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	<title>Straßenbahn Oradea - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T19:01:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stra%C3%9Fenbahn_Oradea&amp;diff=2778425&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stra%C3%9Fenbahn_Oradea&amp;diff=2778425&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-14T11:25:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Straßenbahnsystem&lt;br /&gt;
|Name            = Straßenbahn Oradea&lt;br /&gt;
|Bild            = Tramvai Siemens Ulf.jpg&lt;br /&gt;
|LegendeBild     = Straßenbahn Siemens ULF in der Innenstadt&lt;br /&gt;
|Netzplan        = Oradea tram map 2024.png&lt;br /&gt;
|LegendeNetzplan = Netzplan (2024)&lt;br /&gt;
|Staat           = [[Rumänien]]&lt;br /&gt;
|Stadt           = [[Oradea]]&lt;br /&gt;
|Eröffnung       = 28. August 1882 (Güterverkehr) &amp;lt;br&amp;gt;28. Juni 1896 (Personenverkehr)&lt;br /&gt;
|Elektrifizierung = 25. April 1906&lt;br /&gt;
|Betreiber       = [[Oradea Transport Local|OTL]]&lt;br /&gt;
|Verkehrsverbund = &amp;lt;!--Verkehrs- bzw. Tarifverbund--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Streckenlänge   = 20 km&lt;br /&gt;
|ehemalige Streckenlänge = &amp;lt;!--größte Ausdehnung des Streckennetzes in der Vergangenheit--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Gleislänge      = &amp;lt;!--Länge der im Linienverkehr befahrenen Gleise--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Linienlänge     =&lt;br /&gt;
|Spurweite       = 1435&lt;br /&gt;
|Strom           = 600&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oradea.ro/fisiere/userfiles/proiecte_hcl/30_11_2009/Raport%20activitate%20ian%202008%20noi%202009%20OTL.pdf &amp;#039;&amp;#039;Oradea Transport local R.A. prezentare activitate și analize economice perioda ianuarie 2008–noiembrie 2009&amp;#039;&amp;#039; auf www.oradea.ro]&amp;lt;/ref&amp;gt; Volt [[Gleichstrom|DC]] Oberleitung&lt;br /&gt;
|Betriebsart     = Einrichtungsbetrieb&lt;br /&gt;
|Stationen       = 46&lt;br /&gt;
|Tunnelbf        = &amp;lt;!--davon unterirdisch--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Betriebshöfe    = 1&lt;br /&gt;
|Linien          = 8&lt;br /&gt;
|Taktfolge       = &amp;lt;!--Taktintervall in der HVZ--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TaktfolgeSVZ    = &amp;lt;!--Taktintervall in der SVZ--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Reisegeschwindigkeit = &lt;br /&gt;
|Fahrzeuge       = &lt;br /&gt;
|Höchstgeschwindigkeit = &lt;br /&gt;
|Bezugsjahr      = &amp;lt;!--Bezugsjahr der statistischen Angaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Passagiere      =&lt;br /&gt;
|EinzugEinwohner = 240000&lt;br /&gt;
|Fahrleistung    = &amp;lt;!--Fahrleistung in Mio. km pro Jahr--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Mitarbeiter     = &amp;lt;!--Anzahl der Mitarbeiter--&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straßenbahn Oradea&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der ältesten [[Straßenbahn]]systeme [[Rumänien]]s. Die Straßenbahn ging am 28. August 1882 in der westrumänischen Stadt [[Oradea]] (dt.: &amp;#039;&amp;#039;Großwardein&amp;#039;&amp;#039;) in Betrieb, die damals Nagyvárad hieß und zu [[Österreich-Ungarn]] gehörte. Heute wird die Straßenbahn von der [[Oradea Transport Local|Oradea Transport Local R.A.]] (O. T. L.) betrieben. Die Straßenbahn Oradea war die erste in Rumänien, die moderne [[Niederflurtechnik|Niederflurbahnen]] einsetzte. Hierbei handelt es sich um von [[Rail Systems|Siemens]] hergestellte Wagen des Typs [[Ultra Low Floor|ULF]], identisch mit den in [[Straßenbahn Wien|Wien]] eingesetzten Fahrzeugen. Das Straßenbahnnetz umfasst heute acht Linien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Güterverkehr als Vorläufer ===&lt;br /&gt;
Keimzelle der späteren Straßenbahn Oradea war eine vom Ostbahnhof im Stadtteil Velența ausgehende und mit [[Dampflokomotive]]n betriebene [[Güterstraßenbahn]]. Über dieses am 28. August 1882 eröffnete [[Industriestammgleis]] wurden [[Güterwagen]] der ungarischen Staatsbahn [[Magyar Államvasutak]] (MÁV) zu privaten [[Gleisanschluss|Gleisanschlüssen]] diverser Unternehmen zugestellt beziehungsweise abgeholt. Der zuständige Betreiber, eine [[Aktiengesellschaft]], hieß anfänglich &amp;#039;&amp;#039;Nagyváradi Gőzmozdonyú Közúti Vaspálya&amp;#039;&amp;#039;. In späteren Jahren existierten bis zu 27 Anschlüsse,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tramclub.org/files/terkep_ipar_r_816.jpg Iparvágány térképe auf tramclub.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; die nach der Einführung der elektrischen Straßenbahn mit [[Elektrolokomotive]]n der Straßenbahngesellschaft bedient wurden. Dieser Betrieb endete erst 1994.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beyondtheforest.com/Romania/CFR7.html &amp;#039;&amp;#039;Trams &amp;amp; Tramways in Romania&amp;#039;&amp;#039; auf www.beyondtheforest.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dampfstraßenbahn ===&lt;br /&gt;
