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	<title>Stornoquote - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:08:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stornoquote&amp;diff=662271&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Windharp: Abschnittlink korrigiert - Das verweist auf den eigenen Abschnitt</title>
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		<updated>2022-07-19T10:18:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert - Das verweist auf den eigenen Abschnitt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stornoquote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist allgemein in der [[Wirtschaft]] der volumengewichtete Anteil der [[Stornierung|stornierten]] [[Vertrag|Verträge]] an den neu abgeschlossenen Verträgen oder den Verträgen im Bestand. Die Stornoquote spielt vor allem in der [[Versicherungswirtschaft]] eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Stornoquote ist besonders in [[Wirtschaftszweig]]en von Bedeutung, wo [[Auftrag|Aufträge]] oder [[Bestellung]]en nicht sofort in [[Produktion]] gehen, sondern zunächst als [[Auftragseingang]] registriert und dann zum [[Auftragsbestand]] werden. Der Zeitraum zwischen Auftrag/Bestellung und [[Lieferung]] ist mithin besonders groß. Je größer dieser Zeitraum ist, umso mehr steigt das Stornorisiko, also die Gefahr, dass Aufträge/Bestellungen durch die [[Auftraggeber]] storniert werden. Das ist insbesondere im [[Bauwesen]], in Teilbereichen des [[Verarbeitendes Gewerbe|verarbeitenden Gewerbes]] und bei [[Pauschalreise]]n der Fall. Außerdem spielen die Stornoquoten im [[Versicherungswesen|Versicherungs-]] und [[Bausparkasse|Bausparwesen]] eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ermittlung ==&lt;br /&gt;
Die Stornoquote &amp;lt;math&amp;gt;S_q&amp;lt;/math&amp;gt; wird in der [[Industrie]] durch Gegenüberstellung der stornierten Aufträge/Bestellungen &amp;lt;math&amp;gt;AB_s&amp;lt;/math&amp;gt; mit dem gesamten Auftragswert &amp;lt;math&amp;gt;A_w&amp;lt;/math&amp;gt; ermittelt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=iNhVDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;dq=Auftragseingang+stornoquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjy5JDVwNLhAhWQJVAKHQprBDEQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Auftragseingang%20stornoquote&amp;amp;f=false Jörg Wöltje, &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftliche Formeln&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 27]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S_q = \frac{AB_s}{A_w} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Je mehr Stornierungen anfallen, umso höher steigt die Stornoquote und umgekehrt. Stornierungen führen dazu, dass die [[Kapazitätsauslastung]] sinkt und letztlich auch die auf die Stornierungen entfallenden [[Gewinnmarge]]n fortfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensversicherung ==&lt;br /&gt;
Der Storno ist die Kündigung oder der Abbruch eines [[Versicherungsvertrag]]s vor dem Ende der vertragsgemäßen [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=8NslDwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Stornierung+Versicherungslexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjPtaqB1NnhAhWKjqQKHf7vBXoQ6AEISzAH#v=onepage&amp;amp;q=Storno&amp;amp;f=false Fred Wagner (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Versicherungslexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 877]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Festigkeit des Neugeschäfts oder des Versicherungsbestands wird mit der Stornoquote gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=vHh5DAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA312&amp;amp;dq=Stornoquote+versicherungen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj_hPPV-u_hAhVKJFAKHVoTCIwQ6AEINTAC#v=onepage&amp;amp;q=Stornoquote%20versicherungen&amp;amp;f=false Annette L. Dernick/Uwe Gail/Dieter Hesberg/Christian-Horst Musiol/Wolfgang Schwarzer/Eva-Bettina Ullrich, &amp;#039;&amp;#039;Steuerung und Führung im Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 312]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist das Verhältnis der vorzeitigen Vertragsauflösungen (vorzeitiger Abgang durch [[Kündigung]], [[Beitragsfreistellung]] oder [[Rückkauf (Lebensversicherung)|Rückkauf]]) in Prozent des eingelösten Neugeschäfts im [[Geschäftsjahr]] oder des mittleren Versicherungsbestandes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=445dDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA115&amp;amp;dq=Stornoquote+versicherungen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj_hPPV-u_hAhVKJFAKHVoTCIwQ6AEIQTAE#v=onepage&amp;amp;q=Stornoquote%20versicherungen&amp;amp;f=false Maximilian Koch/Stephan Umann/Martin Weigert (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Lebensversicherung&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 115]&amp;lt;/ref&amp;gt; Höhere Stornoquoten gibt es häufig bei Versicherungen mit [[Strukturvertrieb]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Statistik&lt;br /&gt;
Der [[Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft]] (GDV) setzt bei seiner Berechnung der Stornoquote den vorzeitigen Abgang an Beitragszahlungen und den mittleren laufenden [[Versicherungsbeitrag|Jahresbeitrag]] ins Verhältnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), &amp;#039;&amp;#039;Stornoquoten 2010-2017&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Stornoquote Lebensversicherungswirtschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 || 4,9 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003 || 5,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004 || 5,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 || 4,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 || 3,9 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 3,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011 || 3,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 3,1 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017 || 3,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sornoquote ist nicht für alle [[Versicherer]] gleich hoch. Sie schwankt vielmehr zwischen den einzelnen Unternehmen stark (2004 zwischen 2,3 % und 24,5 %). Dies hängt unter anderem von der Art des Neugeschäfts, von dem Verhältnis des Neugeschäfts der letzten Jahre zum Bestand (jüngeres Geschäft hat eine höhere Stornoneigung) und von der Qualität des Vertriebs ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Stornorückstellungen&lt;br /&gt;
