<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stift_St._Alban_vor_Mainz</id>
	<title>Stift St. Alban vor Mainz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stift_St._Alban_vor_Mainz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_St._Alban_vor_Mainz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T17:57:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_St._Alban_vor_Mainz&amp;diff=679356&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Literaturverzeichnis ergänzt und sortiert; bibliographische Angaben vervollständigt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_St._Alban_vor_Mainz&amp;diff=679356&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-16T07:15:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturverzeichnis ergänzt und sortiert; bibliographische Angaben vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mainz1631.jpg|mini|rechts|350px|Mainz von Südosten aus gesehen (1631). Links St.&amp;amp;nbsp;Alban mit Chor und Turm, dazwischen der normalerweise ca. 500&amp;amp;nbsp;m weiter entfernt stehende Drususstein. Federzeichnung von [[Wenzel Hollar]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift St. Alban vor Mainz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine vom [[Frühmittelalter]] bis zum 16. Jahrhundert bestehende, erst 1802 förmlich aufgehobene [[Benediktinerkloster|Benediktinerabtei]] auf dem Albansberg südlich der heutigen [[Mainz-Altstadt|Altstadt]] von [[Mainz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit der ersten Hälfte des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bestand an dieser Stelle eine einschiffige Saalkirche des [[Alban von Mainz|heiligen Alban]]. Ausweislich des Grabsteins eines Abtes Pertram muss dort spätestens seit dem 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine Mönchsgemeinschaft existiert haben, die nach der Regel des [[Columban von Luxeuil]] lebte, Beziehungen zu [[Fürstabtei St. Gallen|St. Gallen]] unterhielt und nachweisbar mit beachtlichen Gütern ausgestattet war. Der [[Erzbistum Mainz|Mainzer Erzbischof]] [[Richulf]] (787–813) ließ einen bedeutenden, dreischiffigen Neubau errichten, der am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 805 geweiht wurde. Möglicherweise schon damals, spätestens aber 813 muss im Rahmen der Klosterreform [[Benedikt von Aniane|Benedikts von Aniane]] der Übergang zur [[Regula Benedicti|Benediktinerregel]] eingeleitet worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Ortes spiegelte sich bereits in der mit 13&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;28&amp;amp;nbsp;Metern außergewöhnlichen Größe des spätantiken Saalbaus wider. Die von Richulf geweihte [[Karolinger|karolingischen]] Klosterkirche erreichte mit einem Mittelschiff von ca. 12,40&amp;amp;nbsp;Metern und Seitenschiffen von ca. 6,20&amp;amp;nbsp;Metern die Dimensionen des allerdings um einiges längeren [[Hildebold-Dom|karolingischen Kölner Doms]] und war bis zum Bau des [[Mainzer Dom|Domes St.&amp;amp;nbsp;Martin]] durch Erzbischof [[Willigis]] die größte Kirche in Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster war für seine prachtvolle Kirche bekannt, aber auch für seine Schule. Sie stand in Beziehungen zur karolingische Hofschule, an der sowohl Erzbischof Richulf als auch der um 780 in Mainz geborene spätere Erzbischof [[Hrabanus Maurus]] ausgebildet worden waren. Zumindest ein Teil der bedeutenden und charakteristischen [[frühmittelalter]]lichen Handschriftenproduktion Mainzer Provenienz dürfte aus St.&amp;amp;nbsp;Alban stammen, auch wenn das wichtigere Skriptorium am Dom bestanden zu haben doch scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte roemisch-fraenkisches mainz.png|275px|miniatur|rechts|Mainz und seine Kirchen in spätrömischer und fränkischer Zeit – St.&amp;amp;nbsp;Alban im Südosten]]&lt;br /&gt;
