<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stiftland</id>
	<title>Stiftland - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stiftland"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stiftland&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T05:07:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stiftland&amp;diff=59362&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Purzelbier: /* Geografie */ Kösseine ist der Berg, Kössein der Fluss</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stiftland&amp;diff=59362&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-26T08:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geografie: &lt;/span&gt; Kösseine ist der Berg, Kössein der Fluss&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BASILI7.jpg|mini|[[Waldsassen]]: historisches kulturelles Zentrum des Stiftlands]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonberg-1.jpg|mini|Leonberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Falkenberg-Burg-2.jpg|mini|[[Burg Falkenberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischteich im Stiftland bei Sonnenuntergang (Stiftsbasilika Waldsassen), Landkreis Tirschenreuth, Oberpfalz, Bayern — 2002.jpg|mini|[[Karpfenteich]] im Stiftland]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kappel-Waldsassen.jpg|mini|Dreifaltigkeitskirche Kappl bei Waldsassen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Teufelskueche-2-Granit.jpg|mini|Die Große Teufelsküche bei Pilmersreuth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stiftland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Region im Nordosten der [[Oberpfalz]], die auf die historische Entwicklung Bezug nimmt, in der das [[Kloster Waldsassen]] von seiner Gründung im Jahre 1133 bis zur [[Reformation]] ein weitgehend geschlossenes Territorium erlangte, welches weitgehend dem ehemaligen [[Landkreis Tirschenreuth]] vor der [[Gebietsreform in Bayern|Gebietsreform]] 1972 entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Begriff ==&lt;br /&gt;
Das Stiftland liegt im Nordosten [[Bayern]]s an der Grenze zu [[Tschechien]], im Nordosten der [[Oberpfalz]] im ehemaligen [[Nordgau (Bayern)|Nordgau]] und umfasst das Gebiet des [[Landkreis Tirschenreuth|Landkreises Tirschenreuth]] vor der Gebietsreform ohne den früheren [[Landkreis Kemnath]] und die Gebiete um [[Erbendorf]], [[Krummennaab]] und [[Reuth bei Erbendorf|Reuth]]. Traditionell gehörten auch die im [[Landkreis Neustadt an der Waldnaab]] liegenden Gebiete um [[Neuhaus (Windischeschenbach)|Neuhaus]] und [[Wurz (Püchersreuth)|Wurz]] zum Stiftland, das ist aber gegenwärtig fast in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute noch gebräuchliche Bezeichnung Stiftland stammt aus der Zeit des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, während der das [[Kloster Waldsassen]] Großgrundbesitzer in dem später nördliche Oberpfalz genannten Gebiet und im benachbarten [[Egerland]] war. Die Bauern waren bis zu Aufhebung des Klosters nur Pächter ihrer Höfe, hatten diverse [[Frondienste]] zu leisten und waren [[Zehnt|zehentpflichtig]]. Das Kloster delegierte die Bewirtschaftung zumeist auf [[Pfleger (Mittelalter)|Pfleger]], adelige Verwalter, die einen Bezirk zeitlich befristet übernahmen. In den Pfarrdörfern hatten diese Rolle auch die örtlichen Pfarrer, die damit Grundherren waren. Im östlichen Grenzbereich stand das Stift im Wettstreit mit dem Magistrat und [[Patrizier|Patriziat]] der benachbarten [[Freie und Reichsstädte|Reichsstadt]] [[Cheb|Eger]], die sich ähnliche Einnahmequellen erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Das Stiftland ist heute ein relativ dünnbesiedeltes Gebiet. Zahlreiche Fischweiher in den Tälern, umgeben von Kiefern- und Fichtenwäldern und dunkle, von der Fichte dominierte Wälder auf den Höhen bestimmen das Landschaftsbild. Dazwischen sind Burgruinen, Dörfer, alte Märkte und wenige Städte eingestreut. Fast die Hälfte der Fläche ist gegenwärtig mit Wald bedeckt. Im Norden steigen die Höhenzüge des [[Steinwald (Fichtelgebirge)|Steinwaldes]], des [[Reichsforst (Fichtelgebirge)|Reichsforstes]] und des [[Kohlwald (Fichtelgebirge)|Kohlwaldes]] und im Osten die