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	<title>Stift Quedlinburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ars sculptoris: Ergänzung</title>
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		<updated>2026-03-28T10:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Quedlinburg asv2018-10 img03 Castle.jpg|miniatur|260px|Schloss und Dom zu Quedlinburg, Blick vom [[Münzenberg (Quedlinburg)|Münzenberg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Name = Reichsstift Quedlinburg&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:CoA Quedlinburg Abbey.svg|120px]]&lt;br /&gt;
Wappen des Reichsstiftes Quedlinburg&lt;br /&gt;
|Karte = [[Datei:Quedlinburg Abbey territory, mid-18th century.png|250px]]&lt;br /&gt;
|Bildtext = Territorium des Reichsstifts Quedlinburg (Mitte; Landkarte von [[Matthäus Seutter]], um 1750)&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = [[Fürstabtei]], [[Reichsabtei]], [[Stift]], [[Abtei]]; [[Kanonissenstift]], freiweltliches Frauenstift, evangelisches [[Damenstift]];&lt;br /&gt;
|Vorläufer = ottonischem und hochmittelalterlichem Reichsstift;&lt;br /&gt;
|Regierungsform = [[Wahlmonarchie]]&lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = [[Fürstäbtissin]]; [[Reichsprälat|Reichsäbtissin]]; Äbtissin&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[DE-ST]]&lt;br /&gt;
|Reichstag = [[Reichsfürstenrat]]: 1 [[Kuriatstimme|Kuriatsstimme]] auf der [[Rheinische Prälatenbank|Rheinischen Prälatenbank]]&lt;br /&gt;
|Reichsmatrikel = 1521: 1 zu Roß, 10 [[Fußsoldaten]], 180 Gulden (zusammen mit der Stadt Quedlinburg); 1633: 1 zu Roß, 10 zu Fuß oder 52 Gulden; 18. Jh.: 1 zu Ross, 10 zu Fuß oder 52 Gulden, zum [[Reichskammergericht|Cammergericht]] 90 Gulden;&lt;br /&gt;
|Reichskreis = [[Obersächsischer Reichskreis]]&lt;br /&gt;
|Karte Reichskreis = [[Datei:Der südliche Theil des Ober-Saechsischen Kreises 1783.jpg|250px]] (Karte des südlichen Teils des Obersächsischen Kreises von [[Franz Ludwig Güssefeld]] u.&amp;amp;nbsp;a., 1783)&lt;br /&gt;
|Kreistag = Kreisstandschaft: 2 zu Ross, 20 zu Fuß (1532)&lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = [[Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
|Dynastien = &lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]]; seit der Reformation: evangelisch-lutherisch;&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Latein]]isch&lt;br /&gt;
|Fläche= 2 [[Quadratmeile]]n mit der Stadt Quedlinburg und dem Flecken [[Ditfurt]] (1803)&lt;br /&gt;
|Einwohner = &lt;br /&gt;
|Währung = &lt;br /&gt;
|Nachfolger = [[Königreich Preußen]] (ab 1802/03); [[Königreich Westphalen]] (1807–1813/14); Preußischer [[Provinz Sachsen]] (ab 1815)&lt;br /&gt;
|Siehe auch = &lt;br /&gt;
|Lage =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Quedlinburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Abbatia Quedlinburgensis&amp;#039;&amp;#039;; Patrozinium: St. [[Servatius von Tongern|Servatius]] und [[Dionysius]]) war ein adeliges [[Kanonissenstift]], das 936 auf Fürsprache [[Mathilde (Ostfrankenreich)|Mathildes]], der Witwe des 936 verstorbenen [[Römisch-deutscher König|ostfränkisch-deutschen Königs]] [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]], von ihrem Sohn [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] auf dem Burgberg von [[Quedlinburg]] gegründet wurde. Das ehemalige Stiftsgebäude wird seit der [[Säkularisierung]] 1802 als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Quedlinburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Quedlinburg 007b.jpg|mini|Dom und Schloss, Luftaufnahme (2015)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Quedlinburg-1647-Merian.jpg|mini|Schlossberg (links vorn) mit Befestigungsanlagen, Stiftsgebäuden und Dom. Merian 1647]]&lt;br /&gt;