Aus [[Römisches Reich#Der Beginn der Spätantike|spätrömischer]] Zeit stammt die älteste Kirche, ein einschiffiger Bau, mit einer Grundfläche von genau 50:100 [[Alte Maße und Gewichte (römische Antike)#Längenmaße|römischen Fuß]], an dessen Außenseite zahlreiche Gräber von [[Klerus|Klerikern]] und Laien lagen. Im Jahr 805 wurde die karolingische [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] eingeweiht, eine dreischiffige Kirche mit Apsis (das Querhaus und die beiden &amp;lt;nowiki&amp;gt;Seiten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Apsis|apsiden]] jüngeren Datums, wohl 1114). Im Westen befand sich eine Vorhalle in der Breite des Mittelschiffs, darüber die Michaelskapelle, aber noch ohne Turm. Die aus späteren Abbildungen bekannten zwei Westtürme wurden erst in [[Romanik|romanischer]] Zeit hinzugefügt. Der [[Gotik|gotische]] [[Chor (Architektur)|Chor]], errichtet um 1300 und 1500, war von außergewöhnlicher Größe. Der Grundriss der Anlage des [[Schloss Johannisberg (Rheingau)|Klosters Johannisberg im Rheingau]] trägt Züge seines Mutterklosters St.&amp;amp;nbsp;Alban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im 8. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Die Existenz einer klösterlichen Gemeinschaft seit dem 7. Jahrhundert ist durch Grabsteinfunde belegt. Noch vor der Vollendung des St.-Alban-Klosters fand im Jahr 794 [[Fastrada]], die vierte Gemahlin [[Karl der Große|Karls des Großen]], der den Bau mitfinanzierte, und später eine Vielzahl Mainzer Erzbischöfe ihre letzte Ruhestätte. Vor der Fertigstellung des Klosters, bzw. vor [[Bonifatius]], diente St.&amp;amp;nbsp;Hilarius den Mainzer Bischöfen als Grabeskirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch bereits in römischer Zeit und der [[Spätantike]] existierte hier ein Friedhof mit Kirche, was Ausgrabungen in den Jahren 1907 bis 1911 zu Tage förderten. Unter den freigelegten Gräbern kann auch das Grab Albans vermutet werden. Bei einem Erdbeben im Jahr 858 wurden Teile der Kirche zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imperialer Einfluss ==&lt;br /&gt;
Das Ansehen von St.&amp;amp;nbsp;Alban im karolingischen Reich wurde unter anderem in den zahlreichen Kirchen- und Reichsversammlungen sichtbar, die dort 813, 847, 1084 und 1182 stattfanden. Im 10. Jahrhundert wurde St.&amp;amp;nbsp;Alban zum bedeutendsten Zentrum [[Ottonisch-salisches Reichskirchensystem|ottonischer Liturgie]]. Von 1022 bis 1031 leitete [[Ekkehard IV. (St. Gallen)|Ekkehard IV. von St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] unter Erzbischof [[Aribo (Mainz)|Aribo]] die Klosterschule. Das Evangeliar aus St.&amp;amp;nbsp;Alban ist eines der [[Hauptwerke der ottonischen Buchmalerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Pontifikale&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Krönungsordo|ordo coronationis]]&amp;#039;&amp;#039;) schrieb unter anderem Regelungen über die Königserhebung, -salbung und -krönung fest. Das vermutlich unter [[Wilhelm von Mainz]] entstandene &amp;#039;&amp;#039;Pontificale Romano-Germanicum&amp;#039;&amp;#039; erlangte innerhalb der gesamten römisch-katholischen Kirche Gültigkeit. In St.&amp;amp;nbsp;Alban fand bis 1419, dem Jahr, in dem das Kloster zum Ritterstift umgewandelt wurde, ein wichtiger zeremonieller Akt statt. Im Rahmen der Amtseinführung des neu erwählten Erzbischofs streifte dieser das ihm vom Papst übersandte [[Pallium]] zum ersten Mal über, nachdem es eine Nacht auf dem Grab des heiligen Alban geruht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mainzer Domkapitel]] pflegte enge Beziehungen zu St.&amp;amp;nbsp;Alban. Die [[Liste der Bischöfe von Mainz|Mainzer Erzbischöfe]] des 9. und 10. Jahrhunderts wählten das Kloster als Grablege aus. Unter Erzbischof [[Hildebert von Mainz|Hildebert]] wurden 935 aus der verfallenen [[St. Hilarius (Mainz)|St.-Hilarius-Kapelle]] die Gebeine von zehn Bischöfen aus der Zeit vor Bonifatius nach St.&amp;amp;nbsp;Alban überführt. Der Abt von Alban nahm bei festlichen Gottesdiensten den ersten Sitz nach dem Erzbischof ein. Bei den Stationsgottesdiensten am [[Palmsonntag]] wurde die Palmweihe obligatorisch in St.&amp;amp;nbsp;Alban vorgenommen. So gelangte der Esel nicht nur auf die Rückseite der später geprägten Albansgulden, sondern auch in das Ortswappen von [[Bodenheim]], wo St.&amp;amp;nbsp;Alban über erheblichen Landbesitz verfügte und noch heute die Lage Reichsritterstift bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wuchs das Interesse an ausführlichen Lebensbeschreibungen des Klosterpatrons St.