039;) und dem abstrakten Schutzobjekt (客体, &amp;#039;&amp;#039;keti&amp;#039;&amp;#039;). Das Schutzobjekt ist ein eigenständiges Merkmal im Tatbestandsaufbau; das Handlungsobjekt zählt hingegen zu den objektiven Umständen. Die tradierte Auffassung beschreibt als Schutzobjekt, die „vom Strafrecht geschützten, durch die strafbare Handlung verletzten sozialistischen Gesellschaftsbeziehungen“ (社会主义社会关系, &amp;#039;&amp;#039;shehui zhuyi shehui guanxi&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Mingxuan Gao: &amp;#039;&amp;#039;Prinzip des Strafrechts&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. China Renmin University Press, Peking 1993, S.&amp;amp;nbsp;480–485&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegen alle vier Bedingungen vor, kann von einer gesellschaftsschädlichen und mithin strafbaren Handlung ausgegangen werden. Ausnahmen hiervon lassen sich als Unterfälle fehlender Gesellschaftsschädlichkeit auffassen. Die deutsche Einteilung in Rechtswidrigkeit und Schuld ist nicht bekannt; die im deutschen Rechtskreis hiervon erfassten Fälle werden unter dem Begriff „Grund für den Ausschluss der Strafbarkeit“ &amp;#039;&amp;#039;(paichu fanzui de shiyou)&amp;#039;&amp;#039; abgehandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yang Zhao, Thomas Richter |Hrsg=Ulrich Sieber, Karin Cornils |Titel=Begriff und Systematisierung der Straftat – China |Sammelwerk=Nationales Strafrecht in rechtsvergleichender Darstellung |Band=II. Allgemeiner Teil, Teilband 2 |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot |Ort=Berlin |Datum=2008 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Straftaten ==&lt;br /&gt;
=== Systematisierung ===&lt;br /&gt;
Überragende Bedeutung für die Einteilung der Straftaten im deutschen Modell der Straftat hat der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;[[Rechtsgut]]s&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(bien jurídico, bene giuridico).&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.1322&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Markus Dubber]] |Hrsg=[[Mathias Reimann]], [[Reinhard Zimmermann]] |Titel=Comparative Criminal Law |Sammelwerk=Oxford Handbook of Comparative Law |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=2006 |ISBN=9780199296064 |DOI=10.1093/oxfordhb/9780199296064.001.0001 |Seiten=1310 |Online=[https://www.law.utoronto.ca/utfl_file/count/users/mdubber/Comparative%20Criminal%20Law%20%28OUP%20Handbook%29.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=257 |Abruf=2021-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einteilung der einzelnen Straftaten richtet sich dementsprechend an den durch die Straftat verletzten Rechtsgütern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur gründet sich mehr auf rechtstheoretische Überlegungen als auf [[Verfassungsrecht]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.1322&amp;quot; /&amp;gt; [[Johann Michael Franz Birnbaum]] führte die Idee ein, verletzen könne man nicht &amp;#039;&amp;#039;Rechte&amp;#039;&amp;#039;, sondern nur die rechtsgegenständlichen &amp;#039;&amp;#039;Güter.&amp;#039;&amp;#039; Damit begann der „Übergang von der Rechtsverletzungslehre zur Rechtsgutsverletzungslehre“. Zunächst ermöglichte sie eine Erweiterung des Strafrechts. Heute wird sie meist als Begrenzung und Auslegungsrichtlinie aufgefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Vormbaum |Titel=Einführung in die moderne Strafrechtsgeschichte |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2019 |Reihe=Springer-Lehrbuch |ISBN=978-3-662-59962-4 |DOI=10.1007/978-3-662-59963-1 |Seiten=52–59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts seiner zentralen Stellung mag es deshalb überraschen, dass über die genaue Definition von &amp;#039;&amp;#039;Rechtsgut&amp;#039;&amp;#039; bislang keine Einigkeit besteht, wie dieses zu definieren sei: als unverzichtbare und deshalb werthafte Funktionseinheiten,&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolphi, FS Honig, 1970, S. 151 (163 f.)&amp;lt;/ref&amp;gt; als rechtlich geschütztes Interesse,&amp;lt;ref&amp;gt;Maurach/Zipf AT/1 19/8.&amp;lt;/ref&amp;gt; als strafrechtlich schutzbedürftiges Interesse&amp;lt;ref&amp;gt;NK/Hassemer/Neumann Vor § 1 Rn 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder als werthaften Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Roxin JuS 1966, 377 (381).&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend ist das Konzept als wenig fassbar oder zirkulär kritisiert worden: „Das Rechtsgut ist zu einem wahren [[Proteus (Mythologie)|Proteus]] geworden, der sich unter den Händen, die ihn festzuhalten glauben, sofort in etwas anderes verwandelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Welzel ZStW 58 (1939), 491 (509).&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist deshalb etwa, ob das Fehlen eines Rechtsgutes einen Straftatbestand verfassungswidrig macht. Insgesamt kommt dem Rechtsgut deshalb seine hauptsächliche Rolle bei der Interpretation der Straftatbestände zu. Eine ähnliche Rolle nehmen im US-Recht die Bestimmungen und Wertungen der Verfassung ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.1322&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rechtsordnungen des Common Law fehlt ein Pendant zum &amp;#039;&amp;#039;Rechtsgut&amp;#039;&amp;#039;. Am ehesten lassen sich Figuren wie &amp;#039;&amp;#039;individual or public interest&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;harm or evil&amp;#039;&amp;#039; als Äquivalente auffassen, auch wenn ihnen bei weitem die systematische Bedeutung fehlt. Verfassungsrecht bietet deshalb den Kern der US-amerikanischen Begründung einzelner Straftaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dubber.2006.1322&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsvergleichende Darstellungen einzelner Straftaten ===&lt;br /&gt;
* [[Tötungsdelikt]]&lt;br /&gt;
* [[Körperverletzungsdelikt]]&lt;br /&gt;
* [[Vermögensdelikt]]&lt;br /&gt;
* [[Freiheitsdelikt]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrdelikt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kabelschmidt</name></author>
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