Quedlinburg zählte zu den befestigten Orten, die König Heinrich I. (919–936) zur Sicherung des Reiches gegen die Ungarn als [[Königspfalz|Königshof]] anlegte. Darüber hinaus wurde diese Pfalz zum Lieblingsort Heinrichs I. und seiner Frau Mathilde und später ihr Begräbnisort. Nach dem Tod ihres Gatten beabsichtigte die Königin zunächst das in karolingischer Zeit gegründete [[Kloster Wendhusen|Frauenstift Wendhusen]] auf den Burgberg von Quedlinburg zu verlegen. Als dieser Plan scheiterte, gründete Königin Mathilde 936/937 mit Hilfe ihres Sohnes König Otto I. unabhängig von Wendhusen das Quedlinburger Chorfrauenstift. Dennoch blieb fortan eine dauernde administrative Verbindung beider Stifte bestehen. In den Jahren 946 und 966 gewährten die Päpste dem Quedlinburger Stift Schutz und die [[Exemtion]]. Die Stiftsdamen lebten als weltliche [[Kanonissen]] nach der [[Aachener Regel]], die 816 auf der [[Synoden von Aachen (816–819)|Reichssynode zu Aachen]] für „weltliche“, also nicht einer Ordensregel folgenden Stifte, festgeschrieben worden war. Die luidolfingischen Herrscher verliehen dem Stift in der Folgezeit [[Kirchliche Immunität|Immunität]] und [[Reichsunmittelbarkeit]], hinzu kam eine reiche Dotation. So stattete Kaiser [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] das Kanonissenstift mit bedeutenden Privilegien aus (994 [[Marktprivileg]], [[Münzprivileg]] und Zollprivileg, Begüterung bis ins [[Eichsfeld]], [[Vogtland]] und [[Havelland]]). Zur Zeit der sächsischen und der salischen Kaiser wurde das Stift Quedlinburg sogar zu einem Bildungszentrum und mit über 60 Aufenthalten von ostfränkischen Herrschern eine Zentrale des Reiches. Die Kaiserinnen [[Adelheid von Burgund|Adelheid]] und [[Theophanu (HRR)|Theophanu]] residierten zeitweise hier im Stift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1300 entwickelte sich aus der im Schutz des Stiftes gelegenen [[Markt]]siedlung in Verbindung mit umliegenden Ansiedlungen die Stadt Quedlinburg, die fortan nicht selten in einer spannungsreichen Abhängigkeit von der Abtei stehen sollte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Quedlinburg Schloss 956.png|mini|hochkant=0.7|Ansicht des Burgberges, 956 (Subskriptionszeichen MGH DD O. I, 184)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die fürstliche Reichsabtei besaß in und außerhalb Quedlinburgs weitere [[Eigenkloster|Eigenstifte und -klöster]], so das [[Kanoniker]]stift St. Wigbert und Jakobus &amp;#039;&amp;#039;in plano iuxta curtem regiam&amp;#039;&amp;#039;, das ab 1139/46 zum [[Prämonstratenserstift]] wurde, zudem das 986 von der ersten Äbtissin Mathilde gegründete [[Benediktinerinnenkloster]] &amp;#039;&amp;#039;Sancta Maria in Monte occidentali&amp;#039;&amp;#039; (Münzberg), sowie je ein [[Bettelorden]]skloster der [[Franziskanische Orden|Franziskaner]] (gegr. 1270) und der [[Augustiner-Eremiten]] (gegr. vor 1300). Außerhalb der Stadt standen das Benediktinerinnenkloster Walbeck im [[Mansfelder Land]] (962 gegründet), die [[Zisterzienserkloster|Zisterzienserabtei]] [[Kloster Michaelstein|Michaelstein]] am Harz (1147 von einer Quedlinburger Äbtissin gegründet) und das Augustiner-Chorfrauenstift [[St. Jakobus und St. Clemens (Brehna)|Brehna]] bei Halle an der Saale (1201 gegründet) in Abhängigkeit zu Quedlinburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte katholische Reichsäbtissin von Quedlinburg vor der in den Folgejahren heraufziehenden Reformation war Magdalene von Anhalt (†&amp;amp;nbsp;1514). Äbtissin Gräfin [[Anna II. zu Stolberg]] trat im Jahr 1539 mit dem Stift und den Stiftslanden zur Reformation über, die Fürstabtei blieb aber als lutherisches [[Damenstift]] bis zur Säkularisation von 1802/03 bestehen. Unter den folgenden evangelischen Stiftsvorsteherinnen ragen hervor die Gräfin [[Aurora von Königsmarck]] (1662–1728; zunächst [[Koadjutor|Koadiutrix]], dann regierende [[Pröpstin]] in der Sedisvakanz 1704–1718) und Fürstäbtissin [[Anna Amalia von Preußen]] (reg. 