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	<title>Stoker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:34:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stoker&amp;diff=468965&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rolf-Dresden: /* Tschechoslowakei */ korr.</title>
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		<updated>2026-01-17T22:12:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tschechoslowakei: &lt;/span&gt; korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Feuerungseinrichtung für Dampflokomotiven. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Stoker (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Standard HT Stoker illustrating.jpg|mini|hochkant=1.5|Darstellung eines Standard-HT-Stokers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stoker 1 de.png|mini|hochkant=1.5|HT-Stoker in der [[Cité du Train]], [[Mulhouse]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stoker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Englische Sprache|englisch]] für „[[Heizer]]“, ist der international gebräuchliche Fachbegriff für eine mechanische Vorrichtung zur Beschickung der [[Rostfeuerung]] eines [[Dampfkessel]]s mit [[Festbrennstoff|festen Brennstoffen]], meist [[Kohle]]. &amp;#039;&amp;#039;Stoker&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fireman&amp;#039;&amp;#039; sind ursprünglich in der [[Nautik|Schifffahrt]] gebräuchliche Berufsbezeichnungen für Heizer. Mechanische Rostbeschickung gab es bei stationären Dampfmaschinen, bei fahrbaren oder selbstfahrenden [[Lokomobile]]n, bei [[Dampflokomotive]]n und auf [[Dampfschiff]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Lueger-1904 |Lemma=Feuerungsanlagen |BK-Nummer=1 |Band=4 |Seite=1 |SeiteBis=19 |zenoID=20006017797}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Eisenbahntechnik werden bei der Verwendung homogener Brennstoffe, wie zum Beispiel [[Holzpellet]]s in der Industrie und in [[Heizkraftwerk]]en mechanische Beschickungen mittels Stoker oder flexibler Schnecke eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die laufende Anhebung von Gewicht und Geschwindigkeit von Zügen in Verbindung mit stetig größer werdenden Rostabmessungen bei schweren Lokomotiven brachte die manuelle Befeuerung an die Leistungsgrenze. So hatten die [[UP-Klasse 4000|„Big Boy“]] in den [[Vereinigte Staaten|USA]] eine Rostfläche von fast 14&amp;amp;nbsp;m² und einen Kohleverbrauch von bis zu 9&amp;amp;nbsp;t pro Stunde, eine Menge, die manuell von einem [[Heizer]] ohne die Unterstützung durch eine mechanische Beschickungseinrichtung nicht zu bewältigen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Wende zum 20. Jahrhundert nahm mit verschiedenen Versuchen zur automatischen Rostbeschickung die Entwicklung des mechanischen Stokers in den USA ihren Anfang. Es gibt zwei Arten, die Kohle in den Feuerraum zu bekommen. Eine Möglichkeit ist die Unterschubfeuerung (&amp;#039;&amp;#039;underfeed&amp;#039;&amp;#039;-Beschicker). Mit ihr wird die Kohle auf Höhe des Rostes einfach dazugeschoben. Die andere Möglichkeit ist die Aufgabefeuerung (&amp;#039;&amp;#039;overfeed&amp;#039;&amp;#039;-Beschicker) auf eine in Höhe des Feuerlochs angebrachte Platte. Auf diese wird die Kohle von der Förderschnecke geschoben und mit Hilfe von Dampfstrahlen von oben auf das Feuerbett aufgeworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Lueger-1904 |Lemma=Feuerungsanlagen |BK-Nummer=3 |Band=1 |Seite=196 |SeiteBis=226 |zenoID=20006172881}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durchgesetzt hat sich in der Lokomotivkonstruktion der &amp;#039;&amp;#039;overfeed&amp;#039;&amp;#039;-Beschicker mit Förderschnecke und die Verteilung mit Dampfstrahl auf das Feuerbett. Wichtigster Lieferant war die Standard Stoker Company aus New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ty246 stoker standard 2.jpg|mini|Stoker einer polnischen [[PKP-Baureihe Ty246|Ty&amp;amp;nbsp;246]] an der Stelle einer herkömmlichen [[Feuertür]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ty246 stoker standard 1.jpg|mini|[[Förderschnecke]] im [[Schlepptender]] einer Ty&amp;amp;nbsp;246]]&lt;br /&gt;
