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	<title>Stift Marbach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T16:54:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_Marbach&amp;diff=276039&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-07-04T20:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abbaye de Marbach.JPG|mini|Ruinen des Stifts Marbach, 1820]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbaye de Marbach 050.JPG|mini|Ehemalige Vorhalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marbach 2.JPG|mini|Ruinen und Garten des ehemaligen Klosters Marbach]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Marbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein reguliertes [[Augustiner-Chorherren]]stift. Es ist nicht mit dem nahegelegenen [[Fürstabtei Murbach|Kloster Murbach]] zu verwechseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Es wurde im Jahre 1089 in [[Marbach (Elsass)|Marbach]] (heute Gemeinde [[Vœgtlinshoffen]]) im [[Elsass|Oberelsass]] von dem Adligen Burckard von [[Geberschweier]], einem [[Ministeriale]]n des Bischofs von Straßburg, mit Unterstützung von [[Manegold von Lautenbach]] als Reformstift gegründet. Nach einer Legende des 16. Jahrhunderts hatte Burckard bei einer Rast während einer Jagdpartie einen Traum, in dem ihm Christus, Maria und Augustinus erschienen und ihn aufforderten, am Ort der Erscheinung ein Kloster zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster lag in der Diözese Basel, die weltliche Herrschaft in diesem Gebiet hatte aber der Bischof von Straßburg inne. Anfangs war es ein [[Doppelkloster]] für Männer und Frauen, doch das Damenstift zog 1124 nach [[Kloster Schwarzenthann|Schwarzenthann]] um. Manegold übernahm die Führung des Konventes. Als einer der profiliertesten Kämpfer für die päpstliche Sache im [[Investiturstreit]] hatte er sich den Zorn [[Heinrich IV. (HRR)|Kaiser Heinrichs IV.]] zugezogen. Dieser ließ ihn 1098 im Kloster Marbach gefangen nehmen. Das Stift erhielt für seine Verdienste diverse päpstliche Privilegierungen, darunter auch das Recht, Anhänger der gebannten kaiserlichen Partei im Investiturstreit aus der Exkommunikation zu befreien, wenn sie in das päpstliche Lager übertraten. Das Verhältnis zum Kaisertum besserte sich: 1153 stellte König [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]] Marbach unter seinen Schutz und in dieser Zeit bestanden enge Beziehungen zum staufischen Königshof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stift entstanden im 13. Jahrhundert die „[[Marbacher Annalen]]“, eine der wichtigsten Geschichtsquellen der Stauferzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Marbach war im Hochmittelalter der Ausgangspunkt vieler Stiftsneugründungen in [[Süddeutschland]], am [[Oberrhein]] und in der [[Schweiz]]. Marbach wirkte damit maßgeblich an der Kanonikerreform mit, durch die aus „weltlichen“ Stiftspriestern, die ohne Armutsgelübde und Regeln lebten, [[Regularkanoniker|„regulierte“ Kanoniker]] in klosterartig verfassten Konventen mit mönchischer Lebensweise wurden. Die Reform stützte sich auf die vom [[Abtei Saint-Ruf|Kloster St.-Ruf]] in Avignon verbreitete [[Augustinusregel]]. Die spezielle Marbacher Ausprägung dieser Ordnung wurde in den &amp;#039;&amp;#039;Consuetudines&amp;#039;&amp;#039; (Lebensgewohnheiten) festgeschrieben. Ihre aus früheren Vorstufen entwickelte endgültige Fassung entstand um 1122. Bereits 1117/19 trennte sich die Kongregation in einen Verband mit milderer Regelauslegung (&amp;#039;&amp;#039;ordo antiquus&amp;#039;&amp;#039;) und einen mit strengerer Praxis (&amp;#039;&amp;#039;ordo novus&amp;#039;&amp;#039;). Zahlreiche andere Klöster übernahmen die &amp;#039;&amp;#039;Consuetudines&amp;#039;&amp;#039; und folgten der in Marbach ausgebildeten Liturgie. Auch durch die Entsendung von eigenen Kanonikern an andere Orte wirkte das elsässische Stift europaweit. Zu seinem Reformverbund gehörten unter anderem: [[Stift Backnang]], [[Kloster Indersdorf]], [[Kloster Interlaken]], [[Hördt]], [[Erkenbert-Ruine|Frankenthal (Pfalz)]], [[Kloster Goldbach]], [[Leonhardskirche (Basel)|St. Leonhard in Basel]], [[Kloster Schwarzenthann]], St. Arbogast und [[St. Trinitatis]] in Straßburg und selbst die [[Dom zu Lund|Domkirche von Lund]] in Südschweden. Diese Kongregation löste sich 1462 auf, 1464 wurde Marbach der [[Windesheimer Chorherren|Windesheimer Kongregation]] angegliedert, zu der es bis 1769 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 