1755/56–1787), jüngste Schwester von König Friedrich dem Großen. Seit der Reformation war die [[Stiftskirche]] zugleich protestantische Pfarrkirche und birgt bis heute sterbliche Überreste der [[Mathilde (Ostfrankenreich)|Hl. Mathilde]] und ihrer Enkelin, der [[Mathilde (Quedlinburg)|Äbtissin Mathilde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vogtei (HRR)|Vogtei]] über das Stift erlangten Mitte des 12. Jahrhunderts die Grafen des Harzraumes, 1273 dann die [[Regenstein (Adelsgeschlecht)|Grafen von Regenstein]] und 1477 die [[Wettiner]], deren [[Albertiner|albertinische Linie]] im Jahr 1485 die Schutzherrschaft über die Abtei erhielt. Nach Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Quedlinburg und dem [[Bischof von Halberstadt]] einerseits und Äbtissin [[Hedwig von Sachsen (1445–1511)|Hedwig von Sachsen]] und ihren Brüdern [[Ernst (Sachsen)|Ernst]] und [[Albrecht der Beherzte|Albrecht von Sachsen]] andererseits war seit 1477/79 die [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsische]] Vogtei über das Reichsstift festgeschrieben. Die Vogteirechte wurden erst gut 200 Jahre später (1697) an [[Kurbrandenburg]] verkauft, was am 30. Januar 1698 zur gewaltsamen Besetzung des Stiftsgebietes durch Brandenburg-Preußen führte.&lt;br /&gt;
Letzte Quedlinburger Äbtissin war [[Sophie Albertine von Schweden|Sophia Albertina von Schweden]] († 1829).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Säkularisation]] von 1802 und 1803 wurde das Reichsstift als Fürstentum Quedlinburg von [[Preußen]] in Besitz genommen. Es gehörte von 1807 bis 1814 zum napoleonischen [[Königreich Westphalen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Feicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur politischen Vorgeschichte des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 und seine Ergebnisse für Kursachsen und Preußen im Ostharz unter besonderer Beachtung der 1780 einverleibten Grafschaft Mansfeld, der Reichsstadt und des Reichsstiftes Nordhausen sowie des Reichsstiftes Quedlinburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts&amp;#039;&amp;#039;, Band 29; Halle 2004; S. 4–29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Schlossmuseum (Quedlinburg)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenart und Bestimmung des weltlichen Damenstifts Quedlinburg ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Schlossmühle Quedlinburg dahinter Burgberg mit Stift.JPG|mini|Blick von Süden. Im Vordergrund die [[Schlossmühle Quedlinburg]] (heute Hotel)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das „Kaiserlich freie weltliche Reichsstift Quedlinburg“, wie es bis zu seiner Auflösung 1802 offiziell genannt wurde, war eine Gemeinschaft unverheirateter Töchter [[Hoher Adel|hochadliger]] Familien, die in diesem [[Frauenstift]] ein gottgefälliges Leben führen wollten. Der Begriff „weltlich“ im Namen ist dabei als Gegensatz zu „klösterlich“ zu verstehen. Es war seinem Charakter nach ein königliches [[Familienstift]] und kam nach seiner Gründung durch reiche Beschenkung zu baldiger Blüte. Die Hauptaufgabe bestand in der [[Memorialwesen|Memoria]], also im Totengedenken für den am 2. Juli 936 verstorbenen Heinrich I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten und berühmtesten [[Frauenstift]]e dieser Art waren, außer dem Stift Quedlinburg, die Stifte in [[Stift Essen|Essen]], [[Stift Gandersheim|Gandersheim]], [[Damenstift Gernrode|Gernrode]], [[St. Ursula (Köln)|Köln]] und [[Stift Herford|Herford]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jan Gerchow]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Essen und die sächsischen Frauenstifte im Frühmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; (= Essener Forschungen zum Frauenstift 2). Essen 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem letztgenannten Stift wurde die junge Königin Mathilde von