Ab dem 28. Juni 1896 verkehrten auf den bisherigen Gütergleisen schließlich auch dampfbetriebene Personenzüge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://uitpws.clubmetropolitan.ro/wp-content/uploads/2014/04/Istvan-Csuzi.pdf |wayback=20140714160738 |text=Csuzi István: &amp;#039;&amp;#039;The TRAMS, the base of PT in Oradea&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[Dampfstraßenbahn]] verband den Ostbahnhof mit dem Kirchplatz in der Innenstadt, heute Piața Unirii respektive Haltestelle Primărie. Der Dampfbetrieb endete mit der Elektrifizierung. Insgesamt beschaffte die Gesellschaft im Laufe der Jahre elf Dampflokomotiven.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.pospichal.net/Lokstatistik/90.44-nagyvarad.htm |wayback=20141019212041 |text=Fahrzeugübersicht der Straßenbahn Oradea auf www.pospichal.net}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planungen zur Elektrifizierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tramvaioradea2.jpg|mini|links|Oradeaer Straßenbahn im Bălcescu-Park]]&lt;br /&gt;
Im Herbst des Jahres 1897 bewarben sich zwei Unternehmen darum, ein elektrisches Straßenbahnnetz im damaligen Nagyvárad zu planen und zu errichten, das damit eine der ersten Städte in [[Siebenbürgen]] mit elektrischer Straßenbahn wurde. Die beiden konkurrierenden Unternehmen waren die bestehende &amp;#039;&amp;#039;Nagyváradi Gőzmozdonyú Közúti Vaspálya&amp;#039;&amp;#039; sowie die [[Budapest]]er &amp;#039;&amp;#039;Aktiengesellschaft für Elektro- und Verkehrsunternehmen&amp;#039;&amp;#039; (Ungarische Elektrowerke Trust). Am 25. Dezember 1897 hat der Rat der Stadt Nagyvárad diese Unternehmen beauftragt, bis zum 8. Januar 1898 ein definitives Angebot abzugeben. Bis zum Stichtag ging nur das Angebot des einheimischen Unternehmens ein. Erst am 13. Januar folgte das Angebot des Ungarischen Elektrowerke Trust. Im Oktober 1898 wurde dieses Angebot angenommen, da seine Bedingungen für die Stadt viel besser waren. Jedoch annullierte das Innenministerium im Dezember 1898 die Vergabe durch den Stadtrat und vergab die Konzession an die &amp;#039;&amp;#039;Nagyváradi Gőzmozdonyú Közúti Vaspálya&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-b&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wichtige Bestimmungen des Konzessionsvertrags ====&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Die Stadt gewährt der Gesellschaft das Recht, die notwendigen Arbeiten für den Bau von Strecken und ihren Betrieb auf den folgenden Straßen, Plätzen und Brücken auszuführen:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
## &amp;#039;&amp;#039;vom Hauptbahnhof über die Hauptstraße (heute: Strada Republicii), Bémer-Platz (heute: Piața Regele Ferdinand), die kleine Brücke, Kleiner Platz (heute: Piața Unirii), Gartenstraße (heute: Strada Avram Iancu) zum Vorplatz des Restaurants im Rhédey-Garten (heute: Parcul Nicolae Bălcescu);&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
## &amp;#039;&amp;#039;Abzweig vom Kleinen Platz, über die Graf Pál Teleki-Straße (heute: Strada Primăriei) und weiter zur neuen Mauer der Kavallerie-Kaserne.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
## &amp;#039;&amp;#039;vom Kleinen Platz über die Lajos Kossuth-Straße (heute: Strada Independenței), Kolozsvár-Straße bis zum Kirchplatz, dann weiter längs der Kolozsvár-Straße bis zur [[Bahnstrecke Oradea–Cluj Napoca|Eisenbahnstrecke und dem Bahnhofsgebäude des Stadtteils Velența]] (des ersten wichtigen Industriegebiets der Stadt).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Angesichts der Tatsache, dass die Bahnstrecke zwischen dem Kirchplatz und dem Bahnhof Velența bereits existiert, auf Grundlage der Konzession, die die Gesellschaft bis zum 28. August 1932 besitzt, verpflichtet sie sich, diese zu elektrifizieren. Von diesem Zeitpunkt an verpflichtet sich die Gesellschaft, der Stadt eine Miete von 10.000 [[Forint]] zu zahlen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Der Bauherr ist verpflichtet, innerhalb von acht Monaten nach Erhalt der Baugenehmigung von Seiten des Handelsministeriums die Bauarbeiten auszuführen (mit Ausnahme der Monate November, Dezember, Januar und Februar).