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	<title>Stift Nottuln - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:03:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_Nottuln&amp;diff=922173&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ein anonymer Wikipedianutzer am 8. November 2025 um 18:54 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-08T18:54:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nottuln.jpg|mini|Die Stiftskirche, heute [[Pfarr- und Stiftskirche St. Martinus (Nottuln)|Pfarrkirche St. Martin]] in Nottuln]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Nottuln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Nottuln]] war zunächst ein Frauenkloster nach der [[Augustinusregel|Regel des Augustinus]], ab etwa 1493 ein freiweltliches-adeliges [[Frauenstift]]. Es bestand bis zu seiner Auflösung 1811 infolge des [[Reichsdeputationshauptschluss]]es von 1803. Das Gebiet des Stiftes fiel an das [[Königreich Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gründungsgeschichte des Stiftes Nottuln liegt im Dunkeln. Die Gründung durch den Heiligen [[Liudger]], den ersten Bischof von Münster, die durch eine auf 834 datierte Urkunde des Bischofs [[Gerfried]] von Münster bestätigt schien, war eine Erfindung des Nottulner Kaplans [[Albert Wilkens]], der die Urkunde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gefälscht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gründer des Stiftes gilt inzwischen ein ansonsten unbekannter Adeliger Liutbert, bei dem es sich um einen Verwandten des Münsteraner Bischofs [[Liutbert (Köln)|Liutbert]] handeln könnte. Die Lebensdaten Liutbergs passen zu denen der Heiligen [[Heriburg von Nottuln]], die in Nottuln als erste Äbtissin angesehen wird. Ob eine Kontinuität der Liutbertschen Gründung zum späteren Stift besteht, ist fraglich, da es für eine Existenz des Konvents vor 1184 keine Belege gibt. Es gibt weder Urkunden vor 1184 noch andere Erwähnungen eines Konvents noch bauliche Reste. Die erste belegte Äbtissin ist Hildegund, die 1184 Empfängerin einer Urkunde des Bischofs [[Hermann II. von Katzenelnbogen|Hermann II.]] von Münster war. Die frühneuzeitlichen Äbtissinnenkalender kennen vor ihr außer Heriburg nur drei Äbtissinnen, so dass eine Gründung im 11. Jahrhundert angenommen wird. Das Stift, dessen Vogteirechte die [[Ministeriale]]n von Nutloen und später die [[Edelherr]]en von Holte ausübten, besaß Ländereien und Zehntrechte im Umkreis von 50 km um Nottuln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1493 beantragte Äbtissin [[Anna von Dorsweiler-Criechingen]] bei Papst [[Alexander VI.]] die Umwandlung des Klosters in ein freiweltliches Damenstift und begründete dies damit, dass Nottuln nie ein Kloster im engeren Sinne gewesen sei. Der Papst gestattete die Umwandlung und eine neue Kleiderordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kohl (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Das (freiweltliche) Damenstift Nottuln&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 2005, S. 36–37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgemäß nahm das Stift ab 1501 nur noch [[Ritter|ritterblütige]] Personen auf. Es verfügte über 25 [[Präbende]]n für Stiftsdamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1587 geriet das Stift in den spanisch-niederländischen Krieg, es wurde mehrfach geplündert, zudem wütete zwischen 1609 und 1636 dreimal die [[Pest]]. Die Klostergebäude brannten am 3. Mai 1748 ab, lediglich die Stiftskirche wurde wieder aufgebaut. Der [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 bestimmte die Aufhebung des Stiftes zu Gunsten des Königreichs Preußen, das 1811 das Stift auflöste. Die Akten des Stiftes kamen in das [[Staatsarchiv Münster]]. Zur (ehemaligen Stifts-)Kirche St. Martinus gehören noch zwei als [[Torste]]n bezeichnete Kerzenhalter aus der Stiftszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Äbtissinnen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabplatte Äbtissin Elisabeth von Bergh im Essener Münster.jpg|mini|Grabplatte der Nottulner Äbtissin Elisabeth von Berg im [[Essener Münster]]]]&lt;br /&gt;
* [[Heriburg von Nottuln|Heriburg]], †17. Oktober&lt;br /&gt;
* Jutta Godefridus, †26. Februar&lt;br /&gt;