ihrer Großmutter, die dort Äbtissin war, erzogen. Mathilde hatte 936 vergeblich versucht, den [[Konvent (Kirche)|Konvent]] des [[Kloster Wendhusen|Klosters Wendhausen]] vollständig nach Quedlinburg zu verlegen. Im Laufe der Zeit gestaltete sich die Verbindung der beiden Stifte aber so, dass die [[Pröpstin]]nen von Wendhausen aus dem Quedlinburger [[Stiftskapitel]] gewählt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren die Frauenstifte wichtige Zentren, um unverheiratete adlige Frauen und Witwen zu versorgen. Die Stiftsdamen waren häufig gelehrt und verrichteten kunstfertige Handarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchenbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quedlinburg asv2018-10 img48 Castle.jpg|mini|Die ehemaligen Stiftsgebäude in der Abenddämmerung]]&lt;br /&gt;
Die [[Stiftskirche St. Servatius]], auch St. Servatii, oft auch als Quedlinburger [[Kathedrale|Dom]] bezeichnet, ist eine den Heiligen [[Dionysius von Paris|Dionysius]] und [[Servatius von Tongern|Servatius]] geweihte Kirche und ein Denkmal [[Romanik|hochromanischer]] Baukunst. Die flachgedeckte dreischiffige [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] wurde vor 997 auf den Überresten dreier Vorgängerbauten begonnen und im Jahre 1021 beendet. Dem niedersächsischen [[Stützenwechsel]] folgend wechseln je zwei Säulen mit einem Pfeiler ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Voigtländer: &amp;#039;&amp;#039;Die Stiftskirche St. Servatii zu Quedlinburg. Geschichte ihrer Restaurierung und Ausstattung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äbtissinnen ==&lt;br /&gt;
Königin [[Mathilde die Heilige|Mathilde]] gründete und leitete das Stift von 936 bis 966, war aber keine Äbtissin. Erste Äbtissin war ihre Enkelin [[Mathilde (Quedlinburg)|Mathilde]], Tochter Kaiser [[Otto I. (HRR)|Ottos&amp;amp;nbsp;I.]], eine [[Liudolfinger]]in. [[Anna II. zu Stolberg|Anna&amp;amp;nbsp;II., Gräfin zu Stolberg]], war als 28. zugleich die letzte katholische Äbtissin. 1540 wurde das Stift evangelisch. Letzte Äbtissin war, bis 1803, [[Sophie Albertine von Schweden|Sophie Albertine]], Prinzessin von [[Schweden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe: [[Liste der Äbtissinnen von Quedlinburg]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schenkungen an das Damenstift ==&lt;br /&gt;
In den ersten Jahrzehnten nach Gründung des Damenstiftes werden zahlreiche Schenkungen, insbesondere durch das sächsische Königshaus, verzeichnet. Alle später beschriebenen [[Quedlinburger Wüstungen|Wüstungen]] aus der unmittelbaren Umgebung gehören dazu, aber auch weit entfernte Orte, wie das 170&amp;amp;nbsp;km entfernte [[Soltau]], das [[Otto I. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] 936 schenkte. Hier eine chronologisch sortierte Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die dem heiligen Michael geweihte Kirche neben der Klause [[Volkmarskeller]] bei Blankenburg im Harz wurde 956 von Otto I. dem Stift Quedlinburg geschenkt.&lt;br /&gt;
* 974 kam der Ort [[Duderstadt]] im südöstlichen Niedersachsen an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre verwaltete. Das Dorf [[Breitenberg (Eichsfeld)|Breitenfeld/-berg]] bei Duderstadt gehörte bis zur Auflösung des Damenstiftes zu Quedlinburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Lehnsurkunden im digitalisierten Stadtarchiv von Duderstadt unter: {{Webarchiv | url=http://www.archive.geschichte.mpg.de/duderstadt/ | wayback=20121031060236 | text=Stadtarchiv Duderstadt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die erste urkundliche Erwähnung von [[Potsdam]] erfolgte in der Schenkungsurkunde König [[Otto III. (HRR)|Ottos III.]] am 3. Juli 993. Das Diplom markiert einen Wendepunkt in der Wiedergewinnung ostelbischer Gebiete; denn aufgrund des Slawenaufstandes von 983 war die deutsche Herrschaft wieder bis an die [[Elbe]] zurückgedrängt worden.&lt;br /&gt;