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Mit Genehmigung der Regierung wird die Gesellschaft das Recht haben, weitere Strecken zu bauen. Wenn eine andere Gesellschaft weitere Strecken bauen will, ist die Zustimmung beider Vertragspartner erforderlich. Der Bauherr ist verpflichtet, sobald ein Nettogewinn von sechs Prozent in drei aufeinander folgenden Jahren erreicht wird, auf Verlangen der Stadtverwaltung und im Einvernehmen mit dem Handelsministerium sein Netz um drei Kilometer zu erweitern. Diese Bestimmung wird in Kraft bleiben, bis eine Streckenlänge von insgesamt 25 Kilometern Straßenbahn erreicht wird.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verzögerungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tramvaioradea3.jpg|mini|Straßenbahn auf dem König Ferdinand-Boulevard (heute: Strada Republicii)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1899 stand die Zustimmung des Handelsministeriums aus Budapest immer noch aus. Die Zeitung der Stadt am Ufer des [[Sebes-Körös]] &amp;#039;&amp;#039;„Nagyvárad“&amp;#039;&amp;#039; vom 14. September berichtet in einem kurzen Artikel mit Bitterkeit, dass Nagyvárad eine Stadt der ständigen Verzögerungen sei, wo die Devise der Stadtverwaltung sei: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe auf morgen“, und dass im Falle der Straßenbahn auch das Ministerium diese Devise annahm. Im selben Monat machte der Handelsminister einen kurzen Besuch in Nagyvárad, der Grund dafür ist unbekannt. Bei dieser Gelegenheit wiederholte er seine Versprechen und verpflichtete sich gegenüber dem Bürgermeister dazu, den großen Wunsch der Nagyvárader so bald wie möglich zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtrat verfasste eine Eingabe, um die Genehmigung des Antrags vom 31. Januar 1899 zu beschleunigen. Diese Eingabe war dadurch motiviert, dass die Pflasterung der Hauptstraße Schäden aufwies und erst nach Montage der Schienen erneuert werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-c&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich war die Situation vor dem Finanzpalast (heute: Poliklinik Nr. 2) und auf dem Bémer-Platz (heute: Piața Regele Ferdinand), wo der Bau neuer Straßen beschlossen war, wobei die alten verbreitert werden sollten. Im Dezember des Jahres 1899 stellte das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Kappel und Fischer&amp;#039;&amp;#039; an die Stadtverwaltung den Antrag auf eine Konzession zum Betrieb eines [[Kraftomnibus]]ses. Begründet wurde er in den Verzögerungen beim Bau der Straßenbahnstrecken. Die Antragsteller argumentierten, Benzin sei billiger als elektrischer Strom, also sei der Betrieb rentabler. Die vier vorgeschlagenen Linien ähnelten den Straßenbahnstrecken. Der Fahrpreis sollte zwischen vier und zehn [[Österreichische Krone|Filler]] betragen, die Betriebszeit sollte von 3:00 Uhr bis 23:00 Uhr reichen. Wenn dieses Angebot angenommen worden wäre, wäre Nagyvárad die erste Stadt in Siebenbürgen mit Kraftomnibusverkehr gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-d&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz dazu gehörten [[Pferdeomnibus]]se in Oradea schon seit 1868 zum Stadtbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Dezember 1899 ging von Seiten des Ministeriums ein negativer Bescheid ein, das Projekt der Elektrifizierung der Straßenbahn musste umgeschrieben und neu konzipiert werden. Bis 1905 folgte für das Vorhaben eine dunkle Periode mit hitzigen Diskussionen. Viele Male stand das Vorhaben kurz davor, aufgegeben zu werden, bis schließlich am 11. Juli 1905 der erste Spatenstich zur Elektrifizierung erfolgte. Ebenfalls 1905 war die &amp;#039;&amp;#039;Nagyváradi Gőzmozdonyú Közúti Vaspálya&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Nagyváradi Városi Vasút&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;NVV&amp;#039;&amp;#039;) umbenannt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-e&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauarbeiten ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Bauarbeiten für die Elektrifizierung entbrannten Diskussionen über die Herkunft der Bauarbeiter, ob sie Bürger der Stadt Nagyvárad waren oder nicht, und es kam zu Krawallen, die