des [[Oberpfälzer Wald]]es empor. Der Westen und das Zentrum des Stiftlands wird von der [[Naab-Wondreb-Senke]] eingenommen. Im späten Mittelalter waren die Wälder deutlich zurückgedrängt und beschränkten sich schwerpunktmäßig auf die Höhenzüge von Steinwald und Oberpfälzer Wald. Im Tiefland dominierten Eichen und Kiefern, auf den Höhenzügen eher Fichten und Buchen. Zudem gab es ausgedehnte Moore und ungenutztes Ödland, das sukzessive verbuschte. Das Stiftland wird nach Süden durch die [[Waldnaab]] in Richtung Donau, im Osten durch die [[Wondreb (Fluss)|Wondreb]] und im Norden in einem kleinen Bereich durch die [[Kössein]] in Richtung Elbe entwässert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1133 stiftete [[Diepold III. von Vohburg]] das [[Kloster Waldsassen]], der erste Abt war [[Gerlach (Waldsassen)|Gerlach]]. Es gehörte zur [[Filiation (Zisterzienser)|Filiation]] der [[Primarabtei]] [[Kloster Morimond|Morimond]] und bekam 1147 aufgrund eines [[Privileg]]s König [[Konrad III. (HRR)|Konrads III.]] aus dem Hause der [[Staufer]] die [[Reichsunmittelbarkeit]], wurde gefürstete Zisterzienser-Abtei und entfaltete eine rege kolonisatorische und wirtschaftliche Tätigkeit. Das [[Kloster]] betätigte sich bald mit dem Landausbau und der Kultivierung auch entfernterer Gebiete, darunter das [[Schönbacher Ländchen]] und [[Sechsämterland]]. Entferntere Besitzungen gingen im Laufe der Zeit, z.&amp;amp;nbsp;B. unter dem Abt [[Franz Kübel]] wieder verloren, im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war es den Äbten [[Johannes VI. Wendel]] und [[Nikolaus IV. Peisser]] zu verdanken, dass der Besitz mit dem Stiftland zu einem weitgehend geschlossenen Territorium geformt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Langhammer, S. 10ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Wahrung der Autonomie der [[Fürstabt]]ei trugen der befestigte Ort [[Tirschenreuth]] samt [[Schloss Tirschenreuth|Stadtburg]] und die Burgen [[Burg Falkenberg|Falkenberg]], [[Burgstall Altneuhaus|Altneuhaus]], [[Burg Neuhaus (Windischeschenbach)|Neuhaus]], [[Burgstall Schwarzenschwall|Schwarzenschwall]], [[Schloss Waldershof|Waldershof]], [[Schloss Hardeck|Hardeck]], [[Burg Liebenstein (Bayern)|Liebenstein]] und [[Burgstall Schönficht|Schönficht]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Langhammer, S. 189–196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stiftland als Besitz des Klosters Waldsassen, auch in den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;gemengten&amp;#039;&amp;#039; Orten der [[Frais]], genoss bis zum 16. Jahrhundert [[Reichsunmittelbarkeit]]. Die Frais war jährlich wechselnd dem Stift Waldsassen und dem Magistrat der Stadt Eger abgabe- und robotpflichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 16. Jahrhundert brachten es die politisch-religiösen Entwicklungen mit sich, dass das Stiftland dem Kurfürsten von der [[Kurpfalz|Pfalz]] als Lehenherr untertänig wurde, da die dort regierende Linie der [[Wittelsbach]]er seit dem [[Hausvertrag von Pavia]] auch im Besitz der [[Oberpfalz (HRR)|Oberen Pfalz]] war. Der letzte [[Abt]] der vorreformatorischen Zeit war [[Georg III. Agmann]]. Ab 1528 verlor das Kloster Waldsassen seine Stimme im [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] an die Kurpfalz und damit die Reichsunmittelbarkeit. Im Jahre 1548 musste die kurfürstliche Landeshoheit von der Klosterverwaltung anerkannt werden. Das Stiftland und sein ausgedehnter Grundbesitz wurden in der Folgezeit zunächst von weltlichen Administratoren und ab 1571 von einem Stiftshauptmann/Oberhauptmann, welcher der kurfürstlichen Regierung in [[Amberg]] unterstand, verwaltet. Während dieser Periode wurde der Grundbesitz zum Teil an Privatpersonen veräußert. Die Bevölkerung des Stiftlands war durch die [[Reformation]] und nach dem Reichs- und Religionsfrieden in Augsburg in drei Generationen evangelisch-lutherisch, später calvinisch-reformiert. Mit Beginn des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] setzte nach der bayerischen Besetzung 1621 und der Abtretung an das [[Kurfürstentum Bayern|Herzogtum Bayern]] 1628 die [[Rekatholisierung]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1661 erfolgte eine Wiederbesiedlung der [[Zisterzienser|Zisterze]] Waldsassen durch das [[Kloster Fürstenfeld|Zisterzienserkloster Fürstenfeld]]. 