* Im Jahre 999 kam die &amp;#039;&amp;#039;provincia&amp;#039;&amp;#039; [[Gera]] in den Besitz des Stiftes Quedlinburg, dessen Äbtissin 1209 die [[Vögte von Weida]] als Verwalter des Gebietes einsetzte.&lt;br /&gt;
* Otto I. schenkte 936 fünfundzwanzig Orte, 937 zwei Orte, 944 einen Ort, 946 zwei Orte, 954 einen Ort, 956 elf Orte und 961 sieben Orte. [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] schenkte 974 fünf Orte, 979 einen Ort sowie 985 fünf Orte. Otto III. schenkte 992 drei Orte, 993 zwei Orte, 995 vier Orte und 999 einen Ort. Später kamen insgesamt noch mehr als 150 Orte hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Aufstellung bei Manfred Mehl: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen des Stiftes Quedlinburg.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2006, S. 42–49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Quedlinburger Domschatz|Domschatz Quedlinburg]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df hauptkatalog 0009595 Quedlinburg. Stifts- oder Schlosskirche. Krypta.jpg|miniatur|250px|Krypte der Stiftskirche, fotografiert um 1925/1932 von [[Paul Wolff (1876–1947)|Paul Wolff]]]]&lt;br /&gt;
* [[Quedlinburger Annalen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmale in Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
* [http://www.lha.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MI/LHA/Bibliothek_LHA/BUe_LHASA_201201.pdf Beständeübersicht des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt] (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB), S. 75 die Überlieferung des Kaiserlichen freiweltlichen Stifts Quedlinburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Lexikonartikel ===&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. C.H. Beck, München 2019, S. 545.&lt;br /&gt;
* Rudolf Joppen: &amp;#039;&amp;#039;Art. Quedlinburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8, 2. Auflage, Verlag Herder. Freiburg im Breisgau 1962, Sp. 931.&lt;br /&gt;
* [[Josef Pilvousek]]: &amp;#039;&amp;#039;Art. Quedlinburg&amp;#039;&amp;#039;. In: [[LThK]], Bd. 8, 3. Auflage, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1999, Sonderausgabe 2006, Sp. 766f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monographien und Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Clemens Bley (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kayserlich – frey – weltlich. Das Reichsstift Quedlinburg im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Studien zur Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 21). Halle 2009, ISBN 978-3-89812-628-1 (Einführung und zehn Beiträge der Tagung vom 16./17. September 2006 in Quedlinburg; Anhänge: [[Prosopographie]] des Quedlinburger Kapitels in nachreformatorischer Zeit [S. 45–104] und Leitende Beamte der Abtei 1575–1750 [S. 227]).&lt;br /&gt;
* Clemens Bley: &amp;#039;&amp;#039;Tradition – Reformation – Legitimation. Zur Einführung der Reformation im Reichsstift Quedlinburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frauenkonvente im Zeitalter der Konfessionalisierung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0436-1.&lt;br /&gt;
* Walter Breywisch: &amp;#039;&amp;#039;Quedlinburgs Säkularisation und seine ersten Jahre unter preußischer Herrschaft 1802–1806.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen und Anhalt&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 4, Magdeburg 1928, S. 207–249.&lt;br /&gt;
* [[Horst Fuhrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom einstigen Glanze Quedlinburgs: Ein Kapitel Frauenleben im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Überall ist Mittelalter. Von der Gegenwart einer vergangenen Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C.H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40518-5, S. 99–119.&lt;br /&gt;