jedoch gütlich beigelegt werden konnten. Am Ende des Monats wurde mit aller Kraft gearbeitet. Anfang August begann am Theaterplatz die Verlegung der Gleise zusammen mit den Pflasterarbeiten unter der Leitung des Ingenieurs Henrik Reichel. Anfang November 1905 waren die Arbeiten in vollem Gange, so dass der Ingenieur Reichel zwölf elektrische [[Triebwagen]] bei der Waggonfabrik [[Győr]] bestellte. Zur gleichen Zeit wurden die Vorschläge für die Lage der Haltestellen dem Handelsministerium vorgelegt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-f&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tramvaioradea1.jpg|mini|Eine [[Siemens]]-Straßenbahn, hergestellt im ungarischen Győr. Sie fährt auf der heutigen Strada Republicii in Richtung Bahnhof.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haltestellen auf der Hauptstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (heute: Strada Republicii)&lt;br /&gt;
: Hauptbahnhof&lt;br /&gt;
: Militär-Kommandantur (Kreuzung Strada Republicii mit Strada Pescărușului)&lt;br /&gt;
: Großes Krankenhaus&lt;br /&gt;
: Sal Ferenc-Straße (heute: Strada Dunărea)&lt;br /&gt;
: Úri-Straße (heute: Strada Roman Ciorogariu)&lt;br /&gt;
: Bémer-Platz (heute: Piața Regele Ferdinand)&lt;br /&gt;
: Kleiner Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haltestellen auf der Kossuth-Lajos-Straße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (heute: Strada Independenței)&lt;br /&gt;
: Große Synagoge&lt;br /&gt;
: Markthalle (heute: medizinische Fakultät der Universität Oradea)&lt;br /&gt;
: Toma-Straße (heute: Strada Cele Trei Crișuri)&lt;br /&gt;
: Abstands-Signal (?)&lt;br /&gt;
: Bahnhof Velence&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haltestellen auf der Gartenstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (heute: Strada Avram Iancu)&lt;br /&gt;
: Handwerkskammer&lt;br /&gt;
: Diana-Bad (Kreuzung Strada Avram Iancu mit Strada Sucevei)&lt;br /&gt;
: Kadettenschule&lt;br /&gt;
: Rhédey-Garten (Zoologischer Garten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haltestellen auf der Teleki-Straße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (heute: Strada Primăriei)&lt;br /&gt;
: Kreuzung Kalvin-Straße&lt;br /&gt;
: Kreuzung heutige Strada Tuberozelor&lt;br /&gt;
: Kaserne&lt;br /&gt;
: Endstation (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---Beginn Streckenbänder---&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BSu-header|Hauptbahnhof ↔ Bahnhof Velence}}&lt;br /&gt;
{{BS-table1}}&lt;br /&gt;
{{BSu|KBHFa||Hauptbahnhof|}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Großes Hospital}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Sal Ferenc-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Szent László-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Úri-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||D. Szilágyi-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Theaterplatz}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Kleiner Platz}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Große Synagoge}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Markthalle}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Toma-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Kolozsvár-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Wasserstraße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Cristina-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Kirchplatz}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Hájó-Platz}}&lt;br /&gt;
{{BSu|ABZgl|||Abzweig zur Eisenbahn}}&lt;br /&gt;
{{BSu|KBHFe||&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnhof Velence&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BSu-header|Kleiner Platz ↔ Teleki-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BS-table1}}&lt;br /&gt;
{{BSu|KBHFa||Kirche am Kleinen Platz|}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Őr-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||str. Damjanich}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Bem-Straße}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||“Franz Josef”-Kaserne}}&lt;br /&gt;
{{BSu|KBHFe||&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kavallerie-Kaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BSu-header|Kleiner Platz ↔ Rhédey-Garten}}&lt;br /&gt;
{{BS-table1}}&lt;br /&gt;
{{BSu|KBHFa||Kleiner Platz|}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Str. Beöthy O.}}&lt;br /&gt;
{{BSu|HST||Diana-Bad}}&lt;br /&gt;