&amp;amp;nbsp;Alban. Der [[Scholaster|Domscholaster]] [[Gozwin von Mainz|Gozwin]] schrieb um 1060 im Auftrag von Abt Bardo, wohl ein Neffe des Erzbischofs, eine [[Vita]] des heiligen St.&amp;amp;nbsp;Alban, die &amp;#039;&amp;#039;Passio sancti Albani Martyris Moguntini&amp;#039;&amp;#039;, um das Ansehen des Klosters zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;zu Gozwin siehe {{NDB|6|693||Gozwin|[[Fritz Weigle (Historiker)|Fritz Weigle]]|100943322}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein anderer Mönch, Sigehard von St.&amp;amp;nbsp;Alban, verfasste auf Basis des Gozwin-Textes eine weitere Albans-Vita, bei der er den geköpften Heiligen als Motiv besonders herausstellte. In der bildlichen Darstellung hatte sich dies bis dahin noch nicht ausgewirkt. Ein Siegel des Klosters aus dem Jahr 1083 zeigt Alban noch mit Kopf, die linke Hand auf der Brust und in der Rechten die [[Märtyrerpalme]]. Durch das Werk Sigehards motiviert wechselte das Kloster gegen Ende des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts sein Siegel, auf dem nun der Heilige seinen Kopf in den Händen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befestigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz 2 De Merian Hassiae.jpg|mini|rechts|400px|Mainz mit St.&amp;amp;nbsp;Alban im Osten (ganz links) auf einem Stich von [[Matthäus Merian der Jüngere|Matthäus Merian dem Jüngeren]] (1655)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:De Merian Mainz Trier Köln 006.jpg|mini|rechts|400px|Desgleichen aus &amp;#039;&amp;#039;Topographia Archiepiscopatuum Moguntinensis&amp;#039;&amp;#039; (1646)]]&lt;br /&gt;
Der spätere Erzbischof (1328–1336) [[Balduin von Luxemburg]] ließ die außerhalb der Stadtmauern gelegenen Klöster St.&amp;amp;nbsp;Alban und [[Kloster St. Jakob (Mainz)|St.&amp;amp;nbsp;Jakob]] sowie das [[Stift St. Viktor vor Mainz]] verstärken. St.&amp;amp;nbsp;Alban und St.&amp;amp;nbsp;Viktor verfügten bereits über Türme und starke Ringmauern, die noch aus römischer Zeit stammten oder in späterer Zeit hinzugefügt worden waren. Der Mainzer [[Klerus]] stand auf Seiten Balduins, was bedeutete, dass die befestigten Kirchen im Vorfeld der Stadt eine ernste Gefahr für die Stadt bildeten, was die Bürger befürchteten. Das Kloster St.&amp;amp;nbsp;Jakob auf dem Jakobsberg (&amp;#039;&amp;#039;siehe:&amp;#039;&amp;#039; [[Zitadelle Mainz]]) lag unmittelbar vor dem Stadtgraben und einem Tor und bot bestes Schussfeld auf die Stadtmauer. St.&amp;amp;nbsp;Alban auf dem Albansberg und St.&amp;amp;nbsp;Viktor am Nordrand der [[Mainz-Weisenau|Weisenauer]] Gemarkung riegelten zusammen mit [[Burg Weisenau]] Mainz von Süden her regelrecht ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewaltsame Entfestigung ==&lt;br /&gt;
Am 10.&amp;amp;nbsp;August 1329 wurden die von starken Mauern umgebene Kirche und die Abtei im Streit zwischen den Bürgern der Stadt Mainz und dem Administrator von Mainz, [[Balduin von Luxemburg]], zerstört. Damals wurde der nördliche Westturm der Westfassade vollständig gesprengt und niedergelegt. Die Abtei wurde zwar wieder aufgebaut, aber bei weitem nicht mehr so prächtig und ohne Defensivbauten. Abt Herrmann musste 1354 auf jegliche Schadenersatzforderungen gegenüber der Stadt Mainz verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1419 erfolgte die Umwandlung der [[Benediktinerabtei]] in ein [[Kollegiatstift]] (Ritterstift) unter Erzbischof [[Johann II. von Nassau]]. Ausschließlich ritterbürtige Mitglieder wurden im Stift aufgenommen. Mit der Umwandlung und dem Vollzug der diesbezüglichen Bulle, hatte Papst [[Martin V.]] den Wormser Bischof [[Johann II. von Fleckenstein]] beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Samuel Ersch, Johann Gottfried Gruber: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste&amp;#039;&amp;#039;, Brockhaus Verlag, Leipzig, 1842, 2. Sektion, 21. Teil, S. 432; [https://books.google.de/books?id=HspFAQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA432 (Digitalscan)]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Fehde zwischen Erzbischof [[Diether von Isenburg]] und dem Kurfürsten [[Friedrich I. (Pfalz)|Friedrich von der Pfalz]] blieben 1460 die Stiftsgebäude nur deshalb verschont, weil man sich mit Geld freikaufte. Im Jahr 1518 erteilte Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] dem Ritterstift das Recht, Münzen zu prägen, den Albansgulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St.