<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stift_Joachimstein</id>
	<title>Stift Joachimstein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stift_Joachimstein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_Joachimstein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T02:52:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_Joachimstein&amp;diff=139557&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phil Buchenrauch: /* Literatur */ Link zum Text</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_Joachimstein&amp;diff=139557&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-26T15:42:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Link zum Text&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stiftsschloss Joachimstein 2011.JPG|mini|Stiftsschloss Joachimstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;freiweltlich-adelige evangelische Fräuleinstift Joachimstein zu Radmeritz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (polnisch &amp;#039;&amp;#039;Pałac Radomierzyce&amp;#039;&amp;#039;) galt einmal als das schönste Schloss der [[Oberlausitz]]. Es befindet sich bei [[Radomierzyce]] (Radmeritz) in [[Polen]], in unmittelbarer Nähe zum Grenzübergang [[Hagenwerder]]. Errichtet wurde es als [[Frauenstift]] auf einer künstlich angelegten Insel an der Einmündung der Witka ([[Wittig (Fluss)|Wittig]]) in die [[Lausitzer Neiße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radomierzyce Stift Joachimstein.jpg|miniatur|Rückwärtige Ansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Church of Radomierzyce.jpg|miniatur|Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Joachimstein 1850.jpg|miniatur|Lithographie von [[Carl Wilhelm Arldt]], 1839]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundriss Schloss Joachimstein.JPG|miniatur|Grundriss (1923)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radomierzyce, pałac (tablica informacyjna).jpg|miniatur|Informationstafel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1722 errichtete der ledige Kammerherr [[August II. (Polen)|Augusts des Starken]], [[Joachim Sigismund von Ziegler und Klipphausen]], ein Frauenstift zur Versorgung lediger adliger Frauen der Oberlausitz und angrenzender Gebiete, in das er seinen gesamten Besitz einbrachte. Zur Errichtung des Stiftsschlosses erbat sich Ziegler zunächst Entwürfe der Oberlandbaumeister [[Johann Friedrich Karcher]] und [[Matthäus Daniel Pöppelmann]]. Schließlich beauftragte er aber den ehemaligen sächsischen Oberlandbaumeister [[Christoph Beyer (Architekt)|Christoph Beyer]] mit der Ausführung der Bauarbeiten, ohne jedoch selbst die Entwurfsarbeit ganz aus der Hand zu geben. Schließlich sollten viele der wichtigsten sächsischen Architekten und Künstler Kursachsens in Joachimstein gewirkt haben, das daher ein bedeutendes Bauwerk des [[Dresdner Barock|Sächsischen Barock]] wurde. Die Errichtungsurkunde stammt vom 11. Februar 1728. Die feierliche Einweihung des Stiftes fand nach dem Abschluss der Arbeiten am 14. November 1728 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß den Zieglerschen Stiftungsstatuten konnten in dem Stift, das von einem Stiftsverweser geleitet wurde, zwölf unverheiratete evangelische und seit mindestens vier Generationen adlige Fräulein der Oberlausitz und angrenzender Gebiete Aufnahme finden, wenn sie ohne eigene Schuld in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten waren. An der Spitze des Konvents stand die sogenannte Stiftshofmeisterin, welche die Funktion einer [[Äbtissin]] beziehungsweise [[Priorin]] oder [[Domina (Kloster)|Domina]] wahrnahm. Die Aufnahmebedingungen werden verständlicher, wenn man bedenkt, dass in jener Zeit die Kaufleute der [[Oberlausitzer Sechsstädtebund|Sechsstädte]] zu großem Reichtum gelangt waren, während viele alteingesessene Adelsfamilien den Zeitenwandel verkannten und verarmten. Zentraler Inhalt des Aufenthaltes im Stift Joachimstein war zunächst die „standesgemäße“ Versorgung, gefolgt von der Erziehung und Bildung der Stiftsfräulein im Sinne der Sozialformation des niederen Adels. Unverkennbar ist dabei die Vorbereitung der Frauen auf eine eventuelle spätere Rolle als Ehefrauen und Mütter in einem landadligen Haushalt, wenngleich