{{BSu|KBHFe||&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rhédey-Garten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---Ende Streckenbänder---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 1905 meldeten die [[Siemens|Siemens-Schuckertwerke]] den Abschluss des Gleisbaus. Im nächsten Bauabschnitt mussten die Oberleitungsmasten montiert werden. Sie wurden aus Eisen hergestellt und künstlerisch gestaltet. Im Januar 1906 war die Einstellung des Fahrpersonals abgeschlossen. Wegen der hohen Nachfrage nach Arbeitsplätzen verkündete ein Schild am provisorischen Sitz des Straßenbahnunternehmens (an der Zöldfa útca, heute: Strada Arborele Verde), dass keine Bewerbungen für Arbeitsplätze mehr entgegengenommen werden. In den folgenden zwei Monaten wurde die Höhe des Fahrpreises diskutiert, ohne einen Konsens zu erreichen. Am Abend des 1. März 1906 ab 20 Uhr fand die erste Testfahrt einer Straßenbahn auf der Hauptstraße und der Kossuth-Lajos-Straße statt. Die Bürger der Stadt kamen auf den Straßen zusammen und begleiteten die Bahn, die von Polizisten bewacht war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-g&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. März 1906 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Betriebsvorschriften für elektrische Straßenbahnen&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht, die vom Polizeipräsidenten der Stadt entworfen und vom Stadtrat verabschiedet wurden. Die Probefahrten wurden in den folgenden Nächten fortgeführt und ab dem 6. März fanden sie auch tagsüber statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-h&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Nagyvárad&amp;#039;&amp;#039; widmete diesem Thema einen wichtigen Platz auf der Titelseite. Unter der Überschrift &amp;#039;&amp;#039;Straßenbahn auf der Hauptstraße&amp;#039;&amp;#039; begann der Artikel wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es geschah ein großes Wunder, unglaublich aufsehenerregend, das das Blut der ruhigen Nagyvárader in Wallung brachte.|Quelle=Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Nagyvárad&amp;#039;&amp;#039; vom 7. März 1906}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fertigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. März 1906 wurden die Strecken und Haltestellen der Straßenbahnlinie bekanntgegeben und an den wichtigsten Punkten der Stadt ausgehängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-i&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Die Bahnen verkehrten alle zehn Minuten. Der Fahrpreis wurde wie folgt festgelegt:&lt;br /&gt;
: Eine Fahrt zwischen den beiden Bahnhöfen oder von jeder Haltestelle zu einem der Bahnhöfe kostete 20&amp;amp;nbsp;Filler.&lt;br /&gt;
: Für alle anderen Relationen wurden zehn&amp;amp;nbsp;Filler berechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Daten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nagyvárad Kishíd.jpg|mini|Aus Timișoara gebraucht übernommener Beiwagen Nummer 51 im Einsatz in Oradea]]&lt;br /&gt;
Am Ende des ersten Betriebsjahres der Straßenbahn Nagyvárad betrug die Länge des elektrifizierten Streckennetzes 20&amp;amp;nbsp;Kilometer. Es wurde von 14 Wagen bedient. Das neue Oberleitungsnetz wurde mit einer Gleichspannung von 550&amp;amp;nbsp;Volt versorgt. Zu Beginn des Jahres 1906 wurde beschlossen, im Elektrizitätswerk zwei Generatoren in Betrieb zu nehmen. Jeder Generator wurde mit einer Drehfrequenz von 415 Umdrehungen pro Minute betrieben und erzeugte eine Stromstärke von 220&amp;amp;nbsp;Ampère.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten 14 elektrischen Straßenbahn-Triebwagen stellte die [[Rába (Fahrzeughersteller)|Magyar Waggon- és Gépgyár]] (M.W.G.) in [[Győr]] her, die elektrische Ausrüstung lieferten die [[Siemens-Schuckertwerke]] zu. Sie verfügten über zwei Motoren mit einer Leistung von 18 Kilowatt bei 550 Volt und besaßen eine Masse von 9,9 Tonnen. Jeder Wagen hatte eine Kapazität von 20 Sitz- und 19 Stehplätzen. Neben den Straßenbahnen wurden auch zwei elektrische Lokomotiven beschafft, die jeweils zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 33 Kilowatt besaßen. Außer den Neuerwerbungen besaß die Grosswardeiner Stadtbahn Actiengesellschaft zwei [[Dampflokomotive]]n und vier [[Flachwagen]] für den Güterverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einzelgänger blieb der, gebraucht von der [[Straßenbahn Timișoara]] übernommene, [[Spiering-Wagen der Straßenbahn