1690 wurde das Kloster wieder zur Abtei erhoben, erhielt den vorhandenen Besitz und dessen beachtliche Einkünfte zurück, nicht jedoch seine Reichsunmittelbarkeit, da der Landesherr der bayerische Kurfürst war. Es begann eine zweite Blütezeit des Klosters und des Ortes Waldsassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Waldsassen wurde 1803 im Zuge der [[Säkularisation in Bayern]] erneut aufgelöst. Der Grundbesitz des Stiftlands umfasste damals 715 km² mit 20.000 Untertanen, die Stadt [[Tirschenreuth]], das [[Schloss Hardeck]], sechs Marktorte (darunter Waldsassen und [[Konnersreuth]]) und mehr als 150 weitere Ortschaften. Die Klostergebäude gingen in bayerischen Landesbesitz über, die Klosterkirche wurde Pfarrkirche von Waldsassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mundart ==&lt;br /&gt;
Im Stiftland wird die Mundart [[Nordbairisch]] gesprochen. Im Vergleich zu anderen bayrischen Dialekten hat sie sich noch relativ unverfälscht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
* [[Stiftlandmuseum]] in [[Waldsassen]]&lt;br /&gt;
* [[Oberpfälzer Fischereimuseum]] in [[Tirschenreuth]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Knopfmuseum]] in [[Bärnau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Stiftsbasilika Waldsassen]]&lt;br /&gt;
* [[Dreifaltigkeitskirche Kappl]]&lt;br /&gt;
* [[Stiftsbibliothek Waldsassen]]&lt;br /&gt;
* [[Sibyllenbad]]&lt;br /&gt;
* [[Egerländer Fachwerkhaus|Egerländer Fachwerkhäuser]] in [[Bad Neualbenreuth]] und [[Mähring]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Falkenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Hardeck]], einer der ehemaligen Sommersitze der Äbte des [[Kloster Waldsassen|Klosters Waldsassen]]&lt;br /&gt;
* Waldfriedhof der [[Notthafft (Adelsgeschlecht)|Herren von Notthafft]] in [[Friedenfels]]&lt;br /&gt;
* Barocke Wallfahrtskirche Maria Hilf in [[Fuchsmühl]]&lt;br /&gt;
* Geburtshaus und Grab der [[Therese Neumann]], genannt „Konnersreuther Resl“ in [[Konnersreuth]]&lt;br /&gt;
* [[Allerheiligenkirche (Leonberg)|Barocke Allerheiligenkirche]] in [[Wernersreuth (Bad Neualbenreuth)|Wernersreuth]]&lt;br /&gt;
* [[Kapelle Alter Herrgott]]&lt;br /&gt;
* [[Fischhof (Tirschenreuth)]] mit [[Fischhofbrücke]]&lt;br /&gt;
* [[Marktplatz (Tirschenreuth)|Marktplatz von Tirschenreuth]] mit [[Rathaus (Tirschenreuth)|Rathaus]]&lt;br /&gt;
* [[St. Jakobus (Marchaney)|Barocke Jakobuskirche]] in [[Marchaney]]&lt;br /&gt;
* Festsaal des Schlosses Fockenfeld im [[Kloster Fockenfeld]] bei [[Konnersreuth]]&lt;br /&gt;
* [[Totentanz von Wondreb]]&lt;br /&gt;
* barocke Pfarrkirche [[Mariä Himmelfahrt (Beidl)]] mit Leonhardikapelle&lt;br /&gt;
* [[Burg Neuhaus (Windischeschenbach)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Gradl]]: &amp;#039;&amp;#039;Waldsassener Gebiet in Böhmen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitheilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in [[Böhmen]]&amp;#039;&amp;#039;. Heft 20, 1882. S. 260–265.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Langhammer]]: &amp;#039;&amp;#039;Waldsassen – Kloster und Stadt&amp;#039;&amp;#039;. Waldsassen 1936.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schwarz (Germanist)|Ernst Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Siedlung in Nordostbayern (Erlanger Beiträge zur Sprache und Kunstwissenschaft 4)&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1960.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Setzwein]], Günter Moser: &amp;#039;&amp;#039;Land der tausend Teiche. Das Stiftland&amp;#039;&amp;#039; (Bild-Text-Band). Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 1999. ISBN 3-924350-74-4.&lt;br /&gt;
* {{Sturm Tirschenreuth 1970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4277271-0|VIAF=235150648}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Tirschenreuth)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Neustadt an der Waldnaab)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Purzelbier</name></author>
	</entry>
</feed>