Der Stoker besteht aus einer [[Förderschnecke]], die die Kohle vom [[Schlepptender|Tender]] mit Hilfe von Rohrleitungen zur [[Feuerbüchse]] befördert. Die Förderschnecke wird mit Hilfe einer kleinen [[Dampfmaschine]] angetrieben, die aus Platzgründen meist im Tender untergebracht war. Häufigste Bauart war eine dreiteilige mit Kardangelenken verbundene Förderschnecke. Anlauf und Geschwindigkeit der Förderschnecke sowie die Ansteuerung der Dampfstrahlen erfolgt durch einzeln ansteuerbare Ventile. Um die Förderschnecke von eingeklemmten Kohlestücken oder Fremdkörpern freizubekommen, ist die Dampfmaschine umsteuerbar ausgelegt. Da die Kohle durch den Stoker in kleinere Stücke gebrochen wird als dies bei Handfeuerung der Fall ist, benötigt man eine spezielle Rostbauart, die trotz kleinerer Rostspalten genügend Verbrennungsluft durchtreten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einerseits gleichmäßige und stetige, andererseits flexibel an den Bedarf anpassbare mechanisierte Befeuerung erlaubte zudem in Verbindung mit der anderen Rostbauart die Verwendung billigerer Kohle mit einem höheren Gehalt flüchtiger Bestandteile als bei Handfeuerung. Trotz des im knapp zweistelligen Prozentbereich höheren Verbrauchs gestalteten sich Betrieb und Wartung wirtschaftlicher als bei Schaufelfeuerung. Bei Verwendung eines Hulson-Schüttelrosts konnte mit einer geringen, indes gleichmäßig hohen Feuerschicht gefahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Michael Mehltretter |Titel=Mit Volldampf voraus. Leistung und Technik von Dampflokomotiven |Auflage=1. |Verlag=Transpress |Ort=Stuttgart |Datum=2013 |ISBN=978-3-613-71469-4 |Seiten=31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit einem Hulson-Schüttelrost und einer doppelten [[Kylchap]]-Saugzuganlage ergaben sich mehrere Vorteile:&amp;lt;ref name=&amp;quot;MM72f&amp;quot;&amp;gt;J. Michael Mehltretter: &amp;#039;&amp;#039;Mit Volldampf voraus. Leistung und Technik von Dampflokomotiven&amp;#039;&amp;#039;, S. 72 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Quantitativ nach Leistungsbedarf steuerbare Rostbeschickung&lt;br /&gt;
* Gleichmäßige Beschickung der gesamten Rostfläche&lt;br /&gt;
* Hohe Leistungsabstrahlung und hohe Kesselleistung durch hohe Temperaturen der Oberflächenglut&lt;br /&gt;
* Ungestörter und kontinuierlicher Verbrennungsprozess der Kohle auf dem Rost – kein Öffnen der [[Feuertür]] bedeutet kein Eindringen von Kalt- oder Fremdluft in die Feuerbüchse&lt;br /&gt;
* Rostbeschickung mit Kohle von stets gleicher Korngröße, als Folge ein homogenes, gleichmäßig beschichtetes Feuerbett&lt;br /&gt;
* Reduzierung des Kohleverbrauchs um 8–10 % im Vergleich zu handgefeuerten Lokomotiven&lt;br /&gt;
* Entlastung des Heizers von schwerer körperlicher Arbeit, der sich dadurch besser der Überwachung und Bedienung des Kessels und der Streckenbeobachtung widmen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HGG-GMAM-Stokerdampfmaschine.jpg|mini|Die Stoker-Dampfmaschine einer [[SAR-Klasse GMA/GMAM|GMAM]] [[Dampflokomotive Bauart Garratt|Garratt]] in der Tender-Nische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Während Stoker bei großen Lokomotiven in den USA zur Standardausstattung gehörten – im Jahre 1938 waren in den USA und in Kanada wenigstens 20.000 Stoker im Einsatz –, waren sie in Mitteleuropa wenig verbreitet. Die [[Deutsche Bundesbahn]] (DB) baute fünf Maschinen der [[DR-Baureihe 45]] mit Neubaukessel und Stoker-Einrichtung um. Weitere fünf Lokomotiven der [[DR-Baureihe 44]] wurden 1950 in ähnlicher Weise umgebaut und beendeten Anfang der 1960er Jahre ihren Dienst im [[Bahnbetriebswerk (Dampflokomotiven)|Bw]] Ehrang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.eisenbahnmuseum-juenkerath.de/stokerlokomotiven |text=Die Stokerlokomotiven im Bw Ehrang. |wayback=20230219143602}} Eisenbahnfreunde Jünkerath e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] (DR) gab es 1954 einen weiteren, wenig erfolgreichen Versuch mit einem Stoker bei einem Prototyp der [[DR-Baureihe 25]]. Der etwas höhere Kohleverbrauch dieser Einrichtung verhinderte neben der Einführung der [[Ölfeuerung (Dampflokomotive)|Ölfeuerung]] eine weitere Verbreitung. Ein weiterer Nachteil war der reduzierte Wasserinhalt des [[Schlepptender]]s bei nachträglichem Einbau der Vorrichtungen für die Stokerfeuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