12. Jahrhundert errichtete romanische Klosterkirche hatte zwei Chorflankentürme und war dem hl. [[Irenäus von Lyon]] geweiht&amp;lt;ref&amp;gt;Nach anderer Überlieferung war die Kirche dem hl. Augustinus und allen Heiligen geweiht. Peter Weise: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Liturgie der Chorherren von Marbach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Liturgiewissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 32 (1990), S. 310 Anm. 22 &amp;lt;/ref&amp;gt;, dessen Reliquien das Kloster im Jahr 1098 aus Lyon erhalten hatte. Aus dem Stift stammt eine bedeutende romanische Gebetbuch-[[Manuskript|Handschrift]]: der [[Codex Guta-Sintram]]. Dieser ist das gemeinsame Werk der Augustiner-Chorfrau &amp;#039;&amp;#039;Guta von Schwarzenthann&amp;#039;&amp;#039; und des Augustiner-Chorherrn &amp;#039;&amp;#039;Sintram von Marbach&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiteres bedeutendes Werk der Buchmalerei aus dem Kloster, ein [[Evangelistar]], befindet sich heute in der Stadtbibliothek von [[Laon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stift wurde 1790 aufgehoben, die Gebäude wurden fast vollständig abgerissen. Danach wurden die verbliebenen Teile des Chorgestühls, wie auch Teile des Chorgestühls des ehemaligen [[Kloster Alspach|Klosters Alspach]] bei [[Kaysersberg]] im [[Département Haut-Rhin|Oberelsass]], in die [[Dominikanerkirche Colmar|Dominikanerkirche]] ins nahe [[Colmar]] gebracht, wo sie zu besichtigen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überreste des ehemaligen Stifts ([[Narthex]] der Kirche, Friedhof und Fundamentmauern) können besichtigt werden. Die Ruinen liegen mit einem schönen Blick ins [[Rhein]]tal abseits auf einer Anhöhe bei Eguisheim zwischen [[Husseren-les-Châteaux]] und [[Obermorschwihr]], unmittelbar am Ortsausgang des Dorfes [[Vœgtlinshoffen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso kann man noch die spärlichen Ruinen des einst direkt zum Stift Marbach gehörenden Augustiner-Chorfrauenstifts [[Kloster Schwarzenthann]] im Wald bei [[Wintzfelden]] (nahe [[Soultzmatt]]) besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{LexMA|6|216|216|Marbach|[[Hubertus Seibert]]}}&lt;br /&gt;
* Volkhard Huth: &amp;#039;&amp;#039;Staufische &amp;quot;Reichshistoriographie&amp;quot; und scholastische Intellektualität. Das elsässische Augustinerchorherrenstift Marbach im Spannungsfeld von regionaler Überlieferung und universalem Horizont&amp;#039;&amp;#039;, Ostfildern 2004, ISBN 3-7995-4265-5 ([http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mf14 Digitalisat]; [http://www.sehepunkte.historicum.net/2005/05/7089.html Rezension]).&lt;br /&gt;
* Josef Siegwart: &amp;#039;&amp;#039;Die Consuetudines des Augustiner-Chorherrenstiftes Marbach im Elsass&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag, Freiburg in der Schweiz, 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Abbaye de Marbach|Stift Marbach}}&lt;br /&gt;
* [http://www.faksimile.ch/werk05_d.html Der Codex Guta-Sintram]&lt;br /&gt;
* [http://manuscrit.ville-laon.fr/_app/ms/OEB/Ms550/index.html Das Marbacher Evangelistar der Bibliothèque municipale Laon]&lt;br /&gt;
* [http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_00320.html?mss=Marbach Die Marbacher Annalen im Repertorium &amp;quot;Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=48.0253|EW=7.275|type=landmark|region=FR-68}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marbach, Stift}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift im Elsass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in den Vogesen|Stift Marbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Département Haut-Rhin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster im Département Haut-Rhin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique in Eguisheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Eguisheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Kloster)|Marbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique in Obermorschwihr|Stift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift in Frankreich|Marbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Marbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique seit 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1089|Marbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1790]]&lt;/div&gt;</summary>
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