Timișoara|Spiering-Pferdebahnwagen des Baujahrs 1869]], den die [[Societatea de Transport Public Timișoara|Temesvári Villamos Városi Vasút]] ab 1899 als [[Beiwagen (Bahn)|Beiwagen]] Nummer 8 der Elektrischen verwendete. Er war, mit Magnetbremsen nachgerüstet, in Oradea ab 1907 als Beiwagen Nummer 51 im Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.eminescu.rdsor.ro/istvan/nvv/allomany.html |wayback=20130928034008 |text=http://www.eminescu.rdsor.ro}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Marius Moș: {{Webarchiv | url=http://realitateabihoreana.ro/content.php?c=articole&amp;amp;id_categorie=6&amp;amp;articol_id=685&amp;amp;article=un+secol+cu+tramvaiul+electric | wayback=20060507182820 | text=Un secol cu tramvaiul electric}}, &amp;#039;&amp;#039;Realitatea bihoreană&amp;#039;&amp;#039;, 27. April 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang April 1906 schien alles auf eine baldige offizielle Eröffnung hinzudeuten, aber ein neuer Konflikt um die Fahrpreise führte zu einer weiteren Verzögerung. Schließlich beschloss der Stadtrat am Samstag, den 21. April, dass die Eröffnung am 25. April 1906 stattfinden sollte. Am 23. April beschloss der Stadtrat, dass die bereits vor sechs Wochen gedruckten Fahrscheine verwendet werden dürfen. Das Bankett zur Eröffnung fand mit mehr als 200 Personen im Restaurant &amp;#039;&amp;#039;Pannonia&amp;#039;&amp;#039; (heute: Transilvania) statt. Die Eröffnungsrede hielt Bürgermeister Károly Rimler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-j&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|…und heute Morgen - es wird gut sein, dieses Datum besonders festzuhalten: 25. April 1906 - startete die Großwardeiner Straßenbahn. In anderen Provinzstädten wäre ein solches Ereignis das Wunder der Wunder, aber bei uns, wo das Tempo der Entwicklung in großen Schritten voranschreitet, war Großwardein schon seit langer Zeit darauf vorbereitet. Jetzt, wenn die herrlichen Straßenbahnwagen wie der Blitz durch die Straßen pflügen, jetzt stellt sich die Frage: Wie konnte man sich Großwardein, dieses mächtige kulturelle Zentrum, ohne elektrische Straßenbahn vorstellen?|Quelle=Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Nagyvárad&amp;#039;&amp;#039; - 25. April 1906}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten Betriebstag wurden mehr als 5100 Fahrkarten verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statie-k&amp;quot;&amp;gt;Borcea, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer Woche waren sich alle einig, dass die Nagyvárader Straßenbahn ein Erfolg ist. Kleine Unfälle in der Anfangszeit warfen einen Schatten auf dieses große Ereignis. Die Unfälle wurden von unaufmerksamen Kutschern verursacht, die nicht genügend für das Fahren neben Straßenbahnen unterwiesen worden waren, oder passierten auf Grund von Gedränge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung bis heute ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netz wurde stetig ausgebaut, in den 1950er Jahren waren bis zu elf Linien unterwegs. Im Vergleich zur heutigen Zeit verliefen mehr Strecken direkt durch die Innenstadt, das heißt innerhalb des Straßenbahnrings. Um 1960 begann die Einstellung vieler Linien, während bis zum Ende der kommunistischen Ära 1989/90 nur noch die Strecken ins westlich der Stadt gelegene Industriegebiet sowie die Verlängerung zum Endpunkt der heutigen Linie 2, &amp;#039;&amp;#039;Ioșia&amp;#039;&amp;#039;, hinzukamen. Die letzte Streckenschließung erfolgte 1994 auf dem Abschnitt von der Innenstadt zum Ostbahnhof, die Wiederherstellung ist allerdings geplant.&lt;br /&gt;
[[Datei:Imperio Oradea Ceyrat.jpg|mini|Astra Imperio 319 auf der Neubaustrecke]]&lt;br /&gt;
Am 15. Dezember 2021 wurde die erste Neubaustrecke in einem rumänischen Straßenbahnnetz seit 1990 in Betrieb genommen. Die neue Strecke beginnt an der Kreuzung Calea Aradului / Strada Aviatorilor, folgt dem Fluss Peța und schließt am Betriebshof wieder an das Bestandsnetz an. Sie erschließt unter anderem die Universität, ein Einkaufszentrum sowie ein neues Wohngebiet. Der Bau der Neubaustrecke wurde durch die Europäische Union mit 11 Millionen Euro mitfinanziert. Die 3,8 Kilometer lange Strecke wurde auf 2,2 Kilometern Länge mit einem Rasengleis ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oradea.ro/stiri/la-oradea-s-a-finalizat-prima-linie-de-tramvai-din-romania-construita-pe-un-amplasament-nou/ |titel=La Oradea, s-a finalizat prima linie de tramvai din România construită pe un amplasament nou |werk=Oradea.ro |sprache=ro |abruf=2025-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiges Liniennetz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oradea (Nagyvárad) - piaţa Unirii.JPG|mini|Haltestelle an der Piața Unirii]]&lt;br /&gt;