&amp;amp;nbsp;Alban wurde am Abend des 28.&amp;amp;nbsp;August 1552 im [[Zweiter Markgrafenkrieg|Zweiten Markgrafenkrieg]] durch Markgraf [[Albrecht II. Alcibiades|Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach]] ausgeplündert und zerstört. Das Stift wurde danach nicht wieder aufgebaut. Aus den Trümmern der Kirche (&amp;#039;&amp;#039;ipsius templi quae superant ruderibus&amp;#039;&amp;#039;), erhob sich eine Kapelle, die im [[Geschichte der Stadt Mainz#Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wiederholt schwer beschädigt und während der [[Belagerung von Mainz (1793)]] ganz zerstört wurde. 1802 wurde das Stift St.&amp;amp;nbsp;Alban unter [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] letztendlich förmlich aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besitzungen ==&lt;br /&gt;
Wegen des Verlustes der frühmittelalterlichen Urkundenüberlieferung lässt sich die ältere Besitzgeschichte nur lückenhaft nachzeichnen, doch lassen vereinzelte Belege aus außermainzischer Überlieferung (v.&amp;amp;nbsp;a. aus Fulda) erkennen, dass das Kloster schon vor dem Neubau durch Erzbischof Richulf über eine bedeutende Güterausstattung in Mainz selbst und z.&amp;amp;nbsp;B. in Bodenheim, Laurenziberg bei Gau-Algesheim, aber auch im Wormsgau verfügte (Belege seit der Mitte des 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts). Patrozinienkundliche Methoden geben weiteren Aufschluss und deuten auf frühe Besitzungen in einem Bogen südwestlich von Mainz bis südlich von Frankfurt am Main&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunde von Papst Lucius III. an das Kloster St. Alban vom 21. November 1184. HStA München. [http://lba.hist.uni-marburg.de/lba-cgi/kleioc/00101KlLBA/exec/apply2/width/%227200%22/height/%227200%22/url/%22http:%7B%7C%7D%7B%7C%7D137.248.186.134%7B%7C%7Dlba-cgi-local%7B%7C%7Dpic.sh%7B-%7Djpg%7B%7C%7DE2941.jpg%22 Digitalisat] LBA Marburg Nr. 6915 und 6920.&amp;lt;/ref&amp;gt;, in der [[Wetterau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lehensverzeichnis des Frank von Cronberg im Jahre 1354 in: O. Fhr. Stotzingen: &amp;#039;&amp;#039;Cronberg’sches Diplomatorium&amp;#039;&amp;#039;, S. 219. https://doi.org/10.11588/diglit.70481#0225&amp;lt;/ref&amp;gt;, im hessisch-sächsisch-thüringischen Grenzraum und in Mittelfranken.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Staab: Die Mainzer Kirche im Frühmittelalter. In: Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.): Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Bd. 1 Christliche Antike und Mittelalter (Beiträge zur Mainzer Kirchengeschichte 6). Echter, Würzburg 2000, S. 87–194, hier S. 103–110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das damalige Erzbistum Mainz reichte an der unteren Nahe bis weit in den [[Hunsrück]] hinein. Dies geht aus der ersten urkundlichen Erwähnung von [[Münster-Sarmsheim]] hervor. Lehnsherr war das Kloster St.&amp;amp;nbsp;Alban. Um 900 wurden dem Kloster &amp;#039;&amp;#039;Nießbrauch&amp;#039;&amp;#039; aus dem Hof zu Sarmundesheim (=Sarmsheim) zugewiesen. Mit der Vogtei Sarmundesheim waren die [[Wild- und Rheingrafen]], später [[Kurmainz]], belehnt.&lt;br /&gt;
