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	<title>Strafbayern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strafbayern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die von der Bevölkerung [[Kurfürstentum Hessen|Kurhessens]] gebrauchte Bezeichnung für die [[Bayerische Armee|bayerisch]]-österreichischen [[Okkupation|Besatzungstruppen]], die von November 1850 bis zum Sommer 1851 im Rahmen einer [[Bundesintervention]] die Durchsetzung der konservativen [[Konterrevolution]] in Kurhessen erzwangen. Die Bundesintervention war eine im [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] vorgesehene Maßnahme, um die monarchisch-legitimistische Ordnung und die öffentliche Ruhe gegen bundesfeindliche Bewegungen zu sichern, auch mit militärischen Mitteln. Im Gegensatz zur [[Bundesexekution]] richtete sich die Bundesintervention gegen Volksbewegungen und nicht gegen die Regierung eines Gliedstaats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zur Bundesintervention im Kurfürstentum Hessen kam es, als [[Kurfürst]] [[Friedrich Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Friedrich Wilhelm I.]] und sein erzkonservativer Minister [[Ludwig Hassenpflug]] die liberale [[Kurhessische Verfassung von 1831]] suspendierten und zur Durchsetzung dieser Maßnahme am 7. September 1850 das [[Ausnahmezustand|Kriegsrecht]] über das Land verhängten. Am 12. September rief der Kurfürst die [[Bundestag (Deutscher Bund)|Bundesversammlung]] des Deutschen Bundes um Hilfe bei der Durchsetzung seiner autokratischen Konterrevolution an. Da 241 der 277 der kurhessischen Offiziere, die einen Eid nicht nur auf den Kurfürsten, sondern auch auf die Verfassung geleistet hatten und in diesem [[Kurhessischer Verfassungskonflikt|Verfassungskonflikt]] nicht [[Eid|eidbrüchig]] werden wollten, daraufhin zwischen dem 9. und 12. Oktober 1850 ihre Entlassungsgesuche einreichten, wurde das [[Hessen-kasselsche Armee|kurhessische Militär]] handlungsunfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September billigte die Bundesversammlung den Antrag des Kurfürsten, jedoch ohne die Zustimmung [[Königreich Preußen|Preußens]]. Nun konzentrierte Preußen eigene Truppen an der Grenze zu Kurhessen, da es seine Militärstraßen ins Rheinland bedroht sah. Dies führte zum Widerspruch von Kaiser [[Franz Joseph I.|Franz Joseph]] von [[Kaisertum Österreich|Österreich]]. Am 12. Oktober 1850 verpflichtete sich König [[Maximilian II. Joseph|Maximilian II.]] von [[Königreich Bayern|Bayern]] auf einer persönlichen Zusammenkunft in [[Bregenz]] mit Kaiser Franz Joseph und König [[Wilhelm I. (Württemberg)|Wilhelm I.]] von [[Königreich Württemberg|Württemberg]], gegen eine eventuelle preußische Intervention einzutreten und seine Truppen an einer Bundesintervention zugunsten des hessischen Kurfürsten teilnehmen zu lassen. Die Bundesversammlung beschloss daraufhin am 16. Oktober, Besatzungstruppen nach Kurhessen zu entsenden, um den „ordnungsgemäßen Zustand“ wieder herbeizuführen. Am 28. Oktober erklärten sich preußische Regierungsvertreter bei einem Treffen mit dem [[Russisches Kaiserreich|russischen]] [[Zar]]en [[Nikolaus I. (Russland)|Nikolaus I.]] in [[Warschau]] in der sogenannten „Warschauer Übereinkunft“ bereit, die [[Preußische Armee|preußischen Truppen]] abzuziehen; in Kassel sollte ein Bundeskommissar eingesetzt werden, um dort wieder für Ordnung zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch rückten am 1. November 1850 bayerische und österreichische Truppen in einer Gesamtstärke von 25.000 Mann zunächst in die kurhessische [[Provinz Hanau#Geschichte|Provinz Hanau]] ein, um die Verfassungskrise im Sinne der Regierung zu beenden. Sie wurden von der hessischen Bevölkerung als „Strafbayern“ bezeichnet. Preußen antwortete am 2. November mit dem Einmarsch von zwei [[Division (Militär)|Divisionen]] in Nordhessen. Da dies ein Verstoß gegen die Warschauer Übereinkunft war, verlangte [[Kaisertum Österreich|Österreich]] den sofortigen Abzug aller