Das Straßenbahnnetz von Oradea hat heute eine Gesamtlänge von 20 Kilometern. Insgesamt werden 46 Haltestellen bedient. Die meisten Haltestellen verfügen über einen Unterstand, der OTL ist es in der letzten Zeit gelungen, sie zu modernisieren. Das gesamte Projekt umfasste die Modernisierung von 24 Wartehäuschen innerhalb von sechs Jahren. Es ist vorgesehen, diese Wartehäuschen mit [[Dynamische Fahrgastinformation|dynamischen Fahrgastinformationen]] auszustatten. Derzeit werden 24 Haltestellen damit ausgerüstet. Die Verkehrsleitung erfolgt über zwei Leitstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kern des heutigen Straßenbahnnetzes bildet eine [[Ringlinie|Ringstrecke]] um die Innenstadt, die an drei Abzweigen durch die Linien befahren beziehungsweise wieder verlassen wird. Bis zur Umstellung des Liniennetzes im Februar 2024 wurde jeweils eine Fahrtrichtung dabei als Besonderheit mit einer [[Rote Liniennummer|roten Liniennummer]] gekennzeichnet, das heißt Linien mit dem Zusatzbuchstaben &amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;roșu&amp;#039;&amp;#039; (rot) fuhren den kompletten Ring gegen den [[Uhrzeigersinn]], diejenigen mit &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;negru&amp;#039;&amp;#039; (schwarz) fuhren hingegen im Uhrzeigersinn.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tram network Oradea.png|mini|Liniennetz vor der Umstellung]]&lt;br /&gt;
Am 19. Februar 2024 wurde das Straßenbahnnetz umfangreich verändert, um die Linienbezeichnungen zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Es verkehren nun acht Linien, dabei wird der Innenstadtring durch die Linien 1 (im Uhrzeigersinn) und 3 (gegen den Uhrzeigersinn) befahren. Die Linien 2 und 7 (im Uhrzeigersinn) sowie 6 (gegen den Uhrzeigersinn) befahren eine andere Ringstrecke unter Einbeziehung der Neubaustrecke im Süden der Stadt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Linienübersicht (seit 19. Februar 2024)&lt;br /&gt;
!Linie&lt;br /&gt;
!Streckenverlauf&lt;br /&gt;
!Intervall (Mo–Fr [[Berufsverkehr|HVZ]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Pod CFR → Gara Centrală → Piața Unirii → Decebal → Pod CFR&lt;br /&gt;
|alle 9 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Ioșia → Piața Unirii → Piața Cetății → Universitate → Ioșia&lt;br /&gt;
|alle 10 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Pod CFR → Decebal → Piața Unirii → Gara Centrală → Pod CFR&lt;br /&gt;
|alle 9 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Pod CFR ↔ Gara Centrală ↔ Piața Cetății ↔ Nufărul&lt;br /&gt;
|alle 5 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Pod CFR ↔ Decebal ↔ Universitate ↔ Nufărul&lt;br /&gt;
|alle 5 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Nufărul → Piața Cetății → Piața Unirii → Universitate → Nufărul&lt;br /&gt;
|alle 15 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Nufărul → Universitate → Piața Unirii → Piața Cetății → Nufărul&lt;br /&gt;
|alle 16 Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Pod CFR ↔ Sinteza&lt;br /&gt;
|alle 20 Min.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Oradea tram 2017 07.jpg|mini|Tatra T4D/B4D (ex Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oradea - Tramp.jpg|mini|Tatra KT4D (ex Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:OradeaTRAM.JPG|mini|[[Ultra Low Floor|Siemens ULF]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tatra KT4DM Iosia.jpg|mini|Tatra KT4DM (ex Berlin)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrzeuge ==&lt;br /&gt;
Ab den 1990er Jahren wurden zahlreiche Gebrauchtwagen der Bauarten [[Tatra T4|Tatra T4D/B4D]] und [[Tatra KT4|KT4D]] aus Deutschland beschafft, um die verschlissenen Großraumzüge des Typs [[Timiș 2]] abzulösen. Zuvor verkehrten vierachsige Straßenbahnen der Baureihe [[V954]] von [[Electroputere]] sowie diverse Zweiachser, darunter auch die von der Hauptwerkstätte der [[Straßenbahn Bukarest]] hergestellten [[V58]]. Außerdem neun Gelenkwagen der Typen [[V2A, V2B, V3A und V3B|V2A und V3A]], die aber schon in den frühen 1990er Jahren an die [[Straßenbahn Iași]] weitergereicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit stellt der aus [[Magdeburg]] übernommene Wagen 44 