Für die Absicherung vorzeitiger Kündigungen bei Verträgen mit noch negativer [[Deckungsrückstellung]] in der [[Krankenversicherung]], die mit positiven saldiert werden, wird in Höhe der erwarteten Stornierungen eine Stornorückstellung gebildet. Soweit in der Schaden- und Unfallversicherung Beitragsforderungen gebildet werden, die wegen Fortfalls oder Verminderung des Versicherungsrisikos noch entfallen können, wird für diesen Fall ebenso eine Stornorückstellung gebildet. In der [[Lebensversicherung]] wird keine Stornorückstellung gebildet, da hier die Korrektur der Forderungen auf fällige oder noch nicht fällige Beiträge, soweit letztere aufgrund der Verträge überhaupt angesetzt werden dürfen, direkt durch eine [[Pauschalwertberichtigung]] des betreffenden Aktivpostens erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stornoquote ist eine wichtige Kennziffer für die wirtschaftliche Lage eines Versicherers im [[Jahresabschluss]]. Das Stornorisiko besteht aus der Gefahr, dass der [[Versicherungsnehmer]] einen Versicherungsvertrag vor Ablauf der Versicherungsdauer kündigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Wagner (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Versicherungslexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 878&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Gefahr darf durch Stornorückstellungen begegnet werden. Sie sind gemäß {{§|31|rechversv|juris}} Abs. 1 Nr. 1 [[RechVersV]] sonstige [[versicherungstechnische Rückstellung]]en in der [[Bilanz]] und decken das Stornorisiko einer Kündigung oder eines Rückkaufs durch den Versicherungsnehmer ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erwartete Stornoquote wird bei verschiedenen [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertungsmethoden]] für Versicherungsverträge, z.&amp;amp;nbsp;B. der Stornorückstellung, dem [[Fair Value|beizulegenden Zeitwert]] und dem [[Embedded Value]], berücksichtigt, um die Entwicklung des Bestandes auch infolge von Storno abzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bausparwesen ==&lt;br /&gt;
Im Bausparwesen ist die Stornoquote das Verhältnis der Bausparsummen der Bausparverträge, die im Geschäftsjahr vor der vollen Bezahlung der Abschlussgebühr aufgelöst wurden zum abgeschlossenen Neugeschäft des Geschäftsjahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pauschalreisen ==&lt;br /&gt;
Im [[Reiserecht#Deutsches Recht|deutschen Reiserecht]] heißt die Stornierung „Rücktritt vor Reisebeginn“ und ist in {{§|651h|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] geregelt. Danach kann der Reisende jederzeit vom [[Reisevertrag]] zurücktreten, wodurch der [[Reiseveranstalter]] seinen Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis zwar verliert, anstatt dessen jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen darf. Diese Vorschrift erlaubt die Festlegung angemessener Entschädigungspauschalen in vorformulierten [[Allgemeine Reisebedingungen|Allgemeinen Reisebedingungen]] etwa hinsichtlich des Zeitraums zwischen der Rücktrittserklärung und dem Reisebeginn. Diese Entschädigung gleicht zwar entstandene Kosten aus, aber nicht die Gewinnausfälle. Das Stornorisiko besteht darin, dass der Reiseveranstalter die durch Stornierung freiwerdenden Reisen nicht mehr verkaufen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Als Ursachen für Stornierungen kommen insbesondere in Frage:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=EvjJCK_JZEQC&amp;amp;pg=PA308&amp;amp;dq=Stornoquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiIwvyZ9e_hAhVF3qQKHRmFDWEQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Stornoquote&amp;amp;f=false Claudia Ossola-Haring, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 308]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schlechte [[Beratung|Kundenberatung]]: Der [[Bedarf]] des Kunden wird im Rahmen der [[Bedarfsanalyse]] nicht genau erforscht;&lt;br /&gt;
* unseriöse [[Verkaufsgespräch]]e: „Aufschwatzen“ von Verträgen durch Hochdruckverkauf ({{enS|high-pressure selling}}) oder [[Drückerkolonne]]n im [[Vertrieb]];&lt;br /&gt;
* eingetretene [[Bedarfsverschiebung]] beim Kunden;&lt;br /&gt;
* ungewöhnlich lange [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeiten]] bis zur Lieferung;&lt;br /&gt;
* Mängel in der [[Produktqualität]];&lt;br /&gt;
* verschlechterte [[Reputation|Firmenreputation]].&lt;br /&gt;
Diese Ursachen können kombiniert oder isoliert auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verringerung des Stornorisikos ==&lt;br /&gt;
Alle von Stornierungen betroffenen Unternehmen müssen ein Stornomanagement ({{enS|[[churn management]]}}) zur Reduzierung der Stornoquote installieren, das auf die nachhaltige Senkung des Stornorisikos abzielt. Es hat die [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]], auf der Grundlage einer [[Fehler-Ursachen-Analyse]] die [[Schwachstelle (Organisation)|Schwachstellen]] aufzudecken, die für eine hohe Stornoquote verantwortlich sind. Dazu ist in der [[Produktion]] ein [[Qualitätsmanagement]] erforderlich, im [[Vertrieb]] und der [[Kundenbetreuung]] ein [[Beschwerdemanagement]] und die Verbesserung der [[Vertriebsstrategie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Stornoquote|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Windharp</name></author>
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