selbiges in den Stiftsstatuten nie wörtlich als Ziel genannt wird und ein lebenslanger Aufenthalt im Stift unter den oben genannten Bedingungen ohne weiteres möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] wählte der Preußenkönig [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] 1745 das Schloss zu seinem Quartier. In den [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriegen]] richteten sich hier unter anderem die [[Lützowsches Freikorps|Lützower]], [[Gebhard Leberecht von Blücher|Generalfeldmarschall Blücher]] und [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Prinz Wilhelm]] ein. [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]] verfasste hier seinen &amp;#039;&amp;#039;Aufruf an die Sachsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedrich Bülau]] |Titel=Geschichte Deutschlands von 1806 – 1830 |Verlag=Friedrich Perthes |Ort=Hamburg |Datum=1842 |Seiten=200–202 |Online=[https://books.google.de/books?id=wVVVAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA200&amp;amp;q=%22An+das+Volk+der+Sachsen%22#v=onepage&amp;amp;q=%22An%20das%20Volk%20der%20Sachsen%22&amp;amp;f=false Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Teilung der [[Oberlausitz]] durch den [[Wiener Kongress|Wiener Vertrag]] von 1815 wurde die [[Wittig (Fluss)|Wittig]] als Grenzfluss zwischen [[Königreich Sachsen|Sachsen]] und [[Königreich Preußen|Preußen]] festgelegt, wobei das jenseits des Flusses gelegene Schloss bei Sachsen verblieb, während aller Grundbesitz des Stifts an Preußen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Situation stand das Stift vor der Auflösung. König [[Friedrich August I. (Sachsen)|Friedrich August I.]] sicherte den Weiterbestand des wohltätigen Stifts in seiner bisherigen Art und Weise. In der Oberlausitzer Konvention von 1819 wurde die Regulierung dieser besonderen Angelegenheit noch ausgesetzt. Mit der Joachimsteiner Konvention von 1828 einigten sich beide Staaten, dass die Stiftung ausschließlich der sächsischen Hoheit unterliegt, während die Besitztümer entsprechend der Grenzziehung von 1818 der jeweiligen Landeshoheit und Gerichtsbarkeit unterstellt wurden. Die Genussrechte sowie die Verwaltung der Stiftung regelten die [[Ständegesellschaft|Stände]] der sächsischen und preußischen Oberlausitz gemeinschaftlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiftsverweser&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Ullrich, Ernst Seyfert: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftsliches Adreßbuch der Güter und Wirtschaften im Freistaat Sachsen. Verzeichnis&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, In: &amp;#039;&amp;#039;Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher&amp;#039;&amp;#039;. Band IX, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1925, S. 21, 53, 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; war um 1925 der ehemalige brandenburgische Landrat vom Kreis-Zauch-Belzig, Bernhard Hans Levin von Tschirschky und Bögendorff (1862–1930). Der Grundbesitz des Stiftes bestand aus mehreren Rittergütern,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Güteradressbuch Schlesien. 1870. Die Rittergüter und selbständigen Gutsbezirke in der Provinz Schlesien. Nach amtlichen Quellen zusammengestellt |Verlag=[[Wilhelm Gottlieb Korn|Wilh. Gottl. Korn]] |Ort=Breslau |Datum=1870 |Seiten=111 |Online=[https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0218501#lg=1&amp;amp;slide=118 Digitalisat]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schlesisches Güter-Adreßbuch |Sammelwerk=GAB |Band=Regierungsbezirk Liegnitz 1937. Niederschlesien. Kreis Görlitz |Nummer=Verzeichnis sämtlicher Rittergüter sowie der größeren Landgüter |Auflage=Letztauflage. Reprint Klaus D. Becker Potsdam |Verlag=[[Wilhelm Gottlieb Korn]] |Ort=Liegnitz |Datum=1937 |Seiten=423 f. |Online=[https://www.google.de/books/edition/Schlesisches_G%C3%BCter_Adre%C3%9Fbuch_Niedersch/5WgQEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Stift+Joachimstein+1937&amp;amp;pg=PA423&amp;amp;printsec=frontcover Teil-Digitalisat]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges diente ein Schlossflügel auch zur Unterbringung von Kindergruppen, z. B. aus Hamburg aus der [[Kinderlandverschickung]]. Mit