preußischen Truppen aus Kurhessen. Der preußische König [[Friedrich Wilhelm IV.]] befahl am 5. November die [[Mobilmachung]], und am 8. November kam es zu einem Scharmützel bei [[Bronnzell]] in der Nähe von [[Fulda]], bei dem vier österreichische Soldaten verwundet und das [[Schimmel von Bronnzell|Pferd eines preußischen Trompeters]] getötet wurden. Friedrich Wilhelm IV. scheute vor einem Krieg zurück, und die preußischen Truppen erhielten den Befehl, sich auf die Etappenstraßen zurückzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. November kam es zur „[[Olmützer Punktation]]“, mit der Kurhessen der Bundesversammlung preisgegeben wurde. Die preußischen Truppen räumten das Land, und die bayerischen und österreichischen „Strafbayern“ besetzten die wichtigsten Städte und Orte Kurhessens, um jede Form von Opposition zu brechen. Die Hauptstadt [[Kassel]] wurde am 16. Dezember 1850 besetzt. Der österreichische [[Feldmarschallleutnant|Feldmarschalleutnant]] Graf [[Christian zu Leiningen-Westerburg|Christian Seraphin Vincenz von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen]] wurde als [[Bundeskommissar]] eingesetzt, um die Entscheidungen der Bundesversammlung durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Strafbayern“ wurden nicht in [[Kaserne]]n untergebracht, sondern in Privathäusern [[Einquartierung|einquartiert]], und zwar vorrangig bei bekannten [[Liberalismus|Liberalen]] und [[Demokratie|Demokraten]] und politisch fortschrittlichen Bürgern. Diese Quartiergeber waren auch zur Verpflegung der Besatzer verpflichtet. So bekam selbst der Kasseler [[Oberbürgermeister]] [[Heinrich Wilhelm Hartwig]], als Exponent einer vom Kurfürsten unerwünschten politischen Richtung, in seine Dienstwohnung im [[Rathaus Kassel|Rathaus]] in der Oberen Karlsstraße eine Einquartierung von 28 [[Bayerische Armee|bayerischen Soldaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Sommer 1851 wurden die Besatzungstruppen wieder aus Kurhessen abgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Gräfe, &amp;#039;&amp;#039;Der Verfassungskampf in Kurhessen nach Entstehung, Fortgang und Ende historisch geschildert&amp;#039;&amp;#039;, Costenoble und Remmelmann, Leipzig, 1851.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Ham: &amp;#039;&amp;#039;Bundesintervention und Verfassungsrevision. Der Deutsche Bund und die kurhessische Verfassungsfrage 1850/52&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt und der Historischen Kommission für Hessen, Darmstadt &amp;amp; Marburg, 2004 (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 138). ISBN 3-88443-092-0.&lt;br /&gt;
* [[Georg-Wilhelm Hanna]]: &amp;#039;&amp;#039;Straf-Bayern rücken ein&amp;#039;&amp;#039; in: Mitteilungsblatt der Heimatstelle Main-Kinzig, Jahrgang 1993 (Heft 1) S. 226–234&lt;br /&gt;
* Oskar Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Die &amp;quot;Strafbayern&amp;quot; in Hanau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hanau Stadt und Land. Ein Heimatbuch für Schule und Haus&amp;#039;&amp;#039;. Hanau 1954, S. 382 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=R4YQr6v55LgC&amp;amp;dq=%22Verfassungskampf+in+Kurhessen%22&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=7gJLfKjRDO&amp;amp;sig=ngwS5gcnwiveN-GC5i2k8fjjhn4&amp;amp;hl=en&amp;amp;ei=9VrhSePjJqeblAeSi_zfDg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result Heinrich Gräfe, &amp;#039;&amp;#039;Der Verfassungskampf in Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;, bei Google Books]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Bund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsgeschichte (Kurfürstentum Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürstentum Hessen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Militärischer Verband (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Personengruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1851]]&lt;/div&gt;</summary>
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