In [[Frankreich]] begann die Entwicklung eines eigenen Stokers als amerikanische Lizenz in den 1930er Jahren bei der [[Paris]]er Firma Stein &amp;amp; Roubaix.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MM72f&amp;quot; /&amp;gt; Zu den Versuchslokomotiven gehörte unter anderen die 2’D1’&amp;amp;nbsp;h3-Lokomotivreihe 241 der [[Chemins de fer de l’État (Frankreich)|Compagnie des chemins de fer de l’État]] (ETAT) und die aus einer dieser Maschinen durch Umbau geschaffene [[SNCF 242 A&amp;amp;nbsp;1]]. Die [[Compagnie des chemins de fer du Nord|Französische Nordbahn]] (NORD) erprobte anfänglich einen Stoker der Bauart BK (zwei Förderschnecken) in einer Maschine der Reihe [[Nord 3.1201 bis 3.1290]], spätere SNCF 2-231&amp;amp;nbsp;C („Superpacific“) und in der Baureihe [[Nord 5.1201 bis 5.1230]], spätere SNCF 2-150&amp;amp;nbsp;B. Anschließend sollte bei der 1937 gegründeten [[SNCF]] in alle neuen Baureihen,&lt;br /&gt;
wie beispielsweise den [[SNCF 150 P|150&amp;amp;nbsp;P]], [[SNCF 141 P|141&amp;amp;nbsp;P]], [[SNCF 241 P|241&amp;amp;nbsp;P]] oder den kohlegefeuerten Maschinen aus der Reihe [[SNCF 141 R|141&amp;amp;nbsp;R]] ein Stoker eingebaut werden. Insgesamt waren mehr als 1200 Lokomotiven mit dieser mechanischen Befeuerungseinrichtung des Typs Stoker HT von Stein &amp;amp; Roubaix im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschechoslowakei ===&lt;br /&gt;
In der Tschechoslowakei wurden die von [[Škoda (Maschinenbau)|Škoda]] und [[ČKD]] gelieferten [[ČSD]]-Baureihen [[ČSD-Baureihe 556.0|556.0]], [[ČSD-Baureihe 475.1|475.1]], [[ČSD-Baureihe 477.0|477.0]] und [[ČSD-Baureihe 498.1|498.1]] serienmäßig mit Stoker der französischen Bauart Stein &amp;amp; Roubaix ausgerüstet, was zu einer erheblichen Leistungssteigerung führte. Die Güterzuglokomotiven der Baureihe 556.0 erhielten vom Betriebsdienst den Spitznamen „Štokr“ aufgrund der verbauten Feuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übrige Länder ===&lt;br /&gt;
* [[Sowjetunion]]: Auch in [[Sowjetunion|sowjetischen]] Lokomotiven waren Stoker verbreitet, beispielsweise in den Baureihen [[SŽD-Baureihe Е|Е]] und [[SŽD-Baureihe П36|P36]].&lt;br /&gt;
* [[Volksrepublik China|China]]: Bei der [[China Railway|Chinesischen Staatsbahn]] waren beispielsweise die knapp 2000 gebauten Maschinen der Baureihe JS&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.railography.co.uk/info/cn_steam/profiles/js.htm Chinese Steam Locomotive Profiles: JS Class 2-8-2s.] Railography: a world of railway photography.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die mit fast 5000 Exemplaren meistgebaute Baureihe [[CR-Baureihe QJ|QJ]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.railography.co.uk/info/cn_steam/profiles/qj.htm Chinese Steam Locomotive Profiles: QJ Class 2-10-2s.] Railography: a world of railway photography.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Stoker ausgerüstet.&lt;br /&gt;
* [[Südafrika]]: Eine große Verbreitung fand der Stoker im südlichen Afrika. Besonders bei moderneren [[Südafrika|südafrikanischen]] Dampflokomotiven, z.&amp;amp;nbsp;B. bei den Baureihen [[SAR-Klasse GMA/GMAM|GMAM]] und [[SAR-Klasse 25|25]] mit Rostflächen von ca. 6 bis 6,5&amp;amp;nbsp;m², hat sich der Stoker sehr gut bewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Bernard Robinet&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Stoker in Frankreich&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk= [[Lok Magazin]]&lt;br /&gt;
   |Nummer=80&lt;br /&gt;
   |Verlag= [[Franckh-Kosmos|Franckh’sche Verlagshandlung, W. Keller &amp;amp; Co.]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1976&lt;br /&gt;
   |ISSN=0458-1822&lt;br /&gt;
   |Seiten=370–378}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mechanical stokers}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dampflokomotivtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Feuerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennstofftechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rolf-Dresden</name></author>
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