der Grenzziehung entlang der [[Oder-Neiße-Linie]] endete 1945 das Bestehen des Stifts. Die Stiftsdamen wurden vertrieben und das Schloss ausgeplündert. Die Gebäude wurden nicht mehr genutzt und verfielen. Im Jahre 2003 wurde das Schloss saniert. Da der Investor &amp;#039;&amp;#039;Marek Glowacki&amp;#039;&amp;#039;, der aus dem Schloss ein Hotel und Tagungszentrum machen wollte, schon 2004 unerwartet starb, wurden bis dahin nur einige Nebengebäude wieder aufgebaut und am Haupthaus die Fassaden und Dächer mit einem Kostenaufwand von ca. 7 Millionen Euro renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alten Wasserschloss wurde der Bruder des Stifters Joachim Sigismund, der Romanschriftsteller und Historiker [[Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor von Zezschwitz]] (1843–1906), Leiter von 1885 bis 1903&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Statuten des Stifts Joachimstein. Edition und Analyse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Adel in Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Via-Regia-Verlag, Olbersdorf 2013. ISBN 978-3-944104-02-7.&lt;br /&gt;
* Tilo und Marita Böhmer: &amp;#039;&amp;#039;Stift Joachimstein. Erinnerungsschrift zum 275. Jubiläum seiner Einweihung. Eine Reise in die Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; Lusatia-Verlag, Bautzen 2004, ISBN 978-3-936758-05-4.&lt;br /&gt;
* [[Richard Doehler]]: &amp;#039;&amp;#039;Diplomatarium Joachimsteinense&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Lausitzisches Magazin]]&amp;#039;&amp;#039;, 81, Görlitz 1905, S. 1–192.&lt;br /&gt;
* Helmuth Gröger: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser in Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Heimatwerk Sachsen, Baensch, Dresden 1940, S. 172. [https://d-nb.info/579469859 DNB], Reprint, Weidlich, Frankfurt/Main 1980. ISBN 978-3-8035-1031-0.&lt;br /&gt;
* Karl Heinz Großer: &amp;#039;&amp;#039;Stift Joachimstein und seine Güter. Rückblicke auf die Geschichte einer Oberlausitzer Grundherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: Adel in Sachsen, Bd. 2, Olbersdorf 2012. ISBN 978-3-944104-00-3.&lt;br /&gt;
* [[Cornelius Gurlitt (Kunsthistoriker)|Cornelius Gurlitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Heft 29: &amp;#039;&amp;#039;Amtshauptmannschaft Zittau&amp;#039;&amp;#039; (I. Teil, Land), Dresden 1906, S. 63–85.&lt;br /&gt;
* [[Otto Heynitz]]: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre freies, evangelisches, weltadliges Fräuleinstift&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des [[Landesverein Sächsischer Heimatschutz]] Dresden&amp;#039;&amp;#039;, 18/9, (1929), S. 393–414.&lt;br /&gt;
* [[Richard Jecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Joachim Siegismund von Ziegler und Klipphausen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Neues Lausitzisches Magazin&amp;#039;&amp;#039;, 98, Görlitz 1922, S. 64–97. ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/612744%2F68 Volltext SLUB Dresden])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pałac Radomierzyce}}&lt;br /&gt;
* [https://www.planet-franken-online.de/joachim/joachim.html Fundstück Joachimstein: Ev. Fräuleinstift - Geheimarchiv der SS - Investmentruine]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.0553 |EW=14.9664 |type=landmark |region=PL-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ziegler (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in der Woiwodschaft Niederschlesien|Joachimstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Polen|Joachimstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 1722]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1720er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges evangelisches Damenstift|Joachimstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Zgorzelec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Matthäus Daniel Pöppelmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in der Woiwodschaft Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Joachimstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Schlesien|Joachimstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phil Buchenrauch</name></author>
	</entry>
</feed>