* Oderadis, †2. April&lt;br /&gt;
* Bertradis, †20. Juni&lt;br /&gt;
* Hildegund, bezeugt 1184&lt;br /&gt;
* [[Jutta von Holte (Äbtissin, † 1251)|Jutta von Holte]], 1211 oder 1246–1260&lt;br /&gt;
* [[Gertrudis von Bentheim|Gertrud]], bezeugt 1263&lt;br /&gt;
* [[Mechtild von Isenburg]], 1278–1303&lt;br /&gt;
* [[Jutta von Holte (Äbtissin, † 1327)|Jutta von Holte]], bezeugt 1309&lt;br /&gt;
* [[Lisa von Katzenelnbogen]], 1332–1358&lt;br /&gt;
* [[Lisa von Solms]],1360–1419&lt;br /&gt;
* [[Richardis von Merode]], bezeugt 1428&lt;br /&gt;
* [[Agnes von Ahaus]], 1437–1467&lt;br /&gt;
* Stephanie von Wüllen, 1467–1482 (als Priorin)&lt;br /&gt;
* [[Anna von Dorsweiler-Criechingen]], 1482–1524&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth von Holstein-Schaumburg]], 1527–1537&lt;br /&gt;
* [[Magdalena von Wied-Runkel]], 1537–1569 (sie war Protestantin)&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth von Sayn]], 1572–1585&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Droste zu Senden]], 1588–1613&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth von Bergh-s’Heerenberg]], 1613–1614&lt;br /&gt;
* [[Maria Clara von Spaur, Pflaum und Valör|Maria Clara von Spaur]], 1614–1644&lt;br /&gt;
* [[Anna Sophia Torck]], 1645–1676&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Wilhelmina von Büren]], 1676–1699&lt;br /&gt;
* [[Helena Elisabeth von Wrede|Helena von Wrede zu Amecke]], 1699–1728&lt;br /&gt;
* [[Margaretha Theodora Agnes von Velen]], 1728–1750&lt;br /&gt;
* [[Anna Maria Theresia von der Recke zu Steinfurt]], 1750–1780&lt;br /&gt;
* [[Ursula Sophia Theodora Regina von Ascheberg zu Venne|Ursula Sophia von Ascheberg zu Venne]], 1780–1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Katrinette Bodarwé: &amp;#039;&amp;#039;Sophia von Essen und die Urkunde von Nottuln.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münster am Hellweg. Mitteilungsblatt des Vereins für die Erhaltung des Essener Münsters.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 56, 2003, {{ZDB|400327-5}}, S. 29–39.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kohl (Historiker)|Wilhelm Kohl]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Das (freiweltliche) Damenstift Nottuln&amp;#039;&amp;#039; (= [[Germania Sacra]], Neue Folge, Bd. 44: &amp;#039;&amp;#039;Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8). de Gruyter, Berlin 2005.&lt;br /&gt;
* Joseph Prinz: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunde Bischof Gerfrieds von Münster von 834 eine Fälschung des Albert Wilkens.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Zeitschrift 112&amp;#039;&amp;#039; (1962), S. 1–51&lt;br /&gt;
* Hans Jürgen Warnecke: &amp;#039;&amp;#039;Nottuln – Damenstift&amp;#039;&amp;#039; in: Westfälisches Klosterbuch (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen 44, Quellen und Forschungen zur Kirchen und Religionsgeschichte 2), Teil 2, Münster 1994, S. 150–158.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Findbücher des Landesarchivs NRW:&lt;br /&gt;
** [https://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=1&amp;amp;guid=00001c6da8618-eaee-455a-87fe-38381d454b0f Signatur B 232: Stift Nottuln – Akten (1491-1890)]&lt;br /&gt;
** [https://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=1&amp;amp;guid=00001cad426cf-2027-419c-b7f5-8d7fd2bf1bcc Signatur B 232u: Stift Nottuln – Urkunden (10.Jh.–1798)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ehemalige Stiftskirchen freiweltlich-adeliger Damenstifte im Münsterland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4874190-5|VIAF=246313262}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Frauenstift|Nottuln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Westfalens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Augustinerinnenkloster in Nordrhein-Westfalen|Nottuln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in Nottuln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Kreis Coesfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Kreis Coesfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Nottuln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 1493]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1811]]&lt;/div&gt;</summary>
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