* Peter Kasper: &amp;#039;&amp;#039;Das Reichsstift Quedlinburg (936–1810). Konzept – Zeitbezug – Systemwechsel.&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8471-0209-0.&lt;br /&gt;
* Christian Marlow: &amp;#039;&amp;#039;So ist mir … das Stift Quedlinburg in secularisirtem Zustand als nun vollständige erbliche Besitzung bestimmt und zugesichert worden – Die Säkularisierung des Reichsstift Quedlinburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quedlinburger Annalen]]&amp;#039;&amp;#039; 14 (2011), S. 72–86.&lt;br /&gt;
* Christian Marlow: &amp;#039;&amp;#039;Die Quedlinburger Äbtissinnen im Hochmittelalter. Das Stift Quedlinburg in Zeiten der Krisen und des Wandels bis 1137.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg 2017 ([http://edoc2.bibliothek.uni-halle.de/hs/download/pdf/77489?originalFilename=true pdf] 2,24&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Barbara Pätzold: &amp;#039;&amp;#039;Stift und Stadt Quedlinburg. Zum Verhältnis von Klerus und Bürgertum im Spätmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hansische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Bd. VIII (1989), S.&amp;amp;nbsp;171–192.&lt;br /&gt;
* Teresa Schöder-Stapper: &amp;#039;&amp;#039;Fürstäbtissinnen. Frühneuzeitliche Stiftsherrschaften zwischen Verwandtschaft, Lokalgewalten und Reichsverband&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag Köln, Weimar, Wien 2015, ISBN 978-3-412-22485-1.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Wäscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Burgberg in Quedlinburg. Geschichte seiner Bauten bis zum ausgehenden 12. Jahrhundert nach den Ergebnissen der Grabungen von 1938 bis 1942&amp;#039;&amp;#039; (= Deutsche Bauakademie. Schriften des Instituts für Theorie und Geschichte der Baukunst). Berlin 1959, S. 40.&lt;br /&gt;
* Hans-Erich Weirauch: &amp;#039;&amp;#039;Die Güterpolitik des Stiftes Quedlinburg im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen und Anhalt&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 13, Magdeburg 1937, S. 117–181.&lt;br /&gt;
* Hans-Erich Weirauch: &amp;#039;&amp;#039;Der Grundbesitz des Stiftes Quedlinburg im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen und Anhalt&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 14, Magdeburg 1938, S. 203–295.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Collegiate Church of Quedlinburg|Stift Quedlinburg}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|5195774-7}}&lt;br /&gt;
* [http://www.die-domschaetze.de/de/dom-und-domschatz-quedlinburg/dom.html Dom und DomSCHATZ zu Quedlinburg]&lt;br /&gt;
* Wappen der Äbtissinnen bei Welt-der-Wappen: [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/aktuell/galerien4/galerie2705.htm Heraldik des Stifts Quedlinburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Obersächsischer Reichskreis}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/47/9.4/N |EW=11/8/12.5/E |type=landmark |region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5195774-7|LCCN=nb/2010/028976|VIAF=143921847}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges evangelisches Damenstift|Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Sachsen-Anhalt|Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsabtei|Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Romanik|Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloßberg (Quedlinburg)|Schlossberg 01]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosteranlage]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Harz|Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau im Landkreis Harz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau im Harz|Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1802]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ars sculptoris</name></author>
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