1184 bestätigte [[Lucius III.|Papst Lucius III.]] (1181–1185) dem Abt Heinrich alle Besitzungen, darunter 22 dem Kloster einverleibte Kirchen und 2 Kapellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Staab: Die Mainzer Kirche im Frühmittelalter. In: Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.): Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Bd. 1 Christliche Antike und Mittelalter (Beiträge zur Mainzer Kirchengeschichte 6). Echter, Würzburg 2000, S. 87–194, hier S. 105 i. V. m. Anm. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser [[Bulle (Urkunde)|Bulle]] bestätigte der Papst der Abtei St.&amp;amp;nbsp;Alban alle Besitzungen, Rechte und Privilegien und nennt dabei auch die Kirche in [[Mainz-Ebersheim|Ebersheim]] mit einer Kapelle. Die Kapelle gehörte vermutlich zum sogenannten Töngeshof. Dies ist die älteste schriftliche Erwähnung einer Kirche in Ebersheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechte von St. Alban wurden auf Bitten des Abtes 1213 von den Mainzer Erzbischöfen [[Siegfried II. von Eppstein]] (1200–1230) und 1325 [[Matthias von Buchegg]] (1321–1328) aus dem [[Mainzer Domkapitel]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bonifatius IX.|Papst Bonifatius IX.]] (1389–1404) bestätigte 1402 dem Kloster erneut seinen Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1100 schenkte der Mainzer Erzbischof [[Ruthard von Mainz|Ruthard]] dem Benediktinerkloster Weinberge im Rheingau, den damaligen „Bischofsberg“. Die Mönche sollten dort eine neue Gemeinschaft einrichten. Das neue Kloster wurde dem heiligen Johannes geweiht und ist heute unter dem Namen [[Schloss Johannisberg (Rheingau)|Schloss Johannisberg]] weltbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beisetzungen ==&lt;br /&gt;
* [[Fastrada]] († 794), die vierte Ehefrau [[Karl der Große|Karls des Großen]].&lt;br /&gt;
* [[Richulf]] († 813), Erzbischof von Mainz von 787 bis 813 und Bauherr des Neubaus der Klosterkirche.&lt;br /&gt;
* [[Karl von Aquitanien]] († 863) Erzbischof von Mainz von 856 bis 863.&lt;br /&gt;
* [[Sunderold]] († 891) Erzbischof von Mainz von 889 bis 891.&lt;br /&gt;
* Liutgard († 953), die Tochter [[Otto I. (HRR)|König Ottos I.]]&lt;br /&gt;
* [[Liudolf (Schwaben)|Liudolf]] († 957) war Herzog von Schwaben und der älteste Sohn Ottos&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Mainz]] († 968) war Erzbischof von Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihwasserkessel um 1120, St. Alban Mainz 2.JPG|mini|Weihwasserkessel um 1120, aus St. Alban vor Mainz, heute Speyerer Domschatz, im Historischen Museum der Pfalz (Speyer)]]&lt;br /&gt;
130 Jahre nach der Aufhebung erfuhr die Verehrung des Heiligen durch die Errichtung der neuen Pfarrei St.&amp;amp;nbsp;Alban, des ersten Kirchenbaus im Bistum Mainz nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], eine Wiederbelebung. Die Benediktinerabtei St.&amp;amp;nbsp;Alban lag innerhalb der heutigen [[Mainz-Oberstadt|Oberstadt]] auf dem Albansberg. Die Grundmauern ihrer Kirche fallen heute etwa mit der Straße &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Albansberg&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kostbare &amp;#039;&amp;#039;Sacramentarium&amp;#039;&amp;#039; aus der sogenannten Mainzer Schreibstube der Abtei (Mainz, Priesterseminar, Ms. I (saec. IXex)&amp;lt;ref&amp;gt;Éric Palazzo: &amp;#039;&amp;#039;Les sacramentaires de Fulda. Étude sur l’iconographie et la liturgie à l’époche ottonienne&amp;#039;&amp;#039; (= Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen. Veröffentlichungen des Abt Herwegen-Instituts der Abtei Maria Laach, Band 77). Aschendorff, Münster 1994, S. 226–227.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der Raritätensammlung der [[Martinus-Bibliothek]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerischen Nationalmuseum]] zu München befindet sich ein reich verziertes, romanisches [[Ostensorium]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PkvrAAAAMAAJ&amp;amp;q=Neuh%C3%BCtten+reliquiar&amp;amp;dq=Neuh%C3%BCtten+reliquiar&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=3K9aTr-cG5GN4gTT5amsBQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result Zum Ostensorium aus St. Alban im Bayerischen Nationalmuseum]&amp;lt;/ref&amp;gt; und im [[Speyerer Dom]] (bzw. derzeit im benachbarten [[Historisches Museum der Pfalz|Historischen Museum der Pfalz]]) ein romanischer [[Weihwasser]]kessel aus dem 12. Jahrhundert, die beide aus dem Besitz des Mainzer Stiftes St. Alban stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?ei=wrZaTpboKKPc4QSj8K2sBQ&amp;amp;ct=result&amp;amp;id=pijqAAAAMAAJ&amp;amp;dq=Speyer+romanischer+weihwasserbeh%C3%A4lter&amp;amp;q=+FVSO+ABBATIS&amp;amp;hl=de Zum romanischen Weihwasserkessel aus St. Alban im Speyerer Domschatz.