dar. Dieser Tatra T4D besitzt einen zusätzlichen Fahrerstand im Heck und kann so als [[Zweirichtungsfahrzeug|Zweirichtungswagen]] eingesetzt werden. In der Regel pendelt dieser Wagen als Linie 8 zwischen Pod CFR und Sinteza auf dem stadtauswärtigen Gleis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oradea war die erste Stadt Rumäniens, in der moderne [[Niederflurtechnik|Niederflur]]-Straßenbahnen verkehrten. Von 2008 bis 2009 wurden zehn [[Siemens]]-Fahrzeuge des Typs [[Ultra Low Floor|ULF]] beschafft. Diese entsprechen den zur selben Zeit nach Wien gelieferten Wagen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Imperio Oradea Cantemir.jpg|mini|Astra Imperio]]&lt;br /&gt;
Um die verschlissenen, 1997 aus Berlin übernommenen Tatra KT4D und einige T4D/B4D-Züge zu ersetzen, beschaffte der Verkehrsbetrieb zwischen 2017 und 2018 30 Tatra KT4DM aus Berlin. Diese wurden dort in den 1990er Jahren umfangreich modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur weiteren Modernisierung des Fuhrparks wurden zwischen 2020 und 2021 20 dreiteilige Fahrzeuge des Typs Imperio von [[Astra Vagoane Călători]] ausgeliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrew Phipps, Robert Schwandl |Titel=Tram Atlas Südosteuropa |Auflage=1. |Verlag=Robert Schwandl Verlag |Ort=Berlin |Datum=2023 |Sprache=de en |ISBN=978-3-936573-69-5 |Seiten=100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. Juni 2025 traf das erste von neun nachbestellten Fahrzeugen in Oradea ein. Drei von ihnen werden als Zweirichtungswagen ausgeführt, um bei Baumaßnahmen einen flexibleren Betrieb zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ebihoreanul.ro/stiri/primul-tramvai-astra-impero-dintr-un-lot-de-9-cumparate-pe-bani-europeni-a-ajuns-la-oradea-194608.html |titel=Primul tramvai Astra Impero dintr-un lot de 9 cumpărate pe bani europeni a ajuns la Oradea (FOTO/VIDEO) |sprache=ro |abruf=2025-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Fuhrpark der Straßenbahn Oradea (Linienverkehr, Stand Juni 2025)&lt;br /&gt;
!Fahrzeugtyp&lt;br /&gt;
!Baujahre&lt;br /&gt;
!Anzahl&lt;br /&gt;
!Wagennummern&lt;br /&gt;
!Ursprünglicher Einsatzort&lt;br /&gt;
!Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tatra T4D-Z&lt;br /&gt;
|1978&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|44&lt;br /&gt;
|Magdeburg &lt;br /&gt;
(bis 2002)&lt;br /&gt;
|Zweirichtungswagen, im Einsatz auf der Linie 8.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tatra KT4DM&lt;br /&gt;
|1980–1986&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|200–208, 210–226, 228, 229&lt;br /&gt;
|Berlin&lt;br /&gt;
(bis 2017/2018)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Siemens ULF A1&lt;br /&gt;
|2008–2009&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|50–59&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Astra Imperio&lt;br /&gt;
|2020–2021&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|301–320&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Weitere 9 Wagen in Auslieferung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Liviu Borcea, Mihai Apan und Gabriel Moisa: &amp;#039;&amp;#039;De la o stație la alta&amp;#039;&amp;#039;, Editura Arca, Oradea 2006&lt;br /&gt;
* Marius Moș: Un secol cu tramvaiul electric, &amp;#039;&amp;#039;Realitatea bihoreană&amp;#039;&amp;#039;, 27. April 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tram transport in Oradea|Straßenbahnverkehr in Oradea|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.otlra.ro/ Website des Betreibers OTL] (rumänisch, ungarisch, englisch)&lt;br /&gt;
* [http://otl.stfp.net/?la=D (abgerufen am 21. August 2010). Foto-Galerie (dt.).]&lt;br /&gt;
* [https://tramclub.org/viewtopic.php?t=5342 (abgerufen am 21. August 2010). Fotos aus den 1970er-Jahren (rumän.).]&lt;br /&gt;
* [http://www.eminescu.rdsor.ro/istvan/nvv/nvv.html (abgerufen am 29. Dezember 2012). Private Seite zur Straßenbahngeschichte mit Bildern (ung.).]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Straßenbahnen und U-Bahnen in Rumänien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strassenbahn Oradea}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßenbahnsystem (Rumänien)|Oradea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spurweite 1435 mm|Oradea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oradea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kreis Bihor)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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