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Weihwasserkessel war ein Geschenk von König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig I. von Bayern]] an den Speyerer Dom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rlp.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;amp;suinin=14&amp;amp;oges=417 Webseite zum Speyerer Weihwasserkessel aus St. Alban.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Beschriftung im Museum der Pfalz kam er vom Stift St. Alban in den Mainzer Domschatz und hing bis ins 18. Jahrhundert permanent vor dem Hochaltar des [[Mainzer Dom]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Pontifical romano-germanique du dixième siècle&amp;#039;&amp;#039;, ed. C. Vogel and R. Elze (Studi e Testi vols. 226-227 (text), 266 (introduction and indices), 3 vols., Rome, 1963–72).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Friedrich Ostwald, Leo Schaefer, Hans Rudolf Sennhauser: &amp;#039;&amp;#039;Vorromanische Kirchenbauten. Katalog der Denkmäler bis zum Ausgang der Ottonen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München,&amp;#039;&amp;#039; 3). Prestel, München 1966, S. 193–196; Nachtragsband: Prestel, München 1991, S. 262–263.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Maurer (Historiker)|Helmut Maurer]]: &amp;#039;&amp;#039;St. Margarethen in Waldkirch und St. Alban in Mainz. Zur Rolle der Liturgie bei der Eingliederung eines Klosters in die ottonische Reichskirche&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kurt-Ulrich Jäschke]], [[Reinhard Wenskus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Helmut Beumann zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Thorbecke, Sigmaringen 1977, ISBN 3-7995-7006-3, S. 214–223.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Hoffmann (Historiker)|Hartmut Hoffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Buchkunst und Königtum im ottonischen und frühsalischen Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der MGH,&amp;#039;&amp;#039; 30). Anton Hiersemann, Stuttgart 1986, Bd. 1, ISBN 3-7772-8638-9, S. 226–230.&lt;br /&gt;
* Reinhard Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Die Abtei St. Alban vor Mainz im hohen und späten Mittelalter. Geschichte, Verfassung und Besitz eines Klosters im Spannungsfeld zwischen Erzbischof, Stadt, Kurie und Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Geschichte der Stadt Mainz]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 30). Stadtarchiv Mainz, Mainz 1996.&lt;br /&gt;
* [[Franz Staab]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Kirche im Frühmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Christliche Antike und Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Mainzer Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 6). Echter, Würzburg 2000, S. 87–194, hier S. 102–110, 146–147, 158–159.&lt;br /&gt;
* Brigitte Oberle: &amp;#039;&amp;#039;Das Stift St. Alban vor Mainz. Aspekte der Umwandlung des Benediktinerklosters St. Alban in ein Ritterstift im 15. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Magisterarbeit, Universität Mainz 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Schmid: [https://www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-st-alban.html Mainz – Stift St. Alban.] In: &amp;#039;&amp;#039;Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.regionalgeschichte.net/index.php?id=2584 &amp;#039;&amp;#039;Die Abtei St. Alban&amp;#039;&amp;#039;]. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/list.action?nodeid=g217385&amp;amp;page=1 Archivalien zum Stift St. Alban] im Hessischen Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49.99004 |EW=8.28015 |type=landmark |dim=1 |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mainz Alban}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Mainz|Alban]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollegiatstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alban-von-Mainz-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albanskloster|Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in Mainz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
	</entry>
</feed>